Samstag, 11. April 2015

Dies und das über Magie...



was ist Magie eigentlich? Das fragen mich viele  und Frau Google oder Herr Wikipedia haben da ihre vielfältigen Antworten dazu. Über die Ursprünge und geschichtlichen Hintergründe ist viel geschrieben worden, das muss ich nicht auch noch.
Anlass zu diesem Eintrag ist ein (nicht veröffentlichter)  Kommentar über die Arbeit der Zauberfrauen,     „ das wäre ja keine richtige magische Arbeit“..
Ich lasse das einfach mal so stehen und schreibe meinen Senf dazu, wie ich das ja immer mal so mache.

Wie arbeitet man denn eigentlich magisch?!
Gibt es überhaupt richtig oder falsch in der Magie?

Ich denke, das ist so unterschiedlich wie wir selbst. 
Es gibt keine gute oder schlechte magischen Rituale oder Zauber. Alles kann funktionieren oder nichts. Es hängt nicht damit zusammen, welche Kleider du trägst oder welchen Ritualgegenstand du nutzt. Das sind alles nur Hilfsmittel um dir dein Ziel und deine Arbeit zu erleichtern, nicht mehr und nicht weniger. 

Das Ergebnis deines Zaubers muss im Kopf ankommen, dein Bewusstsein durchdringen, kurz gesagt; du musst überzeugt sein, das der Zauber, das Ritual wirkt, glauben alleine reicht nicht
Wissen ist Macht, auch in der Magie. Je mehr ich weiß, je tiefer kann ich vertrauen, umso leichter kann  mein Gehirn den „Zauberischen Quantensprung „ mitmachen.

Wie Du das aber bewerkstelligst, ist eigentlich egal, solange du ethisch korrekt arbeitest, also kein Blut vergießt, höchstens Dein eigenes.  Alles Leben  ist heilig und das gilt auch für Menschen, die du vielleicht nicht gern magst oder die dich ärgern. Ich plädiere immer für Respekt.  Leben und leben lassen, niemanden von irgendwas zu überzeugen, nicht belehren zu wollen. Natürlich gibt es auch Menschen, die vielleicht deinen Respekt nicht verdienen, die solltest du dann einfach ignorieren.

Manche Leute sind gut in festen Strukturen aufgehoben, fühlen sich beim Rezitieren von Zauberformeln und Gebeten sicherer und kraftvoll. Warum auch nicht? Andere aber erreichen die gleiche Energie, sprich Magie, mit tanzen, singen oder malen.

Magie hängt immer mit uns selbst zusammen, mit der Person die sie betreibt und mit nichts anderem.  Auch  Initiationen oder irgendwelche Seminare nutzen nur so viel, wie in deinem Kopf passieren kann. Das Vertrauen in die Magie kann kein Zertifikat leisten.

Die Gruppe von über zwanzig Zauberfrauen arbeitet mit ihrer kreativ-magischen und weiblichen Seite, mit Tanz, Trommel, Gesang. Mit Bildern, malen, Formen und vor allem mit sich selbst als Göttin. So ist es gedacht.  Aber das kann nicht jede, manche benötigt auswendig gelernte Zaubersprüche und feste rituelle Tätigkeiten und nichts Spontanes.

„Aus dem Bauch heraus“, das hat viel mit Vertrauen in sich selbst zu tun und das muss man lernen. Ich hätte das auch vor zwanzig Jahren nicht gekonnt. Da ist es gut, Vorgaben zu haben.
Es kann alles richtig sein, weil auch in der Magie alles möglich ist.

In der Magischen Arbeit gibt es nicht „schlechter“ oder „besser“, da es mit dir selbst zu tun hat und zwar ausnahmslos! Wenn du eine gute Verbindung zu deinen Spirits und Ahnen hast, dann kann sich im Laufe der Jahre ein so großes Vertrauen aufbauen, das du vielleicht nur noch eine Kerze anzünden musst und es wird dir geholfen. Magie hat viel mit der inneren Einstellung, auch zu dir selbst, zu tun. Positives Denken und ein gewisse Freundlichkeit zu allen Lebewesen kann da sehr förderlich sein. Nein, ist förderlich!

