Montag, 1. September 2014

Naturnahe Kindererziehung....

Schon früh begann ich,  meine Kinder mit Respekt vor der Mutter Erde zu erziehen.Mitlerweile stelle ich aber immer mehr fest, das es heute nicht mehr selbstverständlich  ist, das Kinder sich frei in der Natur bewegen. Kinder werden schon dermassen früh mit der Medialen Welt konfrontiert, das ist erschreckend.

Aber auch schon , als mein Sohn klein war, heute ist er 19 Jahre, war das so, da hat sich nichts dran geändert. Den Kindern wird nach und nach der Bezug zur Natur und damit auch ihr natürlicher Bewegungsdrang, entzogen. Sie sitzten da und lassen sich berieseln, anstatt ihre Phantasie zu nutzen.
Vieleicht ist das auch ein Grund für die immer stärker werdende "Volkskrankheit" ADHS. Aber ich bin kein Arzt und es ist nur eine Vermutung.

Bei uns gab es in den Kinderzimmern bis zum 6 Schuljahr kein Fernsehen und auch Computer oder etwas dergleichen, wie einen "Game Boy" oder "Playstation", erst sehr viel später. Nicht das unsere Kinder nicht genörgelt hätten, aber das waren nicht sie, sondern wohl eher der Druck " von aussen" ,etwas haben zu müssen, um mitreden zu können. Wir konnten uns dann doch recht lange durchsetzten. Ich mochte es schon damals nicht, wenn kleine Kinder lieber auf einen Bildschirm starrten, als der Natur bewusst zu begegnen, einen Ameisenhügel zu betrachten oder Bienen zu beobachten.

Wir haben unsere Kinder zu selbstbewussten Menschen erzogen. Ich bin überzeugt davon, wenn Kinder regelmäßig in der Natur sind, sich dort bewegen, auf Bäume klettern oder einen Damm am Bach  bauen, dann sind sie gut geerdet. Sie lernen somit sich und ihre handlungen besser einzuschätzen. Und nehmen sich bewusst als ein Teil vom ganzen war und nicht ausserhalb stehend.
Für kleine Kinder ist die Natur greifbar, erlebbar und beseelt.

Meine Kinder hatten den Vorteil zusätzlich den Jahreskreis ganz bewusst mitzuerleben und mitzugestalten. Vor jedem Jahreskreisfest wanderten wir in die Wälder, sammelten spezifische Dinge, die für den Jahreszyklus standen und wir  gestalteten zusammen den Familien Altar.

Ganz häufig habe ich damals auf meiner Seite und im Tagebuch davon geschrieben. Wie wir an Yule extra für die Tiere Kekse gebacken haben und einen Baum im Wald schmückten, für die Vögel. Nüsse und Vogelfutter verteilten. Zu Ostara Eier Rot färbten und frische Eier in den Wald als Dank legten.

Wenn Kinder das ständige Werden und Gehen der Natur  miterleben, dann stärkt sich in ihnen ein Wissen um die natürlichen Abläufe und Zyklen des Lebens.Sie lernen den Rhtymus kennen und werden damit vertraut. Es gibt ihnen Sicherheit, in ihrem Innern , wie im Außen.
 

Heute sind alle meine drei Etwachsenen Kinder selbstbewusste und zielstrebige, fleißige Menschen, die schon in der Schule immer mit ihrem "Sinn für Gemeinschaft und ihre große Hilfbereitschaft" auffielen.. Alle drei.
Wir erkundeten in Familien Ausflügen stundenlang die Wälder, bauten Dämme am Bach und sie testeten ihre Grenzen aus. Ab und an gab es mal eine nasse Hose oder gar ein klitschnasses Kind was heulend vor der Haustür stand. Ja und? War doch halb so schlimm. Das kam vor. Das Immunsystem wurde zusätzlich gestärkt, meine Kinder wurden mit Tieren groß, waren nie so richtig krank.
Irgendwann konnten sie ihre Grenzen einschätzen und wissen heute wer sie sind. Richtig aktive Heiden oder gar Hexen, ist bisher keiner, was auch aufgrund ihres noch jungen Alters auch nicht von Nöten ist.

Von Anfang an war mir klar, meine Kinder in nichts zu drängen, sie in keine Schublade zu pressen. Sie sollten ein ganz normales Leben beginnen , um vieleicht später einmal einen heidnischen oder gar hexischen Weg einzuschlagen. Das Erdet und macht den Blick auf die Realität klarer. Ihr Leben-ihr Weg.

Dennoch haben sie schon als Kinder viel von mir gelernt, die Pflanzen des Waldes, die Bäume und auch die Monate mit ihren Zuodnungen kannten sie alle. Und an das Dankgebet vor jedem Essen an Mutter Erde, können sie sich sicher noch erinnern.Ahnen waren wichtig, die Ehrung der Verstorbenen begangen wir, in dem wir Geschichten von ihnen erzählten. Erinnerungen ausstauschten.

Ich bin sicher, das meine Kinder durch den Aufenthalt und die Nähe der Natur zu Achtsamen Menschen heranwuchsen. Unsere Jüngste ist in ihrer neuen Schule sehr geachtet, nicht für ihre Noten, die für uns nur eine unwesentliche Rolle spielen, sondern für ihren Gemeinschaftsinn.

Meine Kinder sollten nie zu "Siegertuypen" gezüchtet werden, die über Leichen gehen. Sie haben früh gelernt, das Hilfbereitschaft, freundlichkeit, ehrlichkeit  und menschlichkeit sich immer auszahlen.  Positives denken  sowieso.

Aber alle meine Kinder hatten in ihrer Grundschulzeit große Schwierigkeiten. Sie qäulten sich fast durch diese 4 Jahre. Meist kamen sie mit den Lehern/innen nicht klar. Vieleicht lag es am Schulsystem, ich weis es nicht. Später wurde es besser. Ich bin der Meinung, das Kindern in der Schule ihr natülricher Drang sich zu  bewegen, auf Bäume zu klettern, aberzogen werden soll. Still sitzen und zuhören ist nicht kindgerecht!

Heute studiert mein Sohn und die Jüngste macht ihr Abi. Meine Älteste hat sich eher für das Mama dasein entschieden, was auch eine Herausforderung ist. Aber auch ich war damals sehr jung. Ich hoffe, ich  habe ihr viel mit auf den Weg geben dürfen, um das als Mama selbst umzusezten.

So  gehen alle ihren Weg, sind junge Menschen die hilfsbereit, höflich, freundlich und vorurteilsfrei allen anderen Menschen und der Natur begegnen. Was will ich mehr...

Bücheripp für (heidnische) Eltern:
ÖkotopiaVerlag Münster , da gibt es unglaublich tolle Literatur für die Naturerziehung.

Kräuterkundig, Aurun Verlag
Lebenslustig , Arun Verlag


Kommentare:

  1. Guten morgen liebe minerva,
    ja leider fällt mir das bei uns auch immer auf meine Tochter ist 5 jahre alt,
    und wir sind viel aufen Spielplatz oder allgemein sind wir viel draussen und fahren Fahrrad weil wir auch kein Auto haben sind wir immer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs,
    mir fällt immer wieder auf das selten Kinder aufen Spielplatz sind und wenn sie da sind meinen die Eltern macht auch bloß nicht Schmutzieg
    da frage ich mich doch warum nicht ?
    Aber auch bei meiner Tochter im Kindergarten gab es Eltern die geschümpft haben wenn sich das Kind schmutzig gemacht hat, oder nasse Klamotten hatte traurig sowas
    meine Tochter konnte das auch nie verstehen sie sagte einmal zu einem Mädichen was geweint hatte weil es sich schmutzig gemacht hat
    ---- hat deine mama keine waschmaschine??---
    Ich und die Mutter des mädichen standen daneben ich musste nur lachen weil ich das richtieg toll von meiner tochter fand......Die Mutter des mädichen fand das natürrlich nicht luestig und die gute dame hat auch nie wieder ein wort mit mir gesprochen aber daas war/ ist mir egal....
    Lg simone

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  2. Ein toller Beitrag Minerva und du hast so Recht :0)

    Liebe Grüße
    Sjel

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  3. Guten Morgen Minerva und alle :) ein schöner Beitrag und ich kann dir nur zustimmen. Ich habe keine Kinder aber ich bine eine augebildete Familienpflegerin mit pädagogischen Schwerpunkt und auch Tante und Großtante. Mir ist es auch sehr wichtig das Kinder Natur erleben in alle Sinne. Ich gehe oft mit den Kindern in die Natur übermittel ihnen kindgerecht zu hören, zu lauschen, zu verstehen und zu respektieren. Wir haben immer viel spaß und die Kinder sind glücklich mit dem was sie erleben in der Natur. Einmal versuchte mein Großneffe einem Freund zu erklären, seinen Müll nicht einfach in eine Grünanlage zu werfen und erklärte ihn auf über Mutter Erde. Doch er wurde nur ausgelacht. Freunde sagten, das machen doch alle mit dem Müll und eine Mutter Erde gibt es doch garnicht!. Leider wissen noch viele Kinder nicht die Natur zu respektieren das liegt wohl am vorleben der Eltern. Aber ich muß auch sagen, das Kindergärten und Schulen sich jetz schon mehr Mühe geben den Kindern die Natur näher zu bringen und Naturpädagogik in den Unterricht intregieren. Ein wichtiges Ziel!
    LG Heidi NRW

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  4. Danke für den Beitrag, Minerva und die Anregungen. So, wie du es beschreibst, stelle ich mir mein zukünftiges Familienleben auch vor. Kann man sich die Artikel aus deinen "Naturerziehungstagen" noch irgendwo ansehen oder existiert diese Seite nicht mehr? Lg, Maren

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    1. Hallo meine liebe, nein die Seite gibt es schon lange nciht mehr.
      Tagebuch habe ich damals auf meiner Hexen-wissen.de Seite geschrieben, das fing etwa 2000 an. Später dann auf der Trudimonia Seite vom Hexenladen, bis ich dann zum bloggen kam.

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  5. Hallo Minerva, meine kleine ist ja 4 Jahre alt und auch wir sind oft alleine draußen.Wir haben hier vor Ort einige Spielplätze, aber ganz selten trifft man andere Kinder. Auch sonntags nicht oder gerade da. Im Kindergarten gehen sie zweimal am Tag nach draußen und da sind auch Matsch-Klamotten-Pflicht. Ich merke , wenn meine Tochter zu viel drinnen ist, egal ob mit Medien oder ohne beschäftigt, geht sie quasi über Tische und Bänke. Nicht das sie was zerstört, nein sie spielt auf Berge klettern usw. Sie ist oft so in der ihrer Fantasiewelt , auch wenn wir zum Einkaufen gehen oder zum Kindergarten .
    Vielen Dank für die Buchtipps ... hab mir schon eins auf meine Wunschliste geschrieben.
    Grü ße
    die Sammlerin

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