Sonntag, 21. August 2016

Ein Handftasting am Meer

Nach über 15 Jahren und fast 20 Heidnischen Hochzeits Zeremonien, die ich als Priesterin leitete, habe ich gestern mein erstes Hochzeitsritual direkt an der Nordsee abhalten dürfen.
Es war eine kleine Zeremonie, nur mit dem Brautpaar und dessen Tochter. Aber gerade diese Hochzeit ist somit ist eine sehr persönliche und eine sehr intime Zeremonie geworden.
Ein wenig Bedenken hatte ich, als ich am Morgen aus der Deelentüre schaute, war das Wetter doch ziemlich trüb. Die ganze Nacht über hatte es geregnet, obwohl es am Tag vorher wunderschön war. Zu Not hätten wir im Garten, entweder unter der alten Linde oder im Zelt das Ritual abhalten können. Aber das Paar wünschte sich die direkte Nähe zum Meer und dessen Wünschen wollte ich ja so gut es geht entsprechen. Aber die Götter waren uns wohl gesonnen!
Wie ihr schon sehen könnt, wurde es doch noch recht schön, warm und sogar sonnig, am Nachmittag. So das wir, zu dem von mir ausgewählten Platz, in den Salzwiesen fahren konnten.
Am Hoirzont zogen zwar schon wieder dunkle Wolken auf, aber das Wetter hielt bis weit in den Abend hinein. 
Gesegnete Zeit!
Unsere Salzwiesen erinnerten das Paar, (wie auch mich immer wieder), an die Küsten in Irland oder Schottland, so das der Sandstrand überhaupt nicht vermisst wurde. So waren wir fast alleine und die wenigen Spaziergänger liesen uns in Ruhe, niemand blieb stehen, niemand beachtete uns. Was alleine durch unsere Kleidung schon fast an ein kleines Wunder grenzte, aber zeigte, wie gut meine Spirits arbeiteten. 
Geschützte Zeit!
So sassen wir sogar trocken auf dem Boden der Salzwiese, direkt neben uns die Nordsee, (die sogar mal da war ) und in der weiten Landschaft hinter uns lag der Deich. Hier zwischen Land und Wasser, schlossen diese beiden Menschen dann ihren Liebesbund, erhielten den Segen ihrer Ahnen, der Geister und der Elementaren. Dazu noch den Segen der Götter und des alten Weges.
Heilige Zeit!
Sie tauschten die Ringe, bekundeten ihre Liebe und ihren Schwur, füreinander da zu sein, vor mir, der Priesterin und den Spirits, Ahnen und Göttern und ich segnete und knotete ihr Band der Liebe um ihre Hände. Später dann traten sie zum Meer, um den Meerkräften zu huldigen, ihnen das Handfasting Brot zu übergeben und Blüten ins Wasser zu geben. 
Odin und Freya waren mit ihnen!
Stille war das Meer um uns, nur die Möven hörten wir. ich sagte, das sich das Meer bei ihnen bedanken wird, wenn sie das Brot und die Blumen hineingeben. Und das tat es dann auch. Kaum war das Brot im Wasser, einige Blumen verstreut, da schlugen heftige Wellen ans Land. Die Meergeister hatten geantwortet. 
Ich muss zugeben, das ich selbst darüber ein wenig erstaunt war.

Und später dann im Auto meine die Kleine zu mir:

" Minerva, du bist eine richtige Hexe, denn du kannst wirklich Zaubern! " 
Ich : " Nun ich bin aber nicht Bibi Blocksberg oder Harry Potter, so eine Hexe bin ich nicht" 
Die Kleine: " Weis ich doch, aber du hast mit dem Meer gesprochen und es hat geantwortet!"
 ....tja...da hat sie wohl Recht.... 
und Njörd hatte mich gehört und auch seinen Segen dazu gegeben!


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