Dienstag, 5. September 2017

Wenn eine eine Reise tut.....

.... dann kann sie was erzählen….


Im letzten Jahr hatten wir ein Wochenende geplant, ich wollte endlich etwas zusammen mit meinen Kindern unternehmen, seit alle erwachsen sind, sehen wir uns nicht mehr oft. Sie gehen alle ihre eigenen Wege, nur noch unsere Jüngste ist daheim.
Wir beschlossen etwas zusammen zu finden, was uns alle verbindet.  Die Musik von Pur, einer Band, die ich schon hörte und kannte, als sie noch einen anderen Namen trugen und ihr Mega Event auf Schalke bot sich an, vor allem, weil Daniel Wirtz als Gast dabei sein sollte, den wir alle auch schon lange kennen und mein Sohn ein großer Fan von ihm ist.




Die Arena auf Schalke, als Pur das erste Mal dort waren, waren wir mit unserer Ältesten Tochter auch da, sie war damals 10 und es war ihr erstes Konzert. Das reicht mir einmal, dachte ich damals. Nun ja, aber meine Mädchen schlugen vor, alle gemeinsam dort hinzugehen und mein Gatte sollte den Hof und den Laden solange hüten. Leider sagte unser Sohn aber später wieder ab,  die Mädels fanden den Gedanken einfach so toll, wir drei gemeinsam auf Schalke. Da kann man natürlich als Mama nur ja sagen. Gesagt-getan. Tickets gekauft und abwarten. So wurde es halt ein Mädels Tag.

Im Laufe der Monate stellte sich dann heraus, dass meine jüngste unbedingt noch zur Phantastika nach Oberhausen wollte. Die fand ausgerechnet am selben Tag statt. Ich schlug vor, sich schon am Morgen zu treffen, um gemeinsam nach Oberhausen und von da direkt nach Schalke zu fahren. War ja quasi ein Weg. So wurde es auch gemacht. Wenn wir schon mal im Ruhrgebiet sind…nicht wahr?!



Wir fuhren also am Samstagmorgen gegen 7 von der Küste los und waren schnell und ohne Stau, kurz nach 10 bei meiner Ältesten Tochter. Noch schnell das Enkelchen gedrückt, geknuddelt und geherzt, den Schwiegersohn (in Spe) umarmt und ab nach Oberhausen.

Ich gebe zu, ich hatte mich nicht erkundigt, was genau die Phantastika überhaupt war, dachte, da laufen die meisten in Fantasy Rollenspiel Manier rum und alles ist laut und überladen, voller Stände mit irgendwelchem Serien Kram…

Überrascht war ich dann schon, das Kongresszentrum war, klein, überschaubar, ruhig. Wir kamen an, ohne Parkplatz suche, ohne Hektik. Nur warm war es.

Die Mehrzahl der Stände bestand aus – Büchern! Fantasy soweit das Auge reichte, alle Bereiche, alle Sparten. Wow, dachte ich mir. Ganz nett hier.

Und so kam ich mit dem ein oder anderen Standbetreiber auch kurz ins Gespräch. Nur schade, dass ich überhaupt keine Zeit mehr finde, für Romane. Dass was ich seit Jahren meist lese, ist immer nur Fachliteratur. Manchmal tatsächlich drei Bücher auf einmal.

Das letzte, was ich an Roman gelesen habe, (nein nicht „das Letzte im negativen) , war Mara undder Feuerbringer, die Triologie von Tommy Krappweis. Aus reiner Neugierde, weil mir der Film, wie auch das erste Hörbuch so gut gefallen hatten. Ich wollte dann schon wissen, wie es weitergeht. Außerdem drängelte die Tochter ; „Mama du musst unbedingt weiter lesen…“


Wir trafen, wie sollte es anders sein, dann natürlich auch auf Tommy Krappweis. Meine Tochter hatte sich vorher schon erkundigt ob er da war und sie hatten sich bei der Phantastika sozusagen verabredet. Gut, ist zu viel gesagt, meine Tochter wusste, dass er da ist und freute sich natürlich mich ihm vorzustellen. Sie steht im losen Kontakt zu ihm, da sie ja auch schon mal mit ihm auf der Bühne stand. Unter anderem in München.

