Montag, 11. Januar 2021

Über das "Opfern" und die "Gabe" :

Opfer bei keltischen und germanischen Stämmen:

Der besondere Begriff für die Opferhandlung lautet germanisch  *blætan  und ist eine Abformung  aus germabuscgeb blæstra-, *blæstram , welches soviel wie „Opfer“ bedeutet.  In altnordischer Variation lautet der Begriff blót (Varianten in der gotischen, der altenglischen, und althochdeutschen Sprache) mit der Bedeutung von „stärken“, eine sprachliche Verbindung zum Begriff Blut und zu einem blutigen Opfer besteht nicht. 

Opferhandlungen haben keineswegs unbedingt etwas mit einem „Blut Opfer“ zu tun.

Im wesentlichen Sinn war das Opfer von der Bestimmung her als Bitt- und Dankopfer gestaltet, nach dem Prinzip:“do ut des“ – „ich gebe ,damit du (Gottheit) mir gibst“. Geopfert wurde individuell im privaten Kult, aber auch gemeinschaftlich organisiert, auch zu Jahreskreis Festen, Hochzeiten, Geburten, Beerdigungen ect. 

  

Örtlichkeiten für die Opferhandlungen waren seit der vorhistorischen Zeit, neben Baumheiligtümern oder Hainen, besondere Landmarken, Moore, Hügelgräber, Seen, Quellen oder Fließgewässern. Namentlich archäologische Fundstätten in Deutschland und Dänemark geben einen umfangreichen Einblick in die Kult- und Opferpraxis. Beispiel das Moor von Niederdorla, die Rume Quelle bei Rumspringe.


Beim Opfer, das konkret einer Gottheit bestimmt war, wurde zum einen die Gottheit (wenn archäologisch lokal bestätigt) symbolisch „gespeist“, zum anderen hatte durch den Verzehr des Opfermahls – bestehend aus den zuvor geopferten und anschließend gegarten Tieren – die Opfergemeinschaft Anteil. Es war eine besonders „Heilige“ Schlachtung mit einem anschließenden Festmahle.


Weitere signifikante Opfergaben sind Waffen und andere militärische Ausrüstung (vermutlich von besiegten Feinden), diese wurden bei den Orten ebenfalls dargebracht. Auffällig ist, dass geopferte Waffen zuvor unbrauchbar gemacht wurden. Teilweise sind diese Gegenstände von hohem materiellen wie ideellen Wert (Schwerter, aber auch Schmuck, Fibeln), wodurch der kultisch-rituelle Bezug ersichtlich ist (Brunnenopfer von Bad Pyrmont).


Für die in Norddeutschland und Dänemark gefundenen Moorleichen, die oft mit Menschenopfern in Verbindung gebracht werden, gilt: lediglich ein sehr kleiner Teil der etwa 500 Funde weisen sicher auf einen kultischen Hintergrund hin.

Geopfert wurde auch an weitere Wesenheiten wie lokale Göttinnen / Ahnen/ Naturgeister …es handelte sich dabei meist um Nahrungsmittel, wie Mehl, Hirse, Korn; Roggen, Alkohol, Tonfiguren, Obst und Gemüse. Da Nahrungsmittel in früheren Zeiten immer sehr knapp waren, wurden diese an bestimmten Stellen in der Natur, meist auf Altären, Steinfindlingen, Baumhöhlen, ect. da geboten, um beispielsweise für eine gute Ernte oder Kindersegen zu bitten.


„Opfern“ in der Moderne:

Was sicher ist, Opfergaben waren immer schon solche, die von einem gewissen „Wert“ für denjenigen darstellten, der diese „opferte“. Heute bestehen meist im Hexen /Heidentum die Opfergaben aus Naturmaterialien und Lebensmitteln, die eigentlich keine „echten“ Opfer mehr sind, da wir sie nicht missen. 

Dennoch stellt alleine die Handlung, mitten in der Natur, einsam an einem bestimmten Platz, eine Verbindung zu den Naturwesen und Göttern her, macht etwas in uns, das uns an das „Alte und Ur-tunliche“ erinnert . Und das geht eben nicht nur mir so. 

