Freitag, 23. Juni 2017

Gedanken zur Sonnenwende...



Sonnenwende –Litha
Ich erinnere mich an mein allererstes Litha Ritual. Mitten im Wald an meinem Kraftplatz, einem Bronzezeitlichen Grab, mit einer Freundin zusammen. Ich segnete damals meinen Weg.

In einem Besonderen Zauber mit Esche Pulver bat ich um Segen und Schutz der Götter. Das ist soo lange her und dennoch kommt es mir vor, als sei es erst gestern gewesen. Die vielen Glühwürmchen tanzten wie Elfen um uns herum und es war eine warme und magische Nacht im Wald.

Danach folgten viele Nächte und sehr viele Sonnenwenden. Ab und an begleitete mich mein Partner oder auch eine meiner Töchter zu den Festen. Dann wurden meine Kinder erwachsen und bekamen selbst Kinder. Und ich zu einer „erwachsenen“ Hexe, die unsichere und immer hinterfragende junge Frau von damals, die gibt es nicht mehr. 

Heute ist sie eine „Alte“ eine, die seit fast 20 Jahren ganz lebendig und sehr intensiv diesen Pfad der Magie und der Götter beschreitet. Das Hinterfragen von damals,  ist dem Vertrauen gewichen, zu viel ist passiert, das mich an dem Geleit der Götter und der Kraft meiner Magie,nicht mehr Zweifeln lässt....


Meine Zeit in einem Gardenrischen Wicca Zirkel, die Details dazu, die habe ich fast vergessen. Dennoch, die Hexen damals, die haben es irgendwie gut gemeint, aber es war genauso richtig, wie es gekommen ist. Nach einem Jahr trennten sich die Wege. Damals musste ich gefühlt von vorne anfangen. Seit dem habe ich viele Erfahrungen machen dürfen.

Ich liebe es, mit anderen zu arbeiten, aber dennoch frei zu sein. Diese ganzen Jahre, Begegnungen, Menschen, Seminare, Zirkel…die haben mich zu dem werden lassen, was ich heute bin.


Heute kann ich mir aussuchen, ob ich groß ein Ritual abhalte oder die Sonnenwende alleine begehe. Und häufig entscheide ich, nach den vielen Jahren, alleine zu sein.



Manchmal ist das alleine feiern ganz wichtig .Ich feiere gerne mit anderen zusammen, sehr gerne sogar. Aber in diesem Jahr habe ich mich bewusst für das alleine feiern entschieden, seit ich meine Frauengruppen habe, genieße ich auch mal die Zeit nur mit mir und den Geistern.


In diesem Jahr war der Tag der Sonnenwende geprägt von meinem Zaubergarten. Ich schmückte die Kraftmitte mit den Kräutern des Gartens, vor allem mit Johanniskraut und Beifuß, sowie mit Gundelrebe und Kamille. Traditionelle Sonnenwend Pflanzen. Es ist so schön, sie nun alle bei mir zu haben. Im Zaubergarten blüht es nun so richtig.

Spät am Abend, in der Dunkelheit und Stille des Hofes, entzündete ich die Kerzen und Räucherte für die Geister. Es war sehr still, nicht mal ein Windhauch, was schon recht ungewöhnlich ist. Es war dunkel, so gut wie kein Stern. Auch die Mondin in ihrer schmalsten Gestalt, zeigte sich nicht.
Eine ungewöhnliche Nacht, kam es mir in den Sinn…



Als ich aufhörte mit meinem Chant für die Götter, da hörte ich sie über das Feld kommen. Es war so intensiv und die Botschaft lautete, sie wären verzückt von den Kerzen und den Blumen, aber ich solle jetzt gehen, sie wollten alleine sein. Die Geister wollten ohne mich tanzen.


Ja, das gibt es auch. Nicht immer ist man erwünscht. Ich kenne das und sehe es als selbstverständlich an, dem Folge zu leisten. Wer so viele alte Kultplätze gesehen und gefühlt hat, wie ich, der weiß einfach, wann man mit ihnen tanzen kann und wann nicht…


Und so hörte ich auf die Geister, trat beiseite und ging hinein. Als ich drinnen auf die Uhr schaute, war es allerdings weit nach Mitternacht, ja fast schon Eins. Ich ging zufrieden mit mir und der Welt schlafen und träumte, ich tanzte um ein großes Feuer…..

Ich wünsche allen Lesern / innen eine gesegnete Sonnen Zeit!

Sonntag, 18. Juni 2017

Eine Definition von Glück ...



"....Glück kann man lernen. Es fängt damit an, dass man sich selbst aufzählt, was alles wirklich toll im Leben ist, was man schön fände und wie man es erreichen kann. …

Glück ist nicht Zufall, glück ist auch Disziplin und Training und es ist politisch, für glück zu sorgen. Finde ich. Luisa Francia....."


….ich habe das bei Luisa Francia, meinem Lieblingstagebuch, gelesen und kann nur aus der eigenen Erfahrung zustimmen. Glück hat unter anderem etwas mit der eigenen Sichtweise zu tun. Ein Glas kann halb leer aber auch halb voll sein, es kommt immer auf den Betrachter des Glases an. 

Wenn ich immer wieder aufzähle, was alles bei mir im Leben schiefgelaufen ist, dann darf ich mich nicht wundern, wenn ich die Sichtweise des halbleeren Glases vertrete.

Ich genieße dieses Glück, welches ich „Hexenhof“ nenne sehr. Momenten sitze ich hier, es ist ein traumhafter Sommertag, schreibe unter der alten Hofkastanie und schaue auf ein frisch gemähtes Feld. Der Duft von Süßem Kumarin, der in der Sonne liegenden abgeschnittenen Gräser, liegt in der Luft. Der Wind vom Meer ist hier beständig und macht den Sommer hier einfach nur schön…

Wie habe ich mich ewige Zeiten nach „Freiheit“ gesehnt, nach Weite und Stille! Ab und an höre ich ein Flugzeug, manchmal einen Trecker oder die Kühe. Auch mein damaliger Hexenladen und meine Eigenständigkeit als Hexe, konnten diese Leere nicht füllen, diese Sehnsucht die rief. 

Die Geister, die wollte ich kennenlernen, die Elementaren, die es nur in der Natur gibt. Das war für mich vor vielen Jahren „Glück“, darauf haben wir hingearbeitet, denn mein Mann sah es ähnlich.

Das ist Glück für mich. Glück ist für mich, mal einen Tag kein Fernsehen, keine Nachrichten, nichts außer Kunst, Kreativität und Natur. Wenn ich so leben kann, wie ich es mir vorstelle, keine Kompromisse mehr, lebendig meine Religion leben, alleine und auch mit anderen…

Genauso wollte ich es haben, damals, vor etwa 20 Jahren.  Einmal waren wir Abhängig von den Ämtern, als mein Mann kurz arbeitslos wurde. Wir schworen uns, das passiert uns nie wieder! Da waren wir keine dreißig. Glück heißt für uns auch, nicht vom Geld anderer zu leben oder leben zu müssen. 

Aber Glück bedeutet für jede etwas ganz Anderes…..

Glück , egal wie man es für sich definiert, ist harte Arbeit, ist ,an seiner Vorstellung vom Leben beständig zu arbeiten. Glück ist Disziplin. Für mich auch heute noch. Gerade hier, weit ab von dem Trubel und der Hektik der Großstädte, muss man diszipliniert bleiben, nichts einfach so schleifen lassen. 

(Nein, das ist nicht richtig, manchmal sollte man sich einfach unter einen Baum setzen und loslassen, die Spirits machen das dann schon…so ist das nicht..)

Ich war immer schon diszipliniert, habe meine Aufträge so gut und so schnell wie möglich erarbeitet, habe mich immer weitergebildet, war nie zu stolz auch mal Schülerin zu sein. Denn wer nie Schüler war, kann eben auch nicht „lehren“. 

Diszipliniert an meinem Glück vom Hexenladen zu arbeiten, von meinem Beruf meine Familie ernähren zu können, einmal einen Hof zu haben, an dem wir arbeiten und uns ausleben zu können….ich habe mit dreißig damit angefangen und bin heute dort, wo ich hin wollte.  

Glück ist harte Arbeit. Ja, ist es. Man muss an seinem Glück arbeiten. Wenn ich den ganzen Tag nur vor Facebook sitze, oder vor dem Tv, mich mit Harz4 zufriedengebe, kann das auch Glück sein. Wer sich damit zufrieden gibt und das so empfindet…dann darf ich mich aber nicht beschweren, ich hätte ein schlechtes Leben.
Wenn ich nicht Glücklich in meiner Partnerschaft bin, dann gehe ich. Warum nicht?!
Glück kann auch von einer guten erfüllten Partnerschaft abhängen.

