Montag, 2. November 2015

Ahnenwochenende


Als die Frauen gestern nach Hause fuhren fing es an, dass der Nebel alles hier einhüllte. Dicht an dicht hängen auch heute die Nebel über dem Hexenhof. Einkuscheln heißt es, das Feuer im Ofen genießen und über das Wochenende Resümee ziehen….

Im strahlenden Sonnenschein kamen meine Gästinnen bei uns an, wir hatten uns für einen Brunch entschieden. Gegen 12.30 Uhr waren alle da und begrüßten sich aufs herzlichste. Meine alten Clanfrauen und ein paar neue Zauberfrauen versammelten sich um den Tisch. 

Wir aßen und schwazten und eine jede hatte etwas für den Ahnenaltar und ihre Ahnen mitgebracht. Alte Geschichten machten die Runde, Familienbande, Prägungen, gutes wie auch trauriges oder schlechtes. Alles gehört dazu, alles ist an diesen Tagen wichtig. Denn wir sind so wie wir sind, durch unsere Ahnen.

Am Nachmittag konnten wir bei strahlendem Sonnenschein unseren Ritualort säubern und die Kerzen aufbauen und anzünden. Denn hier ist es wirklich stockfinster und somit war der Platz schon einmal vorbereitet für das Ahnenrufen am späteren Abend. Es wurde eine Runde über das Grundstück gedreht, es verändert sich ja fast ein jedes Mal ein wenig. 

Danach saßen wir wieder alle zusammen und eine jede erzählte die Geschichte zu den Dingen, die sie für den Ahnenaltar mitgebracht hatte. Von Lieblingsspeisen des Großvaters, Schmuck der Oma oder auch Rum für die ganze Sippe, es waren viele unterschiedliche aber auch ähnliche Dinge und Geschichten dabei. 
So verstrichen die Stunden wie von selbst und irgendwann wurde es Abend.
Ritualzeit, Zeit die Ahnen zu ehren und zu rufen. Aber ich glaube, viele waren schon längst bei uns.
Zu Samhain stelle ich mich zu Verfügung, die Ahnen Energien zu rufen und zu leiten, damit der Kontakt zu Stande kommt und auch wahrgenommen wird. Auch die Ahnen sind dabei geladen, die vielleicht nicht so nett im Leben waren, denn auch sie gehören dazu. 

Dabei ist meine Aufgabe zu schauen, wie weit ich die nicht so netten Ahnen an die Person im Kreis heranlassen kann, ohne dass sie Schaden nimmt. So zog ich den Kreis und öffnete die Tore zwischen den Welten, als Vermittlerin lud ich jeden Teilnehmer, natrürlich auch meinen Mann, einzeln in den Kreis ein, damit ein intensiver Ahnenkontakt stattfinden konnte. Und auch das Krafttier, das uns bis zum nächsten Ahnenfest, Beltain, begleitet, wurde jedem gegeben.

Alle ehrten und opferten ganz bewusst und intensiv für ihre Ahnen und jeder einzeln trat zu mir in den Kreis hinein.Wir baten , sie mögen uns ihre Botschaften übermitteln, uns zu leiten und zu begleiten und zu schützen.   

Schön war es, kein Wind und recht angenehme Temperaturen. Die Mondin ein wenig verhüllt von leichten Nebelschwaden. 

Ein bisschen durchgefrohren aber ganz beseelt traten wir wieder in das Ahnenhaus um dann mit unseren Ahnen zusammen warm zu speisen. Nach zehn Uhr am späten Abend erst, gab es Gulaschsuppe, Zwiebelkuchen, Kürbiskiesch und Seelenbrote mit Runen drauf. Dazu Kräutertee. 
Bei Kerzenschein und Räucherwerk wurde das warme Essen genossen und das Ritual und die Eindrücke untereinander intensiv uns sehr persönlich besprochen. 

Und plötzlich, mitten im Essen und reden, da sprangen alle auf und gratulierten mir zum Geburtstag!
Ich wurde geherzt und gedrückt. Geschenke wurden gereicht. So schön. Aber alle waren schon ziemlich platt, so das wir beschlossen uns dennoch kurz in den Kreis zu setzen. Gesagt getan. Wir räucherten und trommelten für die Spirits und Orakelten noch für das kommende Jahr. Eine jede erhielt eine alte  Göttin mit einer Botschaft. Und dann war es fast schon zwei in der Nacht.
So das wir alle beschlossen nun schlafen zu gehen. Geträumt wurde viel und intensiv, nicht nur von mir. Die Umgebung, das Ahnenhaus und das Ritual hatte alle viel sensibler werden lassen. Ich hatte im Ritual  auch Ahnen direkt gesehen und diese wurden auch tatsächlich wiedererkannt. Das war schön. Wer das war und von wem, das ist zu privat. Ohnehin habe ich nicht viele Fotos gemacht. Samhain ist ein so intensives Fest das das Fotografieren nicht wichtig war. 
Am nächsten Morgen brannten die Kerzen auf dem Ritualplatz, das tun sie bis jetzt immer noch. Wir frühstückten alle miteinander und brachten danach das Ahnenessen vom Altar nach draußen, ganz traditionell. Dann wurde zum Mittag noch ein Geburtstagskuchen verspeist und alle machten sich danach auf den Heimweg, zurück ins Ruhgebiet nach Hagen und Dortmund oder auch ins Bremische und ins Emsland. Es war ein sehr intensives Erlebnis, sich einen ganzen Tag und auch eine Nacht nur mit den Ahnen zu beschäftigen....

Am Morgen fanden wir noch strahlenden Sonnenschein vor aber als die Frauen aufbrachen, bildete sich Nebel, als ob wir ihn mit der Ahnenzeit gerufen hätten. Und im Laufe des Tages wurde er dichter und dichter. Auch heute sind wir umgeben vom Nebel. Novemberzeit, die richtige Stimmung für mich, um jetzt unter die Ahninnen Decke zu kriechen. …Wie passend!


Geschenke, Geschenke!!! Viel kreatives Material für den Winter von meinen Zauberfrauen...eine tolle Bank für draussen von meinem Mann und die Eule ist von meiner Tochter...



1 Kommentar:

  1. ...alles Gute nachträglich zum Geburtstag, wünsch ich dir, und mögen deine Wünsche in Erfüllung gehen!!

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