Freitag, 6. Dezember 2019

Hexen 1x1 Infos zum Dezember / Teil 1 /



Mein Hexen 1x1 . Gedreht mit Weser TV 2014

Nikolaus Tag ?!


Bild Quelle Wikipedia

Draußen vom Walde, da komm ich her….so hört man den Gesellen mit dem langen Bart und dem Mantel reden, neben ihn der Knecht Ruprecht, ein alter Heide, Helfer der Frau Holle, den er im Schlepptau hat. Denn eigentlich ist Herr Nikolaus ein alter Druide und kein Bischof aus der fernen Türkei. Mal wieder musste ein alter heidnischer Brauch für eine ausgedachte christliche Geschichte herhalten.

In Uraltern Zeiten traten die Druiden im Dezember ihre Wanderungen aus den tiefen Wäldern an. Entweder stiegen sie im Alpenland von den hoch gelegenen Almen ins Tal oder, wie hier zu Lande, aus den tiefsten Wäldern in die Dörfer. Warum genau, darüber kann man heute nur spekulieren. Ob es eine Überwinterung in den Dörfern war, oder weil es vor der Wintersonnenwende einen anderen Grund gab, wer weiß. Aufzeichnungen darüber finden sich zu wenige. 

Bildquelle: Lazell Historik Yule Karten 

Sie zogen in warme Mäntel gehüllt von Haus zu Haus und baten um ein warmes Essen und eine Schlafstelle und da viele Stämme sehr gastfreundlich waren, wurden sie freundlich aufgenommen. Zum Dank weissagten die weisen Männer und Frauen und segneten das Dorf und seine Bewohner. Dabei wurden Haselruten verwendet, die die jungen Frauen leicht berührten, um sie Fruchtbar zu machen.  Manchmal schenkten sie auch den Bewohnern und sehr häufig den Kindern, seltsame Dinge, die sie auf ihren Wanderungen getauscht hatten.

Mit großer Wahrscheinlichkeit entstand daraus dann eine Tradition, ein Ritual, das den christlichen Besatzern nicht in den Kram passte, von wegen Fruchtbarkeit und so.  

So fingen sie an, das ganze umzudeuten, je nach Landstrich und Umgebung immer ein bisschen anders. Der Knecht Ruprecht aber, ist bis heute der alte Heide und Helfer der Perchta oder Holle geblieben.  

Das St. Nikolaus, ein Bischof aus der Türkei Kinder beschenkte, war eine schöne, aber wohl eher ausgedachte Geschichte.

Wer an den ganzen Fakten und den Überlieferungen dazu Interesse hat, der kann nachlesen bei
Dr. Christian Rätsch und Frau Dr. Müller – Eberling   ( Ethmologen) unter:

Abgründige Weihnachten
Heidnische Weihnachten
Weihnachtsbaum und Blütenwunder

Montag, 25. November 2019

Mein Hexenladen wird am 21.12 eröffnet!!!!


Werbung in eigener Sache:

Auf dem Tag der Wintersonnenwende, am 21.12, öffnet mein Hexenladen


"Hagazussas Hain"
SchamanenKunst & HexenWerk,

seine Türen.

Von 15 Uhr bis 18. 30 Uhr könnt ihr stöbern, staunen, Kontakte knüpfen und noch das ein oder andere Schöne für euch und eure lieben finden.


Unser Sortiment wird umfangreich sein, von selbst produzierter Ware, bis hin zu Magischen Artikeln aus England und den USA.

VERLOSUNG ZUR ERÖFFNUNG!!!!


Es gibt viele wunderschöne magische Preise bei uns zu gewinnen, denn wir beschenken unsere Kunden an diesem Tag! Ihr sollt euch mit uns freuen!
Unter anderem gibt es mein neues Buch zu gewinnen und noch vieles schöne mehr!


Parkplätze / Anreise:


Hagazussas Hain
Berghofer Strasse 172
44269 Dortmund - Berghofen

www.hagazussas-hain.de 


Genügend Parkmöglichkeiten finden sich direkt vor dem Geschäft, gegenüber und auf dem gGelände der Firma REWE.

Anbindung:
Aus dem Ruhrgebiet über die A40 , dann B 236 Abfahrt Berghofen

Aus allen anderen Richtungen über die A1, Ausfahrt Schwerte, Richtung Berghofen (etwa 5 Autominuten)
zu erreichen.


Ich freue mich auf Euch!