Ich höre da schon wieder " ...du bist gut, das ist nicht soo einfach.." 
DOCH-  IST ES!

Der Lebenstraum, der Traum von einem Haus, einem Hof, einem Pferd, einem Laden, einem tollen Mann,  oder was auch immer, der kommt nicht, wenn man nur einfach so dasitzt und nichts tut. Man muss so diszipliniert sein, um, wenn es sein muss, Jahrelang darauf hin zu arbeiten. Und arbeiten ist das richtige Wort, denn von „nichts“ kann auch nur „nichts“ kommen. 

Belohnt werden Geduld und Menschenfreundlichkeit. Glück kann nicht auf kosten Anderer entstehen. Und ist Geld zu haben, denn gleich Glück? …Also für mich nicht….

Wenn man, wie ich, in Magie bewandert ist, ist es wichtig mit den Spirtis zu reden, sich an ihre Gesetzmäßigkeiten zu halten, ihnen dienlich zu sein. Habe ich guten Kontakt mit meinen Geistern und Göttern, dann geht manches leichter und schneller. Ich muss mein Leben für das Glück vorbereiten, es in meinem Leben auch willkommen heißen, es „sehen“ lernen.

Glück ist Training. Ich rede darüber, was alles schön in meinem Leben ist, schenke dem Schlechten nur einmal die Betrachtung, um daraus zu lernen, danach ist es vergessen. Und was ich säe, das ernte ich, jeden Zyklus aufs Neue und immer wieder neu.
Ich trenne mich von Leuten, die mich runterziehen, die nur meckern, den lieben langen Tag, bewegungsunfähig sind. Wenn du Freunde hast, die Glücklich sind, dann kannst du von Ihnen lernen. Ja, Glück muss man Trainieren.

Warum bist du nicht Glücklich?
Was hält dich ab, Glücklich zu sein?


Mir sagte mal jemand: „Dir scheint ja immer die Sonne aus dem Arsch, das ist ja nicht auszuhalten!“
Ich erwiderte: „Sie scheint nicht, mein Lieber, sie strahlt! „

Leider gibt es mehr und mehr Menschen, die es einfach nicht mögen, wenn andere immer lächeln und es ihnen gut geht. Wobei es auch vermeintlichen Glückspilzen nicht immer gut geht, sie verhalten sich eben nur anders und klagen nicht ständig, meckern nicht ständig über ihr Leben oder das Leben anderer.


Du kannst fleißig sein, ehrlich und ein freundlicher Mensch. Dennoch kommst du nicht annähernd deinem Lebenstraum heran. Warum ist das so?! 
Schamanisch gesehen, erhält jeder ein paar Chancen im Leben von den Geisten. Sie fordern aber auch. Und wenn du an dieser Stelle – pardon- Schwelle stehst, dann musst du vielleicht einmal dein Denken von Sicherheit abgeben. Etwas wagen. Springen.

Tust du es nicht – Pech gehabt.
Vielleicht kommt noch einmal so ein Augenblick- vielleicht aber auch nie wieder.
Es gibt keine Sicherheit im Leben, für nichts und niemanden.
Wenn ich jetzt auf der Stelle sterbe, kann ich sagen „Ok – war gut“ .
Kannst du das auch?

Ganz häufig, finden sich solche Momente bei Menschen, die vermeintlich kein Glück haben. Sie sehen es nur nicht, oder haben ein zu hohes Sicherheitsdenken. Hängen zu sehr am Materiellen.
Aber die meisten von uns verbinden mit Glück eigentlich keine großen Dinge.
Wir wollen keine Millionen im Lotto.

Einer sagte mal „ Glück wäre für mich, in den Alpen zu leben“…ich fragte, warum er das dann nicht tut und erhielt ….was denkt ihr, wie immer  dieselben Antworten mit vielen Zweifeln rund um seinen Traum vom Glück. Er hat es nicht einmal versucht, dort zu wohnen und starb mit nur 58 Jahren.

Nächste Runde – noch ein Versuch?!

