Montag, 29. August 2016

Treffen der Hexenschwestern - und ein Indianer...


Ein Teil der Hexengruppe ( die anderen möchten anonym bleiben)

Wie schnell doch etwas vergeht, was man fast ein Jahr vorbereitet hatte….
jetzt sitz ich hier und brauche sicherlich noch ein paar Tage, um all das zu verarbeiten, was an diesem Wochenende geschehen ist….
Ich muss zugeben, ich hatte ein wenig Bauchgrummeln, so ein großes Treffen zu organisieren und vor allem mit so vielen Frauen, jede für sich ein absolutes Einzelstück, manche unerfahren, manche mit sehr hohen Erwartungen oder gar Vorurteilen, was dies Treffen anging. So viele unterschiedliche Energien geeint durch den alten Weg, die Kraft unsere Ahninnen und Ahnen, den alten Glauben….aber ich habe gelernt, Vertrauen zu haben und es wurde so sehr belohnt!
 
Gemeinsames Abendessen unter dem Zeltdach
Ich hatte auf die Weisung meiner Spirits gehört, Stormy und seine Frau Heide für einen Workshop einzuladen, weil ich das Gefühl hatte, das dies genau das richtige für das erste große  Zauberfrauen treffen zu sein schien. Etwas, was für viele der Frauen einfach neu war, was verbinden kann…

Verunsicherung machte sich aber vorher breit, da die ein oder andere Frau nicht ganz einverstanden und skeptisch war, aber es zeigte sich, es war genau die richtige Entscheidung gewesen. Aber von Anfang an:
 
Abendessen unter dem Sternenhimmel der Göttin.

Bis weit in den Freitagabend hinein, reisten die Frauen aus allen Teilen der Republik zum Hexenhof an. Bauten ihre Zelte auf oder räumten erst einmal ihre Taschen aus. Dann wurde nach und nach gegessen und banales geschwatzt. Als endlich alle da waren, wurde die Vorstellungsrunde eröffnet. Name-Alter-Beruf-und wie sie zu den Zauberfrauen gekommen waren. Das dauerte und es gab Grund für so manchen Lacher. Es wurde somit spät.


Danach verabschiedeten sich alle in die Nacht.
Am frühen Samstagmorgen, um 8 Uhr in der Frühe, trafen wir uns zum Frühstück unter dem großen Zelt wieder. Das „Programm“ des Tages wurde kurz besprochen, um uns danach am Feuerplatz zu treffen. Mitgebrachte Steine inklusive.

So saßen wir dann gegen 9.30 im Kreis zusammen, jede erzählte etwas zu dem Stein, den sie mitgebracht hatte und warum. Dann wurden die Teilnehmerinnen von mir gereinigt, willkommen geheißen und gesegnet mit dem heiligen Blut der Mutter Erde. 

Schwersternbund, Göttinnenkraft. Töchter der Göttin!

Jede sollte sich danach einen Stein aussuchen, den sie mit einem positiven Schlagwort beschriftete, wie „Kraft-Glück-Freude-Frieden….u.s.w“ und kaum waren wir fertig, war auch schon Stormy und Heidi da. Dazu muss ich sagen, dass ich natürlich die Arbeit von Heidi und Stormy kenne und auch schon mal bei ihnen war. Es sind herzensgute, kompetente Menschen. Wir begrüßten uns alle herzlich, aber die Frauen waren noch zögerlich, zurückhaltend. 
Worskhop mit Nativ Stormy und seiner Frau Heidi
Den Platz, an dem wir gerade noch zusammengearbeitet hatten, suchte auch der Indianer sich für seinen Workshop aus. So setzten wir uns im Kreis zusammen, manch eine auf einem Stuhl, die andere auf den Boden. Dann hörten wir ihnen zu. Stormy erzählte, seine Frau übersetzte, mit so viel Herzenswärme, dass alle diese beiden Menschen sofort ins Herz schlossen und aufmerksam zuhören. 

Eine ganze Weile später trommelten wir zusammen und wuchsen damit zu einer kraftvollen Gemeinschaft zusammen. Ich beschloss diese wundervolle Energie für mich zu nehmen, um sie später in meinem Ritual zu nutzen. 


Dann gab es eine meditative Reise durch das Indianische Medizinrad und ich genoss diese schöne harmonische Energie der Gruppe, die ich da das erste Mal als Einheit war nahm. Stormy erklärte, wie wichtig es ist, still zu werden, in uns still zu werden und leer. Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Die Balance zu halten, das Gleichgewicht herzustellen zwischen den Elementen.
Danach wurde es persönlicher, Stormy schaute der ein oder anderen in die Augen und in die Seele und es kullerten später sogar Tränen. Als er gegen 14.30 Uhr endete, war auch die letzte Frau ganz angetan und überzeugt, dass es genau die richtige Entscheidung war, ihn und seine Frau einzuladen. Meinen Spirits sei Dank!
 
ein Teil der Hexen Gruppe ( die anderen möchten anonym bleiben)
Wir verabschiedeten uns sehr herzlich voneinander, jede wurde nochmals umarmt und erhielt ihre ganz persönliche Herzensbotschaft. Immer wieder gerne! 

Als dann gegen 15 Uh , das Essen auf dem Tisch stand, wurde viel erzählt und eine jede war so erfüllt von dieser Liebe und Wärme und den Botschaften….toll! 

Jetzt gab es eine Gemeinsamkeit der beiden Gruppen, genauso war es gedacht von mir und gewünscht!
Es gab eine kleine Mittagspause, die aber nicht allzu lang werden zu lassen und auch diese tolle Energie aufrecht zu erhalten, beschloss ich dann gegen 16 Uhr das Spiralritual anzufangen. Bei dem ich als Leitung (beim wahrsten Sinne des Wortes) fungierte. Klar, war ja auch mein von mir kreiertes Ritual!
Ritualbesprechung
Eine jede bereitetet sich vor, zog ihre Ritualkleidung an und während ich die Spirale aus Mehl legte, brachten die anderen Frauen die Steine, Trommel und das Räucherwerk.
In der Mitte der Spirale stehend erklärte ich den Sinn des Ganzen und die Vorgehensweise. Bereitete die Frauen vor, denn Symbole sind ganz wichtige Faktoren. Der Kessel, der weitergegeben wird, die Spirale, die Steine…all das. 


Achtsamkeit hat große Wichtigkeit dabei, denn eine jede ist beim Spiralritual gefragt, ihre Schwester zu unterstützen. Keine steht einfach nur dabei und trommelt. Eine jede musste etwas geben, durfte aber auch nehmen.


Es muss genau geachtet werden, dass sich alle Teilnehmerinnen erst gegen den Sonnenlauf bewegen, wenn eine Schwester hineingeht, stehenbleiben, wenn sie steht, um sich dann mit dem Sonnenlauf um die Spirale zu drehen, wenn die Schwester hinausgeht. Sie wird damit von allen außerhalb energetisch unterschützt und gleichzeitig beschützt. Das ist gar nicht so einfach, denn eine jede muss dazu außerdem noch trommeln oder rasseln und Chanten. Also den  „Zauberspruch“  singen. So entsteht eine große Energie, eine Verwirbelung, eine Spirale nach Oben…


Dieses Ritual ist mit den vielen Jahren meiner Arbeit, immer mehr gewachsen und so ganz allmählich aus mir heraus entstanden, nicht abgeschaut, sondern aus der Selbst Erfahrung und der langjährigen Arbeit.

Und dieses Mal hat es sich unfassbar angefühlt!
Wenn ich sonst mit so vielen Menschen arbeite und die Ritualleitung habe, so kann ich wenig zu lassen, muss mich schützen. Kenne ja auch die fremden Energien nicht. Dieses Mal aber kannte ich schon die Energien der anderen Frauen, konnte mich verbinden. 


Erst aber wurden die beschrifteten Steine in der Spirale verteilt, so konnte eine jede schon mal die Spirale ein wenig kennenlernen. Danach ging es dann los, der Kessel wurde weitergereicht und die erste Frau wanderte durch die Spirale…..

als ich gefühlt das zwanzigste Mal stehen blieb, um den Lauf der Frauen zu ändern, spürte ich den Übergang, den Übergang der Energien. Das Tor.  Fühlte, das ich eigentlich nicht mehr konnte, weder Körperlich, noch Atemtechnisch. Ich übertrat in diesem Moment meine eigene Schwelle, wurde angeschoben von der Frau hinter mit und gezogen von der Frau vor mir, getragen von den Wirbeln der Spirale und den Kräften der Geister. Ich atmete anders, sang lauter, schlug die Trommel fester und tanzte weiter um die Spirale herum. 