Sie drängelte schon Tage vorher, weil ich ihr sagte, „du, ich setz mich einfach irgendwo hin und schau mir die Leute an, das reicht mir schon, und ihr Mädels könnt eure Mama später abholen. „   „Nee, Mama, das kannst´e nich machen, du musst doch unbedingt den Tommy kennenlernen“  kam da von ihr….

Eigentlich weiß sie, wie unangenehm ich das finde, ich bin kein Mensch der um Fotos oder Autogramme bittet oder gerne „vorgeführt „wird. So trafen wir den Erfinder des Brotes auf Kika und ehemaliger Star von RTL Samstag Nacht. Auch ist er ein toller Musiker.

Ein herzlicher, sehr netter Mann mit dem Funkeln eines immer frechen Jungen in den Augen. Ein kurzes Hallo, ein Foto, wie eben wohl üblich und ein Smal Talk mit meiner Tochter. Seine nette und ebenfalls sehr sympathische Frau, stand wartend daneben.
Wir unterhielten uns kurz.

Tommy musste dann noch unbedingt ein Foto von uns beiden machen, welches er so kommentierte „Das ist Original von Maras Mutter „meinte  er, wärend er auf mich zeigte.. ( ähm…oder so ähnlich war es..)“  

Ein Kompliment?! Hmm, eigentlich wohl schon. (Aber Esther Schweins ist bei weitem hübscher und passt super in die Rolle)
Nun gut. Irgendwie hat er ja auch Recht damit, wenn ich mich aus dem Blickwinkel meiner Kinder betrachte und vor allem meiner Jüngsten. Sie hat am meisten unter meiner „Arbeit“ gelitten, wurde jahrelang gemobbt deswegen. Teilweise auch so fies, wie in dem Film von Mara. Ich denke auch deswegen mag sie diese Bücher so, sie findet sich selbst darin zum Teil wieder. Und ich finde den Charakter von Maras „ Eso-Mutter“, sehr liebevoll umgesetzt, denn Tommy hat diese Art von „Sichtweise“ nie ins lächerliche gezogen, sondern balancierte immer auf der Grenze eines liebevollen Augenzwinkerns auf die Esoterik Szene.
(Ich liebe die Szene mit dem „Baumsprech Seminar“ ! )


Wir verabschiedeten uns von Tommy und seiner Frau Sophia und schlenderten weiter durch die Gänge. Mit dem ein oder anderen Verlagsvertreter / Autor? unterhielt ich mich. Irgendwie hatte ich aber nach einer Weile das Gefühl, bei vielen Romanen ging es vordergründig um Liebesgeschichten…Vampir trifft Mensch, will erlöst werden von der Liebe seines Lebens, Kelte trifft auf Keltin, Wikinger trifft auf Kriegerin, Prinz auf Prinzessin….vielleicht waren es einfach die falschen Stände, aber nach dreien dachte ich dann so : „ ohhh….nööö…nicht schon wieder..“

Wie gesagt, vielleicht täuscht es auch. Aber dann sah ich an einem Tisch ein mir bekanntes Gesicht und das ein oder andere Buch Cover, das ich selbst einmal im Laden verkauft hatte. Holger! Ach ja! Der Holger von der Edition Roter Drache. Immer wieder ein Vergnügen, damals bei den Treffen der Pagan Federation beispielsweise.

Wie klein die Welt doch ist! Und natürlich habe ich dann auch Bücher gekauft, klar, denn der Verlag war damals ein Fachbuchverlag für Heidnische Literatur, jetzt aber, so Holger, vertreten sie auch Fantasy. Natürlich kaufte ich Fachliteratur, klar!

Das Buch über den Gehörnten von Phönix, das ich schon seit einiger Zeit haben wollte. Seine Zeichnungen gefallen mir zwar nicht, aber seine Schreibweise ist gut verständlich, klar und schnörkellos. Außerdem gibt es einfach zu wenig Informationen über den / die vielen Variationen von männlichen Naturgöttern. Und zur Göttin gehört eben auch der Gott.

Das zweite handelt um die Geschichten der Edda, neu erzählt und interpretiert von Luci von Org. Ich bin mal gespannt darauf, denn es gibt ja einige moderne Erzählungen was die Edda betrifft. Ich kaufte meiner Großen Tochter noch ein Hörbuch für das Enkelchen und dann machten wir uns langsam auf den Weg zur Arena auf Schalke.


