Montag, 23. Februar 2015

Casting The Voice & Hamburg

Um 7 Uhr am Samstag Morgen fuhren wir los nach Hamburg. Von unserer  Halbinsel Butjadingen aus, erzählte uns das Navi, das wir in etwa 2 Stunden und 15 Minuten unser Ziel erreichen würden.
Mächtig aufgeregt war meine Tochter und es schien den ganzen Weg über nicht hell werden zu wollen. Immer wieder regnete es. Von der A27 unter der Weser durch bis Bremen. Dann weiter auf die A 1 Richtung Hamburg. Unter der Elbe durch und dann hinein in die Großstadt.

Das Ziel war kaum zu übersehen, ein riesen Hotel Wolkenkratzer! Wahnsinn. Auch das Auto Aufkommen war mächtig anstrengend, aber nach mehreren Kurven standen wir auf dem Parkplatz des Hotels. Sehr zeitig um kurz nach  9 Uhr,  für 10 Uhr waren wir bestellt worden.

Dazu muss ich erklähren, das natürlich schon bei der Online Bewerbung , ein wenig ausgefiltert wird , somit kommen nicht alle Teilnehmer auf einmal , sondern nach und nach. Dennoch, an diesem Tag waren es etwas über 600 Leute, sagte man uns später. Ich wäre aber keine gute Hexenmama, wenn ich nicht vorher die Geister um Hilfe gebeten hätte und ihr ein kleines Mojo in die Tasche steckte. Ein bischen Hilfe kann schließlich jeder brauchen.....
Wir erkundigten uns in der Lobby  und wurden erst einmal weiter nach oben geschickt. Dort erwartete uns eine nette junge Frau, die freundlich Auskunft gab. Wir müssten wieder in die Lobby zurück, dort gäbe es einen Wartebereich, in dem sich  alle Teilnehmer aufhalten sollten, bis dort die Türe aufginge. Dann müssten wir die Anmeldeformulare und die Einladung abgeben.

Gut. Mit dem Fahrstuhl ging es in dem 5 Sterne Kasten ( übrigens wirlich schön von innen, was man sich auf Grund des Fotos kaum vorstellen kann) wieder in die Lobby zurück. Ahja...der Wartebereich war auch schnell gefunden, da jetzt ausgeschildert. Wir waren eben zu früh!

Wir setzten uns oder gingen erst einmal auf die Toilette. Alles glitzerte dort in einem dunklem Lapislazuli Blau. Ganz irre. Nach etwa einer halben Stunde füllte sich der Wartebereich zunehmens mit etwa 40 weiteren Leuten.

Dann wurde entlich die große Zweiflüglige Tür geöffnet, bewacht von Sicherheitspersonal und ganz langsam die Leute hineingelassen. Da meine Tochter noch nicht 18 Jahre ist, mussten beide Elternteile mit, mein Mann hätte sich das nie entgehen lassen! Toll, wie entspannt es zuging und wie gesittet und ruhig. Kompliment an die Orga dort! Und so blieb das auch....
Ab hier durften keine Fotos mehr gemacht werden. Und nach der Anmeldung wurde uns gesagt, bitte hier im Raum oder in der Lobby zu bleiben. Eigentlich wollten wir uns so lange Hamburg ansehen....
Nun, dann eben nicht. Nicht mal 10 Minuten später kam die nette junge Frau, die wir schon am Morgen in der Oberen Etage getroffen hatten, herunter.

Sie erklärte, das sie nun die erste Gruppe zusammengestellt hätten und  die Namen aufrufen wolle.
 Alle sollten mit "hier" antworten und aufstehen. So geschah es und Sophie war mit dabei. Wir wurden aufgeklärt, das wir bitte hier zu warten hätten und das unsere Tochter erst dann wieder herunter kommen würde, wenn sie a) rausgeflogen ist oder b) alle Drei Runden überstanden habe und dann würde man weiter sehen...

Wie alle drei Runden? Fragte ich. Sie erklärte mir den Vorgang des Castings freundlich und geduldig:
Diese Gruppe hat eine Stärke von 15 Personen , die nun verschiedensten Aufgaben meistern müssten. Beiepielsweise Acapella singen  u.s.w. Dann wird entschieden ob der jeweilige Teilnehmer weiterkommt. Nach jeder Runde. So geht das drei Runden lang. Das kann aber dauern. Es sei denn, man ist nach Runde 1 schon raus.

Dann ging die Gruppe erwartungsvoll zusammen nach oben und ich sah, wie die Hände meiner Tochter zitterten....

Eine lange Wartezeit begann. Aber da ich gerne Beobachte , zuhöre und interessante Menschen um mich herum habe, war es dennoch irgendwie spannend....:
Immer wieder kamen Leute, Frauen , Männer, Junge und auch Alte.  Fabige, Skurile, bunte, Punks, Rocker...alles.  Zwei kannte ich, oder meinte es jedenfalls die mal gesehen zu haben. Ich denke, die waren vieleicht schon mal bei The Voice dabei.

So verging die Zeit und es wurde nach zwölf Uhr. Mein Mann musste raus, um die Parkuhr zu füttern. Kam mit einem breiten Grinsen wieder zu mir: Sie ist weiter, hat man mir mitgeteilt. Sie hat die erste Runde geschafft. Wow, dachte ich. Ganz toll! Dann kam auch eine SMS von ihr, das sie Runde eins überstanden habe.

 Ich bekam immer mehr feuchte Hände, tauschte mich über Whats Ap mit meinen Zauberfrauen aus, die anfingen mitzufiebern. Und ihre Geschwister fragten gefühlt  jede Minute, ob es schon etwas Neues gäbe. Nein, nichts. Es wurde ein Uhr. Mein Magen fing an sich bemerkbar zu machen. Essen hier im Hotel?! Für uns Geldtechnisch nicht machbar. Also warten....

