Sonntag, 28. Dezember 2014

Das Prinzip von Weihnachten...




Am ersten Weihnachtstag waren sie alle da. Omas, Opas, Kinder, Enkel, Schwiegermutter, Eltern.
Quasi die ganze Familie an einem Tisch. Meine Oma fehlte, da sie mit ihren 85 Jahren momentan leider nicht fit für die lange Reise vom Hochsauerland zur Küste ist. Unsere Kinder waren aus dem Ruhrgebiet angereist, per Auto und per Bahn. Meine Eltern aus dem Sauerland .

Nach einem guten und reichhaltigen  Mittagessen an der langen Tafel im Wohnzimmer ging es raus in die Scheune, wo mein Sohn und ich schon am Morgen unsere Lichterspirale aufgebaut hatten.
Schon als er ganz klein war, hatte er das gerne getan und jetzt mit zwanzig Jahren, half er mir immer noch dabei. Als die Kerzen entzündet waren, traten alle in die Deele und ich erklärte, wie in jedem Jahr, was wir feiern und das jeder einzelne nun das neue Licht in der Mitte entzünde um es in die Welt zu tragen.

Jeder das Lust hatte, war gehalten mitzumachen, um das Licht dann weiterzureichen. So wanderten wir durch die Spirale und mein Enkel wollte gleich zweimal. Einmal mit seiner Mama und einmal mit mir, der Hexen Oma. In diesem Jahr war ihm das nicht mehr unheimlich und er hatte sichtlich Spaß dabei.
Sogar meine Erz- Katholische Schwiegermutter machte mit, denn die Geburt des Lichtes kann man mit vielen Dingen interpretieren und ich war doch verwundert, dass sie das tat. Ein jeder der in die Spirale ging, wurde mit Namen besungen und suchte sich den nächsten aus, der wiederum das Licht entzündete.

Danach ging es wieder hinein, denn dann gab es die Geschenke. Leider war es für ein Feuer draußen viel zu stürmisch und nass, so dass es warten muss. Aber ein Großteil der Familie ist noch auf dem Hof, so dass wir sicherlich zum Jahresende ein Feuer im Garten machen werden, um das Jahr gebürtig zu verabschieden. Also, wenn jeder Tag der Raunächte für einen Monat im neuen Jahr steht, dann haben wir 2015 eine Menge zu tun und es wird immer was auf dem Hof los sein. So viel ist sicher!
Mit einer Jahresrückschau wird es wohl in diesem Jahr  nichts, die Ruhe habe ich momentan gar nicht. Zuviel ist los hier, mit all den Kindern und der Schwiegermutter. Wir betüteln hier, zeigen dort, kochen, backen, unternehemen, machen und tun. Wir haben halt nicht viel von einander, deswegen umso mehr, wenn wir alle zusammen kommen. 

Aber das ist das Prinzip von Weihnachten: Die Familie. Und egal ob Christ oder Heide, alle feiern dieses Fest als ein Fest der Liebe und der Familie. Nicht Unterschiede, sondern Gemeinsamkeiten waren an diesem Tag wichtig. Und unsere Enkel trägt das zukünftige  Licht einer gemischten Gemeinschaft von Christen, Ateisten und Heiden.


Wunderschön ist, dass alle bis in das neue Jahr bleiben werden um noch mit uns Silvester zu feiern.
Also nicht wundern, wenn ich nicht allzu viel schreibe. Aber wenn alle wieder weg sind, bin ich auch froh, wenn wieder Ruhe auf dem Hof einkehrt.

Ich wünsche Euch einen guten Start in der Neue Jahr!
Wir haben ihn mit all unseren Lieben ganz sicher!

Kommentare:

  1. eine ganze Familie, so verschieden sie auch alle sein mögen
    es ist schön, nicht wahr?
    Ich wünsche dir eine gute Zeit und viele freudvolle Momente
    Sophie

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  2. Das sieht ja so gemütlich bei Euch aus. Da wundert es mich nicht, dass die ganze Familie so gerne Mir gefällt der Gedanke sehr gut, das Licht in die Welt zu tragen. Ich freue mich in jedem Jahr wieder wenn das Licht wieder kommt und die Dunkelheit so langsam weicht.
    Ein gutes neues Jahr mit viel Licht wünscht Marie

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