Donnerstag, 21. November 2019

Neuigkeiten und Zwischentöne

Ich hatte vor einigen Wochen schon hier berichtet und da die Spatzen es von den Dächern pfeifen auch schon vorgegriffen: Ja ich bin wieder in der alten Heimat und ja, dort wird es wieder einen Hexenladen geben. Mal ehrlich, was wäre ich, ohne meinen Beruf ?!

Der regelmäßige Leser, die regelmäßige Leserin, werden das ja auch schon hier mitbekommen haben.
Noch immer aber befinden sich die Geschäftsräume im Umbau, es ist ja auch nicht so einfach, einen Laden von 20 qm Grundfläche, auf etwa 70 qm umzugestalten, vor allem, wenn das Haus von 1840 ist. Einfach geht nicht und mal eben auch nicht! Überraschungen gibt es da immer. Ich kenne das auch gut. Eigentlich hatten wir uns den 1. Dezember als Eröffnungstermin gewünscht, aber ein wenig dauern wird es wohl noch....

Nichts für ungeduldige Menschen, aber das war ich noch nie. Mein Vertrauen, das alles Gut und Richtig ist, das die Götter und Geister uns schon leiten, ist trotz der Dinge, die ich 2018 erlebt habe, immer noch hoch.
Meine Schutzwesen haben mir die Chance geschenkt, ein tolles Buch zu veröffentlichen und diese, in meinem alten Heimatdorf, ganz Zentral, wieder meinen Hexenladen zu eröffnen. Größer, als der Alte damals (55 qm) und auch der auf dem Hof.

Wir hatten die Wahl, als wir all unser Erspartes verloren, an Dingen festzuhalten, aus Prinzip und evtl. damit unter zu gehen, oder zum richtigen Zeit die Angebote und Chancen zu ergreifen und wieder zurück zu kehren, in die alte Heimat, in das alte Haus. Klar, hat es weh getan den Hof zu verkaufen, aber meine Gesundheit und die Gesundheit meines Mannes, waren wichtiger.




Unser Haus gestalten wir gerade total um ( mitzuverfolgen bei Instagram) und auch sonst ist es so schön, die Kinder und Enkel um sich zu haben. Ein mal die Woche ist Oma und Opa Tag für den Großen, und es wird gemalt, gebastelt oder auch etwas in der Natur unternommen. Auch unsere Katzen sind gut angekommen. Ich hätte nie gedacht, das sie sich an das alte Haus, dort wo sie geboren und aufgewachsen sind, noch erinnern.

Taten sie aber. Und ich muss nicht mehr um ihr Leben fürchten, aufgrund von Jägern und Fallenstellern. Meine Katzen sind ein guter Stress Anzeiger und denen geht es hier echt gut. Und uns damit dann auch. Meine Kinder vermisse ich nun ein bisschen weniger und das ist wichtiger, als alles andere.
Ich muss ehrlich gestehen, ich habe gedacht, den Hof aufzugeben, würde sich schlimmer anfühlen, ist aber nicht so. Das soll aber demjenigen/ derjenigen, die das alles Verursacht haben, und garantiert wieder einmal mitlesen, kein besseres Gewissen machen. Denn so kann ich meine arbeiten für Behinderte Menschen und auch für Kindergruppen leider nicht weiter führen.


Ich konnte damals zum Teil meine Katzen nicht mehr medizinisch versorgen lassen und wir unsere Heizkosten nicht mehr aufbringen. Wir hatten starke und berechtigte Existenzängste. Auch unsere Tochter hat unter diesen ständigen Rechtlichen Streitigkeiten und Abmahnungen damals sehr gelitten.
Manche Leute gehen für Geld über Leichen, denen ist es egal, was sie alles damit verursachen und wem sie damit , nicht nur geldlich schaden.

Ich ärgere mich nicht, ich finde so etwas bemitleidenswert und kann solche Menschen nur bedauern, die sich so stark in das Leben eines anderen drängen, um davon zu profitieren. Ich fange nun neu an und habe losgelassen, sowas ist sehr wichtig, um nicht krank zu werden.

Heute blicken wir aber nur nach vorne und schauen, welche neuen Chancen sich uns bieten werden, denn ich habe etwas, was man mir nicht nehmen kann:

Gesunde Kinder, Enkel,einen wundervollen Mann und viel Rückhalt von Freunden.
Und mein tolles Buch, auf das ich sehr stolz bin! Und meine Magie!