Mit dieser Handlung wecken wir eine Erinnerung an den Urzeitlichen Kult unsere Vorfahren. Heute verbinden wir uns nicht mehr nur  mit den Göttern, sondern zusätzlich mit dem Alten Wissen unsere Vorfahren.

Was wird geopfert? Und wie ich das tue:

Umso mehr wir ursprüngliches geben, umso besser ist es natürlich. Umso besser wir uns mit der Symbolik auskennen,  je eher kann unsere Bitte von den Göttern und Geistern  angenommen werden. Manchmal ist eine Opfergabe ohne eine Bitte wichtiger, einfach weil es so ist. Uralte Symbole , wie Runen und Zeichen, werden häufig auch ohne großes Ritual verstanden, das hat meine Erfahrung gezeigt.

Nicht immer müssen  oder sollten wir um etwas Bitten. Opfergaben zu den Festzeiten werden so oder so ohne Bitte dargebracht, sie sind teil der allgemeinen Rituellen Handlung und stellen die Dankbarkeit da, die ich habe, an den Ort und die Geister, bei denen ich meine Rituale und Handlungen geschützt und ungestört abhalten darf. Dafür bedanke ich mich mit diesen Gaben.

Äpfel sind alte Gaben. Damals waren Äpfel fast etwas heiliges, da es sie nicht überall gab. Bekannt sind die Äpfel der Göttin Idun, daran sehen wir, wie wichtig sie einst einmal waren. Das Pentagramm in ihrem Inneren symbolisiert die ganze Kraft der Natur und wir Hexen schneiden unsere Äpfel immer quer auf, damit das Pentagramm in ihrem Inneren aktiviert wird. So wird der Apfel zur Göttinnen Frucht. Und nur so, wird er auch in der Natur als Gabe hinterlassen.


Mehl, ist die Opfergabe von Mutter Erde, von der Ernte bis zu der Verarbeitung waren es früher viele Schritte und eine Mühevolle Arbeit. Mehl ist Weis. Weis ist die Farbe der Göttin Brigit und auch von Eostra. Mehl ist Geisterspeise, man sagt, Geister erkennt man im Mehl und Mehl lieben die Naturgeister wie auch die Ahnen. Es verkörpert die Zwischenwelten. In Mehl treffen sich vergangenes und zukünftiges, aus Mehl entsteht Brot, Mehl ist ein Zwischenprodukt. Wie die Geister selbst. Mit Mehl male ich Spiralen oder Runen, kann Botschaften und Bitten formulieren, hoch von einem Hügel werfen, oder auf den Boden schreiben…Mehl bringt die Botschaft da hin, wo sie gehört wird.

Jede Art von Nüssen, Samen, Vogelfutter kann eine Opfergabe sein, genauso wie gebackenes, gerne mit Runen oder Symbolen versehen. Weintrauben sind auch schon lange bekannt , genauso wie einheimische Beerensorten, Honig oder Milch sind flüssige Gaben, wie auch Met oder Korn. Der wird, damit kein Tier sich vergiftet, eher auf die Erde gegeben oder in die vier Himmelsrichtungen mit einem Gebet verteilt. Blumenköpfe, frisch oder getrocknet, ohne Stiele. Blütenblätter oder Kräuterbuschen.

Opfergaben an heiligen Orten sind schöne selbstgemachte Dinge, aus Ton, Holz oder Keramik, welches in der Natur vergehen kann, ohne ihr zu schaden. Schön bemalte Steine oder Edelsteine in Quellen auch kleine Kupfermünzen. Zwerge lieben Kupfer, Quellnymphen lieben alles was glitzert.

Sich mit Mythologie und Sagen auszukennen, kann bei diesen Handlungen äußerst hilfreich sein. Natürlich ist es wichtig, sich mit dem Opferkult unsere Ahnen zu befassen, nur  „was“ hinzulegen und damit zu denken, das reicht, ist genauso, als einfach eine Kerze anzuzünden und zu hoffen, das was passiert. So einfach ist es dann doch nicht. Ich sollte bei meinen Opferhandlungen immer genau wissen warum ich was tue. Wie in der übrigen Magie auch.

Wenn ich etwas habe, um was ich besonders Bitten möchte, dann gestalte ich meist einen Kranz aus Blüten und Kräutern, oder eine Kornpuppe oder Kräutermuhme, die ich dann opfere. Oder natürlich meine gemalten Tongöttinnen.

 Was gar nicht geht/ absolutes NO GO:

Alles was die Natur unnötig belastet und was nicht verwittert.

Teelichter, Kerzenreste, Verpackungen, Plastik.

Aber auch: Südfrüchte, alle Arten! Apfelsinen, Mandarinen, Kiwi, Banane, Ananas….und und und. Ihre Schalen verrotten nicht, sie schaden unserer Heimischen Tierwelt, mit oder auch ohne Schale und unsere Spirits können damit nicht das Geringste anfangen. Sie tragen keinerlei Botschaft unserer Ahnen und Götter in sich. Ihr Ursprung liegt nicht hier, so dass wir keinerlei Verbindung dazu haben.

Nicht jedes Lebensmittel ist gut. Salz beispielsweise kann in hoher Dosierung die Pflanzen in der Umgebung schädigen, Zucker kann Ameisen unnötig belasten. Setzte dich mit den Opfergaben auseinander und folge nicht blind Angaben in irgendeinem Buch oder Forum.

Mach dir bitte vorher bewusst, wenn du etwas in die Natur hinausträgst:

Kann es einem Tier schaden oder verletzten?

Kann es rückstandslos verrotten?

Belastet es die Umgebung nicht?

 


Wenn du unsicher bist, nimm Ursprüngliches ohne schnick schnack, wie Nüsse und Vogelfutter, Mehl, frische Blumen oder Kräuter und einen Apfel. Damit kannst du nichts falsch aber alles richtig machen!


Freitag, 8. Januar 2021

Energetische Spuren - Was ich rufe. Eintrag von 2014



In der Auffassung einer schamanisch praktizierenden, lebt jeder Mensch in zwei Welten. Eine äußere und einer der Seele, die gleichzeitig mit dem Universum, der Göttin oder eben etwas „höherem“ verbunden ist. Wann immer wir etwas tun, jemanden etwas wünschen, etwas sagen, hinterlassen wir eine Energetische Spur. 

Dort, in dieser "Seelenwelt", hinterlassen wir Spuren die eine ganz andere Stärke besitzen und mit anderen Maßstäben bemessen werden. Alles was du tust, kommt drei Mal zurück zu dir- diese Regel kennen wir Hexen. Und manches Mal erfährt ein jemand exakt das, was er oder sie tatsächlich vor Monaten, Wochen  oder sogar Jahren selbst ausgesendet hat. Selten, aber zutreffend!

 Alles kommt zurück im Guten wie im Schlechten, nur  häufiger eben anders als erwartet. Und diese Regel gilt  nicht nur nach einem (bösen) Zauber. Menschen, die andere magisch/energetisch beeinflussen erleben vielleicht nicht unmittelbar negatives zurück, manchmal werden eher ihre Liebsten davon betroffen oder ihr Umfeld, und das trifft dann wiederum auf sie. Energie lässt sich rückwirkend schlecht beeinflussen, ist sie erst einmal gesendet worden.

 Krankheiten wären da ein Beispiel:

Krank zu sein bedeutet innezuhalten. Wir werden blockiert, gebremst oder sogar gemaßregelt. Ich betone hier, das ich von Krankheiten schreibe, die uns quasi „ über Nacht“ anfallen, bei meiner Interpretation schließe ich Krebs, Aids und ähnliche Leiden bewusst aus. Denn nicht immer sind wir schuld an einer Krankheit. Das wäre wirklich zu einfach und schwarz weis Malerei. Aber sehr oft tragen wir eine Art "Teilschuld". 

 Wenn die Nase läuft, der Körper schmerzt, der Hals so rau ist, das wir kein Wort mehr sagen können. Dann müssen wir zwangsläufig stille halten- in die Stille gehen. Was war gestern oder vorgestern? Ein Besuch der Mutter, ein Gespräch mit dem unliebsamen Kollegen, in dem wir nicht zu Wort kamen? Oder haben wir uns selbst zu viel zugemutet?!

Habe ich ständig mit den Bronchen zu tu, sollte ich anfangen richtig zu atmen, einmal Luft holen und raus damit. Was liegt mir schwer auf dem Herzen, wenn es schmerzt?! Was muss ungesagtes raus, wenn der Hals schwillt?! Wenn die Galle überläuft oder die Nieren mal wieder Probleme machen, dann sollte ich überlegen, was mir so an die Nieren geht, ob ich mein Denken und mein Handeln nicht umstellen sollte....

