Dienstag, 10. November 2015

Wiedereinmal die Geister des Novembers…


Nebelfelder durchziehen das Land am Meer.
Die Ahnen sind gerufen, die Spirits geehrt, die Landesgeister aktiviert...
Zeit sich auf den Weg der Rückschau zu begeben...

Der November macht, dass ich an einige Menschen zurück denke, in Liebe und dem Bewusstsein, das alles so wird, wie es werden soll....nun da stirbt die Großtante meines Mannes gerade zwei Tage nach Samhain. Die dunkle Göttin nimmt mit, wer in ihr Reich gehen soll, ohne Unterschied.

Ich bin kein Mensch der melancholisch ist, wer mich kennt, der weiß das. Ich schaue eigentlich immer  nach vorne und liebe das Leben. Ich lache gerne und versuche aus allen Situationen das positivste zu machen. Ich trage auch keine Leidmiene vor mir her. Und meine Sorgen, Ängst und Nöte teile ich mit der Göttin und nur einer kleinen Anzahl an lieben Menschen. Ich trage das nicht in die Welt hinaus.

Aber umso wichtiger ist es dann für jemanden wie mich, sich Zeit zu nehmen, doch  mal (ganz) kurz, dafür intensiv, nach hinten auf seinem Weg zu blicken. Es ist notwenig, damit man sich nicht blockiert mit unterschwelligen negativen Gedanken, die man vieleicht doch verdrängt hat oder nicht zulässt. Auch das ich nun 45 Jahre bin, die Hälfte meines Lebens liegt quasie hinter mir, auch das spielt dabei eine Rolle.

Es ist November, Zeit zum Gedenken, zum Nach-denken…

Was hat mich hierher getragen?
Wo stehe ich heute?
Um was will ich trauern?
Um was muss ich trauern?
Was habe ich losgelassen?
Was gab ich?
Wen spiegle ich ?
und wer spiegelt mich?
Was haftet an?
Woher komme ich?
Und wo will ich weiter hin?
Was habe ich bisher für mich erreicht?
Und was möchte ich noch erreichen?

Hier, unter meiner Ahninnen Decke, kann ich den eigenen "kleinen Dämönchen" von diesem Jahr begegnen, vielleicht so intensiv, weil dieser Ort für mich ein Ort der Ruhe ist. Ich gehe in die Stille.  In mich…Und so wandere ich in mich hinein,  in die eigene Dämmerung, um nach-denklich zu werden, um Revue passieren zu lassen und mich zu erinnern...

Es ist meine Art über Menschen , Orte, Situationen und auch mich nachzudenken, denen ich intensiv begegnet bin. Im Positiven wie im Negativen. Und ab und an lasse ich es auch zu, weiter zurück zu blicken, als nur das eine Jahr. Je nachdem...

Es gehört zu mir, als meine Charaktereigenschaft, dass ich tiefe persönliche Begegnungen nicht einfach so abtuen kann. Das macht mich aus, sagen einige. Das ist meine Stärke, meinen andere.
Es ist aber keinesfalls mein beständiger Begleiter, dieses Sinnen und nach innen gehen. Nur in solchen Momenten, wie an diesem nebeligen und stürmischen November Tag unter der Ahninnen Decke.

Wenn die Sonne den Abendhimmel küsst, die Farben leuchten, die Nebel die Welten um mich herum verweben und die Seins-Ebenen sich zu treffen scheinen, dann kann ich doch sehr wehmütig werden:

Denn Nichts ist beständig, hat aber dennoch Bestand, denn nichts ist endlich! Ich werde den Menschen und Tieren, die vor mir gegangen sind, wieder entgegentreten...wieder und wieder. Kreise in Kreisen.

Auch Dingen, die wir nicht bearbeiten oder abschließen, werden wieder kommen. Im Guten wie im schlechten. Ich bin nun 45 Jahre, habe ich Spuren hinterlassen?! Ja habe ich und werde ich weiter. Überall dort wo ich bin, wird man noch lange meine Fußabdrücke erkennen, das war und ist meine Aufgabe. Seit 20 Jahren.

Und das ist sehr Tröstlich. Ich habe vieles erreicht in meinem Leben aber auch mich hat es etwas gekostet. War es gut so, wie es bisher ist? ....
Fragen , die ihre Berechtigung in dieser Minute haben.
Und nur meinen Spirits bin ich Rechenschaft schuldig.

Alles hat seine Berechtigung, Liebe und Trauer, Wehmut, Verletzung, Vertrauen, Täuschung und Verzeihen...wir sollten auch den negativen Dingen unsere Aufmerksamkeit zuwenden, allerdings nicht zu lange, aber unsere eigenen dunklen Seite begegnen ist wichtig. Aber nicht zu lange, uns nicht von ihnen in die Tiefe ziehen lassen.

