Mittwoch, 10. Juni 2015

"Wie schaffst du das nur???..."



In der letzten Zeit werde ich häufiger mit großen Augen gefragt. „..sag mal, wie schaffst du das alles nur...?“ Gemeint sind die vielen kleinen und großen Dinge, die ich herstelle, Auftragsmagische arbeiten , meine Zauberfrauen , persönliche schamanische arbeiten , Beratungen, Haus Reinigungen, meine Künstlerischen Tätigkeiten, die Bestellungen im Online Shop. Dann noch den großen Hof zu bewirtschaften, den Haushalt zu führen, zudem meinen Blog zu schreiben und ab und an bei FB reinzuschauen...“

Tja, wie schaffe ich das …???!

Ich muss zugeben, das mich diese Frage, als sie mehrfach von Kunden  gestellt wurde, dann doch beschäftigt hat, denn mir selbst ist das nicht aufgefallen, was andere als „ viel“ oder „fleißig“ betiteln...( nicht meine Worte)

Erst einmal  habe  ich, trotz der vielen kreativen Arbeit, trotz schamanischen Beratungen, trotz Zauberfrauen, trotz Laden , Haushalt und Hof, noch Zeit, mich ab und an  hinzusetzten und die Welt um mich rum einfach mal „zu lassen“.
 
Aber ich gebe zu, manchmal muss ich mich selbst daran erinnern, „nichts“ zu tun und , wie meine Mutter gerne sagte : „den lieben Gott, einen guten Mann sein lassen“ das heist, die Füße baumeln zu lassen .
Gerade erst wieder habe ich angefangen die Wände des Hofes bunt zu malen , das macht mir totalen Spaß, ist aber auch eine Arbeit von mehreren Tagen und für mich körperlich eine Herausforderung, vor allem das steigen auf Leitern ist nicht gerade meins.
Klar, mein Tag könnte 50 Stunden haben und ich hätte immer noch irgendwas zu werkeln, zu lesen, zu entwerfen oder zu verschönern... Sowas wie „Langeweile“ kenne ich schon lange nicht mehr, aber den Satz : „ du musst jetzt“ , den auch nicht!

Viele Dinge sind für mich Selbstverständlich, wie die Bearbeitung von Aufträgen und Bestellungen, die kommen immer zu erst. Ich lasse Kunden nicht gerne warten und versuche sehr zuverlässig zu arbeiten. 

Das hat für mich Priorität, sonst wäre ich wohl heute auch nicht da, wo ich bin. Gut, in diesem Bereich setzte ich mir dann schon so eine  Art „Verpflichtung", meinen Kunden gegenüber. Die Bestellungen und Aufträge kommen immer an erster Stelle.
Und die Arbeit mit Menschen die nur eine kurze Zeit hier Urlaub machen, die natürlich auch, damit muss ich immer rechnen.
Aber das ist ja auch mein Job, den Menschen ein gutes Gefühl zu geben, mit meiner Arbeit oder meiner Ware. Und dazu gehört alles so gut und zügig zu erledigen, wie es für mich machbar ist.


Als ich meinen Hexen Laden in Dortmund hatte und jeden Tag relativ spät nach Hause kam, haben wir lange Jahre in einem kleinen Chaos gelebt, heute bin ich auch nicht die Ordentlichste, aber ich mag es gerne, schon für mich ,ein wenig aufgeräumter und strukturierter zu leben. Mit drei Kindern und den Katzen war das immer schon für meinen Partner und mich eine Herausforderung.

Wenn ich heute  mal keine Lust auf den Haushalt habe, dann ist das eben so, es gibt hier keine kleinen Kinder mehr, denen ich verpflichtet wäre und mein Mann, der ist auch erwachsen genug, sich um sich selbst zu kümmern. Wir wechseln uns mit Wäschewaschen und Kochen aber auch mit den anderen Haushaltsdingen ab, das klappt gut. Er hatte ja den Haushalt damals geschmissen und die Kinder lange genug fast alleine versorgt. Und da wir heute nur noch ein drei Personen Haushalt sind, ist das kein Problem mehr.