Nahm nur noch diesen Kreis der Frauen war, sie wirbelten und alles wurde zu Einem!
Dazu muss ich sagen, dass ich mich seit langer Zeit nicht mehr so verausgabt habe und seit langem nicht mehr dieses Trance Erlebnis hatte, wie dort. Als die gefühlte vierzigste Frau, die letzte, wieder am Ende der Spirale angekommen war, nahm ich ihr den Kessel ab, tanzte durch die Spirale und öffnete alles mit einem gesungenen Zauberspruch und schloss sogleich alles ab. 

Das lässt sich nicht in Worte fassen, man muss teilhaben, Teil dieser Magie sein, um zu wissen was da passiert ist. Ich wollte alles geben und habe alles gegeben. Und wurde belohnt mit strahlenden Frauen Gesichtern.


Eine jede hat es gefühlt, war eingebunden, fasziniert, fast schon schwindelig vor Energie, „aufgeputscht“. So dass ich schnellstmöglich, als alle sich auf den Boden hatten fallen lassen, eine Erdmeditation mit ihnen machen musste. Ich fühlte wie wichtig das in diesem Moment war, denn einige schienen wirklich noch „zu fliegen“

….danach war es still….alle waren erst einmal still…in ihnen war es still…wunderbar!

Pause,
 zu sich selbst kommend, verbachten wir die Zeit bis zum Abendessen. Manche in der Meditation, machen noch mit Trommeln, manche im Spazieren gehen, oder einfach im leisen reden. 
Schutzsuchend wärend des Gewitters in der Nacht
Erst zum späten Abendessen waren alle wieder am Tisch versammelt, immer noch beeindruckt vom Tag, ganz ausgefüllt mit Eindrücken und neuen Erkenntnissen. 
 
Feuergeister am Abend
Viele von uns sahen gleichzeitig die Frau, die mal hier stand und mal dort, von rechts nach links wanderte und an uns Gefallen gefunden hatte. Eine Frau, die es nicht gab, nicht in dieser Welt….aber wir sahen sie und fühlten sie…


Nach dem Essen gab es noch ein Treffen am Lagerfeuer, Trommeln und reichlich lachen. Lockere Atmosphäre, ein wenig Gesang. Aber gegen 11 Uhr waren alle unendlich müde.
So zogen die einen sich in ihre Zelte zurück, die anderen in das Ahninnenhaus und unsere Gästezimmer…
und Ruhe ward auf dem Hof! 

In der Nacht gab es ein heftiges Gewitter, viele empfanden es als reinigend, als eine Würdigung des Spiralrituals. Und am Morgen trafen wir uns alle ausgeruht und wohlbehalten am Frühstückstisch zurück. Die Sonne schien wieder. 

Dort wurde über die Frau philosophiert, die am Abend viele gesehen hatten und überhaupt noch mal über die Gewitternacht geredet. Später trafen wir uns an der Spirale zum Abschluss Ritual wieder. Eine jede erzählte über ihre Erfahrungen des Wochenendes, der Rede Stab ging von Hand zu Hand. Die Gruppe war eine Einheit. Keine zwei Gruppen mehr, es gab in diesem Moment nur noch eine Zauberfrauen Schwesternschaft! 


Auch Stormy betonte das, das kleine, wie auch große Gruppen so wichtig sind für die Mutter Erde. Menschen die aktiv miteinander spirituelle Rituale begehen, bewirken so viel! Und genauso war es auch! Wir trugen die Ritualsteine aus der Spirale wieder hinaus, legten sie an den Rand, so entstand ein neuer Kraftpunkt in unserem Garten. Ganz von selbst.
 
Nachbesrpechung und Abschluss Ritual
Als dann alle noch im Hofladen geschoppt hatten, verabschiedete man sich langsam voneinander und als die letzten aufbrachen, brach es auch dann aus den Wolken heraus.
Ein Gewitter zog vorbei. 

Eine jede nahm für sich etwas mit. Ich dieses Mal auch, denn ich habe eine neue Ebene erreicht, eine Initiation ist geschehen, ohne dass ich es herbeigeführt hätte. Aber nach der Spirale war es mir sofort ganz klar. 
 
