Mittwoch, 2. November 2016

Ahnen und Geburtstag…



Ich sitze hier in der Küche, draußen regnet es und der Wind pfeift um den Hof. Der Kaffee neben mir und eine Katze auf dem Schoss. Ahnenwetter…Rückzugszeit. ... Zufriedenheit...es waren so kraftvolle Tage!

in einer Uralten Eiche, die am Wegrand stand...

Es war eines wirklich schönes und intensives Samhain Wochenende, welches mein Mann und ich, mit so vielen lieben Menschen verbringen konnten. Voller kleiner magischer Rituale an vielen alten Kultorten....
 Am frühen Montagmittag fuhren wir gemeinsam los….
einige der Männer liesen den Ort auf sich wirken....stille und Ruhe...
Nach der ersten Station, einem alten Versammlungsort, ging es zum nahegelegenen Hünengrab.  Wir genossen die Ruhe und die Erhabenheit dieses uralten Platzes am Waldrand. Aber auch den weiten Blick.
Während wir die Steinsetzung erkundeten, entdeckte Nicki, das zwei Bäume wie ein Tor miteinander verwachsen waren, nicht nur das, sondern auch mit den Findlingen unter ihnen. Die beiden Bäume waren so verbunden, das sie die Rune Hagalaz bildeten.
Hagalaz Baum Runen Tor

Kleine Steine führten auf dieses Baum Tor zu, wie ein Weg und Nicki kam sofort ein "Durchschlüpfungsritual" in den Sinn. Und tatsächlich schien es, wie eine Einladung an uns alle zu sein....
Schon immer kletterten Menschen durch Baumlöcher und Felsspalten, als eine Art „Initiatiation“ oder auch um etwas „abzustreifen“ „loszuwerden“…


 ...uns war allen klar, dass es ein Zeichen war, wir beschlossen ein solches Ritual zu vollziehen. So „schlüpfte“ eine jede durch dieses Baum Tor…naja…wir kletterten eher hindurch, denn so einfach war es dann doch nicht. Zu gerne würde ich jetzt schreiben, wir wären "hindurch geschwebt"...aber nein...sorry, wir mühten uns eher hindurch...aber wenn Hexen was wollen, dann tun sie es eben auch...und wir hatten dabei viel Spaß und einen magischen Zweck erüllte es ebenfalls.


Was ja auch Sinn macht, denn etwas abzugeben, ist nie wirklich einfach. Bezeichnend war für mich, dass ich kurz im Tor festgehalten wurde und mein Mantel sich an einem kleinen Ast verharkte. Ja, genauso war das letzte Jahr auch gewesen. 

Wir streiften symbolisch das alte Jahr durch diesen Tor Gang ab, um das neue zu begrüßen. Ja, magisch! Und eine jede fühlte sich danach ein wenig leichter.

Wasser aus der alten Odinsquelle
Wir zelebrierten zusammen ein kleines Heilritual für diesen Ort und zogen dann etwas erleichtert weiter zurück Richtung Hexenhof. Aber bevor es ganz zurückging, machten wir Halt an der alten heidnischen Odinsquelle, die heute ein Brunnen ist, um Wasser zu holen. Und auch der Göttinnen Hügel wurde besucht und geehrt. Dann wurde es auch schon finster und wir machten uns am späten Nachmittag auf dem Weg zu Hexenhof.

Ahnenaltar im Seminarhaus
Zusammen wurde dann gegessen und geschwatzt. Bei Kürbissuppe, Kürbiskuchen und allerlei Leckereien sprachen wir über so allerlei. Dann wurde das eigentliche Ahnenritual vorbereitet.

Bei angenehmen Temperaturen und kaum Wind standen wir am Feuer um die Ahnen zu rufen und zu ehren, uns zu reinigen um gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Gesagt getan. Ein jeder erhielt auch seine Tierbotschaft in dieser Nacht.  Mehr kann und will ich nicht über das eigentliche Ritual schreiben, es hatte im Nachhinein einen stakten Gänsehaut Moment, mein ganz persönlicher der mir aber erst kurze Zeit später bewusst werden sollte....


Als wir geendet hatten sassen wir noch lange beieinander und sprachen über Ahnen , Familie und unsre Wurzeln. Dann wurde mein Geburtstag gefeiert, denn die Uhr schlug Mitternacht und alle sangen und gratulierten mir.
Am nächsten Morgen wurde noch einmal ausgiebig gefrühstückt. Dann beschlossen wir, trotz des Regen-Wetters,  noch einmal loszufahren um einen ganz besonderen Ort meines Herzens aufzusuchen. Eigentlich wollte ich dort sowieso hin und die anderen schlossen sich meiner Einladung gerne an.
Die Opfergaben vom Vortag werden verteilt
Und siehe da, das Wetter wurde besser und besser. So das wir alle diesen zauberhaften Ort genießen konnten. Und niemand konnte sich dieser Fazination entziehen.
Uns erwartete ein Platz, voller Kraft und Mystik. Ein heiliges Areal, das durch einen kleinen Wall rundherum begrenzt war, in dem viele Steinsetungen liegen.
 Opfergaben und Ehrerbietung an die Ahnen...
Ich bin schon dort gewesen, da wohnte ich noch in NRW und immer wieder zur Ahnenzeit zieht es uns dorthin. Alle anderen kannten diesen Platz noch nicht und waren auch sehr beeindruckt von diesem verzauberten Ort....ja ein Uralter Magischer Platz.


 Foto mit einem Teil meiner Clan und Zauberfrauen....
Ein jeder räucherte und schritt um die Steine, war faziniert von der Aura und der Kraft, die immernoch von ihnen auszugehen scheint...
Von dort aus verabschiedeten sich dann alle, um wieder nach Hause zu fahren, während Chris und ich noch dortblieben....
Wir bemerkten aber bald, dass das Wetter aus Butjadingen uns langsam einholte, aber durch die Bäume waren wir noch etwas länger geschützt.

verweunschene Höfe und stille Orte...
Nochmals und ganz alleine räucherten wir zwei das riesengroße heilige Areal. Mehrere kleine Lichtlein nahmen wir wahr und immer wieder war uns, als wären wir nicht alleine...Dann aber wurde der Regen stärker und Wind kam hinzu und wir beschlossen wieder Richtung Hof zu fahren. 

 
Othala Rune am Giebel, eine Rune zum Schutz des Hauses
Beschenkt wurde ich mit vielen schönen Dingen an diesem Wochenende. Aber das größte Geschenk, sind die Menschen mit denen ich diesen magischen Übergang erleben durfte und meine Familie.
Uralte Eichen säumten den Weg...
Ansonsten waren die Geister heute Nacht  bei mir, wie auch schon gestern Nacht. Sie tanzten mit mir im Kreis der Steine und ich reiste mit ihnen in die Vergangenheit…mal sehen was da noch so kommt unter der Ahnendecke, die ich mir sicherlich immer mal wieder überstülpen werde….

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