Wenn ich jemanden etwas schlechtes Wünsche, grün vor Neid bin, zeigen mir Organe, wie Niere oder Galle, das du anfangen musst, umzudenken. Manipuliere ich ständig an anderen herum, muss ich mich nicht wundern, wenn mein Immunsystem ständig angegriffen wird und ich damit meine Kraft und Energie verliere.

Übe ich manipulative Magie aus, beispielsweise Partner wieder zueinander zu bringen oder Liebeszauber auf bestimmte Menschen, Verfluchungen und Verwünschungen, dann darf ich mich nicht wundern, wenn mein Körper ständig krank wird. 

Gutes Denken fördert einen gesunden Körper und einen gesunden Geist, das ist eigentlich ganz simpel.

Zum einen werden wir krank, wenn wir uns selbst vernachlässigen, das heißt, wer seinen Körper UND seinen Geist nicht liebevoll pflegt, sondern sorglos immer wieder misshandelt, der begeht eine Sünde in den Augen der Götter. Im schamanischen heißt das auch: Verlust seiner Spirits. Wenn wir unseren Geist keine gute Nahrung bieten, dann verlassen uns die Geister, sind wir "von allen guten Geistern verlassen" und es wird ein Platz für die Geister frei, die wir Dämonen nennen. 

Zur Vernachlässigung gehören: Medikamenten Missbrauch, Nikotin, starker Alkohol und Drogenkonsum, Fehlernährung. 

Zur Seelen Vernachlässigung gehören:

Interessenlosigkeit an Menschen und Tieren, ungebremster Konsum an Horrorfilmen / kritikloses Dauerfernsehen, gewaltsame Sportarten wie Boxen, beruflicher Stress, ungebremster Internetkonsum, mangelnde Toleranz, Neid, Missgunst, Rachegedanken und so weiter...

Dieses Wissen ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern es ist Uralt und es kann dir ein jeder Schamane aus Peru oder Sibirien bestätigen. Und in guten, meist älteren Fachbüchern steht: behandle deinen Körper und Geist gut. 

Halte Missgünstige und negative Gedanken fern, umgebe dich mit netten und guten Menschen, füttere Dämonen nicht mit Alkohol , Drogen oder Nikotin! 

Ich habe in meiner Praxis als Hexe immer wieder die Erfahrungen gemacht, dass gerade intolerante und negative Menschen sehr oft krank sind. Sie haben Krankheiten wie Nierenentzündungen, Blasenentzündungen oder haben es an der Galle.

 Wo positives Denken fehlt, schleicht sich ganz schnell etwas anderes ein, in der Form von solchen Krankheiten. Das sind aber nur Vorboten des Verlustes eines Spirits oder gleich mehrere. Und Besetzungen folgen, die dich Süchtig, gierig und Böse machen.

 Zauberrinnen die manipulativ durch die Welt Geschichte gehen, sind ständig krank, weil sie anfälliger sind. Wer negatives aussendet, bekommt halt negatives zurück. Wer eine negative Aura hat, hasst die lebenslustigen Menschen und umgibt sich seinerseits nur mit negativem.

 Wenn ich einen solchen Menschen in meinem Beratungsgespräch habe, fragte ich immer die betreffende Person nach Gründen und Ursachen für ihre ungesunde Lebens und Verhaltensweise.

 Nicht selten machen diese dann dritte dafür verantwortlich. Der Lebenspartner, der Arbeitgeber, Kollegen die Freundin , ihre Vergangenheit, schlechte Kindheit  oder gleich die ganze Gesellschaft. Alle sind schuld-außer sie. Letztendlich haben alle aber große Probleme sich selbst zu lieben und hassen deswegen lieber.

 Manchmal kamen sie dabei selbst auf ihre mangelndes Selbstwertgefühl das sie im Leben und auch im Handeln unfrei werden ließ und sie somit zum Opfer ihrer eigenen negativen Gedanken werden.

