Sonntag, 18. Juni 2017

Eine Definition von Glück ...



"....Glück kann man lernen. Es fängt damit an, dass man sich selbst aufzählt, was alles wirklich toll im Leben ist, was man schön fände und wie man es erreichen kann. …

Glück ist nicht Zufall, glück ist auch Disziplin und Training und es ist politisch, für glück zu sorgen. Finde ich. Luisa Francia....."


….ich habe das bei Luisa Francia, meinem Lieblingstagebuch, gelesen und kann nur aus der eigenen Erfahrung zustimmen. Glück hat unter anderem etwas mit der eigenen Sichtweise zu tun. Ein Glas kann halb leer aber auch halb voll sein, es kommt immer auf den Betrachter des Glases an. 

Wenn ich immer wieder aufzähle, was alles bei mir im Leben schiefgelaufen ist, dann darf ich mich nicht wundern, wenn ich die Sichtweise des halbleeren Glases vertrete.

Ich genieße dieses Glück, welches ich „Hexenhof“ nenne sehr. Momenten sitze ich hier, es ist ein traumhafter Sommertag, schreibe unter der alten Hofkastanie und schaue auf ein frisch gemähtes Feld. Der Duft von Süßem Kumarin, der in der Sonne liegenden abgeschnittenen Gräser, liegt in der Luft. Der Wind vom Meer ist hier beständig und macht den Sommer hier einfach nur schön…

Wie habe ich mich ewige Zeiten nach „Freiheit“ gesehnt, nach Weite und Stille! Ab und an höre ich ein Flugzeug, manchmal einen Trecker oder die Kühe. Auch mein damaliger Hexenladen und meine Eigenständigkeit als Hexe, konnten diese Leere nicht füllen, diese Sehnsucht die rief. 

Die Geister, die wollte ich kennenlernen, die Elementaren, die es nur in der Natur gibt. Das war für mich vor vielen Jahren „Glück“, darauf haben wir hingearbeitet, denn mein Mann sah es ähnlich.

Das ist Glück für mich. Glück ist für mich, mal einen Tag kein Fernsehen, keine Nachrichten, nichts außer Kunst, Kreativität und Natur. Wenn ich so leben kann, wie ich es mir vorstelle, keine Kompromisse mehr, lebendig meine Religion leben, alleine und auch mit anderen…

Genauso wollte ich es haben, damals, vor etwa 20 Jahren.  Einmal waren wir Abhängig von den Ämtern, als mein Mann kurz arbeitslos wurde. Wir schworen uns, das passiert uns nie wieder! Da waren wir keine dreißig. Glück heißt für uns auch, nicht vom Geld anderer zu leben oder leben zu müssen. 

Aber Glück bedeutet für jede etwas ganz Anderes…..

Glück , egal wie man es für sich definiert, ist harte Arbeit, ist ,an seiner Vorstellung vom Leben beständig zu arbeiten. Glück ist Disziplin. Für mich auch heute noch. Gerade hier, weit ab von dem Trubel und der Hektik der Großstädte, muss man diszipliniert bleiben, nichts einfach so schleifen lassen. 

(Nein, das ist nicht richtig, manchmal sollte man sich einfach unter einen Baum setzen und loslassen, die Spirits machen das dann schon…so ist das nicht..)

Ich war immer schon diszipliniert, habe meine Aufträge so gut und so schnell wie möglich erarbeitet, habe mich immer weitergebildet, war nie zu stolz auch mal Schülerin zu sein. Denn wer nie Schüler war, kann eben auch nicht „lehren“. 

Diszipliniert an meinem Glück vom Hexenladen zu arbeiten, von meinem Beruf meine Familie ernähren zu können, einmal einen Hof zu haben, an dem wir arbeiten und uns ausleben zu können….ich habe mit dreißig damit angefangen und bin heute dort, wo ich hin wollte.  

Glück ist harte Arbeit. Ja, ist es. Man muss an seinem Glück arbeiten. Wenn ich den ganzen Tag nur vor Facebook sitze, oder vor dem Tv, mich mit Harz4 zufriedengebe, kann das auch Glück sein. Wer sich damit zufrieden gibt und das so empfindet…dann darf ich mich aber nicht beschweren, ich hätte ein schlechtes Leben.
Wenn ich nicht Glücklich in meiner Partnerschaft bin, dann gehe ich. Warum nicht?!
Glück kann auch von einer guten erfüllten Partnerschaft abhängen.

Ich höre da schon wieder " ...du bist gut, das ist nicht soo einfach.." 
DOCH-  IST ES!