Auf Schalke angekommen reihten wir uns in die Massen von Autos um auf einen der vielen Parkplätze zu kommen. Menschenmassen wanderten die Wege zur Veltins Arena hoch. Wir befürchteten, lange anstehen zu müssen, aber dem war nicht so. Nach nur ganz kurzer Wartezeit konnten wir auch schon den großen Tunnel Richtung Innenraum betreten. Klar, es waren noch zwei Stunden bis zum Konzertbeginn, aber wir setzten uns einfach, wie viele andere auch, auf den Boden und warteten ab. Die Arena war ausverkauft, 66 Tausend Menschen, eine unvorstellbare Zahl.

Es war ein wirklich gutes Konzert, mit Xavia Neidoo, Sido und auch Andreas Bourani, sowie Peter Schilling, bei dem ich mich fragte, wo zum Teufel, der ausgegraben wurde und als alle zu „Major Tom“ brüllten, da fühlte ich mich eher wie auf Malle und wollte eigentlich nur laufen gehen. Das war echt übel. Wenigstens war die Abfolge der Songs von Pur verändert worden und auch Hartmut selbst fragte nicht, wie sonst, drei Mal nach, ob es uns wirklich gut gehe. Ich muss gestehen, ich hatte schon überlegt, ein Plakat mit den 5 nervigsten Dingen zu schreiben, die seit Jahren immer auf den Konzerten wiederholt wurden. Oder bei der Frage: Wie war denn das Konzert, zu antworten: „Kennst du eines, kennst du alle.“

Mir persönlich wurde alles zu perfekt, zu groß, zu unpersönlich. Und die Bildschirme mit den Songtexten, für Hartmut, damit ja nichts mehr schiefgehen kann…
Gut, vielleicht kann man einfach aus alten Männern keine frechen Jungs mehr machen, aber zum tausend und einsten Male „Lena“ zu singen, das ist und war auch nie, meins!


Aber wer will denn nun mindestens 50Tausend Shitstorms gegen sich haben?! Also ich nicht. Ich kann halt nur nichts dafür, dass ich Pur früher gerne gehört habe, weil ihre Texte frech und politisch waren, aber dann mit den Jahren und Jahren immer „Mainstream „ und Harmloser wurden. Der Pary Hitmix, hat mir meinen persönlichen Rest gegeben, ich hätte damals nur kotzen können.

Nun ja, natürlich kam das gute Gewissen, obligatorisch im Gewand von „bis der Wind sich dreht“ klar. Ich persönlich wünsche mir in einer Zeit, wo solche Lieder wie „Wir sitzen alle in einem Boot“ oder „Labyrinth“ mehr als Aktuell sind, mehr davon. Und auch der wirklich richtig gute Song „Kein Krieg“ wurde gespielt. Mehr davon! Aber leider…nein!
Nun ja, erfrischend war Bülent Ceylan, der mit Hartmut zusammen proformte und ihm bei „ ein graues Haar“ mein Hass Lied schlechthin, da es IMMER aber auch IMMER auf den Konzerten gespielt wird, Hartmut eine Blonde Langhaar Perücke aufsetzte und ihn ab und an zum Lachen brachte. Endlich mal was Spontanes in einer durchweckt viel zu perfekten Show!

Der Auftritt von Daniel Wirtz war unfassbar emotional aber viel zu kurz. Nur ein Lied, dann war er wieder verschwunden. Schade, wir hatten uns mehr gewünscht.

Nun ja, eine perfekte Show mit super tollen Effekten, Glitter und Glimmer von der Decke.
Sauer war ich über die ganzen Leute vor mir, die mit ihren Handys mitfilmten. Ich finde das echt kurios. Man kann dieses Konzert später auf DVD kaufen oder auch auf Sky sehen. Ich würde doch nie im Leben, live auf einen kleinen Bildschirm starren, wenn die Künstler oben auf der Bühne spielen. Vielleicht für einen kurzen Moment, für ein Foto, nicht mehr. Ich für meinen Teil hatte mein Handy aus, das mache ich immer bei Dingen, die mir wichtig sind.
Ich muss das nicht mitfilmen, selbst Fotos haben ich gar nicht gemacht.

