Dienstag, 30. September 2014

Ritual und Kraftkleidung...



Habt ihr mal Ritualgewandung gegoogelt? Nun, ich schon, weil ich die Ursprünge dazu suchte, gefunden habe ich unzählige Seiten von Shops und noch mehr Shops, die Roben und Mäntel in sämtlichen Preisklassen anbieten. Zu 99% Mittelalterlich anmutende Kleider mit weiten Ärmeln oder langen schwarzen Mänteln...von Massenprodukt „Made in Indian“, bis zauberhaft teures Einzelstück, finden wir im Web wirklich alles.

Als ich diese Eingebung meiner Spirtis bekam: " mach dir ein Meerhexen Ritual Gewand" , da war ich erst einmal etwas verwirrt....
Ich kann behaupten, wohl viele Phasen des "Hexen Weges" durchlebt zu haben. Die schwarze, die ich nicht sonderlich schön fand und die mit der mittelalterlichen Gewandung, die ich nicht besonders praktisch fand.  Es sei denn , du bist ausschließlich drinnen unterwegs. Aber im Wald mit langem Kleid und weiten Ärmeln, da kann man schnell auf die Nase fallen oder sich ein Loch in den Ärmel brennen.

 Alles schon erlebt. Gehört wohl auch dazu...so irgendwie...


Als ich die Jahresfeste als Seminar anbot, war Ritualgewandung schon wichtig, alleine deshalb, um sich von den Teilnehmern/innen  abzuheben. Die Leute erwarteten das so, klappern gehört schließlich zum Handwerk. Auch bei Hochzeiten und anderen Zeremonien finde ich Ritualgewandung äußerst wichtig, wobei ich tunlichst darauf achte, nicht geschmückter als die Braut zu sein, wenn ihr wisst was ich meine....

Aber mit den vielen Jahren, bekam rituelle Kleidung für mich einen ganz anderen Stellenwert, als sich „abzuheben“. Wenn ich alleine arbeitete, dann doch eher mit Jeans und bequemer Kleidung. Unauffälliger.

Aber bei den Festlichkeiten und wichtigen Ritualen ist es mir nach wie vor wichtig, eine gewisse Zeremonielle- Kleidung zu tragen, für mich. Mir mit spezieller Gewandung eine andere „Haut“ überzuschmeissen, die mich leitet, begleitet, in die Energie bringt . Aber auch schützt.
Kleidung beim schamanisieren hat für mich einen ganz anderen Stellenwert bekommen, als damals vor zehn Jahren.

Kleidung kann hilfreich sein, sich den Spirits und Geistern erkennen zu geben und sie kann gleichzeitig auch Schutz vor ungünstigen Energien sein. Ritualkleidung ist für mich mitlerweile  eher ein Schutzschild und umso aufgeladener sie ist, umso leichter ist es für mich, mein schamanisches ich zu kontaktieren.

Wenn ich rituell gekleidet bin, heißt das nicht, das ich mich ver-kleide. Nein, nun ja, ich ver-kleide mich schon aber in einer ganz andere Form: 
Ich muss mit der Gewandung  nichts Dar-stellen, was ich nicht bin. Ich ändere mein Normales Ich auf das schamansiche Ich. Beide sind da, aber damit signalisiere ich mir UND den Spirits, das ich bereit für ihre arbeit und ihren Kontakt zu mir bin.

Eine Mittelalterlich anmutende Robe, die  wäre für mich  eher eine Verkleidung, weil ich das nicht mehr bin. Vor fünfzehn Jahren hätte das wohl noch gepasst, heute nicht mehr.

Ich fühle mich in den Stoff hinein, Naturstoff, am besten Nessel , Leinen oder Baumwolle ist gut.  Und wenn es zusätzlich noch Bio ist, oder fair gehandelte Ware, ist es noch besser! Die Energie meiner  Ritualkleidung muss stimmig sein. Sie ist das A und O!

Ich besitze unterschiedlichste Ritualkleidung, aber in allen diesen Kleidungstücken muss ich mich mit mir selbst verwurzelt fühlen. Ich spiele Nicht-Ich bin. Und dennoch, im Ritual streife  ich mir meine schamanische Haut über, in Form eines bestimmten Kleidungsstückes.  Form, Farbe, Muster, Symbole, Federn, Rasseln…all das spielt eine große Rolle dabei.
  
Ganz am Anfang habe ich mir ein Keltisches Priesterinnen Gewand anfertigen lassen. Zu meiner ersten geleiteten Hochzeit habe ich es getragen und es folgen dann noch einige. Auch zu Jahreskreisfesten. Wenn ich mich heute darin betrachte, so ist es bei heidnischen Zeremonien als Priesterin noch OK und sehr angebracht. Wenn ich aber mit Menschen „arbeite“ ist eine Art Schamanisches Schutz Gewand aber mehr wichtig geworden, auch um mir die „Heilerinnen-Haut“ überzustreifen, das hat dann nichts mir einer "Zeremonialen Robe" mehr gemein. 

Diese " andere Haut," dies "andere Gewand", meiner Schamanischen Arbeit, das gab es aber bis vor kurzem nicht. Jetzt wo ich hier an der Nordsee angekommen bin, wird es Zeit für etwas neues und eigenes.
Ich bin dabei mein eigenen Meerhexen Gewand zu gestalten. Es soll meinen Spirits, meinen Ahninnen, meinem Clan, all dem Platz bieten. All dem Respekt zollen. Diese Eingebung kam plötzlich über Nacht, wie immer bei mir und wuchs langsam und stetig, nachdem ich das Grundkleid gefunden hatte, was auch dann recht schnell ging. Wie immer, wenn die Spirits mir etwas zuflüstern….
Ein Kraftkleid soll es also werden. Mit meinen Zeichen und Symbolen. Mit Zeichen und Symbolen des Meeres, der Küste, an der ich jetzt wohne. Es ist noch lange nicht fertig, deswegen kann ich es euch zeigen. Noch ist es im Entstehen, dank meinen Spirits, die mir das richtige Kleidungstück und die richtige Eingebung gaben.

Bemalt mit meinen Zeichen habe ich es. Aber es fehlt noch einiges, was das weiß ich noch nicht.
Besungen, be-räuchert, be-rasselt und be-tanzt wird es jetzt.
Wird es immer wieder.
Tiere, Pflanzen und weiteres, was mir wichtig ist, wird sich im Meerhexenkleid wiederfinden.
Ja, das bin ich.

Das Gewand wird Ritualgewand und Schutzgewand. Arbeitskleidung für Heilarbeiten und Sitzungen werden. Vorher hatte ich so etwas nie. Sobald die Zeit es zulässt, wird es den Meergöttinnen geweiht...


Be-tanzt

Be-sungen

Be-rasselt

Be-trommelt


Wird es mit seinem eigenen Geist be-seelt werden…..

Kommentare:

  1. ich bin sehr beeindruckt von deinem *Ritualgewand*, und selber auch noch
    hergestellt, wow,
    ich kleide mich gerne in grünen Sachen, mische alle Grüntöne, so fühle
    ich mich zur Zeit sehr wohl.
    du gabst mir heute den Denkanstoss - auch selber Kleidung herzustellen,
    Danke
    und liebe Grüße
    Hermine

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  2. :)...........Verwandeln!... nicht Verkleiden...............

    Liebe Grüße

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