Es wäre zu einfach zu sagen; so und so funktioniert es. Ich glaube, dass jede/ r  ihre oder seine  ganz eigene Magie in sich trägt, es aber immer ganz unterschiedlich ist, bis wir herausgefunden haben, was für uns am besten wirkt. Ob wir nun ums Feuer tanzen und mit dem Körper und der Stimme arbeiten, oder einen Kreis ziehen, mit Robe und Pentagramm auf der Brust, ist jedem selbst überlassen. Ob wir in Jeans oder Kleid arbeiten, in schwarz , bunt oder weiß, hängt ganz alleine davon ab, wie wir uns selbst am wohlsten fühlen. 

Ob wir nun Magie „erzwingen“ mit Zauberformeln oder schamanisch eher die Geister bitten, ist da einerlei. Das Ergebnis und das was ich danach erhalte, zeigen  ganz genau, ob es richtig  war. Also das Leben selbst, spiegelt wieder, in wie weit wir darauf „magischen Einfluss „ haben.

((Anmerkung: Ganz Ordinär gebe ich hier jetzt mal  an und schreibe :  Irgendwas muss ich ja wohl richtig machen, denn mein Leben ist das beste Beispiel, wie gut Rituale von Herzen und der Respektvolle  Umgang mit Menschen zu einer Verwirklichung eines Lebenstraumes führen können. Jaja...ich weiß, da gehört auch weltlich was dazu.
Aber jeder der seit mehr als zehn Jahren meinen Lebensweg verfolgt und meine Internet Tagebücher und Blogeinträge gelesen hat, weiß wie ich das meine. Und ich stehe dazu dass ich sehr stolz auf das bin, was mein Mann und ich erreicht haben... Natürlich gibt es Lebenssituationen die sollen halt so sein, da hilft auch keine Magie was...))

Aber :….
Die innere Einstellung ist dabei das wichtigste, der Glaube an sich selbst und zu den Geistern und Göttern. Ich persönlich lebe in dem Bewusstsein, das alles was wir tun, auf uns zurück kommt und das noch in diesem Leben. Manchmal unmittelbar und manchmal dauert es.Wenn wir hilfbereit sind und freundlich zu jedem, erhalten wir dazu noch Geschenke. Und unsre Zauber werden viel schneller " erhört" und gehen somit in Erfüllung, ohne Zwang.

Bin ich in mir negativ oder nicht in meiner Mitte, habe ich Zweifel, dann kann kein Zauber der Welt wirken. Ich sollte dann erst einmal etwas tun, um mich und mein Bewusstsein, meine Denkweise zu ändern. Schimpfe ich über alles und jeden, verbreite Schlechtigkeiten dann darf ich mich nicht wundern, dass ich selbst ein stagnierendes und negatives Leben habe, aus dem ich nicht raus komme. 

Schon als Kind kam ich mit folgender Zauberformel in Kontakt, da meine Mutte dies immer sagte:

Lass alle Leut in Ruh,
denn was du selbst nicht willst
was man dir tu
das füg auch keinem anderen zu..

Weise Mama! Und so sehe ich das heute noch.


Wünsche ich allen und jedem nur schlechtes, trage ich ständig ein Feindbild vor mir her, so muss ich mich nicht wundern, wenn ich selbst nicht von der Stelle komme. Gehe ich aber auf die Menschen positiv zu, bin ich ein Lebensbejahender , respektvoller und positiver Mensch, wünsche ich niemanden etwas schlechtes , habe ich Vertrauen zu mir und den Göttern, so erhalte ich auch positives zurück. So spielt Magie. Nehmen und Geben. Ursache und Wirkung.

Spielen ist da das richtige Wort. Nichts anderes sind Rituale und Zauber. Leichtigkeit, mit einem ernsten Hintergrund. Die Balance zwischen der verspielten Leichtigkeit im Ritual und der Ernsthaftigkeit ist auch so etwas, was sich erst langsam einstellt.Und manchmal sieht ein Zauber nach "Kindergarten" aus, der Hintergrund aber , den den man vieleicht nicht "sieht" , der ist sehr Ernst und Kraftvoll...

