Montag, 14. Dezember 2015

Die Zauberfrauen und der Gehörnte...



Doppelt und dreifach habe ich mich auf das Zauberfrauen Wochenende gefreut.  Auf die Polarlichter, die fast unverändert ein Jahr des Weges miteinander gehen. Wir sind Freundinnen geworden, Hexenschestern, Helferinnen, Beschützerinnen und Seelentrösterinnen. 
Diesmal benötigte ich einfach die Ablenkung unseres Themas : Der Gehörnte Gott. 
Da wir momentan leider einige Probleme bürokratischer und rechtlicher Art haben, auf die ich aber ein andere mal sicherlich intensiv eingehen werde. Und da so etwas immer anstrengt und es sich im Kopf nur darum dreht, war ich dreifach froh, dass die Zauberfrauen kamen. 

Natürlich haben wir uns ausgetauscht und ich bekam einige Tipps, Hinweise und viel Trost und aufmunternde Worte. Es reifte an diesem Wochenende eine Überlegung in mir heran, über die ich aber an dieser Stelle auch noch nichts schreiben mag. 

Ich wurde reichlich mit Glückssymbolen, Sorgenfresser und anderen wunderschönen Dingen beschenkt, aber das größte waren die Frauen selbst. So reisten am Freitag im Laufe des Nachmittages und Abends alle  an und es war ein herzliches " Hallo", umarmt und geknuddelt. 
Natürlich wird sich über WhatsApp oder Facebook ausgetauscht, aber eben nicht persönlich. 

Lange saßen wir bei Abendessen zusammen und besprachen die Vorkommnisse der letzten Zeit wollten aber Letzten endlich beim Thema Gehörten bleiben, schließlich wollte ich mich mit schönen und kraftvollen Dingen beschäftigen, anstatt mit Neid und Missgunst.

Samstag, saßen wir somit alle in der Zauberwerkstatt, um uns mit dem Gehörnten zu verbinden. Dabei tauschten wir Geschichten über ihn aus und das Wissen über seine männliche Kraft und den Mythos der verschiedenen männlichen Götter.
Dann musste unser Gott erst einmal trocknen und wir verbrachten diese Zeit beim Mittagessen und dann im Kreis erst einmal mit unseren Wichtelgeschenken zu Yule. Da hatten alle eine Menge Spaß, danach wurde der Kreis gestaltet und wir tauschten uns über das Wissen des Waldgottes und all der anderen Männlichen Gottheiten aus, so gut es möglich war. Eine jede zog aus einem Orakel Set ihren Gott und dessen Botschaft an sie. Als Hausaufgabe gab es dann, noch mehr über den eigenen Gott herauszufinden, den eine jede gezogen hatte.

Und Schwups, so saßen wir beim Abendessen und danach wurde noch getrommelt und ganz viel selbst Erlebtes "Geisterhaftes " erzählt, passend zur dunklen Zeit. Wir konnten erahnen, wie es war, in den dunklen Spinnstuben oder am Lagerfeuer der Alten….
Erst spät zogen sich alle zum Schlafen zurück. Ganz früh am Sonntagmorgen, nach dem Frühstück trafen wir uns in der Zauberwerkstatt, um weiter zu arbeiten. 
In der Zeit, in der unsere Figuren trocknen mussten, wurde dann noch im Hofladen geschnüffelt, geschaut und geschoppt…die letzten Weihnachtsgeschenke gekauft.


Natürlich hatten wir alle eine Menge Spaß beim Gestalten der Figur und seiner Attribute. Das könnt ihr euch bestimmt vorstellen…

 All unsere fertigen Götter werdet ihr sicherlich bald im Blog der Zauberfrauen bewundern können!
Dann brachen alle langsam auf, packten ihre sieben Sachen und verabschiedeten sich schweren Herzens von Chris , mir und dem Hexenhof. Nicht aber uns für unsere Sache Glück zu wünschen.

Kommentare:

  1. Liebe Minerva, ja, es war wieder ein wunderschönes und kraftvolles Weiberwochenende voller Lachen, nachdenklich sein, Geschichten erzählen, Kreativität, kulinarischer Köstlichkeiten, Freundschaften, wilder Windsbräute um den Hof und und und.....
    Obwohl ich durch meine Erkältung ziemlich angeschlagen bei euch ankam, fühlte ich mich nach unserem Wochenende schon viel besser. Was positive Energie doch so alles bewirken kann.....
    Voller Vorfreude auf unser nächstes Treffen umarme ich dich
    und Chris ganz fest und wünsche euch bis dahin das Allerbeste!!!!!!!!!!!!!