Immer wieder kamen verschiedene junge Leute herunter, holten ihre Taschen...gingen wieder.
Wir fieberten. Immer wieder kamen die Betreuer und stellten neue Gruppen zusammen, 10, 15 oder sogar einmal 20 Leute. Wir fingen an Hochzurechnen. Ja, 600 Leute an einem Tag! Wahnsinn. Und wer blieb übrig und wieviele wohl?!

Dann um etwa halb Zwei kam die Betreuerin von Sophie auf uns zu.
"Herzlichen Glückwusch, sagte sie, ihre Tochter hat es geschafft , sie ist eine von  zwei , die nun alles drei Runden überstanden hat. Sie kann jetzt auf Berlin hoffen. Sie gibt noch ein Intervierw und dann haben sie es alle hinter sich."

Wir konnten es nicht glauben! Und am allerwenigsten unsere Tochter selbst! Um kurz nach Zwei stand sie vor uns, erleichtert, stolz, freudestrahlend und erstaunt, das gerade sie es war, die noch übrig geblieben ist. Auf einem Zettel für uns stand nun das weitere Vorgehen und einige Termine, die wir uns freihalten müssen. Und die Bitte, ab diesem Zeitpunkt keine Zeitungsinterviews zu geben, nicht in Netzwerken darüber zu posten und so weiter.

Aus etwa 600 Leuten blieben an diesem Tag etwa 40. Sie hatte also 560 hinter sich gelassen, schon das ist etwas, auf das wir sehr stolz sind. Und wie es weiter geht, werden die Geister und die Leute die die Videos nun sichten, entscheiden.

Einmal in Hamburg wollten wir zumindest uns ein wenig umsehen, waren aber alle  von den ganzen Eindrücken schon ziemlich fertig. Das Wetter wurde auch nicht besser: Grau, kalt und ziemlich nass.
Mit dem Auto streiften wir die Reeperbahn und Altona , bis wir uns entschlossen auf dem Fischmarkt zu parken , um von dort aus, ein wenig zu laufen. Die Strassen dieser Großstadt waren voller Autos und Menschen.
Wir schlenderten über den Fischmarkt richtung Sankt Pauli Landungsbrücken dahin.
Bis wir auf einaml vor dem Hard Rock Cafe standen. Wie gemacht für Sophie! Sie freute sich unglaublich. Aber es war auch unglaublich überfüllt. Busse weise Touristen...
Dennoch stürzte sie sich muting hinein, also wenn man schon mal hier ist...klar! Ein T Shirt zur Erinnerung musste es schließlich schon sein. Aber sicher doch! Dann machten wir uns auf den Weg
ein wenig weiter und fanden den Eingang zum alten Elbtunnel. Wenn wir schon mal da sind, können wir uns das ja auch mal ansehen. Also los...
 Treppe führt in den Tunnelbereich hinein.....
Dann war aber auch gut. Draußen war es immer noch einfach ekelig und wir beschlossen nach Hause zu fahren. Wir waren einfach alle mit den vielen Menschen, der Hektik der Strasse und den viele Autos überfordert. Hinzu die ganzen Eindrücke und die Anspannung des Vormittages. ALle waren  total erledigt.

Unten im alten Elbtunnel...man kann durchlaufen, wenn man mag. Oder mit dem Rad durchfahren.
Haben wir aber nicht getan. Zuviel für einen Tag. Ansehen genügte und auch hier: Voller Menschen! und wer mich kennt, weis, das das echt nichts für mich ist.

Auf der Heimfahrt wurde es zusehens wieder dunkler, es regnete und schneite. Unsere Tochter lies alles noch einmal Revue passieren und erzählte uns viel. Igendwann werden wir nochmals Hamburg besuchen aber deffinitiv an einem Tag mit mehr Zeit und schönerem Wetter! Und wer weis, vieleicht sehen wir demnächst Berlin....






Kommentare:

  1. Oh wie schön! Ich drücke Deiner Tochter für Berlin ganz feste die Daumen.

    Liebe Grüsse
    Clara

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  2. Wow, wie toll ! Ich drücke deiner Tochter fest die Daumen!
    Gestern, also Sonntag, war hier übrigens strahlender Sonnenschein! Heute wieder kalt u. grau.
    L.G. v. Martina aus HH

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  3. Das war aber auch sooo spannend und ich freue mich riesig für sie! Selbstverständlich drücken wir fleißig weiter die Daumen und hoffen daß sie es in die Live-Shows schafft!
    Tolle Aufnahmen hast Du da auch mal wieder geschossen! Ich mag ja Hamburg, also so als Großstadt. Mal für ein Wochenende oder eben auch einen Tagesausflug. Grundsätzlich bin ich ebefalls ABSOLUT kein Großstadt-Kind, ich würde nie in einer glücklich werden. Brauche schon das Grün um mich rum, ein wenig Feld und Wald zumindest hinter dem Haus und mit so vielen Menschen und dem rummeligen Verkehr kann ich gar nix anfangen...

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  4. Wow!! Da hattet ihr aber einen aufregenden Tag. Was dein Mädel da vollbracht hat, einfach klasse, Hut ab! Ich halte ihr ganz fest die Daumen für Berlin!!! Viel, viel Glück!

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  5. Super!! Das ist schon eine Leistung! Bei so einer Anspannung muss man ja auch erstmal die gleiche Performance abliefern können, die man sonst in viel entspannterer Atmosphäre bringt. Hochachtung für Sophie und viel Glück weiterhin!
    Liebe Grüße, Anne

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