So vergingen die Stunden wie im Flug. Über drei Stunden Musik. Mit den Menschenmassen ließen wir uns dann nach draußen tragen. Wir hatten einen recht langen Weg, zurück zum Parkplatz. Meine Füße brannten. Wir waren erst einmal total glücklich am Auto zu sein. Aber wir warten und warteten. Kein Auto bewegte sich von ihm weg. In der Ferne hörten wir Krankenwagen und Polizei. Nach etwa zwei Stunden bewegten sich dann einige Autos langsam. Schritt für Schritt, und wieder 10 Minuten Stillstand, warten. Langsam aber wurde es mehr, und nach so langer Zeit schienen einige die Nerven zu verlieren, wollten nun unbedingt erste sein, drängelten, hupten. Ich ärgerte mich darüber maßlos, das gleichzeitig vier Wagen in die Lücke vor uns wollten.

Dann reichte es mir. Ich kurbelte die Scheibe herunter, schaute mit den Autofahrern an, die auch alle ihre Scheiben geöffnet hatten. Dann meckerte ich los: „Sagt mal, geht es hier noch?? Gerade habt ihr alle noch mitgesungen, Achtung und Respekt, und jetzt könnt ihr nicht mal dem anderen eine Lücke freimachen, kommt es jetzt auf 3 Minuten weniger an??!!!!

Holla, das hatte gesessen. Schwups, wurde Platz gemacht. Alles half nicht, es zog an den Nerven meiner Tochter, die eben erst ihren Führerschein gemacht hatte. Ich bot an, weiter zu fahren, aber sie wollte nicht. Dann wurde der Motor Heiß und heißer und der Ventilator sprang geräuschvoll an. Ich bemerkte die aufkommende Panik bei meiner Tochter und sagte ihr : „ Du fährst jetzt an die Seite, machst den Wagen aus, die Motorhaube auf und wir warten jetzt, bis alle von diesem Parkplatz runter sind. „Sie tat es. Ausnahmen bestätigen die Regel, denn meistens tut sie nicht was ich sage, diesmal dann schon. Aber als wir nach etwa 40 Minuten den Motor neu starteten, war das Geräusch immer noch da. Da ich keine Ahnung von Autos habe und unser Weg über die Autobahn Richtung Dortmund führte, wollte ich kein Risiko eingehen. Der ADAC musste her, vor allem damit Sicherheit bestand, was nun zu tun sei. Auf der Autobahn stehen zu bleiben, das Risiko wollen niemand eingehen, dann lieber auf einem riesengroßen Parkplatz warten.

Tja…was soll ich sagen. Gut das wir drei waren, gut das noch zwei weiter Frauen mit einem defekten Auto uns  Gesellschaft leisteten mussten…denn wir warteten geschlagene drei Stunden und drei Anrufe auf den ADAC. In der Zeit hätten wir an der Nordsee sein können und auch die Hilfe für die beiden Frauen, die aus Köln kamen, waren schneller da, als der ADAC.
 ( Ja, meine Tochter ist Mitglied dort )

Nach dem zweiten Anruf und unsere Aussage, das hier drei Frauen auf einem einsamen Parkplatz in der Kälte stehen, sagte man uns, dass es weitere Gestrandete auf den Parkplätzen rund um die Veltins Arena gäbe, dass es deswegen dauern könne…

Die zwei weiteren Damen verschwanden dann auch und wir waren alleine. Unheimlich war es, aber wenigstens beleuchtet. Ich beobachtete eine Rote Katze, die einfach so auftauchte, sie suchte scheu nach fressbaren, sah dünn und abgemagert aus. Wo sie wohl herkam? Weit und breit wohnt da ja niemand….es wurde nebliger und kühler, alle frohren nun. Ich pinkelte kurzerhand einfach hinter das Auto, wo auch sonst??  Ich hatte nicht den Mut, den Wagen mit meinen zwei Mädels weit zu verlassen. Meine Füße taten nicht mehr weh, ich merkte sie einfach nicht mehr, es war nun einfach zu kalt und sehr feucht.

Meine Älteste malte sich schon aus, wie wir denn nun nach Dortmund kämen, geschweige denn zur Küste zurück und was denn so ein Taxi nach Dortmund für ein Vermögen kostet…ich sagte nur: Wir stellen uns hier gar nichts vor, denn das steht dann auch vor uns, sondern wir gehen jetzt vom Besten aus und alles andere kommt, wie es soll.


Um etwa 4.40 dann kam ein netter Herr vom ADAC mit einem großen Abschleppwagen.
Der gute Mann überlegte uns abzuschleppen, ich sprach mit ihm. Während wir uns unterhielten erlöschten auf dem Parkplatz die Lichter, es wurde stockfinster.  

 Ich atmete tief ein, gut das der jetzt da war.  Glück im Unglück, denn schon vor einiger Zeit tauchten immer wieder am Rande komische Gestalten auf und schauten nach uns.
Das hatte mir ein bisschen Sorgen gemacht, aber da ich gerade vor nur einer Woche eine wilde Kuh in die Flucht getrieben habe, hätte ich es auch mit diesen Gestalten locker aufgenommen...Abrakadabra…haha…

Der ADAC Mann fand aber eine sehr gute Lösung, da weder der Motor, noch der Kühler beschädigt waren. Er machte uns den Vorschlag einige Kilometer vor uns her zu fahren. Sollte der Motor wieder warm werden oder irgendwas sonst sein, sollte meine Tochter aufblenden. Dann würde er uns abschleppen. Wäre nichts, so könnten wir getrost nach Dortmund zurückfahren und sogar zur Küste rauf. Genauso taten wir. Und- es passierte nichts, eher im Gegenteil, der Motor blieb kühl.

Um genau 6 Uhr fielen wir bei meiner Schwiegermutter, im ehemaligen Kinderzimmer meiner Tochter, welches heute Gästezimmer ist, in das Bett. Ich schlief schlecht, träumte und mir war irre kalt. Ich stand um 8 wieder auf, deckte meine jüngste noch mit meiner Decke zu und lies sie noch schlafen. 

Wärend meine Tochter noch schlief, erfuhr ich folgendes;

Meine Schwiegermutter, deren Haustürschlüssel wir hatten, damit wir in die Wohnung kamen, wurde um etwa halb ein Uhr Nachts geweckt. Sie war auf dem Sessel eingeschlafen und da an der Haustüre sich das Licht anschaltete, dachte sie, wir seien es.
Ihr wurde plötzlich klar, das sie ihren Schlüssel gar nicht aus dem Schloss gezogen hatte, so hätten wir die Türe nicht öffnen können. Sie zog den Schlüssel schnell raus und fragte durch die geschlossene Türe, ob wir es seien. Keine Antwort. Nichts. Sie öffnete die Tür und niemand war da! 

Wäre das nicht gewesen, hätten wir noch länger vor der geschlossenen Türe gestanden und nur mit langem Klingeln hineingekommen. So hatte ein guter Geist sie erinnert, daran zu denken, ihren Schlüssel herauszuziehen! Spooki...


Gegen 10 machten wir uns zurück auf den Weg zur Küste, aber jedes Mal wenn der Verkehr dichter wurde, starrten wir beide auf den Temperatur Anzeiger, der ab und an wieder ziemlich hohe Werte anzeigte. Aber immer, wenn wir der Meinung waren, jetzt müssen wir auf den Parkplatz oder abfahren, da löste sich der Stau und wir konnten weiter. 

Glücklich, übermüdet und völlig geflasht, kamen wir zu Hause an. Und als meine Tochter oben schlafen ging, da habe ich in den Armen meines Mannes erst einmal eine Runde geheult, denn die ganze Anspannung hatte dann doch ihre Spuren hinterlassen.
Am Nachmittag schrieb ich eine Mail, an den Tierschutz Gelsenkirchen, berichtete ihnen von der Katze und bat sie, auf Parkplatz E einmal bitte nach zu sehen. Ich hoffe, dass sie das auch tun werden…



 
Am nächsten Tag, wollte ich mich bei meinen Töchtern entschuldigen, es sollte doch so ein unvergesslicher Tag werden…“ Ist er doch Mama, sagten beide…ist er doch, denn davon werden wir noch in vielen Jahren erzählen…weißt du noch, als wir die Nacht auf dem Parkplatz an der Arena auf Schalke verbracht haben….“