Der Lebenstraum, der Traum von einem Haus, einem Hof, einem Pferd, einem Laden, einem tollen Mann,  oder was auch immer, der kommt nicht, wenn man nur einfach so dasitzt und nichts tut. Man muss so diszipliniert sein, um, wenn es sein muss, Jahrelang darauf hin zu arbeiten. Und arbeiten ist das richtige Wort, denn von „nichts“ kann auch nur „nichts“ kommen. 

Belohnt werden Geduld und Menschenfreundlichkeit. Glück kann nicht auf kosten Anderer entstehen. Und ist Geld zu haben, denn gleich Glück? …Also für mich nicht….

Wenn man, wie ich, in Magie bewandert ist, ist es wichtig mit den Spirtis zu reden, sich an ihre Gesetzmäßigkeiten zu halten, ihnen dienlich zu sein. Habe ich guten Kontakt mit meinen Geistern und Göttern, dann geht manches leichter und schneller. Ich muss mein Leben für das Glück vorbereiten, es in meinem Leben auch willkommen heißen, es „sehen“ lernen.

Glück ist Training. Ich rede darüber, was alles schön in meinem Leben ist, schenke dem Schlechten nur einmal die Betrachtung, um daraus zu lernen, danach ist es vergessen. Und was ich säe, das ernte ich, jeden Zyklus aufs Neue und immer wieder neu.
Ich trenne mich von Leuten, die mich runterziehen, die nur meckern, den lieben langen Tag, bewegungsunfähig sind. Wenn du Freunde hast, die Glücklich sind, dann kannst du von Ihnen lernen. Ja, Glück muss man Trainieren.

Warum bist du nicht Glücklich?
Was hält dich ab, Glücklich zu sein?


Mir sagte mal jemand: „Dir scheint ja immer die Sonne aus dem Arsch, das ist ja nicht auszuhalten!“
Ich erwiderte: „Sie scheint nicht, mein Lieber, sie strahlt! „

Leider gibt es mehr und mehr Menschen, die es einfach nicht mögen, wenn andere immer lächeln und es ihnen gut geht. Wobei es auch vermeintlichen Glückspilzen nicht immer gut geht, sie verhalten sich eben nur anders und klagen nicht ständig, meckern nicht ständig über ihr Leben oder das Leben anderer.


Du kannst fleißig sein, ehrlich und ein freundlicher Mensch. Dennoch kommst du nicht annähernd deinem Lebenstraum heran. Warum ist das so?! 
Schamanisch gesehen, erhält jeder ein paar Chancen im Leben von den Geisten. Sie fordern aber auch. Und wenn du an dieser Stelle – pardon- Schwelle stehst, dann musst du vielleicht einmal dein Denken von Sicherheit abgeben. Etwas wagen. Springen.

Tust du es nicht – Pech gehabt.
Vielleicht kommt noch einmal so ein Augenblick- vielleicht aber auch nie wieder.
Es gibt keine Sicherheit im Leben, für nichts und niemanden.
Wenn ich jetzt auf der Stelle sterbe, kann ich sagen „Ok – war gut“ .
Kannst du das auch?

Ganz häufig, finden sich solche Momente bei Menschen, die vermeintlich kein Glück haben. Sie sehen es nur nicht, oder haben ein zu hohes Sicherheitsdenken. Hängen zu sehr am Materiellen.
Aber die meisten von uns verbinden mit Glück eigentlich keine großen Dinge.
Wir wollen keine Millionen im Lotto.

Einer sagte mal „ Glück wäre für mich, in den Alpen zu leben“…ich fragte, warum er das dann nicht tut und erhielt ….was denkt ihr, wie immer  dieselben Antworten mit vielen Zweifeln rund um seinen Traum vom Glück. Er hat es nicht einmal versucht, dort zu wohnen und starb mit nur 58 Jahren.

Nächste Runde – noch ein Versuch?!

Fazit: Glück ist immer relativ
Was wir daraus machen oder nicht
Das liegt alleine an uns und dem wie wir mit dem Leben umgehen….

Kommentare:

  1. Liebste Minerva
    wunderbar geschrieben. Da kann ich nur zustimmen.

    Gesegnete Grüße
    Michi

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  2. Liebe Minerva,

    wie so oft, passen Inhalt und Zeitpunkt deines Posts zu meiner eigenen Lebenssituation. Du liegst ja sowas von richtig mit deiner Sichtweise! Ich nehme diesen Post als weitere Bestätigung des Unviersums, dass es Zeit ist, an einer Sache in meinem Leben jetzt definitiv zu arbeiten, ehe es zu spät dafür ist. Vielen Dank für deine Worte.

    Herzliche Grüße
    von einer stillen Leserin aus dem Süden
    Kirstin Lang

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