Sonntag, 1. Mai 2016

Beltaine Ritual


Was soll ich sagen, es ist Sonntagnachmittag, ich sitze draußen bei einer Tasse Kaffee am Laptop im Sonnenschein!  Alleine das das Wetter gestern einfach großartig war, ist schon wie ein Segen für uns. Die Götter hatten mein Bitten erhört, denn meine größte Sorge galt dem Wetter. Dabei sagte noch eine Freundin: Mach dir keine Gedanken, du hast doch immer Glück bei deinen Ritualen…naja…stimmt eigentlich, aber dennoch....

So trafen gestern Nachmittag alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen nach und nach ein. Mehr oder wenig Pünktlich zum Programm Auftakt. Aber da ich sowieso immer ein sehr Autodidaktischer Mensch bin und mich ganz auf die Gruppendynamik verlasse, brachte mich das nur ganz kurz ein wenig aus dem Konzept. Das wir etwa eine Stunde später als geplant begannen. Aber was sind schon Planungen ?! Schall und Rauch...oder?!


Zum gemeinsamen kennen lernen blieb dann nicht sehr viel Zeit, wurde der Maibaum doch erst einmal umgesetzt. Und ein jeder mit der Aufgabe betraut, seine persönlichen Maienbänder zu beschriften, mit dem was wachsen und werden soll, bis Samhain. 

Sowas dauert natürlich, da jedes der Bänder gute 10 Meter maß. Aber dabei kam man sich schon etwas näher und spaßte drauf los, vor allem, weil der ein oder andere sich dabei schon einmal verknotete…
Dann wurden die Bänder am Kranz befestigt und dieses dann noch mit Blumen geschmückt. Wir scherzten schon dabei, wussten ja auch alle, dass der Maibaum den Phallus des Waldgottes darstellt, der sich in der gestrigen Nacht mit der jungen Göttin vereinigte. 

Dieser Akt wird symbolisch durch den Stoß des Astes in den Kranz, also die Vagina der Göttin, nachgespielt und die Verdingung mit den Bändern gefestigt. 

Dabei spielten aber auch die eigenen Vorstellungen vom" Wachsen lassen " eine wichtige und sehr persönliche Rolle.

Es bewies sich als recht schwierig, Trommel und Band gleichermaßen zu betätigen und sich dabei nicht unweigerlich zu verheddern. Bei dem Gedanken, das ein Opfer für immer an den Baum gekettet sein sollte, lachten alle und es gab den einen oder anderen, der ein wenig "befreit" werden musste. 

Ich entschied mich dafür, ohne meine Trommel herum zu gehen. Ich denke, dass alle dabei eine Menge Spaß hatten und ab und an mussten wir innehalten, um nachzubessern, bis nach gefühlten 100 Runden, um den Maien alle Bänder verwoben waren.


Unfassbar wie schnell die Zeit verflog, es war schon früher Abend als alle im Seminarhaus am Tisch saßen, um einen Happen zu essen.  Und jetzt wurde auch geredet und sich vorgestellt, erzählt und ausgetauscht. 









In der Dämmerung saßen wir dann alle um das Feuer, wie wunderbar, sogar direkt auf dem Holz . und als  ich den Kreis schloss und die Spirits, die Ahnen und die Götter einlud an unserem Fest teilzuhaben und uns zu segnen, da schnatterten mir die Gänse dazwischen, die ich auch später am Abend als Begleiter erhielt für diese helle Zeit.

Wir trommelten und segneten uns selbst mit dem Blute der Göttin, dies in Form von Oker Pulver, mit dem wir uns ihr Zeichen auf die Stirn malten und ein Teil ins Feuer gaben. Was wir in den Stunden zu vor auf dem Weg gebracht hatten, sollte mit dieser Geste abgeschlossen werden. 

Dann erhielt noch jeder der Teilnehmer/innen sein Krafttier, welches ihn nun bis in die dunkle Zeit hinein begleiten wird. Danach wurde der Kreis aufgehoben und wir trommelten und tanzten bis das Feuer soweit herunter gebrannt war, um uns mit den 3 Fach Sprung, mit dreierlei Wünschen an unsere Geister von der Nacht zu verabschieden….


Und nein, es sind alle gut über das Feuer gesprungen ohne sich zu verletzten….

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