Viele empfinden sich als fremdbestimmt und leer, nicht fähig auf ihre eigenes Bauchgefühl zu vertrauen. Ihnen fehlt es recht häufig an Selbstwertgefühl. Sie gehen dann ungesunde Bindungen ein, zu Menschen die ihre Situation und Denkweise für sich wiederum ausnutzen und somit verlieren sie noch mehr an Energie.


Krankheiten haben viel mit Lebenslust zu tun, denn Lebenskraft hängt viel mit der Freude am Leben zusammen. 

Was macht mich lebendig? 

Was erfreut mich? 

Was inspiriert mich? 

Was gibt mir Kraft?

Wenn es mir einmal nicht so gut geht, dann vermeide ich grundsätzlich für einen Tag schlechte Nachrichten und dunkle Bilder. Schaue einen fröhliche Film mit schönen Landschaften, oder Dokus, höre Kraftvolle Musik und umgebe mich mit guten Düften. Gehe baden oder öffne einfach meinen Medicin Schrank.


Wann bist du das letzte Mal vor Freude in die Luft gesprungen?

 Wir erleben alle Verluste, Scherz, Trauer. Aber wir müssen lernen eine Balance darin zu finden, die Guten Dinge vor uns her zu tragen und nicht die schlechten. ,

Unsere eigene Wahrnehmung kreiert unsere Realität. 

Was wir rufen kommt!

Ich gestatte mir in allem die Schönheit zu sehen, das heißt nicht, dass ich das Leiden nicht sehe. Aber will ich das Leiden feiern oder die Schönheit? Wenn ich mich nach der Schönheit der Dinge ausrichte, nach der Freude, der Fülle, den Farben, dann ziehe ich das auch an. Wenn ich ignoriere, das Menschen, die es nicht anders wissen, neidisch sind und böses reden , ihnen nur mein Mitleid entgegenbringe, anstatt mich darüber aufzuregen, dann erhalten diese ähnliche Situationen zurück, um vielleicht daran zu wachsen , um selbst zu erfahren, wie es ist, Lügen zu verbreiten. Alles was wir tun, kommt auf uns zurück, ob wir das wollen oder nicht.

Und die beste und kompetenteste Referenz für eine praktizierende Hexe oder Schamanin, das ist ihr eigenes Leben!

Diesen Eintrag schrieb ich schon 2014 in mein damaliges Blogtagebuch. 


Dienstag, 5. Januar 2021

der 6. Januar- Das Ende der Raunächte


 Auch heute noch wird der Abschluss der Raunächte am 06. Januar mit dem Fest der Heiligen Drei Könige gefeiert. Diese „Könige“ waren bekanntlich Astrologen und Weise Männer, die aber niemals zum Christentum „übergetreten“ sind. Auch sind ihre Namen nicht bekannt. Noch heute ziehen die Kinder als Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet durch die Straßen, singen und schreiben einen Segen und die Jahreszahl über die Tür. 

Es ist immer noch ein Schutzritual für das Haus und die Familie, das wie vieles andere auch, verchristlicht wurde .

(C M B =Jesus segne dieses Haus= Caspar-Melchor-Baltasar). 

Das eigentliche „Schutzritual „der Haussegnung im christlichen Sinne, kommt aus der Pestzeit. In diesen schweren Zeiten gab es 13 Pestheiligen in der Katholischen Kirche, unter ihnen auch (ausnahmsweise) 3 Frauen ,  denn wenn es dem Volke schlecht geht, dann entsinnen sie sich der Ur Weiblichkeit , der Mütter.

Diese 3 Heiligen Frauen hießen Catharina-Magarteha- Babara und waren einst heidnisch-germanische Göttinnen, die Nornen, alte Weberinnen des Menschlichen Schicksals und saßen an den Füßen des Lebensbaumes. 

Urd, die Vergangenheit-Verdandi, die Gegenwart- Skult-die Zukunft. Leben gebend-Leben leitend und Leben nehmend. Diese Drei Nornen gemischt mit dem Zuge der Frau Holle über die Häuser symbolisierten die Raunächte und das Leben und Tod immer unzertrennlich miteinander verbunden sind.

Ich segne mein Haus seit 25 Jahren mit U-V-S und der Jahreszahl. Damit der alte Frauensegen nicht vergessen wird.


Samstag, 2. Januar 2021

Jahres Übergang....