Alles hat seine Zeit. Man muss nur ein Gespür dafür bekommen, wann für was der richtige Augenblick kommt. Als ich junge Mutter war, da war ich froh ab und zu einmal, ungestört ein Buch  lesen zu können. Es wäre mir überhaupt nicht in den Sinn gekommen für Fremde meine kostbare Zeit mit meinen Kindern zu opfern.  Mein Beruf ist seit 2003 offiziell meine Berufung. Und da zeigt sich, es kommt alles so, wie es kommen sollte....
Ich finde ,Organisation ist alles: Ich arbeite seit 1998 in diesem Bereich und mittlerweile weiß ich , wieviel Zeit es jeweils in Anspruch nimmt ,wenn ich Kerzen gieße oder Hexenbeutel fertige. Wann ich was zu tun habe und wieviel Zeit dazwischen für anderes ist.  Ich profitiere von diesen langjährigen Erfahrungen.

Häufig arbeite ich an mehreren Dingen gleichzeitig, weil halt die Mondin günstig steht, das Wetter eben so oder so ist, oder ich vor Energie und Kreativität nur so sprühe...

Und ich versuche durch verschiedene Ausflüge, ins Museum, in ein Moor, ans Meer oder an alte Kraftorte immer wieder aufzutanken. Außerdem spielt altes Wissen, Mythologie und die Zauberkunde eine große Rolle in meiner arbeit und da ist eine ewige Neugierde gefragt und die eigene Weiterentwicklung. Mit Besuchen von Museen oder Fachliteratur, Ausstellungen und alten Orten, erweitere ich immer meinen Horizont und ziehe auch daraus meine Kreativität.

Wenn es draußen schön ist, dann stelle ich gerne Dinge in der Natur her, arbeite draußen in der Sonne im Garten.Wenn das Wetter schlecht ist, dann arbeite ich an Dingen, die eben nur drinnen gemacht werden können, wie beispielsweise Kerzen herzustellen. Oder Seifen und anderes, was eine arbeit im Haus erforderlich macht. Außerdem habe ich Hilfe, nicht alles mache ich allein.

Mir ist der persönliche Kontakt zu meinen Kunden sehr wichtig, deswegen eröffnete ich damals den Laden und heute der Hof. Sie sollen dieses Aura selbst erleben und ich habe es immer gerne, wenn die Kunden wissen, woher die Sachen kommen, die sie kaufen aber auch ich weiß, wohin meine Ware geht. Ein reiner Online Handel war und ist mir viel zu unpersönlich.

Viele  Kunden, kommen auch heute direkt auf den Hof und bestellen dann später Online nach, weil sie die Energie des Ortes gespürt haben. Das war auch schon im Hexenladen so. All diese Plätze, an denen ich gearbeitet habe, waren wohlweislich gewählt. Keine Stadtmitte, keine Fußgängerzone und auch keine Laufkundschaft.  
Ab und an passiert es, dass mir meine Spirits einen Strich durch meine so gut geplante  Organisation machen. Eigentlich hatte ich vor, den Hofladen sauber zu machen, oder Rasen zu mähen oder oder...eigentlich... Ich erhalte  quasi dann „ über Nacht „ eine Idee oder eine Eingebung. Manchmal ein Bild oder eine Botschaft. Oder werde auf etwas gestoßen.
Dann muss ich dem folgen, ganz egal. Ich muss das. Umgehend und am besten sofort, sonst ist es weg. Es verfliegt oder verschwindet, ist nicht mehr da ... 
Meine Familie kennt das schon. Ich bin solange dann abwesend, bis zu mindestens  ein Konstrukt steht, eine bestimmter Rohling gegossen ist, oder eine Kräutermischung so, wie ich sie erhalten habe....damals musste ich viel von diesen Eingebungen unterdrücken, stand meine Familie im Vordergrund. Die wenige freie Zeit haben wir für gemeinsames genutzt , nur ab und zu hatte ich Zeit "zu werkeln". Aber umso älter die Kinder wurden, umso mehr hatte ich auch dafür wieder den freien Raum. 