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  2. Die Wochenenden sind immer soooo schööön und leider immer viel zu kurz. So auch dieses.Es ist immer ein kleiner Ausflug aus dem Alltag in einer anderen Welt. Die Energien sind spürbar und kraftvoll. So nehme ich auf meinem persönlichen Pfad auch immer ein Stück altes Wissen mit.

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  3. Das sieht wirklich nach einem richtig kraftvollen Wochenende aus. Es wird Dir bestimmt sehr viel Unterstützung geben, bei den Hindernissen, die sich Dir in den Weg gestellt haben. Wir hatten dieses Jahr leider auch so eine unmögliche Situation, die wir erfolgreich durchstehen konnten. Aber nur durch ganz viel Kraft und Zuspruch durch Familie, Freunde und den Göttern. Wir haben auch gelernt, dass gerade dann wenn der Sturm tobt, ein Blick in eine andere Richtung sehr wichtig ist. So können neue Eingebungen entstehen und Türen öffnen sich. Ich wünsche Dir viele gute Eingebungen... alles Liebe Isabeau

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  4. Hallo! Seit einiger Zeit lese ich deinen Blog. Ich betrachte mich weder als Hexe, noch als "Zauberfrau", aber ich weiß, dass es paranormale Fähigkeiten gibt. Damit beschäftige ich mich. Aber unter anderem beschäftige ich mich auch mit Religionen, Kulten und Symbolen. Auch mit Zufällen beschäftige ich mich und ich hatte sogar richtiggehende Zufallssammlungen. Ein solcher Zufall ist gerade wieder passiert.

    Du schreibst hier in diesem Blog über einen Hirschgott den ihr gestaltet habt. Gestern sah ich im Fernsehen einen Mann, der schon gestorben ist. Man hört von ihm nur selten. Weil seine politische Weggefährtin gerade eben verstorben ist, wurde er wieder erwähnt und im Fernsehen gezeigt - als Hirschmann. Falls du ein Foto sehen willst, wie er früher aufgetreten ist, findest du es hier. http://orf.at/stories/2256539/2256533/ Als Hirsch wurde er in Österreich berühmt. Er kämpfte vor vielen Jahren gegen die Errichtung eines Atomkraftwerks. Es wurde zwar gebaut, aber nie in Betrieb genommen. Wir Österreicher haben dagegen gestimmt.

    Mich hat der Hirschgott schon als Kind beeindruckt - in christianisierter Form, in unserer Kirche. Eine riesige Wandmalerei zeigte St. Hubertus mit dem Hirsch. Über dieses Bild habe ich oft nachgedacht. Die Kirche heißt auch St. Hubertus.

    Was viele nicht wissen ist: Hubertus ist in Wahrheit der alte Gott, der in veränderter Form überlebt hat. Die Katholiken haben ihn in anderer Form weiterhin verehrt und zu ihm gebetet. Sicher stellt Sankt Hubertus die Erinnerung an einen vorchristlichen Hirschgott dar. Einen solchen kannten die Kelten unter dem Namen Cernunnos. Denn die Logik der christlichen Geschichte ist zweifelhaft. Hubertus wurde der Legende nach von einem Hirsch zum Christentum bekehrt. Am Hubertustag, dem 3. November finden deshalb alljährlich große Hubertusjagden, oft mit dem Feiern von Hubertusmessen, statt. Wenn aber jemand von einem Hirschen bekehrt wurde, muss man erstens fragen: wie hat der Hirsch das gemacht und zweitens, warum tötet man dann Hirsche? Man müsste sie doch verehren. Ein Trick der Religionen alte Kulte zu überlagern, bestand meistens darin, die früheren Götter entweder abzuwerten und zu "Heiligen" zu machen, oder aber sie als böse darzustellen. Bei Hubertus hat man offenbar beides gemacht. Aus dem alten Hirschgott wurde ein wundertätiger Hirsch. Den man ganz und gar ins Tierreich verbannte - und tötete.

    Herr Nenning gab dem alten Hirschgott seine ursprüngliche Würde wieder zurück - und wer weiß - vielleicht war es ja auch die Macht des wiederauferstandenen Gottes, welche uns das Kraftwerk erspart hat? :)

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