Dienstag, 18. August 2015

Garten Traum...mein Traum vom Garten 1. Teil

Es gibt einige Projekte, die uns rund um den Hexenhof beschäftigen. Wir haben uns viel vorgenommen und bisher eigentlich nur das Ahnenhaus realisiert. Es kam halt auch so einiges dazwischen….

Das " Hexenmuseum", haben wir uns nun für den Winter auf die Fahnen geschrieben und ich hoffe sehr, dass wir damit auch im Zeitplan bleiben . Mal sehen, was die Wintermonate so bringen werden….Alles hat seine eigene Zeit, darauf muss man eben vertrauen. So ist das.
Aber es "verfolgt" mich dann doch, der Traum eines großen , von einem Zaun umschlossenen Hexengartens mit vielen Kräutern zur Selbstversorgung aber vor allem zum Arbeiten. Immer mehr werde ich von Kinder- und jetzt auch von Behinderten Gruppen aufgesucht und arbeite mit ihnen. Das ist eine schöne und sehr dankbare Aufgabe. 
Aber zurück zu meinem Traum:
Ein echter Heil und Hexengarten. Denn Pflanzen sind für mich ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit und ich möchte mir einen Garten schafften, der Ausdruck meiner Arbeit und meiner Spiritualität ist. Mit Wegen und Beeten und vielen Schildern....

Klar, der ganze Hof ist es mittlerweile, ich weiß. Aber so ein Terrain, das meine wichtigsten Pflanzen beherbergt, das ist schon ein Traum. Und für meine Kinder und Erwachsenen Arbeit unabdingbar.
Natürlich ist das Areal rund um den Hexenhof jetzt schon sehr magisch, das bemerken auch Menschen, die ansonsten nichts damit anfangen können. Die Aura des Hofes zieht einfach an. Momentan herrscht eine Art „Wildheit“ im Garten, die benötigt es, damit ich weiß, was hier überhaupt wächst und gedeiht.
Überall finden sich Durchgänge und man bekommt andere Perspektiven, beim wahrsten Sinne des Wortes.
Viele Göttinnen leben in einem magischen Garten. 
Iduna beispielsweise. Aber auch die Muttergottheit des Afrikanischen Dinka Stammes oder die polynesische Göttin „Hainunwele“.

Lilith lebte vor Eva im Paradiesischen Garten Eden, der auch ein magischer Garten war. Wir finden magische Gärten in allen Mythologien aber eben auch weltlich.

Vieles in meinem Garten ist momentan wild. In der Wildheit finden wir die Schönheit der Natur, aber nicht unbedingt Magie. Wo Vegetation ungehindert sprießt, wo sie Wille und Visionen des Menschen nicht ausgesetzt ist, haben wir reine Natur, aber keine Magie. 

.."Magie ist eben das, was geschieht, wenn die Schönheit der Natur auf unsere Energie und  unsere Begehren trifft. .." Zitat ausmein Magischer Garten"

Dieses Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur erzeugt eine magische Kraft. Im Garten ernten wir, was wir säen, glauben wir jedenfalls.Wir sammeln Kräuter, Blüten, Früchte, die Natur antwortet mit ihren Gaben für uns. 

Manchmal gibt sie uns, was wir nie gesucht haben und manchmal hält sie das zurück, was wir eigentlich haben wollten…Sie antwortet auf uns, in ihrer Sprache und nach ihren Maßstäben.  
Für mich ist dieser Akt, einen magischen Garten zu gestalten ein annähern an mein Umfeld, die Sprache dieses Ortes verstehen  und Jahr um Jahr seine Gewohnheiten und Abneigungen kennen zu lernen.  Ein Tanz mit den Zyklen der Muttergöttinnen zu tanzen, sich mehr und mehr zu verwurzeln.
Es war einmal ein verzauberter Garten….
Viele Märchen und Legenden fangen mit diesem Satz an. Viele Stämme alter Kulturvölker haben Mythen erschaffen, die die Verbindung von Pflanzen und Menschlichem Leben betonen. Oft ist in diesen Geschichten die Erde weiblich- manchmal eine Mutter. Bei den Griechen ist es Demeter, die auf ihrer Suche nach der vermissten Tochter, Blumen über das Land streut. In Indianischen Legenden opferte sich Selu, die alte Kornmutter, damit ihre Kinder zu essen haben.
Für mich ist der Traum von einem großen Hexenkräutergarten ein endgültiges Ankommen an diesem Ort. Keine Frage, Symbolisch hat diese eine große Kraft. Vielleicht geschieht es schon im nächsten  Frühjahr, vielleicht aber auch erst in Fünf Jahren, ich weiß es bisher nicht.
Ich weiß nur, das es geschehen wird, wie alle meine Träume und Dinge die ich tun wollte, geschehen sind. Geduld ist meine Stärke und die Götter, die ihre Hand über mich halten und uns leiten. Für mich sind Traum, Tanz, Magie und Ehrung der Erdenmütter genauso wichtig wie Dünger und Saat, ja vielleicht noch wichtiger.   
Schon heute ist man in unserem Garten nicht alleine, das sagen fast alle, die schon einmal unseren Wilden Garten in Ruhe erkundet haben.  In einem magischen Garten finden wir alle Naturwesen, Elfen oder Kobolde aber auch Göttinnen und Götter. 

Wer in unsrem Garten lauscht, hört etwas oder auch nicht. Nämlich den Wind in den Weiden oder das flüstern im Reid. Wer leise eine Frage stellt, erhält eine Antwort, ganz tief in seinem Innern….
Ein magischer Garten bedeutet sich ganz bewusst auf den naturspirituellen und kosmischen Teil des Lebens einzulassen, der Mutter Erde die Hand zu reichen und bewusst eine Verbindung mit ihr einzugehen. Es ist eine seelenvolle Annäherung an die Zyklen der Natur, an Blumen, Bäume und allem mehr.
Aber es gehört noch mehr dazu. Wir müssen uns der alten Traditionen und Rituale bewusst werden, um auch altes aktivieren zu können. Uraltes, was lange in dem Stückchen Erde schlummerte und nur auf uns gewartet hat. Auf jemanden, der der alten Sprache wieder kundig ist. Auf alte Ortsgötter und Göttinnen, auf Sagengestalten und Namen alter Naturgeister….

Die magischen Drei gehören zu einem solchen Garten:
Bewusstwerden der alten Traditionen und Überlieferungen,

Verbindung zwischen uns und der Mutter Erde und die

Kenntnisse über spezifische Pflanzen und das spirituelle Einfühlvermögen.
Für mich ist es eine spirituelle Verbindung zu diesem Land, zu meinem Glauben und zu mir selber. Und wenn dann, eines Tages, mein Traum von einem erlebbaren Kräutergarten real wird, dann werde ich meinen Zaubergarten sicherlich auch für andere öffnen...
Denn so ist er im Moment ausschließlich den Seminarteilnehmer/innen und den Gästen des Hofes zugänglich. 
Die ersten Schritte zur Realisierung dieses Traumes habe ich getan, es sind die ersten, wackeligen Schritte. Mal sehen, wie es weiter geht ....




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