Wie bemessen wir denn nun, ob jemand in der Magie „ was kann“ oder nicht...( ich meine, alleine diese Aussage : " er kann was...sie kann nichts....", ist ja schon bemitleidenswert, oder??)

Ist das überhaupt nötig, sich zu diesen Messungen und Leistungen heraufbegeben?? ! Sind wir in der Magie auch eine Leistungsgesellschaft....??? Das ist doch blanker Unsinn!

Ich denke es ist sehr einfach: Was hilft, das kann! Und wer hilf, der kann auch!

Also eigentlich ist es das Leben selbst, was uns aufzeigt, ob jemand „ was kann“ oder „nicht“. Der seit Jahren einen Magischen....nein „seinen“ magischen und spirituellen Weg geht, sein Leben geregelt bekommt oder eben nicht. „kann „ jemand was, der in seinem Leben nichts auf die Reihe bekommt?? Der nicht mal seine persönlichen, privaten  Angelegenheiten regeln kann , was??!

Nein, sicher nicht. Unser Leben selbst und all die Guten, wie schlechten Lebenssituationen und wie wir damit umgehen, zeigt doch ganz deutlich, ob unsere Magie wirkt oder nicht. Magie hat rein gar nichts mit „können“ zu tun, sondern mit einer Verbindung, mit Vertrauen, mit Wissen, mit Weisheit und ganz viel Liebe zu sich selbst und zu den Lebewesen!

Wie wir Magie ausüben ist nicht wichtig! Wir selbst sind das Spiegelbild unseres „schaffens“…

Und dem vermeintlichen Kommentator sei gesagt, das alleine die Aussage …“ es sei keine wirkliche Magie“ zeigt, wie wenig dieser selbst  über Magie weis….

Kommentare:

  1. Was für ein wunderbarer und inspirierender Post. Und so weise und wahre Worte.

    Lieben Gruß von einer bisher stillen Leserin. ;)

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  2. Liebe Minerva,
    wieder einmal ein wunderbar formulierter Eintrag von Dir .Und ja!!! Genauso ist es, DEIN Leben, was dich für mich zum Vorbild macht, ist es, das uns aufzeigt, das Magie funktioniert! Du lebst sie und das bewundere ich sehr.
    DANKE und mach weiter so!!!
    Auch eine stille aber schon sehr lange Mitleserin :)
    Tanja , Unna

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  3. Liebe Minerva, danke für deinen tollen Eintrag, du hast es auf den Punkt gebracht!!!
    Um magisch wirken zu können, ist für mich eine positive Grundeinstellung zu mir selbst ganz wichtig. Wie innen, so aussen! Wenn ich selbst nicht in meiner Mitte bin oder Grollgedanken hege, kann und sollte ich nicht magisch arbeiten, denn dann kann der "Schuss" nach hinten losgehen.
    Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass ich die besten magischen Ergebnisse erzielt habe, wenn ich ganz eins und in Liebe mit mir und allem um mich herum war. Auch Kleidung und Ritualgegenstände haben da keine Rolle gespielt,( ich fühle mich nun mal am wohlsten in Jeans und lässiger Kleidung).
    Also, ich bleibe bei meinem magischen "Freestyle" und wünsche allen
    Mitlesern ihren eigenen Stil und einen
    zauberhaften April
    Liebe Grüße von Kerstin

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  4. Liebe Minerva, ich schliesse mich den anderen einfach an und sage - ein toller Text ist das, den Du uns da "geschenkt" hast. Mit viel Weisheit und Liebe geschrieben und voller Klarheit. Dieser Kommentar riecht nach Neid - und wer sich noch so in sein Ego verstrickt, der weiss sicher überhaupt nichts über Magie. Jede(r) webt seine/ihre eigene Magie, auf die eigene Weise und das ist gut so.

    Liebe Grüsse
    Clara

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