Dienstag, 12. November 2019

Lichter in der Dunkelheit? Der Monat der Toten






Gestern fuhr ich durch die angrenzende Straße in meiner Nachbarschaft. Ich stellte fest, dass dort der ein oder andere seine Fenster und seine Haustüre schon weihnachtlich mit Lichterketten beleuchtet und geschmückt hat. Ich muss gestehen, dass ich das furchtbar finde, nicht das Dekorieren oder den glitzernden Weihnachtskram, ich mag das total und liebe es, selbst zu dekorieren und zu gestalten.

Aber zu den richtigen Zeitpunkten, denn nie gibt es so viele heidnische und uralte Symbole, wie zu Weihnachten.  Alleine der Weihenachts- Baum und dessen Symbolschmuck und die vielen anderen Dinge sind Ur Heidnisch. Selbst Jesus ist ja eigentlich nicht an diesem Tag der Sonnenwende geboren, aber das ist ein anderes Thema.  Literatur dazu findet ihr weiter unten.

Advent – zur Wende hin. Nichts anderes bedeutet diese Zeit. Die vier Sonntage vor der Wintersonnenwende.
Ob es früher ausgerechnet Sonntage waren, kann niemand wirklich so genau sagen. Aber zumindest ist es ein Anhaltspunkt, oder war es einmal. Bevor die Werbung uns etwas anderes vormacht und die Verdummung der Leute anfing.

Der Monat November, ist der Monat unsere Ahnen, der Toten. Fast überall auf der Welt. Und in vielen Religionen ist das so.

Immer mehr und immer schneller nimmt aber dieser ganzen kommerziellen Deko und Geschenke Wahnsinn seinen Lauf, so das Leute, die sich noch nie mit Religion, Tradition und gar mit dem Ursprünglichen beschäftigt haben, schon vor dem eigentlich Termin, also dem ende des Monats November,  ihre Umgebung beleuchten und dem November so die Dunkelheit nehmen.

November ist der Monat der Dunkelheit, der Monat der inneren Einkehr, der Stille und der Ahnen. Wir gedenken unseren Wurzeln und kommen zu unserem Inneren Ursprüngen in dieser Zeit. Die Dunkelheit ist wichtig. Ich genieße sie total.  

Natürlich freue ich mich auch, mein Haus weihnachtlich zu dekorieren und Lichter aufzustellen. Aber schöner ist es doch, wenn man vorher weiß, wie dunkel es eigentlich sein kann. Wie innen so Außen. Sich nach diesen paaren Wochen voller Dunkelheit und Ruhe dann auf die Wintersonnenwende vorzubereiten, ist dann doppelt so schön.  

Totensonntag. Das war immer ein Schwellen-tag. Danach erst gab es Weihnachtliches und Dekorationen. So kenne ich das, als ich ein Kind war.  Auch die Weihnachtsmärkte machten vor diesem Zeitpunkt nicht auf. Klar, es ist ein christliches Datum, aber das hat, wie vieles andere, viel älteren Ursprung. Ob es jetzt gerade Sonntag war oder nicht, der November war Opfermonat für die Ahnen, Gedenkzeit und Ruhemonat. Weihnachtliches Gebäck, das gab es erst nach Sankt Martin im Handel zu kaufen.

Erst die Martins Brezel, dann die Lebkuchen. Nicht umgedreht.
Schade, das das verloren zu gehen scheint. Denn viele entfernen sich damit immer weiter von ihren eigenen Wurzeln. Fast glaube ich, es scheint keinen wichtigeren Monat zu geben, wie der November.

Wer die Dunkelheit nicht kennt und mit ihr die ganzen Geister und Ahnen, der hat auch keinerlei Verbindung mehr zu seinem eigenen Ursprung. In vielen Kulturen ist die Verehrung der Verstorbenen sehr wichtig. 

Das Gedenken an den Tot und wie wir damit umgehen, ist maßgebend für unser Tun. Was passiert mit uns, wenn das ignoriert, gar vergessen wird??!...

Literatur Tipps: ( Link führt zu Amazon)





Donnerstag, 24. Oktober 2019

Samhain – Totenzeit – Ahnengedenken


Seit mehr als 5000 Jahren ist der November der Monat der Dunkelheit und der Toten Verehrung. Der Übergang von Oktober zu November, also die ersten Tage im November, sind besonders magisch. Die Tore zum Totenreich der Hel sind geöffnet und wir erhalten leichter zu ihnen Kontakt, wenn wir das wünschen, oder auch nicht. Denn manchmal fragen sie nicht, sind einfach da und besuchen uns. Sie sind bei uns, wenn wir plötzlich an sie denken, ihre Stimmen in unserem Herzen singen und wir in liebevoller Trauer an sie zurückdenken. Viele besuchen in diesen Dunklen Tagen die Friedhöfe, stellen die Seelenlichter auf, damit die Toten auf den Friedhöfen bleiben. 
 Wir Hexen aber wissen, das die Toten meist nicht dort sind, wo ihre Körper liegen, eher da, wo sie gerne waren und bei den Menschen, die sie lieben. Wir stellen die Lichter vor unsere Türen, in unsere Fenster, damit die geliebten Menschen den Weg nach Hause, zu uns, finden. Denn wir haben keine Angst, weil Leben und Tot nur durch eine ganz dünne Wand getrennt sind. Sie bedingen einander. Ohne Tod kein Leben. Wir gehen mit unserem Körper zurück und werden eins mit den Zyklen der Natur. Aus uns erwächst etwas Neues, denn nichts geht verloren. Unser Wissen geben wir durch unsere Gene weiter, „ahnen“ nennen wir das, wenn wir diese Stimme in uns hören, ja, es sind die Ahnen die sich dann bemerkbar machen.

Aber auch Ahnen, die uns nicht mehr bekannt sind, können in dieser Nebeligen Zeit auftauchen, Ahnen aus der Familiengeschichte. Ahnen einer längst vergessenen Zeit. Diese Zeit ist die Zeit, in dem nichts per Zufall geschieht und Begegnungen einen besonderen wertvollen Sinn ergeben. Denn nicht immer muss man die Karten oder Runen zu Rate ziehen. Wenn wir achtsam und sensibel sind, dann können uns Orakelbotschaften ganz real erreichen. 

Der November ist mein Monat, denn ich bin in der Nacht der Ahnen geboren worden. Auf einem Sonntag mit einer sogenannten Glückshaube. Drei magische Dinge, also, die mich und mein Leben nachhaltig prägten, wie ein Medizinmann mir mitteilte, den ich vor gut 10 Jahren traf. Seiner Meinung nach, konnte mein Weg gar kein anderer sein, als eine „Weg Finderin“ ( so sein Ausdruck dazu ) zu werden. Ich gehe die Wege der Ahnen, finde ihre Plätze und höre ihre Stimmen, wenn ich es zulasse. Was ich nicht immer will, denn ich habe mir diesen Weg der Hexe damals nicht wirklich ausgesucht. Aber das ist eine andere Geschichte. 

Niemand in meiner Familie, selbst im weitesten Umfeld, war je auch nur ansatzweise so etwas wie eine „Hexe“. Durch den Räuber Mohr ist meine Familien Geschichte zwar auch keine gewöhnliche, hat aber mit „Esoterik“ oder gar „Übernatürlichem“ rein gar nichts zu tun. 

Erst seit ein paar Jahren ist mir durch meine Forschung gelungen herauszufinden, dass meine Familie, Mütterlicherseits, aus dem Slawischen abstammt. Kurioserweise ist meine Oma, die Mutter meiner Mutter, auch auf den 1. November geboren worden. Sie wird in diesem Jahr 90 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit. Schon als Kind habe ich sie um ihre Rabenschwarzen Haare beneidet. Heute sind ihre Haare Weiß, wie der Schnee. Ihre Wurzeln scheinen Jüdisch zu sein, was aber sehr schwer nachzuweisen ist, aber ihr Mädchenname ist Jüdischischer Abstammung, väterlicherseits. Meine Vermutung ist, dass wohl der Vater zum Christentum konvertiert ist, oder der Großvater. 

Gemunkelt wird auch, dass die Mutter meiner Oma eine sogenannte „Zigeunerin“ war. Sie selbst spricht nicht darüber und ihre Mutter starb bei der Geburt ihrer Schwester. Nicht ein Foto habe ich je gesehen. Mein Opa, der Vater meiner Mutter, dessen Urgroßeltern wanderten im frühen 18 Jhr. von Tschechien das Ruhrgebiet ein, um dort in den Kohlegruben zu arbeiten. Er hat immer gerne und viel über seine Kindheit im Dortmunder Süden erzählt und von ihm habe ich die Neugier geehrt, was Geschichtswissen und Heimatkunde betrifft. Es waren alles sehr Bodenständige und fleißige, einfache Leute.

Umso mehr ich heute über meine Familiengeschichten weis, meine Vorfahren und dessen Traditionen, erklärt sich so einiges. Auch in der Rückschau. Kreise schließen sich. Und ich wurde offen für die Ahnen, die ich bisher noch nicht kannte. 