 Klare Vorstellungen, was kommt
Reine Gedanken ,was ich will
Ordne die Gedanken
Rufe die Geister, gesegnete seit ihr!
Auf das mein Jahr voller Glück sein wird!
Auf das mein Jahr voller Kraft sein wird!
Auf das mein Jahr voller wundervoller Menschen sein wird!
Prüfe meine Wünsche, erwarte was da kommt
Reinige meinen Geist, weiß was ich will
Ordne die Sinne
Rufe die Geister, gesegnet seit ihr!
Auf das mein Jahr voller Gutes sein wird!
Auf das mein Jahr voller Gesundheit sein wird!
Auf das mein Jahr voller Wohlstand sein wird!
Bete zur Mutter, die die meine Wege lenkt
Reinige mich selbst und ordne meine Gedanken
Rufe die Göttin, gesegnet seist Du, Mutter!

Sie ist die, die mich führt
Sie ist die, die mich lehrt
Sie ist die, die ich ehre
Sie ist die, der ich danke.
Auf das mein Weg ihr Weg ist!
Auf das ich ihre Stimme in mir erklingt!
Auf das ihr Segen mich begleitet!
Auf das ihr Schutz mich umgibt!
Bete zum Gehörnten, der der meine Wege schützt.
Reinigen mich selbst und ordne meine Gedanken
Rufe ihn, den Wilden und Freien Gott, gesegnet seist du!

Er ist es, dessen Stimme in mir klingt
Er ist es, dessen Wildheit mich einfängt
Er ist es, dessen Segen mich schützt
Auf das sein Feuer mich weiter umgibt!

Blessed New Year! Blessed be!

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Die Rauhnächte

 


(auch Raunächte oder Rauchnächte), zwölf Nächte (auch Zwölfte), Glöckelnächte, Innernächte oder Unternächte sind die 12 Nächte um den Jahreswechsel, denen im europäischen Brauchtum eine besondere Bedeutung zugemessen wird. Meist handelt es sich um die Zwölf Weihnachtstage vom Weihnachtstag (25. Dezember) bis zum Fest der heiligen drei Weisen (6. Januar), gelegentlich um andere Zeiträume, beispielsweise jenen zwischen dem Thomastag und Neujahr.
In manchen Gebieten wird die Thomasnacht nicht hinzugezählt. Nach dem Volksglauben zogen sich die stürmischen Mächte der Mittwinterzeit in der Nacht auf den 6. Januar zurück, „die Wilde Jagd“ begab sich am Ende der Rauhnächte zur Ruhe. Die zwölf Rauhnächte waren als Bauernregel gemäß bestimmend für das Wetter der zwölf Monate des neuen Jahres.
Die Etymologie des Wortes Rauhnacht ist umstritten. Einer vertretenen Ansicht zufolge geht es auf das mittelhochdeutsche Wort rûch ‚haarig‘ zurück, das heute in dieser Bedeutung in der Kürschnerei als „Rauhware“ oder „Rauchware“ für Pelzwaren noch in Verwendung ist. Es würde sich dabei auf mit Fell bekleidete Dämonen beziehen, die in diesen Nächten ihr Unwesen treiben, oder aber vielleicht auf Rituale rund um das Nutzvieh.
Eine andere Herleitung des Wortes Rauhnacht geht vom traditionellen be-räuchern als reinigung oder Opfergabe für die Götter aus. Später wurden in dieser Zeit dann Ställe und das Haus von den Christlichen Priestern gereinigt. Auch sind diese Nächte besonders dunkel und "rau".
Seinen Ursprung hat der Brauch vermutlich in der Zeitrechnung nach unserem heidnischen Mondjahr. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten umfasst nur 354 Tage. Wie in allen einfachen, „nicht-interkalierenden Lunisolarkalendern“ (also allen Mondkalendern, die keine ganzen Mondmonate in mehrjährigem Rhythmus als Schaltmonate einschieben, um mit dem Sonnenjahr in Übereinstimmung zu bleiben), werden die auf die 365 Tage des Sonnenjahres fehlenden elf Tage – beziehungsweise zwölf Nächte – als „tote Tage“ (das sind Tage „außerhalb der Zeit“, im Besonderen außerhalb der Mondmonatsrechnung) eingeschoben.
Von solchen Tagen wurde somit oft verbreitet angenommen, dass die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt seien und daher die Grenzen zu anderen Welten fielen. In vielen Kulturen, die so ein Kalendersystem verwenden, verbindet sich diese Zeitspanne oftmals mit Ritualen und Volksbrauchtum.
Es wird auch vermutet, dass diese Bräuche um die „Winterauskehr“ am Ende des Faschings in diesem Zusammenhang stehen.


