Montag, 18. April 2016

Der Garten als Spiegelbild der Seele...




Für mich war und ist, die Natur selbst, eine ganz wichtige Lehrmeisterin , für den Kontakt mit den Geisern in der Natur.
Früher waren es die Wälder , heute ist es mein Garten, ein Ort der Geister, der Ahnen und der Magie. Obwohl der Begriff „Garten“ eigentlich hier nicht besonders  zutreffend ist. 


Das Wort »Garten« bedeutet ursprünglich einen eingezäunten, kultivierten Ort.  Eine Hecke oder ein Zaun umgibt einen Garten und trennt diese organisierte Gestaltung von der "wilden", der noch nicht zivilisierten Natur oder schirmt diesen von der Außenwelt ab.

Bei uns sind es eher die Wassergräben rings herum und die Bäume, die unser Grundstück " einfrieden" . Ansonsten gibt es keinen Zaun. Die weiten Wieschwiesen grenzen unmittelbar an unser Grundstück. 

Dennoch ist es klar durch besagte Elemente abgehoben.  Auf unserem Grundstück, in unserem „ Garten“ ,den wir uns allerdings mit vielen Lebewesen teilen, unter anderem mit Maulwüfe, Wühlmäusen, Mardern, Eulen, Katzen, Hasen, Ratten, Fledermäusen, Igeln, Enten und neuerdings auch einer Nutria Familie im Teich, gibt es somit auch einige „Wilde“ Bereiche.  Wir haben zwischen unsrem Grundstück und den ringsherum liegenden Weiden der Kühe, eine kleine Wilde Linie erschaffen, mit viel Reidgras und allerlei Rückzugsorte für Tiere. Die Ecken des Grundstücks, die nicht zur kleinen Straße zeigen, belassen wir „wild“.  

Wolf-Dieter Storl schreibt in seinem neuen Buch darüber: 

„…das ein Garten Körper, Geist und Seele besitzt.   Der Garten ist getreuer Spiegel desjenigen, der ihn gestaltet: Er spiegelt den geistigen und seelischen Zustand des Gärtners wider.  

Wer seine Seelentriebe ständig zurückdrängt, der beschneidet mit Eifer die Büsche und Bäume; wer Verdauungsschwierigkeiten hat, konzentriert sich auf Kompostierung und Schnecken Bekämpfung; der Sauberkeits-Fanatiker jätet jedes Unkraut und vergiftet jedes Krabbeltier. Der sachlich nüchterne Praktiker pflanzt nur einfache Sorten, die gute Erträge bringen; der Offizier a. D. läßt Blumen und Gemüse wie kleine Soldaten in Reih und Glied, wie zur Musterung, antreten. Der Garten eines Künstlers nimmt oft bizarre Formen an….“ 

Ja, Herr Storl, da haben sie gar nicht so unrecht.
Genauso, wie man auf Krankheiten und Mangelerscheinungen schließen kann, wenn gewisse Unkräuter sich vor dem Haus breitmachen, genauso spiegelt so ein Garten die eigene Seele wieder. Ich liebe es wertfrei zu arbeiten, wild , bunt , frei ohne Norm oder Lehrbuch. Für mich ist Gartenkunst, was mir gefällt, eine Aura und eine Seele hat und nicht was andere darüber denken. 

Ich spreche mit dem alten Efeu, mit der Weide oder der Linde, begrüße die Frösche und unsere Eule hat einen Namen. 
Figuren und Masken haben Seelen und Wächterfunktionen erhalten. Gartenzwerge und Elfen spiegeln meine Verehrung für das kleine Volk da, die Elementarwesen. Und selbst den Gruseligen Nebelgeistern und Wasserwesen mache ich Platz wenn sie es wollen….alles ist lebendig , verbunden, beseelt....

Storl schreibt weiter: 

 „…Der Garten als Spiegel des Menschen: War nicht der Klostergarten, der Hortulus, mit seinen winzigen karierten Beeten, in denen zwar liebevoll gepflegte, aber Ökotop fremde Kräutlein aus den biblischen Ländern ihr Leben fristeten, ein Spiegel des Lebens in kargen Mönchszellen. Die dicken Klostermauern hielten Unkraut und Untier, wie auch die Teufel fern. Hier wird die Natur gedemütigt und vollkommen der menschlichen Ratio unterworfen. Wie im Garten zu Versailles, ist alles streng geometrisch eingeteilt, alle Wege führen zu einem absoluten Zentrum – es ist eine Zeit der absoluten Herrschaft, eine Zeit in der die Menschen das Universum als Uhrwerk begreifen und den Schöpfer als Uhrmacher.

Bemerkenswert sind auch die protestantischen Pfarrgärten, die wie eine Erweiterung der Pfarrbibliothek anmuten; eingerahmt zwischen peinlichst getrimmten, niedrigen Buchsbaumhecken, wuchs dort manch exotisches und symbolträchtiges Gewächs.
Auch der deutsche Garten, der Garten hinter dem Haus, der Schrebergarten oder die Datscha in der ehemaligen DDR, verrät viel über das Seelenleben der Besitzer:


 Nur Spießer und Pseudo intellektuelle würden die Gartenzwerge „spießig“ nennen. In Wirklichkeit versinnbildlichen sie die ätherischen Kräfte die in der Natur wirksam sind. Sie verbürgen eine Urerinnerung an ein Goldenes Zeitalter, wo man noch mit den Elementarwesen und Elfen reden konnte. ….


Der Himmel der keltisch-germanisch-slawischen Früh-Europäer bestand aus einer blühenden Wiese, wo einst die Götter mit den Würfeln des Schicksals spielten, den Met der Inspiration tranken und das Lebenskraft spendende Spanferkel schmatzten – nur eben, sind heute die Götter zu Gipszwergen geschrumpft.

Hier, auf der „schamanischen Seite“ des gewöhnlichen Gartens, trifft man auch die Individualität des Gartens, mit dessen Schicksal das eigene verbunden ist. Noch Goethe – er war begeisterter Gärtner – wusste, man kann dieses Wesen ansprechen, wie man einen guten Freund oder eine geliebte Freundin anspricht. Es kann einem sagen, was der Garten braucht, welchen Liebesdienst man ihm erweisen kann. …“

Wenn ich über unser Grundstück gehe, mit dem Bewusst-sein, das ich hier nicht alleine bin, es nicht nur mir gehört, sondern eher den Elementaren und den Geistern dieses Ortes, dann frage ich sie, was sie denn wollen. Prompt kommen die Antworten: Pflanze uns Weizen hier her, Sonnenblumen dort und es fehlt an diesem und jenem. Lass die Nutrias im Teich, vertreibe die Ratte nicht …und so weiter und so weiter…ich erhalte dafür dann die Verbindung mit den einzelnen Elementen und den Kräften des Grundstückes. Ich weiß genau, hier in dieser Ecke erhalte ich meine Schlüsselerlebnisse, er-schließe ich mir eine Botschaft für mein Leben, in der nächsten kann ich meine Sorgen lassen und in der anderen meine Wünsche äußern. Dort gibt es Kontakt mit den Ahnen und hier bin ich den Wassergeistern nahe….

Storl dazu: …
“Solch ein Garten »leuchtet«, so dass der zufällig Vorbeigehende kurz stehenbleibt und – wie damals, als er noch ein Kind war – staunt. Bewusst oder unbewusst wird ihm eine frohe Botschaft mit auf den Weg gegeben. So gärtnert der Gärtner nicht nur in seinem eigenen Garten, sondern im Garten der anderen Seelen. ….“

Genau das habe ich bemerkt, denn ich sehe eher die ganze Unfertigkeit, die wilden Ecken, das Gerümpel. Unsere Besucher aber nicht. 
Sie „strahlen“ sobald sie auf das Grundstück fahren, erzählen mir, wie schön der Hof schon von weitem „leuchtet“ und man sofort erkennen kann, dass da jemand „besonderer“ wohnt (nicht meine Worte) und sie wandern vor dem Hofladen auf und ab und schauen und staunen….

Und immer wieder fällt mir etwas neues ein , stehe ich in Kommunikation mit meiner Geisterwelt, sagen sie, schau mal der Topf da, den könntest du doch verwenden für dies und jenes. Ach und die Schlüssel, die hätten wir gerne als Geistergabe….und so weiter….so befindet sich mein Garten im moment in einer ständigen Entwicklung. 

Aber ich schütze diese Stellen auch, nicht jeder kann wohin auch immer gehen. Die verschiedenen Ecken sind meine Schätze, nicht für jeden offen, aber für jeden der bewusst sich mit dem Hof einlassen will, sprich übernachten, ein Seminar besucht ect.


Denn ich weis auch was sein kann, wenn zu viele zu viel von dieser Kraft nehmen, deswegen schütze ich diese Bereiche gut. Es ist ein geben und nehmen, denn meine Kreativität erhalte ich durch mein Umfeld….

Quellen:
www.storl.de 
www.spirit-online.de/garten-persoenlichkeit-spiritualitaet.html

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