Mittwoch, 29. Oktober 2014

Ausflug zu den Ahninnen Steinen...


Dienstag vor Samhain. Ahnenzeit. Die Sonne steht schon am frühen Mittag tief am Himmel, es scheint als wolle sie nicht mehr über den Horizont hinaus. Dunkle Nebelzeit. Hier im Wald riecht es nach Moos und verrottetem Laub. Erdig, herb. Das dicke Moss dämpft unsere Schritte und federt sie ab, wie ein weiches Kissen.

Wir haben uns den richtigen tag ausgesucht, denn heute , am Mittwoch, ist der Himmel trüb und wolkenverhangen. Wie gut, das wir gestern unterwegs waren! Bei so einem traumhaften Tag! Die Ahnen waren wohl ganz bei uns.
Es war mir ein inneres Verlagnen,, mich bei ihnen zu bedanken. Diese Orte spielen schon lange, etwa 15 Jahre eine gewichtige Rolle für mich. Etwa einmal im Jahr suchte ich sie auf, manchmal auch nur alle zwei Jahre. Heute wohne ich fast um die Ecke. Und damals half mein Bitten hier, den Hexenhof zu finden...Zeit Danke zu sagen.


Und so nutzen mein Mann und ich den Tag um zu räuchern, zu opfern und uns zu bedanken für eine gute Zeit.Wir picknickten im Wald mit Kartoffelsalat und Frikadellen, ganz klassisch. Sammelten Harze und Flintsteine für Freunde.



Diese Plätze sind Uralt und ich habe das Gefühl, es entsteht ein summen, wenn ich sie umrunde.
Drei Mal im Sonnenlauf geht es herum. Ich arbeite intuitiv habe mich immer leiten lassen und es funktioniert immer wieder auf wundersame weise, der Kontakt zu diesen Plätzen.Botschaften und Wege werden mir aufgezeigt, Ideen kommen und Dinge lösen sich...


Mein Segnung lautet:
Das erste mal für die Alten
Die diesen  Platz  verwalten
Das zweite mal für die Ahnen
Die vor mir hier waren
Das dritte mal für die auf Erden,
die nach mir kommen werden.


Ich opfere meine Göttinnen, die ich seit etwa 10 Jahren immer wieder an solchen Orten als Opfer ablege. Ab und an kommt selbstgebackenes oder ein Apfel dazu.Nüsse oder Blumen…

Samhain ist für mich mehr, als ein Ritual oder ein Zauber am 31. Oktober. Es beeinhaltet einen ganzen Zeitraum der Ahnenverehrung. Es ist die Zeit der Innenschau und des Vorbereitens seiner Zukunft, dazu benötigen wir den Segen der Ahnen.
Welchen Weg wir auch immer einschlagen, es ist gut eine Verbindung mit ihnen zu pflegen, sie zu ehren. Auch die, die noch leben. Am 1. November geht es dann zu einer meiner lebende Ahninnen, die wird an diesem Tag 85 Jahre alt. Auch eine Ahninnen arbeit und eine ganz besondere noch dazu....

 

Kommentare:

  1. Toller Ort;)
    Mein Ahninnenfest wird wohl weniger mit Steinen als mit Bäumen zu tun haben. Die wenigen Bäume die weder vom Sturm umgeworfen noch bei den Aufräumarbeiten gefällt worden sind. Wobei die Stümpfe interessante Altäre abgeben würden..
    Alles Gute!

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  2. ganz wundervoll deine Bilder und die Beschreibung
    eines der Fotos ließ mich fast erschrocken innehalten, sieht es doch so aus, als würden im Halbkreis viele verharrende Gestalten in Umhängen und Kutten hocken, beratschlagen, visionieren und .. warten
    wieder einmal .. wirklich schön und danke für die Mühe des Erklärens

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  3. Wirklich ein sehr schöner Ort. Ich kenne einen ähnlichen, vielleicht ist es auch der Gleiche. Wunderbare Stimmung. Der Ort liegt nicht etwa in der Wildeshauser Geest ,meinem Geburtsort? Ein schönes Samhain wünsche ich euch. Liebe Grüße Marthe

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  4. Danke für deinen wunderbaren Beitrag mit viel Wissenswertem, danke fürs Teilen. Wünsche dir ein besinnliches und geheimnisvolles Samhaim!

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