Fazit: Glück ist immer relativ
Was wir daraus machen oder nicht
Das liegt alleine an uns und dem wie wir mit dem Leben umgehen….

Montag, 12. Juni 2017

Die Zaubergarten Eröffnung…



Mit einem Satz? Ein voller Erfolg!
Die Götter waren uns gewogen, denn das Wetter war, wie gewünscht, einfach traumhaft schön! Genau für diesen einen Tag, gab es Sonnenschein satt und eine Temperatur von etwa 24 Grad. Ein Sommertag, wie im Bilderbuch! Ja , von den Göttern gesegtnet, könnte man behaupten....


Viele Einheimische waren da, die einen Artikel über den Zaubergarten in einer der Zeitungen gelesen hatten. Das war mir auch wichtig. 


Sogar Frau Bürgermeisterin besuchte uns, was mich sehr gefreut hat. Auch eine Gästeführerin war mit einer Gruppe der Landfrauen da. Alles in allem waren schätzungsweise mehr als 100 Leute an diesem Tag bei uns. Es gab  leider kaum keine Zeit für einen Film oder um viele Fotos machen, zu viel gab es zu tun, auch für Chris.




Natürlich war auch der Hofladen geöffnet, so dass auch mein Mann mehr als genug zu tun hatte, während ich immer wieder Leute durch den Zaubergarten geführt habe. Rede und Antwort zum Hexenhof stand, meiner schamanischen Arbeit und den Pflanzen und Kräutern.



Ich hatte so viel erzählt und den Kopf am Nachmittag dann so voller Wörter, das ich dann das ein über andere Mal überlegen musste, was ich schon gesagt hatte und was noch nicht. Die Sonne brannte manchmal regelrecht vom Himmel, aber glücklicherweise gab es immer eine leichte Brise.




Auch unser Landschaftsbauer mit Frau war da, was ich sehr nett fand und auch die liebe Bärbel Dehade, von der wir damals ja den Hof gekauft hatten. Es gab so einige die Neugierig geworden sind, denn immer wieder gab es Rückmeldungen und Nachfragen nach unserem Programm und nach Terminen.


Ich weiß gar nicht so recht, ob einige von der Presse dabei waren, aber eigentlich ist es auch gar nicht so wichtig. Denn mit genau den Menschen die gestern bei uns waren, haben wir schon viel erreicht. Sie werden es weitertragen und wiederkommen, da bin ich mir sehr sicher.


Es kamen Leute über Facebook, die extra mehr als eine Stunde Anreise in Kauf genommen hatten, was ich sehr nett fand und einige Besucher waren auch aus Bremerhaven und Wilhelmshaven mit dabei. Natürlich auch Urlauber, aber die waren an diesem Tag eher die Minderheit.


Auch das wir unsere Kräuterangebote, Kräuterwaffeln, Brot und weiteres gegen eine Spende angeboten haben, war ein voller Erfolg. Um kurz nach vier Uhr Nachmittag waren wir sozusagen „ausverkauft“. Waffen für 60 Leute waren verbacken, 5 Kräuterbrote verbraucht und ein riesen Topf voller Kräuterdipp leer gefegt…Das Kräuterwasser kam gut an. Manchmal kann einfach wirklich gut sein! Ein herrlicher Tag!



Wir werden dies im nächsten Jahr als „Kräutertag“ wiederholen, aber noch ein wenig ausweiten und uns dabei auch Hilfe von Freunden holen.  Das ist schon beschlossene Sache. Vielleicht gibt es dann noch ein Programm dazu…mal sehen.




Es gab, den Göttern sei Dank, auch ein langes Gespräch mit der Bürgermeisterin.  Ganz in Ruhe konnten wir uns unterhalten, bei Waffeln und Kräuterbrot. Natürlich gab es auch weitere tolle Gespräche, meist aber eher kürzer, da so viele Menschen da waren und ich vieles an Fragen zu unseren Kräutern beantwortet habe.




Heute lasse ich mal alles in Ruhe angehen, denn das Wetter ist so lala und es war ein guter aber auch sehr anstrengender Tag.

Wieder einmal ist eine Tür aufgegangen, haben wir einen neuen Schritt gewagt…wir freuen uns auf weitere….

*DANKE* nochmals an alle, die da waren und alle die auch wiederkommen werden!