Ich habe zu oft erlebt, was man für ein Mensch werden kann, wenn man sich Neid, Missgunst, Hass hingibt. Man stagniert und tritt auf der Stelle, kränkelt...und ist nur unglücklich. Nein danke! Dafür wäre ich nicht der Typ.

Und wenn mich Menschen und Situationen positiv beeindruckt haben, kommt das alles an diesen einem Punkt zusammen.
Wenn sie mich verletzt haben ,oder es wollten, wenn sie mich getäuscht und enttäuscht haben, dann sehe ich in solchen Momenten, dort einmal ganz kurz, nach meinen eigenen Wunden im Herzen. Denn sonst schaue ich nur auf die Wunden der anderen.....

Gibt es welche?
Hat ein solch negativer Mensch seine schwarze Spur hinterlassen?
Belastet meine Seele etwa so etwas schwarzes, wie Eifersucht, Neid, Bosheit oder meine eigenen dunklen Gedanken?
Und wenn ja, werden diese schwarzen Energien unter der Ahnendecke ganz tief dorthin zurück geschickt, wo ihr Ursprung ist. Nichts ist leichter in dieser Zeit der Dunkelheit!
Bemesse,
wäge ab,
verzeihe und vergesse...
nicht für die anderen,
sondern nur für mein eigenen Heilen.
Sich nie mit herunter ziehen lassen,
dem Schwarzen Energien keine Aufmerksamkeit geben.
Auflösung....Heilung...Mitleid...Kraft...


Jetzt, für diesen EINEN Moment, da schaue ich nur auf mich! Denn nur wenn ich um mein Herz weiß, kann ich in die Herzen der anderen sehen. Nur in meiner Mitte kann ich auch Andere in ihre Mitte bringen....

Alles gut in meinem Leben?! Alles klar?! Und steige tiefer zu den Ahnen hinab…..

Die ein oder andere Wunde ist lange geheilt, eine hat mich überhaupt nicht getroffen und eine andere blutet immer noch. Das Trauma mit meinem Kimmi, das ist tief.
Wenn man um seine Stärken aber vor allen, um seine Schwächen weis, kann man damit leben und arbeiten.
So ist das.

Meine Fehler?! Ihre Fehler?! Unsere Fehler?! Gleich-Gültig....
Ihnen verzeihen, heißt auch mir verzeihen.
Ich lies und lasse solche Menschen immer ihren Weg gehen, weil ich meinen gehen will und das gut.
Gleiches zieht immer gleiches an. Nein danke!  Ich bleibe lieber bei meinen Herausforderungen in meinem Leben und kümmere mich gerne um Menschen die das wert-schätzen.
Auch wenn ich Rückblicke- mein Weg war immer nach vorn gerichtet.

Dafür ist die Ahninnen Decke. Ich hinterfrage mich und das letzte Jahr. Nur einmal intensiv, um dann weiter zu wandern im Jahr...

Es gibt gar nicht so viel in diesem Jahr, es gab schlimmere Jahre und fiese Novembertage in der früheren Zeit. Es gab November unter der Decke, da verschwamm das Licht , dann musste ich mich auf den Weg konzentrieren, damit ich mich nicht verlaufe und in der Dunkelheit verschwinde.
Das war manchmal echt hart. Aber bisher habe ich das gemeistert. Ich habe Menschen verlohren, die mir wichtig waren, ich ihnen aber nicht. Das ist nicht einfach. Aber in diesem Jahr ist es nicht so. Es war ein guter Jahresanfang ein magischer Geburtstag. Gar nicht düster, gar nicht traurig!

Also ist der Aufenthalt unter der Decke nicht ganz so lang und es ist auch nicht so dünster...
Ich vermisse meine Kinder, sie sind Erwachsen, gehen ihren eigenen Weg. Dennoch, Mutter bleibt halt Mutter. Lernen loszulassen.....

Hier und jetzt kann ich selbst für meine Heilung sorgen...einmal zurückschauen, zu trauern, zu weinen, zu lachen und dann: das alles für mich zu akzeptieren.

Aus dieser Kraft der Trauer, der Wehmut, der Liebe, des Vertrauens, wieder nach vorne zu gehen....
Aus all dem entsteht etwas Neues-Gutes und Kraftvolles-Reines.
Denn es ist ein Neubeginn, Kreise in Kreisen!

Und dann, tauche ich wieder auf, erneuert aus der Ahnendecke.

Strecke und Recke mich ..
Wie eine Raupe , ganz langsam.
Warte und genieße den November…...

1 Kommentar:

  1. Ja... Es gibt Zeiten im Leben, da wird es ziemlich dunkel und vieles scheint aussichtslos... Nicht das erste Mal in meinem Leben und auch dieses Mal werde ich wohl überstehen... Aber noch ist es hart, wie das so ist... Ich schaue nach vorne und versuche das Beste draus zu machen.
    Dir wünsche ich noch weiter eine magische Ahnenzeit und drück Dich aus der Ferne... Bis bald!

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