Zur Mitte der Zwölfnächte, nämlich zu Silvester, soll die Wilde Jagd aufbrechen. In dieser Zeit reitet Wodan/Odin mit seinem Herr der gefallenen Krieger über die Häuser. Man opferte ihnen Met/Bier, Mehl oder Brot. Auch Frau Holle sagt man nach, ziehe mit der Kinderschar voller Seelen, über den Himmel ( über die Sternenstrasse /Helweg) um ihnen neue Eltern zu suchen. Ihnen opferte man gern süßes auf der Fensterbank. ( Daher kommt evtl. der alte Brauch, bei Kinderwunsch Zucker auf die Fensterbank zu streuen?)
Die Rauhnächte sind auch für das Befragen von Orakeln geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube – wenngleich in erster Linie aus Geselligkeit – in Form des Bleigießens oder auch des Wachsgießens bis heute weiter gepflegt.
Tiere im Stall sollen um Mitternacht mancher Rauhnächte die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen – wer die Tiere allerdings sprechen höre, sterbe unmittelbar danach. Mancherorts dürfen sich die Tiere bei einem Hausgeist (als Einbruch der Heidenwelt in die Christfestlichkeiten, aber auch in einer christianisierten Entsprechung) über ihren Herrn beschweren: Hat er sie im letzten Jahr schlecht behandelt, wird er bestraft.
Im 19. Jahrhundert galten die Rauhnächte für unverheiratete Frauen als eine Gelegenheit, um Mitternacht an einem Kreuzweg oder einem anderen magischen Ort ihren künftigen Bräutigam zu sehen. Seine Gestalt erschien dann und ging schweigend vorüber, und das Mädchen durfte ihn weder ansprechen noch ihm nachschauen, weil dies den Tod bedeutet hätte (Bretagne, Wales, Schottland).
Für mich beginnen die Rauhnächte nach den Mütternächten am 25.12 und enden am 06.01 mit der Segnung des Nornentages.

(Quellen: Wikipedia/Storl/Rätsch)

Buchtipps:
Weihnachtsbaum und Blütenwunder, Rätsch
Heidnische Weihnachten, Rätsch
Wilde Weihnachten, Rätsch/Bader
Die geweihten Nächte , Aurun Verlag
Rauhnächte, Sigrid Früh
Die Pflanzen der Kelten, Storl

Freitag, 27. November 2020

Zur Wende hin….Der Yule Kranz





In unserem Adventskranz spiegelt sich das Rad des Jahres. Denn der Kranz symbolisiert das Zusammenfallen von Anfang und Ende des Jahres und spiegelt das ewige Auf und Ab der Natur wider. Die Anzahl der Kerzen - nämlich vier - stehen für die vier Wochen des Mondes, für die Jahreszeiten und versinnbildlichen den Jahresrhythmus, der Elemente und den vier Himmelsrichtungen. 



Das Kerzenfeuer steht für das Sonnenlicht, welches immer spärlicher brennt, um dann in neuem Glanz zu strahlt. Denn in alten Zeiten wurden am Adventsbeginn alle vier Kerzen angesteckt und dann mit jeder Woche eine weniger, als Symbol für das abnehmende Sonnenlicht. Erst am Tag der Wintersonnenwende wurden alle vier Kerzen wieder entzündet.

Das Feuer als mythische Kraft vertreibt dabei die Dunkelheit und Kälte und besiegt auch letztendlich den mythischen Tod und somit auch die Finsternis.



Da in dieser Zeit das neue Licht geboren wird, benutzten wir den Adventskranz anders: Versuche es doch auch einmal mit einem Elementar Yul Kranz: Der sieht fast genauso aus, wie ein landläufiger Adventskranz, aber er hat eine Rote Kerze (Element Feuer), eine Grüne Kerze oder Braun (Element Erde) eine Blaue Kerze( Element Wasser) und eine weiße für das Luftelement.

