Dienstag, 20. März 2018

Ostara Ritual Wochenende

Das erste Zauberfrauen Treffen in diesem Jahr gestaltete sich komplett anders als von den meisten von uns erwartet und ich muss gestehen, dass ich mich schwertue, dies erste Treffen in diesem Jahr, in Worte zu fassen. 
Die Magie, die an diesem Wochenende gewoben wurde, ist so stark und kraftvoll, dass man dabei sein musste, um sie zu verstehen. Man muss es selbst erlebt haben, um das zu fühlen und zu sehen, was wir gesehen und gefühlt haben. Jede von uns, ohne Ausnahme, kann dies bestätigen. 
  
Wir hatten mit Frühling gerechnet aber schon ein paar Tage vorher zeichnete sich die Minus Temperaturen ab. Ein kalter Wind kam hinzu.
Der Ostwind, der um den Hof wehte, wie ein Drachen, der seine Kreise enger zu ziehen drohte, der an Türen und Fenster zog und zerrte, der hätte eher ein Samhain Ritual gewollt, als ein buntes Frühlingsfest. Wie ein wildes Tier, das auf seine Beute lauerte, so kam es uns vor. Es zog und zerrte, knarrte und knurrte, es schaukelte ,wie als säße man auf einem Schiff. 
Aber wir stellten uns dagegen und kämpften für das Recht ihn zu vertreiben.
Mit Hilfe des Hofwächters, den fast jede an diesem Wochenende sah, der uns beistand und uns schütze, taten wir, was Hexen tun: 

Magie weben...
Starke Magie...
Für uns, 
für die Erde 
und für die Frauen. 

Frauenkraft und Hexenkunst in seiner Uralten und Ureigenen Form! 
So etwas ist nur in einer Gruppe von strakten, selbstbewussten und kraftvollen, wissenden Hexen möglich. Ich will und darf leider nicht ins Detail gehen, aber nur so viel: 


Wir webten Geschichten. Unsere Geschichten. Frauengeschichten. In kleine Zauberbeutel webten wir sie ein, als Gabe und Geschenk für Frauen an Frauen. Noch sind sie nicht fertig und es wird lange dauern, bis eine jede ihre Geschichte gewebt und eingesponnen hat. Aber wir haben Zeit. Dieser Kreis ist eine Schwesternschaft geworden, ein alter „Hexen Zirkel“, spätestens nach diesem Wochenende, ist mir das klargeworden.


Ich erhielt dieses Ritual des „Geschichte bewahren und einspinnen“ ,vor einigen Tagen, von den alten Weberinnen geschenkt, genau wie ein Zauberlied, das wir im Kreis trommelten und sagen. Ich bin immer wieder sehr dankbar das ich diese Gabe habe, Vermittlerin der Geister und der alten Frauenmagie sein zu dürfen.
Wir riefen die Kraft der Göttinnen, die später zur Macht und Magie wurden. Wir benannten ihre Namen und riefen ihre Macht zu uns in den Kreis, wir sangen, und riefen sie. 

Sie tanzten um uns im Kreis und verlachten den bösen Drachen draußen. Baba Yaga lachte dabei am lautesten und eine nach der anderen hörte auf zu trommeln und stimmte in dies Lachen der Göttin mit ein. Eine Wahnsinns Energie! 

Sie war so einspannend und umwob uns so sehr, das eine der Hexenschwestern sich in der Nacht nackt nach draußen begab, frierend, aber aus tiefster Dankbarkeit an den Gehörnten und dem Schutzgeist. Der freute sich bestimmt darüber. Welch ein Opfer bei diesem Wind! Und welch ein Hallo von den anderen Frauen. Respekt! 


In der Samstagsnacht waren alle danach ziemlich früh im Bett. Mit früh meine ich, vor Mitternacht. Hatten wir Eier gestaltet, Eier blutrot gefärbt und dann diese irre Magie am Abend gewoben. Und alle schliefen in dieser Nacht gut, kein Wind zog mehr an den Fenstern und kein Wintergeist wollte mehr zu uns hinein. Und am Morgen saßen alle sichtbar erleichtert und fröhlich beim Frühstück.
 Wir trafen uns danach wieder im Kreis unseres Ostara Altares. Wo wir unsere handbemalten Eier bestaunten und einsammelten. Der Redestab ging von einer zu anderen und wieder woben wir Magie. 


Dann ging es in den noch schlafenden Zaubergarten, der Wind hatte sich tatsächlich etwas gelegt. Um das Blut der Göttin der Erde zu opfern. Diese und unsere Projekte fruchtbar zu machen und auf einen guten Weg zu bringen.
 
"Die erste Mensis der Göttin sorgt nun für die Fruchtbarkeit auf der Mutter Erde.

 Möge sie fruchtbar werden, wachsen und gedeihen, wie auch unsere Vorhaben auf Fruchtbaren Boden gedeihen sollen!

Mit ihren Begleitern dem Hase und dem Huhn, schreitet sie nun über die Erde, damit alles aus dem Schlafe erwacht. 

Wir vergießen das besprochene und geweihte Blut der Göttin, symbolisch für das Blut aller Frauen, um das Land und unsere Arbeit und Wünsche fruchtbar zu machen. Auf das unsere Magie wirksam werde!"


Mit diesen Wünschen goss eine jede das Blut der Göttin über den Altarstein. Dann wurde unser Hexenkreis aufgelöst mit einem Segensspruch für eine gute Heimreise.
Immer noch bin ich ganz verzaubert, von diesen ganzen Energien und freue mich über das Geschenk der Weberinnen, das ich weitergeben durfte und das wir als Hexenkreis für uns bewahren werden. 


Danke an die Zauberschwestern und an meinen wundervollen Mann, der uns immer so gut umsorgt, mit uns lacht und für uns der gute Geist ist.