 Kraftsteine der Teilnehmerinnen

Ich bin über etwas hinweg gewandert, habe eine neue Tür geöffnet. Meine Sichtweise wurde erweitert. Und trotz Körperlicher und stimmlicher Verausgabung habe ich nicht die geringsten Halsschmerzen oder gar Körperliche Beschwerden und ich bin ja wahrlich kein Sportlicher Typ und keine Sängerin!



Noch heute bin ich selbst ganz beseelt von diesem Wochenende. Von dem was wir alle zusammen auf den Weg gebracht haben.
Magie in seiner Ursprünglichsten und kraftvollsten Art und Weise. So etwas kann halt nur in einer Gruppe entstehen und so eine Erfahrung ist etwas Heiliges und ich bin dafür sehr, sehr Dankbar! Denn ich habe gegeben und bin beschenkt worden….

Kommentare:

  1. Hallo Minerva, sehr beeindruckend deine Schilderung. Ja, es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, dass sich Frauen zusammen schließen und gemeinsam einen neuen Weg finden. Unsere Gesellschaft ist in gewisser Weise verarmt. Es gibt keinen Beistand für Frauen die einen solchen brauchen. Wir haben sozusagen den Draht zu unserem Inneren und zur Welt verloren. Die große Masse sieht tatenlos zu, wie einige wenige, die gut daran verdienen, die Erde, die Natur, die Tiere ausbeuten. Irgendwann wrd sich Mutter Natur aufbäumen und uns Menschen zeigen, wie winzig und wie machtlos wir eigentlich sind. Das haben wir vergessen und damit auch die Achtung vor der Natur.

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    1. danke meine liebe...ja es ist eine schöne sache, nicht nur drüber zu reden oder zu schreiben, sondern auch ganz aktiv etwas miteinander zu tun. ganz perönlich und herz an herz. das ist uns allen wichtig, nicht nur zu tun als ob, sondern eine starke schwesternschaft zu bilden und zu sein....

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  2. Ich freue mich für Euch alle sehr. Es hört sich wunderbar an und ich spüre die Kraft, die von Euch ausgeht und gehen wird. Ihr werdet viel bewirken. Seid gesehnet und geliebt.

    Mit ganzem Herzen bei Euch Johanna

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  3. Es ist immer wieder eine bereicherung von deinen Zauberfrauen lesen zu dürfen. Danke das du mich daran teilhaben lässt!
    Es ist so schön, das es Hexenfrauen gibt, die auch ganz aktiv zusammen arbeiten, etwas bewegen. Gerade in der heutigen Zeit, wo viele schöne Worte finden, nette Beschreibungen und Geschichten schreiben aber alles nur in der Theorie. Oder bei Facebook sich ausschließlich der virtuellen Welt verschrieben haben....schön das es noch "echte" Hexen, wie du eine bist in dieser Welt gibt. Danke!
    In herzlicher Umarmung
    Corinna

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  4. Hach, es war sooo ein bezauberndes Wochenende mit den Hexenschwestern, Stormy, seiner Frau Heidi und natürlich Chris (unsere gute Seele), dass ich (Ende der Woche) immer noch berührt und erfüllt davon bin.
    Als Überraschungsgast kam unsere älteste Zauberfrau Johanna mit ihrer Tochter noch auf Stippvisite, was uns alle sehr gefreut hat.....
    Ich habe unendlich viele Eindrücke und neue Impulse mit nach Hause genommen, die ich zum Teil noch verarbeiten muss......

    Ich bin sehr dankbar, Teil einer tollen Frauengemeinschaft zu sein, denn durch unser gemeinsames Tun und Weben können wir für uns und unsere Mutter Erde viel Positives bewirken, was in dieser chaotischen Zeit besonders wichtig ist!!!

    Meinen Hexenschwestern möchte ich sagen: Schön, dass es euch gibt...
    An Minerva und Chris noch einmal ein ganz großes Lob und dickes Dankeschön, dass ihr so ein großes Treffen möglich gemacht habt

    und auch bei den Spirits möchte ich mich von Herzen bedanken für
    eure Führung und spürbare Anwesenheit.....

    Herzlichst
    Kerstin

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