 Slawischen Traditionen und magischen Rituale erschlossen sich mir, vor allem die Kunstform. Als hätte sich eine Tür der tiefen spirituellen Verständigung geöffnet. Am Meer war dies besonders kraftvoll , denn durch diese Elementare Strömung habe ich viel lernen und erfahren dürfen. Immer wieder geben Dinge dann im Nachhinein einen Sinn für mich. Hexen sprechen mit der Landschaft und den Geistern der Orte, an denen sie leben, das kann ich zu 100 Prozent bestätigen. 

Hier, in meinem alten, neuen zu Hause, in Westfahlen, da sind es wieder die Hügel, die alten Bäume und Wälder. Hier ist es wieder mein Ur Ur Ahn, der Räuber, dem ich in den Wäldern begegne und der seine Hand schützend über mich hält, wie er es immer tat. Seine Geschichte ist eine Lustige, Spannende aber auch sehr traurige. Er war ein Spieler, Familienvater aber auch immer ein Unsteter Geselle, ein Aufmüpfiger Bursche, der die Obrigkeiten nicht ernst nahm und dies leider mit seinem Leben bezahlen musste. Er wurde nur 36 Jahre alt. Irgendwann möchte ich seine Geschichte in einem Roman aufschreiben, denn sie ist viel zu spannend, als das sie vergessen werden sollte. 

Und hier schließt sich dann wieder ein Kreis, denn mein neuer Laden befindet sich in einem Haus, das er sicherlich noch kannte. Ich schaue durch das Schaufenster auf einen Uralten Hof ,eines damaligen Großbauern, dem mein Ur Ur Ur Großvater oft nicht gut mitgespielt hat und andersherum wohl auch nicht. Diesen Hof gibt es noch immer. Und wenn ihr so rüber blicke, scheint es, als winke der Räuber mir zu, mit einem frisch gestohlenen Ferkel unter seinem Arm....

Eins wird mir dabei klar: 
Wir sind die, die aus unseren Ahnen einstanden sind. Und ein manches Mal, sind wir sie auch selbst. Denn unsere Vorfahren, die waren der Meinung, dass wir immer wieder in dieselbe Blut Line wiedergeboren werden. Das Wort „Enkel“ bedeutet „kleiner Ahn“ und sagt nichts anderes aus (STORL, die Pflanzen der Kelten)

Die Ahnenzeit beginnt für mich eigentlich nicht unbedingt nach Datum. Natürlich wird man ende Oktober achtsamer. Ab und zu begegnen sie mir früher oder ein wenig später. Meist eher später. Aber der ganze Monat November steht für mich in diesem Zusammenhang. Natürlich zieht man auch Resümee in dieser Zeit. Was habe ich in diesem Jahr erreicht? Was gelernt? Was lasse ich los?  

Ich liebe diese dunkelste Zeit im Jahr sehr. Ich habe durch mein sehr elementares Leben, mitten in der Natur der Küste, viel dazu gelernt. Es ist die Zeit um nach innen zu gehen, um geruhsam ein Buch zu lesen, alte Plätze der Vorfahren zu besuchen oder gleich zu forschen und zu lernen. Ich meide in dieser Zeit lautes und helles. 
Versuche in die Stille zu gehen und mich vom Vor weihnachtlichen Rummel nicht anstecken zu lassen. Die letzten 20 Jahre ist mir das auch immer gut gelungen.

Unsere Rituale im Wald zu Samhain waren immer sehr dunkel und irgendwie auch gruselig. So bunt und lustig wie sonst, ist es nicht. Manch ein Ahn ist eben auch nicht so und nicht jeder ist auch damit einverstanden, wieder zu gehen. Somit liegt in diesem Ritual der Ahnenanrufung auch immer eine große Verantwortung auf mir, damit ja auch kein ungewünschter Ahn an uns hängen bleibt. 

Viele viele Jahre feierte ich das Samhain Ritual auf einem alten Platz im nahen Wald, dort wo auch der Räuber zu Hause war. Ich bin sicher, er kannte auch die alten Hügelgräber. In diesem Jahr ist es wieder so, ich kehre zu meinen Wurzeln zurück. Zurück in den Schoss meiner Vorfahren, der Hel-Bauern, die dort im Wald begraben liegen und zu meinem Ur Ur Ur Ur Großvater, dem Robin Hood meiner Stadt, der in diesen Wäldern gelebt hat. Damit auch zu meinen Ur und Großeltern, die immer so hinreissend über ihn erzählten.

Das Samhain Ritual ist nicht der Höhepunkt, wie bei anderen Jahresfesten, es ist der Anfang eines Monats voller Nebel, Dunkelheit, Gedenken , Orakel und Geister….