Donnerstag, 10. Juli 2014

Kinder. Enkel und ein Schwalbenbaby….

Die letzten Tage waren geprägt von Familie. Endlich hatte ich wieder einmal alle meine Kinder, nebst Enkelkind unter einem Dach. Das letzte Mal war das zu den Weihenächten. Wir saßen unter der alten Linde und grillten, hatten viel Spaß mit dem kleinen Mann , der einen Tag später das Watt erkundete und Bekanntschaft mit Muscheln und Krebsen machte, sowie unseren hiesigen Landwirt im Stall besuchte um die kleinen Kühe zu streicheln. 
Ich las ihm von Elfen vor, die aus Blumen geboren werden und er war ganz fasziniert davon.  Und hoffe, dass meine Tochter dem kleinen nie sagen wird „ das gibt es nicht“ …wie es leider andere Eltern viel zu oft tun.  Mittlerweile arbeite ich viel mit Kindern von etwa 6-14 Jahren und stelle immer wieder fest, wie furchtbar realistisch ihre kleinen Seelen behandelt werden. 


Die  Augen der Kinder glänzen, wenn ich von meinem Feenstaub erzähle, den sie ja ganz real im Hexenladen sehen und anfassen können. Da hören sie gespannt zu und fragen mich, woher ich diesen wundersamen glitzernden Staub in der Flasche denn habe.
Ich sage dann, von den Feen in meinen Garten, und sie sind ganz fasziniert. Leider ist dann und wann  mal wieder jemanden der sagt: So was gibt es nicht- die Frau erzählt nur…

Wenn ich in meiner Hexen- Kräuterschule von Pflanzengeistern und Beschürzter der Blumen spreche, ist die Reaktion der Kinds sehr oft zweigeteilt. Einige der Kinder wissen das instinktiv, andere verstehen nicht, wie eine Erwachsene an so einen „kinderkram“ glauben kann.  Dennoch sind am Schluss alle ganz bewusst beim Dankesritual für die Pflanzenhüter dabei und niemand findet es dann Kinderkram…
Es scheint vielen zu gefallen, gleich in der nächsten Woche ist wieder ein magischer Kindergeburtstag gebucht worden.Es spricht sich herum, wie sich auch meine "arbeit" herum spricht. Und selbst bei den Zauberfrauen führe ich nun schon eine Warte Liste für das nächste Jahr.

Die Sommerferien haben in NRW begonnen  und so war auch immer wieder im Hofladen etwas los. Auch knüpfen wir weiter Netzwerke, spinnen unsere Fäden oder werden von kreativen Menschen gefunden, mit denen sich eine Zusammenarbeit entwickeln könnte. 

Aber kaum waren die Kinder wieder weg und es ruhig auf dem Hof, da rief mein Mann ganz verzweifelt an. Auf seiner Arbeitsstelle, im Ferienpark, hatten sich mehrere Schwalbennester vom Dach eines Hauses gelöst und waren auf den Weg gefallen. Viele Jungtiere waren Tot.  
Fünft Schwalben konnte er in einen Karton packen und auf die Fensterbank eines Hauses stellen, die Jungen waren schon recht groß. Aus einem anderen Nest gab es nur ein überlebendes, was er nicht unterbringen konnte und so nahm er es mit nach Hause.  Ich verbrachte den gestrigen Tag und Abend damit, Schwalbenmama zu spielen und das Kind „ Zwangs zu ernähren“, damit es die Nacht überlebt. Wir hatten vor, am nächsten Morgen ein neues Elternpaar zu finden.   

Völlig entkräftet und ganz nass war es, als es bei uns ankam. Ich hatte kaum Hoffnung aber der kleine schien ein Kämpfer zu sein, so das er am Abend schon munter in die Welt blickte und ab und an sogar piepste.

Heute Morgen telefonierte Chris dann mit unsrem Nachbarn, er hat im Stall einige Nester und war bereit zu helfen. So das letztendlich das Schwalbenkind eine neue Heimat fand und hoffentlich nun von seinen neuen Eltern auch angenommen wird. 


Ja, jetzt ist es  recht still auf dem Hof, nach Tagen des Kinderlachens und der vielen Worte. Die Kinder sind gefahren und haben die Jüngste ein paar Tage mitgenommen. Aber es wird nicht lange still bleiben, denn schon am Wochenende kommt wieder neues Heidenvolk um uns zu besuchen und ein paar Tage zu bleiben. 
Darauf freuen wir uns sehr! 
*wink zu Kerstin und Jörg rüber*


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