Dienstag, 27. Dezember 2016

Raunachtsbräuche und Silvesterzauber

Die Raunächte sind eine Zeit der Wiederkehr der Ahnen und des Erscheinens von (Natur-) Geistern. Das wilde Heer tobt am Tage und in der Nacht um den Hof. Frau Holle geht um und Orakel erlauben uns den Blick auf das neue Jahr. 
Die alten Raunächte sind die Nächte vom 24.12 bis 6.1. Die Zeit von Weihnachten bis zum Tag der Weisen aus dem Morgenland. 

Die Zeit der Wintersonnenwende, bis zu den Mütternächten ist eine heilige Zeit und gehört noch nicht dazu, da es die Feiertage unsere Vorfahren waren. Erst nach ihren heftigen Ritualen zur Wintersonnenwende am 21.12 fing die heilige Ahnenzeit an. 
Etwa am 24.12 begannen die Mütternächte, die am 26.12 in denen der Raunächten-Geraunten Nächten, denen der Lostage folgten.

Durch die Lüfte kann von da an Wodan brausen mit seinem Wilden Heer aber auch die Holle mit den vielen lachenden Kinderseelen, die ein neues Zuhause suchen. 


Diese Zeit war die Zeit des Wechselns, die Lostage und Ruhezeit. Es durfte weder gesponnen noch gewaschen werden. Keinen Streit geben und auch keine Türen laut ins Schloss fallen, was verliehen war, musste vor den Raunächten wieder im Haus sein. 

Und an den Tagen vom 21-26. Dezember sollte geschlemmt und gefeiert werden, um die Geister milde zu stimmen für das kommende Jahr. 
Wer es sich also an den Weihnachtstagen hat gutgehen lassen, der kann davon ausgehen, dass es ihm im neuen Jahr auch immer gut gehen wird, also das der Tisch immer reichlich gedeckt sein wird.

Wer an diesen Tagen nicht auftischt, nicht schlemmt und prasst, der werde das ganze Jahr seinem „Erfolg“, also der inneren und äußeren  Fülle hinterherlaufen. Die Ernte für seine arbeit würde gar ganz ausfallen.

In diesen Nächten geträumtes, wird sich in den nächsten Monaten erfüllen, sagten die alten Weiber und gibt es in dieser Zeit viel Nebel, wird es ein sehr nasses Jahr.

Unheimliche Geister und alte Heidnische Götter wandern in diesen Nächten herum, deswegen läuteten die Glocken der Kirchen in diese Zeit viel häufiger, das sogenannte „Schreckenläuten“ um Geister und heidnisches zu vertreiben. 

Das Haus sollte in dieser Zeit aufgeräumt sein, kein Teller und nichts herumliegen, damit die Ahnen nicht fallen und wohlgesonnen sind. Unruhe, Unordnung oder gar ein Umzug in dieser Zeit, bedeutet/e ein schlechtes Omen für das ganze Jahr.  
Wäsche durfte nicht aufgegangen sein, damit kein Geist sich darin verfing und was beim Kochen herunterfiel, das war den Andersweltlichen bestimmt. 

Man umrundete in der letzten Nacht der Lostage sein Haus dreimal und räucherte dabei für die Geister, streute Mehl für die Wilde Jagt aus und stob feinen Zucker auf die Fensterbänke für die Kinder der Frau Holle. Man gab Milch und Honig nach draußen und stellte für Wodan Bier auf den höchsten Punkt des Hauses. 


Auch kann man vier Runenstäbe auf seinem Grundstück jeweils in die Himmelrichtungen schlagen ( Im Osten anfangen, dann Süden, Westen und Norden) , den letzten um punkt 12 Uhr. 
So ist das Haus geschützt vor Unwetter und bösen Nachbarn.

Ein alter Brauch der Seefahrer hier ist es, auf dem Schiff eine Kokosnuss herumzurollen, in ihr sollen sich alle schlechten Geister des Jahres einfangen lassen. Um Schlag zwölf wurde diese dann auf den Schiffsbohlen zertrümmert und musste mit dem ersten Wurf zerspringen. Dann wurde sie ins Meer geworfen. 



Ein Silvester-Reinigungs Zauber:


Nimm eine Kokussnuss und rolle sie auf der Erde durch dein Haus oder deine Wohnung. Vergiss keine Ecke und keinen Winkel. Du kannst die Kokosnuss vorher noch ab räuchern und/oder sie bemalten. 
Ich lege sie drei Tage vorher auf unsren Altar, bevor ich sie verwende. Schau das du etwa um kurz vor dem Jahresende mit allem durch bist. Gehe mit der Kokosnuss um kurz vor zwölf nach draußen und warte. 
Um genau Schlag 12 (nicht vorher, nicht nachher) wirfst du die Kokosnuss auf einen Stein draußen oder auf deinen Weg, damit sie sofort zerplatzen kann. Umso lauter sie zerspringt, umso besser. Die Reste kannst du nicht an Ort und Stelle als Opfergabe liegen lassen und in einem fließenden Gewässer, dann bitte aber sofort, entsorgen. 

Ein uralter Brauch ist es, in der Nacht des 31.12 auf den 1. Januar, Wasser, Salz und Kreide zu weihen. Diese Gegenstände werden dann besonders Schutzkräftig. Mit ihnen segne man dann am 6. Januar sein Heim, so hat man ein ganzes Jahr Schutz vor allem Bösen und schlechten Menschen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen