Samstag, 29. Oktober 2016

Samhain Vorbereitung

Vorbereitungen treffen, denn heute kommen die erste Gäste. Morgen reisen die nächsten an und am Montag sind dann alle entlich vollzählig! Die meisten aus der alten Heimat, aber auch aus Wilhelmshaven. Ja, ein bisschen aufgeregt bin ich, wie in jedem Jahr....

Ach ich freue mich, es ist für mich immer das schöneste Geburtstagsgeschenk, mit so lieben Menschen zusammen das Ahnenfest zu begehen. 

Leider ist auch in diesem Jahr die Tödin an meiner Seite, indirekt zwar aber hier allgegenwärtig. DIe nächsten Tage haben wir ein gefülltes Programm voll mit dem Thema der Ahnen.

Am Montag werden wir zu den Alten Stätten fahren, um sie dort zu ehren. Ich freue mich auf eine sehr intensive gemeinsame Zeit, mit gutem Essen, trommel, Gesang und natürlich Orakel....

Altes aus dem letzten Jahr loslassen, sich reinigen und dann die Botschaften der Ahnen entfangen...und mit viel Glück sind in diesem Jahr auch die Polarlichter am Himmel zu sehen...

Ich wünsche euch eine schöne Zeit!



Montag, 24. Oktober 2016

Die Nebel sind da...


Es ziehen wieder die Nebel über das Land am Meer.
Mit dem Nebel kommen die Zugvögel, die Gänse und Kraniche.
Mit ihnen geht nun der Sommer und die helle Zeit....


Uhren zurück drehen.
Nebel aufsteigen sehen.
Die Ahninnen Decke vorbereiten.
Warten auf die Geister.
Wahrnehmungen verschieben sich... 
Schwellenzeit...

Die Türen zur Anderswelt sind schon einen Spalt geöffnet. Im Nebel verschleiern sich die Sinne...was ist hier echt? Was Real? Schatten tanzen um die Bäume, steigen aus den Gräben herauf...

Ich atme tief ein, nehme den Geruch von Wasser, Moor und Salz war. Ich atme aus und mit diesem Atem lasse ich alle Sorgen in den Nebel ziehen. Mögen sie kommen, all die Ahnen, wir werden ihnen den Weg leuchten. Wie in jedem Jahr!

Ich sehe die kleinen Nebelinseln heute morgen und erfreue mich am Wechsel der Jahreszeiten, so unmittelbar und einfach mittendrin zu sein, das ist ein wundervolles Geschenk hier zu leben. 

Dennoch sind die Wahrnehmungen viel intensiver mit den Jahren geworden. Ich fühle, rieche, sehe und höre genau, wenn die Welten der Menschen und der der Geistwesen sich wieder vereinigen. Ich bin ein Samhain Kind, in dieser Nacht wurde ich geboren. Nie bin ich näher an den Geistern und Göttern, als im November.....

Vieles kann ich mir heute, im Alter von fast 46 , erklären, was ich als Kind und Jugendliche nicht einordnen konnte. Vieles sehe ich heute, fühle ich und spüre ich, wovon ich gedacht hätte, das ich das nie könnte, als ich vor 20 Jahren diesen Weg begonnen habe zu gehen. Seit September gebe ich dieses Erfahrungen auch an eine kleine ausgewählte Gruppe von Menschen weiter.
Das heidnische Jahr neigt sich seinem Ende- Stillstand-Loslassen.
Das ist gut so, es war ein anstrengendes Jahr für uns, aber es gab auch viele Gute Dinge. 

Loslassen-abgeben-ziehen lassen....Platz für neues schaffen. 
Pläne schmieden....aber erst einmal folg im Monat der Toten der eigene Rückzug , ohne dem, kann nichts neues geboren werden....

Kalt wird es und die feuchte Kälte zieht nun überall hinein. Der Kamin im Atelier ist wieder gefordert und am Abend sind die Heizungen nun auch wieder an. Ich sitze in der Zauberwerkstatt, höre leise Stimmen, mal ein lachen, mal ein wispern...schaue nach. Draussen, drinnen. Nichts...

Wieder sind sie da, wieder weg, wieder da...kein Mensch ist draussen! Niemand rund um den Hof...

Gestern gehe ich durch den lagen Flur und rieche Nikotin. Tabak Rauch....und ein Hauch von Bier..., einer meiner Großväter hat wohl mal nachgeschaut, was ich so tu?!....Einbildung? Am nächsten Tag um die gleiche Uhrzeit ist der Geruch wieder da. 
Nur für eine kurze Weile...
Aha...die Tore öffenen sich....

Mit dem Nebel tauchen die alten Geschichten wieder auf, Geschichten von Wassergeistern, Kobolden und Fabelwesen. Sagen und Mythen werde wieder lebendig. Familien Geschichten und Erinnerungen werden ausgetauscht. Gruselgeschichten und Märchen werden des Abends am Feuer erzählt.....

Erst gestern habe ich mit meinen Schülern im Ahnenhaus gesessen und über den Totenkult der heidnischen Stämme gesprochen, über die Verehrung der Ahnen und die Angst vor Wiedergängern...es ist auch wichtig , das in dieser Zeit auch die alten Geschichten weitergegeben werden, nur so bleiben sie in unsere Kultur lebendig. 

Bei Tee und Räuchern sassen wir zusammen und wir sprachen über Wurzeln, alte Traditionen und Ahnenverherung, über Samhain Rituale und Geister....

Kerzen stehen seit einigen Tagen wieder  in den Fenstern und unsere Hausgeist ist jetzt viel matrieller geworden. Nein, er ist immer da, meist Tagsüber, nicht zur "Geisterstunde", wie in Gruselgeschichten. Ihn sieht man eher auf dem Hof und manch ein Gast hat ihn schon für einen Angestellten gehalten...

Das Seminarhaus wird für unsere Gäste nun vorbereitet, sie reisen am Wochenende aus dem Ruhrgebiet an. Wir werden einige alte Plätze zusammen besuchen, die Ahnen damit ehren. Und selbst können wir sehr viel dadurch lernen. Es ist immer ein eher unterbewusster Austausch von Wissen, an diesen alten Stätten...wie passend, das Montag und Dienstag der Hof geschlossen bleibt.
Der Höhepunkt wird unser Samhain Ritual Montag Abend sein, an dem ich die Ahnen rufen werde , damit ein jeder seine Botschaften erhalten kann. Ich freue mich darauf, aber gleichzeitig weis ich nie, was mich erwartet. 

Das ist kein einfaches Ritual, eines der dunkelsten und schwierigsten. Passt man nicht auf, ist nachlässig, kann so manches Missgeschick passieren und ist es auch schon. Einige meiner Hexenschwestern haben es selbst miterlebt. Angst ist da unangebracht, aber Respekt habe ich vor diese Art von Arbeit sehr.

Schön ist das genau bei dieser Arbeit mein Partner gelernt hat, mich zu unterstüzen. Er ist ein großer Schutzfaktor, wie ein Wächter für mich. Er ist immer noch ein recht rationaler Mann, aber mit den vielen Jahren weis er um die andere Seite, er hat selbst das ein oder andere erlebt. Er ist mein Fels und meine Erdung. Wir sind da schon ein gutes Team und das seit 30 Jahren.

Die Sonne steht nun schon tief am Nachmittag, kurz nach 17 Uhr dämmert es langsam. Ich genieße nun die letzten paar Tage, bis die Ahnen mich rufen und die Geister kommen werden....
"..bald...bald ...." flüstern sie....


Euch eine segensreiche Vor-Samhain Zeit!

Sonntag, 16. Oktober 2016

Samhain Geflüster....


Kurz vor der Ahnenzeit fangen die Nebel an zu flüstern, die Wassergräben an zu wispern und die Pforten zur Anderswelt öffnen sich langsam knarrend. Dahinter stehen sie, all jene, die sich entschlossen haben, uns zu besuchen. Mit ihrem Rat und leisen Schritten stehen sie uns für ein paar Tage zur Seite, beseelen unsere Umgebung mit ihrer Anwesenheit…Besonders gerne mögen sie Hirsebrei, Milch Haselnüsse und Honig. Leere Pfannen und Töpfe dürfen in dieser Zeit nicht auf dem Herd stehen bleiben und auch Rechen, Messer oder Gabel dürfen nicht verkehrt herumliegen. Denn die Seelen könnten daran Schaden nehmen, sagte man. 
Man war in diesen Tagen besonders achtsam, nett zueinander, kochte und deckte für die Verstorbenen mit und schaute das das Haus sauber und besonders aufgeräumt war. Die Seelen sollten an nichts „anstoßen“ – „ Anstoß nehmen“. Nichts schlechtes sollte gesagt werden, nichts Böses getan werden und kein Streit ausgelöst. Sonst kämen sie nicht wieder, die Ahnen.
Dieser Ahnenkult war ein rein positiver Austausch der verschiedenen Welten, bis das Christentum es dämonisierte und Ängste vor den Verstorbenen zu schüren begann…
 
Wer in den Nächten rund um das Totenfest unterwegs war, der verkleidetet sich am besten selbst gleich als solcher, dann wurde er in der Totenwelt nicht auffallen, so der späte und verchristliche Aber-Glaube. Daher stammten dann im Laufe der Zeit die gruseligen Verkleidungen zum heutigen Halloween.  


 














  

Und tatsächlich ist man sich auch heute in dieser Zeit nie so ganz sicher, wenn wir so einen einsamen Weg entlanggehen, ob da nicht unter der nächsten Laterne ein Verstorbener nach seiner Familie Ausschau hält oder auf uns wartet…vielleicht eine verirrte Seele die einfach nur eine neue Bleibe für diese Zeit sucht???  Wer weiß….

Mit Hilfe der Ahnen kann man gut Orakeln. Paare legten Haselnüsse in den Kamin, brennen sie ruhig weg, so steht ihre Beziehung unter dem Schutz der Ahnengeister. Zerplatzen diese, so ist Streit und ein Ungleichgewicht in der Partnerschaft vorprogrammiert. Das und andere „schlichte“ Orakel waren in dieser Zeit von Relevanz. 

Man musste nicht zum Familien Grab, denn die Toten kamen ja von selbst, es sei denn man wollte sie locken, so stellte man Lichtlein auf, Seelenlichter, auf das Grab, in die Fenster. Damit sollten den Ahnen der Weg in das Zuhause geleuchtet werden. Sie wurden freundlich empfangen.


Allerdings gab es im heidnischen Totenkult auch die Angst vor den sogenannten „Wiedergängern“ , Gespenster , wie wir heute sagen würden, Untote. Die eben nicht erst die Anderswelt aufsuchten, sondern sofort bei den Lebenden bleiben wollten oder nicht verstanden, dass sie nun tot waren und gehen mussten. 

Das fanden unsere Vorfahren so gar nicht lustig, denn sie wussten, dass solche Energien die Lebenden „bedrohen“ konnten, sie brachten Unglück und Krankheiten über die Familie, wenn sie blieben. 


Der November ist die dunkelste Jahreszeit, bis zum Dezember werden die Tage merklich kürzer und düster. In der Hektik der Städte, der ewigen Lichtquellen, fällt es heute nur noch den Aufmerksamen Menschen auf, aber unsere Ahnen, wie auch die hiesige Landbevölkerung bemerken das immer noch. Nie ist es auch so still, wie in dieser Jahreszeit. 

Eng verbunden mit den heidnischen Totenkulten der vielen Stämme unsere Ahnen, war auch der Martinstag. Christianisiert zwar, aber auch er lässt sich dem nahen Samhain Ritualen zuordnen. In dieser Zeit brachten man in jedes Haus ein mit Wachholder und Eichenlaub umringten Birkenreis, das bis zum kommenden Frühjahr über der Tür seinen Platz fand. Im kommenden Frühjahr, wurde es benutzt, um das Vieh aus dem Stall zu treiben.


An manchen Orten wurden sogenannte Martinsfeuer entzündet. Man verbrannte damit das alte Jahr und erinnerte an die alten heidnischen Reinigungsrituale. In das Feuer kamen sehr oft die alten Erntekörbe und altes Stroh als Symbol das die Erntezeit nun vorbei war und alles nun zur Ruhe gebettet wurde. Aus diesen Martinsfeuern sollen sich die heutigen Lichter Umzüge entwickelt haben. Die Verbindung zu dem Halloween Brauchtum der Iren ist hier ziemlich auffällig.


Natürlich gehörte zu all dem ein großes Ess-und Trinkgelage dazu. Dabei ist es (wie üblich bei diesen Festen und Ritualen) ziemlich hoch hergegangen, so das im Jahre 585 die Kirchensynode dieses Fest verbot. Das rituelle Schlachten der „Gans“ , die später „Martins Gans“ genannt wurde und auch der Schweine gehörte zu diesem Tag dazu. Denn die Gans war das Opfertier des Germanischen Gottes Wodan, gewürzt mit der Macht Wurz, dem Beifuß eine kraftgebende Kultspeise. 

Auch gehörte es zum Ahnenfest, das Herdfeuer zu um schreiten, denn er war das Zentrum des Hauses und sitz der Ahnen. Er war Versammlungsplatz und heiligster Ort des Hofes. Hier war der Ort der Gottesverehrung und hier wurden Opferzeremonien abgehalten. Die Bewohner des Hauses /hofes umtanzten dreimal den Herd/ das Herdfeuer. 

Noch heute tun wir dies als alte Erinnerungen bei unseren Ahnenritualen oder auch wenn wir die alten Kultplätze aufsuchen, da die meisten von uns keine offene Herdstelle im Haus mehr haben. 
 Mein Ahnenaltar befindet sich in der
"Zwischenwelt des Hauses" . 
Zwischen draussen und drinnen, 
zwischen Zauberwerkstatt und Flur,
 zwischen obere Etage und Deele, 
zwischen Küche und Flur... 
Quellen : Wolf Dieter Storl, die Pflanzen der Kelten
Rudi Beiser, Kraft und Magie der Heilpfanzen
 

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Vorbereitung auf die Stille Zeit


Langsam wird es Herbst hier. Die Energien scheinen sich wieder auszugleichen, denn mit jedem Tag habe ich mehr und mehr das Gefühl, die Ahnen stehen schon vor den halb geöffneten Pforten und warten darauf, dass sie sich nun ganz öffnen. Die Nebel steigen aus den Gräben, die Zugvögel sind da und nun treiben die Bauern die Kühe von den Weiden. Alles ist abgeerntet. Vorbereitung auf den nahen Winter…ja, nach dem Jahr voller Turbulenzen und Ver-rückungen, scheint hier wieder alles an seinem richtigen Platz zu sein.

Momenten ist viel los auf dem Hof. Herbstferien halt. Neue und alte Gesichter, nette Gespräche. Nach dem langen Sommer und Herbst freue ich mich dann doch ziemlich auf die Ruhe des Totenmonats….aber in die Stille gehen, unter die Ahnendecke kriechen, das kann ich dann immer noch. Der Oktober ist Vorbereitungszeit. 
Denn wer im November, der Totenzeit, der Zeit von Frau Hel, ein neues Projekt beginnt, der wird kläglich scheitern, denn es ist die Zeit des Stille- Stehens. Erst wieder im neuen Jahr oder besser gesagt im Februar, mit Beginn des Lichtmonats, sollten wir etwas Neues beginnen. Geduld zahlt sich schließlich aus, und Ruhe auch. 
Und ich freue mich auf die paar Wochen unter der Ahnendecke sehr....


Momentan bereite ich mich aber erst auf Samhain vor und freue mich auf Ruhe und Kreativität. Ein kleiner Vorgeschmack schenkt mir momentan der Oktober, ich habe wieder Kerzen in den Fenstern an, trinke Tee und der Kamin in der Zauberwerkstatt prasselt wieder. Die Blätter fallen auf Dach des Ateliers und ich sitze darunter und gestalte Kastanienkränze oder male meine Geisterlichter für die dunkle Zeit….räuchere bei Kerzenschein und nehme Kontakt zu den Spirits auf...

So bereite ich mich vor, auch auf meine Schülerinnen am übernächsten Sonntag. Denn auch da ist natürlich das Thema auf die Ahnenverehrung und das Fest Samhain. Es ist eine schöne kleine Runde, auf die ich mich freue. Nach dem Sonntag mit ihnen,  kommt dann das endlich! letzte Wochenende im Oktober, das Fest Samhain. Das Jahr ist beendet!

Eigentlich war ich in diesem Jahr zu Samhain bei meiner ehemaligen Schülerin , einer heutigen Santera eingeladen. Es sollte eine große Miesa (wird das so geschrieben, ich weiß nicht?!) gemacht werden und sie wollte ihren Santera Geburtstag feiern. Priester und Priesterinnen aus ( soviel ich weiß), Kuba, waren eingeladen. Da ich von Natur ein neugieriger und wissbegieriger  Mensch bin, was andere schamanische Kulturen und Techniken angeht, hatte ich  überlegt, ihrer Einladung Folge zu leisten. 

Wann hat man mal so eine Möglichkeit daran teilzunehmen?!
Wer kann ja schon von sich behaupten, bei einer echten Santeria Miesa gewesen zu sein, als „Uneingeweihte“. Mit Trance Tanz und bestimmt ganz vielen neuen Erfahrungen. Es wäre die Reise wert gewesen, aber leider musste sie alles, aus gesundheitlichen Gründen dann doch vor ein paar Tagen absagen. 
Naja, vielleicht im nächsten Jahr. 

Also sollte wieder hier auf dem Hof ein Ahnenritual stattfinden. Samhain ohne Ahnenritual?! Nein für mich nicht denkbar. Gesagt, getan-eingeladen….ich als Samhain Kind kann es kaum erwarten.....
Viele meiner liebsten Hexenschwestern und Brüder sind meiner Einladung gefolgt und verbringen die Ahnenzeit mit uns. Geplant ist ein großer Ausflug zu den alten Stätten und ein Ahnenritual in der Nacht des 31. Oktober. 

Vielleicht schaffen wir es, wie im letzten Jahr, in meinen Geburtstag hinein zu trommeln…wir werden sehen. Für mich das schönste Geschenk, es mit diesen Menschen verbringen zu können und das Ahnenritual zu leiten, das Vertrauen zu genießen, die Spirits zu rufen….jedes Samhain ist anders, immer neu aber immer auch sehr unheimlich. Ich habe viel Respekt vor dem eigentlichen Ritual des Ahnenrufens. ...aber noch dauert es ein wenig....
 Hier warte ich nun, dass auch die letzten Grünen Blätter sich färben und zu Boden fallen, denn der Oktober ist Vorbereitung zum Stillstand. Zur Stillen Zeit....aber bis dahin gibt es hier noch viel zu tun...





Mittwoch, 12. Oktober 2016

Samhain Geister-Lichter

Momentan gestalte ich Geisterlichter für Samhain. Eine Hexenschwester , ( *wink zu Zauberfrau  Rabenwurm *) hat mich darauf gebracht, da sie zum Witch Camp ihre selbst bemalten Laternen mitbrachte. Siehe Zauberfrauen Blog.
Die zogen mich sofort magisch an und ich beschloss, nach Absprache, selbstverständlich, selbst Geisterlichter zu gestalten...
So ist auch der Name enstanden...wie tanzende Geister eben...

 
Und jetzt bin ich ganz fleißig, nachdem ich nach den richtigen Farben gesucht habe, denn mit den Farben, die sie mir ans Herz legte, mit denen kam ich einfach nicht gut klar. Also schaute ich in meiner Zauberwerkstatt mal so umher...und siehe da...
Nach einigem hin und her, habe ich dann gute und haltbare Farben gefunden. "Kratz Test" und "Wisch Test", haben sie bestanden und so legte ich los...
 
Bei prasseldem Kamin und Tee, sind mir einige gut gelungen, finde ich. Mit eigenem Stiel und Aura. Mal sehen, ob ich sie denn nun alle selbst behalte, oder im Hexenladen zum Verkauf anbiete...
 
Wer Interesse daran hat, kann ja ganz einfach mal nachfragen...

Dienstag, 4. Oktober 2016

Der Oktober ist Ahnenarbeit




Wie in jedem Jahr beginnt der Monat Oktober mit Ahnenarbeit. In Einstimmung auf Samhain. 
Vorbereitung auf das nach innen gehen,
den Ahnen zuhören, 
diese Kontakte pflegen und ehren…
sich einstimmen und einschwingen
auf die Ahnenkräfte...


Ich liebe den Herbst, bin ein Kind der Ahnengeister und somit diesen alten Plätzen immer sehr nahe.


In all den Jahrzehnten, die ich diesen Weg beschreite, zieht es mich in dieser Jahreszeit hinaus, um alte Plätze zu (be-)suchen, um sie zu ehren, mit den Alten zu sprechen oder vielleicht auch, um sie zu heilen oder gar sie neu zu beseelen. Je nachdem….
 Ich finde, werde gefunden, lasse mich von ihnen finden. Das ist meine tiefste Aufgabe, die eine Verbindung zu einem Land ausmacht, auf dem man wohnt. 
Diese innige Verbundenheit mit den heidnischen Stätten.
Den alten Kultplätzen und Kraftorten. Ihnen gebe ich Kraft, aber aus ihnen schöpfe ich auch tiefes altes Wissen….ein Austausch von Energien.
Und so fuhren wir wieder entlang der Küste und besuchten Hünengräber, Hügelgräber und Megalithen. 

Durch wunderschöne kleine Bauernschaften, wo die Hühner noch freilaufen (dürfen) und ganz in „Landlust-Romantik“ auf dem Misthaufen schaben. Ich hätte es fast nicht geglaubt.

Ich musste anhalten und aussteigen und dieses niedliche Federvieh betrachten und freute mich wie ein Kind darüber: Freilaufende Hühner und dazu noch mit ihren Kindern!!! 


An einer alten Wassermühle aus dem 13 Jahrhundert fuhren wir vorbei und an einem Kirchlein, das auch in England hätte stehen können ….aber Moment mal! Umdrehen! 


Dort musste ich einfach anhalten! Obwohl nur kurz vorbeigefahren, hatte ich das Gefühl, diese Ort zog mich magisch an. So drehten wir um. Ich bin kein Kirchgänger, aber diese Kraft hatte ich sofort beim Vorbeifahren bemerkt und alles zog an mir…sie rief mich zu sich.
Eine uralter Mauer von Findlingen umgab das kleine, sehr schlichte Gemäuer, das auf einem Hügel stand.

Nicht üblich hier, da hier, soweit vom Wasser weg, diese Kirche sicherlich nicht auf einer Warft gebaut worden war. Kein Schild, keine Erklärung, dennoch wusste ich sofort, hier stand ich, auf einem uralten Kultplatz. 


Einem Thing! Ja, es war ein Thing! Diese Kraft war klar, eindeutig, ich brauchte kein Schild, um das zu wissen.

Einige der Eichen, die in der Kreisrundung um das Kirchlein standen, waren so dick und riesig. Nicht mal mit ausgebreiten Armen hätte ich sie umarmen können. Locker hatten die 500 Jahre und mehr an Alter…


Ein schmaler Pfad führte entlang den Steinfindlingen, rund um die Kirche nebst kleinem Friedhof. Seltsamerweise strahlte das Kirchlein. Es war eine sehr sanfte Energie, nicht wie es oft der Fall war, dass diese Orte einfach nur christlich geschändet waren. Nein hier schien der Platz und die Kirche sich geeinigt zu haben, vor langer Zeit. 
Selbst der aus Holz erbaute Glockenturm machte einen freundlichen Eindruck auf mich. Ich fühlte, wie ich richtig beseelt wurde, als ich so, seltsamerweise, gegen den Sonnenlauf um das Kirchlein ging.

Mir viel eine benachbarte Wiese auf, auf der ein ziemlich krummer Baum stand. Sogleich hatte ich das Gefühl von Gräbern dort. Vielleicht war dort einst eine alte Begräbnisstätte gewesen.

Und auch hatte ich das Gefühl ein Langhaus war zunehmen, dort wo das Gemeindehaus stand, nicht ganz darauf, sondern daneben. Aber wer weiß..

Dies Kirchlein hätte auch irgendwo in England stehen können, denn es war so nordisch, wie ich sonst selten etwas gefühlt habe.
Dann stiegen wir wieder ins Auto und fuhren ganz langsam wieder zurück. Besuchten noch am Nachmittag die kleine Weserinsel Harriasand, wurden aber vom Regen überrascht und beschlossen wiederzukommen, um sie und ihre Natur in Ruhe zu erkunden.

Es passte auch nicht so ganz, zu diesem Tag, der ganz im Sinne der Ahnen war. Hatte ich doch mehrere Hühnenstätten besucht, geopfert, gesungen und geräuchert, verblassen diese aber seltsamerweise in der Erinnerung an dies Kirchlein….

Und ich recherchierte heute Morgen. Diese Kirche stammt von 1240, die Grundmauern sind aber noch älter, da sie um 1200 abgebrannt ist. Ich denke die Chauken, die dort wohnhaft waren, haben wohl ein wenig gezündelt. Erst später wurde dann auf den Grundmauern ein neues Gebäude errichtet und der Lichtgöttin…ähm…sorry…der „heiligen“ Lucia geweiht, was ziemlich ungewöhnlich ist, da Lucia ja eher eine Schwedische „Heilige“ ist. Ehemalige Lichtbringende Göttin, die eben mal wieder kurzerhand vereinnahmt wurde. 
Das Gebäude selbst, soll sich auf einem Uralten Begräbnisplatz der Chauken befinden, was ich eher verneinen würde, sondern lieber „Thingplatz mit angrenzender Beerdigungsstätte“ draus machen würde. Aber über Ausgrabungen derlei, weiß ich leider (noch) nichts. Belassen wir es mit folgender „christlicher „ Überlieferung „von der Gemeinde Seite:

…“Auf einem alten Begräbnisplatz wurde diese Kirche um 1200 errichtet und kurze Zeit später niedergebrannt. Es war eine bewegte Zeit, in der sich nicht unbedeutende kämpferische Auseinandersetzungen in unserer Gegend abgespielt haben. Der Wiederaufbau erfolgte um 1240
Die Grundmauern der Kirche waren stehen geblieben. Es sind etwa 80 cm starke, aus Feldsteinen errichtete Wände. …“

Auf unserem Rückweg las ich ein Ortschild, welches mich sehr stark an die Nordischen Stämme und auch an eine Rune erinnerte: Uthlede. Warum an eine Rune…? Ich kann es nicht sagen. Nur wieder mal ein Gefühl, eine Eingebung, wie eine leichtes Streifen einer Erinnerung ….