Zusätzlich kannst du jedem Element die passende Rune zuordnen, wenn du mit Runen etwas anfangen kannst. Ich habe in diesem Jahr meine Kerzen damit künstlerisch aufgewertet. Für Wasser habe ich beispielsweise die LAGUZ Rune verwendet.



Es gibt zwei Möglichkeiten den Elemente Kranz zu verwenden: Entweder wie der übliche Vorgang, das du zu jedem Sonntag eine Kerze entzündest oder diese:

Beginne damit, dass du alle 4 Kerzen anzündest und jede Woche eine Kerze zu löschen beginnst.


Zu Yul werden die Kerzen wieder alle angezündet, dies ist das Symbol für die immerwährende Wiederkehr des Lichtes! Die Immergrünen Pflanzen symbolisierten unseren Vorfahren, das die Natur nicht ganz tot ist und nur schläft, so holten sie sich Tanne, Fichte oder die Steckpalme in die Stuben um den Segen und die Kraft dieser  Pflanzen zu bitten.


Samstag, 21. November 2020

Zauberfrauen Erinnerungen Teil 1:

Die Magie, die an dem damaligen Wochenende gewoben wurde, war so stark und kraftvoll, dass man dabei sein musste, um sie zu verstehen. Man muss es selbst erlebt haben, um das zu fühlen und zu sehen, was wir gesehen und gefühlt haben. Jede von uns, ohne Ausnahme, kann dies bestätigen.

Wir hatten auf ein mildes Wetter gehofft, aber schon ein paar Tage vorher zeichnete sich die Minus Temperaturen ab.
Der Ostwind, der um den Hof wehte, wie ein Drachen, der seine Kreise enger zu ziehen drohte, der an Türen und Fenster zog und zerrte, wie ein wildes Tier, das auf seine Beute lauerte, so kam es uns vor. Es zog und zerrte, knarrte und knurrte, wie als säße man auf einem Schiff.


Aber wir stellten uns dagegen und kämpften für das Recht ihn zu vertreiben. Denn er war mehr als nur ein "einfacher Wind". Mit Hilfe des Hofwächters, den fast jede an diesem Wochenende sah, der uns beistand und uns schütze, taten wir, was Hexen tun:
Magie weben.
Starke Magie.
Schtuz Magie
Frauen Magie
Ahnenzauber.
Für uns, für die Erde und für die Frauen. Frauenkraft und Hexenkunst in seiner Uralten und Ureigenen Form! So etwas ist nur in einer Gruppe von strakten, selbstbewussten und kraftvollen, wissenden Hexen möglich.
Wir webten Geschichten.
Unsere Geschichten.
Frauengeschichten.
In kleine Zauberbeutel webten wir sie, als Gabe und Geschenk für Frauen an Frauen.
Ich erhielt dieses Ritual des „Geschichte bewahren und einspinnen“ , einigen Tage zuvor, von den alten Weberinnen geschenkt, genau wie ein Zauberlied, das wir im Kreis trommelten und sagen.
Ich bin immer wieder sehr dankbar das ich diese Gabe habe, Vermittlerin der Geister und der alten Frauenmagie sein zu dürfen.
Wir riefen die Kraft der Göttinnen, die später zur Macht und Magie wurden. Wir benannten ihre Namen und riefen ihre Macht zu uns in den Kreis, wir sangen, und riefen sie. Wieder und wieder.
Sie tanzten um uns im Kreis und verlachten den bösen Drachen draußen. Baba Yaga lachte dabei am lautesten und eine nach der anderen hörte auf zu trommeln und stimmte in dies Lachen der Göttin mit ein. Eine Wahnsinns Energie!
Sie war so einspannend und umwob uns so sehr, das eine der Hexenschwestern sich mitten in der Nacht nackt nach draußen begab, frierend, aber aus tiefster Dankbarkeit an den Gehörnten und dem Schutzgeist. Nackt tanzte sie unter den Sternen. Welch ein Opfer bei diesem kalten Wind! Und welch ein Hallo von den anderen Frauen. Respekt!
Alle schliefen in dieser Nacht sehr gut und geschützt. Kein Wind zog mehr an den Fenstern und kein dunkler Wintergeist wollte mehr zu uns hinein.