Donnerstag, 17. September 2015

Teil 2 Wochenende: wer die Fülle ruft….



Als die Zauberfrauen Gruppe sich am Sonntagmittag dann nach einem ausgiebigen Shopping im Hofladen auf den heimatlichen Weg machten, hiss es für mich, leider diesmal nicht ausruhen und alles Revue passieren lassen. Ich hatte auf Anfrage der Kunst und Kulturwochen „Gezeiten“ bei einem Historischen Markt in der Nähe zugesagt. Wir kennen die Veranstalter und wollten ihnen nicht absagen, wenn man schon so nett eingeladen wird. Außerdem für den Hexen Hof wieder einmal ein Außentermin, um Gerüchte, Vorurteile und Ängste abzubauen.
Allerdings hatte ich schon wohlweislich vorher mitgeteilt, dass wir nicht pünktlich dort sein können. Als dann eine jede abgereist war, packte ich meine Ware zusammen und zog mich um. Da Chris unser kleiner Stand schon am Morgen aufgebaut hatte, ging doch alles recht schnell.


Um 13 Uhr eröffnete der Markt und um 13.30 etwa trafen wir ein und bauten auf. Ein wenig Angst hatte ich schon, des Wetters wegen. Aber ansonsten war ich ohne jegliche Erwartungen dorthin gegangen. Wir hatte den ganzen Tag über sehr nette Begegnungen, überwiegend Einheimische, wenig Touristen. Es war sehr heimlich und man fühlte, das die Leute entspannt waren und sich wohl fühlten. So kam ich mit einigen ins Gespräch und wir näherten uns an. Einfach schön.
 
Die Bürgermeisterin schaute sich unseren Stand an und ich nahm ein wenig später die Gelegenheit war, als es ruhiger wurde, ein paar Worte mit ihr zu sprechen. Ich stellte ihr unsere Projekt des Behinderten gerechten Kräutergartens vor und sie schien interessiert, gab mir dann sogar ein paar Ratschläge und sagte, wir möchten uns bei ihr melden. Sie versprach dann noch, uns auf dem Hexenhof einmal zu besuchen. Wir seien eine "Bereicherung" ...Na, alleine dafür hatte sich dieser Markt schon gelohnt.  Die Geister wissen halt , was sie tun...!


Eine unglaubliche Witzige Begegnung muss ich euch auch noch berichten. Da steht eine Frau mittleren Alters vor dem Stand. Verschränkt in einer doch erst einmal ablehnenden Haltung die Arme vor ihrer Brust. Sieht mich an und meint dann „ Bei uns zu Hause, da gibt es auch eine Hexe Minerva!“ Ihr Vorwurf war nicht zu überhören, wie ich mich denn auch so nennen könne, wie diese Hexe Minerva! 
Aber ich ahnte schon und frage unmittelbar und blitzartig zurück: „ ja woher kommen sie denn?“  

 Sie: „ aus Schwerte!“ schaut immer noch etwas skeptisch. 
Ich lache sie ganz breit an und erwidere „ Ach das ist die , die immer die Räuberwanderungen im Schwerter Wald gemacht hat?!“ Sie nickt schon etwas verdutzt…
“ Tja…“ meine ich lachend „ die steht gerade vor ihnen“ …

Die Dame wird ein wenig rot, öffnet die verschränkten Arme und fängt auch an zu lachen.  Und fragt natürlich gleich, was wir denn hier oben machen und so weiter und so weiter…schön das man in guter Erinnerung von Menschen bleibt…

Das Highlight meines Marktes, in jedem Fall. Nicht mit Geld zu bezahlen, wirklich nicht! Gut vom Verkauf wollen wir nicht reden, aber ich habe verkauft, und mehr als ich erwartet hatte. Denn wie gesagt, erwartet hatte ich nichts und bekam so viel an diesem Nachmittag. Sogar das Wetter spielte mit und alles war Entspannt und un-anstrengend.  
So das wir doch mit einigen Eindrücken und Begegnungen nach Hause fuhren. Gut nicht mal 10 Minuten…. Der Montag nahte und ich freue mich drauf: Entspannung, gammeln, Kerzen gießen ind Ruhe den Laden einräumen und Bestellte Aufträge anfertigen…alles total relaxt…. 

Bis um 12 Uhr mittags war das auch so. Dann erhielt ich eine Nachricht meiner Ältesten Tochter: Mama, bin im Krankenhaus, mir und dem Baby geht’s nicht so gut. Sie soll heute geholt werden.
Nun, ihr könnt euch denken, dass dann nichts mehr war, mit Entspannung. 

Mit meinem Mann telefoniert, angezogen, Tochter informiert und dann ging es um 13 Uhr ab Richtung Ruhrgebiet.
Als wir um kurz vor 16 Uhr den Kreissal betraten war unsere kleine Enkeltochter schon auf der Welt.
Alles war gut verlaufen und Baby und Mutter ging es auch wieder gut. Die kleine Lou, wog 3350 g und ist 52 cm groß. Alles gesund und munter. Von der Göttin gesegnet.
 Tja...gegen 20 Uhr brachten wir unseren Sohn und die Schwiegermutter wieder nach Hause und führen über Schwerte zurück. 
Aber nicht bevor mein Mann nicht im strömenden Regen und in stockdunkler Finsternis am Waldrand anhielt, damit ich meinen alten Platz besuchen konnte. Eigentlich wollte ich nicht, er bestand aber darauf. So stapften wir im Schlamm mit Taschenlampe und der Tochter im Schlepptau, zum Hügelgrab, sagten meinen Ahnen hallo und besuchten noch die Quelle.  

Tja, sowas nennt man „Opfergabe an die Geister“…Und natürlich  auch für die gute Geburt zu danken. Daraufhin wurde ich auch sofort belohnt mit einem Vortragstermin am heutigen Abend. Eine Frauengruppe aus dem Umfeld. Das ehrt und freut mich sehr. 
Nun, die nächste Gruppe der Zauberfrauen kommt erst das Wochenende nach Mabon….ich freu mich drauf!

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