Manchmal dauert es nur Stunden, aber manchmal dann ein paar Tage. Beim Malen ist es besonders schlimm, häufig kann ich erst aufhören, wenn ein Bild fast fertig ist. Das macht aber heute nichts mehr, ich kann alles liegenlassen, die Energien beständig halten, der Platz und der Ritualort sind da.

Aber der Hexen Hof, mitten in der Natur, hat mich sensibler gemacht und weit aus empfänglicher für kreative Ergüsse, als ich je gedacht hätte. Und es steckt auch andere an, die hier waren….


Meine Kraftquellen muss ich nicht suchen, sie sind überall um mich herum. Wer den Hexengarten kennt, weiß was ich meine. Der Hof ist mittlerweile so aufgeladen, das viele meiner Klienten oder Zauberfrauen ganz viel Kraft und Kreativität davon  mit nach Hause nehmen. Er war schon so, nur ich habe ihn geprägt und verstärkt und viele Spirits angezogen, die nun hier wohnen...

Früher hatte ich kaum die Möglichkeiten meine Spirits durch mich durch zu lassen, war ich ja im Laden und nur manchmal an den freien Tagen war es möglich. Heute ist das anders.
Wenn ich merke, da kommt eine Inspiration, da entsteht was, dann kann ich im Atelier arbeiten, schamanische Musik hören oder selbst trommeln, räuchern und warten, was da entstehen soll...

Aber es ist nicht nur wunderbar, sondern auch  anstrengend und man muss höllisch aufpassen, dass man nicht seine Energien komplett verbraucht. Deswegen achte ich tunlichst auch auf Ruhephasen. Auf lange Bäder, ob in der Sonne oder in der Wanne, ist egal...auf Spaziergänge im Garten, trommeln, räuchern nur für mich und Ausflüge. Die Schönheit zu genießen, nur wenn ich aus der Haustüre trete, das ist das der ultimative Magische und kreative Kraft Kick für mich.

Ich bin weder perfekte Hausfrau noch Gartenstylistin. Ich bin im Geiste eine Wilde Frau und das soll man auch im Garten erkennen. Nichts ist hier perfekt oder Gesellschaftsfähig. Es gibt viel Uriges, vor allem an den Rändern des Grundstücks, nur so fühlen sich die Naturgeister auch wohl.
Wer will schon einen aufgeräumten Garten. Mein Haushalt ist nicht super sauber und manchmal ziemlich durcheinander. Ja und?! Es gibt kein "ich muss" mehr, nur noch ein " ich will"...
Anders ist es mit der Zauberwerkstatt. Ein gesundes und kreatives Chaos ist schon da, wenn ich mal wieder etwas herstelle oder bezaubere. Allerdings hat jedes Ding seinen Platz und es gibt genug Freiraum zum Arbeiten. Ich kann meine Ware sofort umtanzen, trommeln oder ab rasseln wenn ich mag. Nichts ist im Wege. Dieser Raum ist so voller Energie. 
Ich weis  was für mich wichtig ist. Mal bei Facebook vorbeizuschauen und hallo zu sagen oder mal ein Foto bei Instagram posten, kostet nicht viel Zeit.  Man muss einfach nur aufpassen, das man nicht zu viel Zeit an diese Welten verschwendet.  Ich habe kein FB auf meinem Mobiltelefon, weil es mich zu viel wertvoller Zeit kosten würde und bin nur mit Google + verbunden, was aber über Instagram eine feine Sache ist. Ich liebe es zu fotografieren.
 
Ich versuche mich nicht ablenken zu lassen von meinen Aufgaben  und denke, ich schaffe immer ganz gut den Spagat zwischen schönen Fotos und Werbung bei FB oder anderen Plattformen und dem realen Leben, welches für mich an erster Stelle steht, genauso wie mein persönlicher Kontakt mit Kunden , Klienten und den Zauberfrauen.

So, ich hoffe, dass ich damit Eure Fragen beantworten konnte…

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen