Samstag, 26. Juli 2014

Den Herzweg gehen….


Irgendwann vor ein paar Wochen kam mir dieser Name für den ganz eigenen Weg unseres Lebens in den Sinn. Ich glaube kurz bevor wir zum Trommeln bei Stormy und Heidi waren. Ich weiß es aber nicht mehr genau. Aber als ich dort den Rede Stab hielt, sagte ich das erste Mal diesen Satz :

"…den Herzweg gehen…“ 

seit her lässt mich die Energie dieses Satzes nicht mehr los. 

Und so sprühte ich eines schönen Abends auf den Boden des Hofladens den Herzweg auf. Manchen der Besucher , fällt er ins Auge und sie fragen dann. Manchen nicht. 
Wieder ein Punkt mehr, die Menschen achtsamer werden  zu lassen. 


Gehe ich den Weg der mich ausfüllt?
Der Weg meiner tiefsten Überzeugung?

Der Weg der mich  glücklich macht?

Erfüllt dieser Lebensweg mich mit Freude?


So und weiter sind die Gedankengänge der Menschen, die meine Erklärungen darüber hören…


Seltsam bewusst wird es mir, wie sehr ich doch meinen ganz eigenen Weg verfolge, wenn ich Menschen begegne , die noch immer auf der Suche sind oder so viel gefunden haben, das sie gar nicht mehr wissen, was sie davon überhaupt für sich in Anspruch nehmen. 


Seinen Herweg zu folgen, das ist gar nicht so leicht, wie man vielleicht annehmen mag. Manch einer findet ihn erst gar nicht oder geht einfach einen Weg, von dem er meint, das es genau der Weg ist der ihn glücklich macht. In Wahrheit aber läuft er sein ganzes Leben hinter einem Ziel her, das er nie erreichen wird. 

Ich hatte viel zu tun mit Menschen, die ihren Weg nicht gingen. Sie wurden zu ungeduldigen, missmutigen und unglücklichen Persönlichkeiten die immer anderen für etwas die Schuld gaben. Oder sie wurden immer wieder krank, haltlos, kraftlos. Verlohren sich in der Sucht, wollten immer Anerkennung oder gar Macht über andere erlangen. Nach und nach beraupten sie sich selbst ihren eigenen Träumen und verlohren ihren Weg aus den Augen...


Diesen, unseren Seelenweg, der Weg des Herzens, diesen zu finden, alleine das ist schwer und kann ungemein anstrengend und kräftezehrend sein. Es hat viel mit Mut zu tun, Mut zu springen wenn es sein muss, oder die nächste Tür zu öffnen, wenn die Spirits sie für dich ein klein wenig öffnen. Durchgehen muss jeder von allein. Da musst du Mutig sein, bereit alles zu verlieren, bereit zu opfern und etwas zu riskieren. 


Und da fängt es schon an: 
Bist du es wirklich???!Mit aller Konsequenz??!


Da ich das lebe, was ich weitergebe, haben wir unsere Kinder auch so erzogen, ihren Wegen zu folgen. Selbstbewusst, einzigartig, treu und hilfsbereit zu sein. Sich darin aber nicht zu verlieren.


Meine jüngste  Tochter,  geht ihren Musikalischen Weg. 
Konsequent, mit Rückschlägen aber auch mit viel Erfolg und Anerkennung. Mein Sohn, 19, verfolgt sein eigenes Berufsziel und arbeitet dafür viel. Meine Älteste ist momentan Vollblut Mama, ich hoffe dass sie damit glücklich ist.


Ich habe, nein, wir haben, unseren Kindern vorgelebt was es heißt, seinen Weg zu gehen und trotz vieler Existenzängsten, immer Vertrauen in sich und seinen Weg zu haben. Glücklich damit zu sein. Ich kann anderen nicht helfen, wenn ich noch nicht einmal mir helfen kann, das sage ich immer.


Das Materielles keine Rolle spielt, das wäre dann doch gelogen, denn das am Ende des Monats so viel da sein muss, das man überlebt und alles bezahlen kann, das ist wichtig. Alles andere wäre blauäugig. 


Aber wenn wir die vielen Hürden meistern, die unsere Spirits uns vielleicht beabsichtigt in den Weg legen, um zu testen, ob wie das wirklich auch so wollen, nicht aufzugeben, dann wird es leichter. Dann kommt die Woge einer Erkenntnis auf uns zu: Wir werden vom Wissen an die Geister, an die Götter, an die Spirits, getragen und gehalten. Dann werden aus Feldbrocken Kieselsteine und aus der Quelle ein Fluss und später ein Meer…..


Wer seinen Herzweg geht, der darf einfach nicht ängstlich sein. Ich bin oft Menschen begegnet, die mir ihr Leid klagen…immer und immer wieder wiederholen sie, das was sie wollen, wie ein Mantra. Aber dafür nichts tun oder einfach lieber vor sich herschieben als schönen unreparierbaren Traum. Aber irgendwann muss man anfangen daran zu arbeiten. Sparen für die Auswanderung oder Anträge für die Selbständigkeit stellen, nochmal die Schulbank drücken und und und…


Oder ehrlich  in sich hineinhören, ob dieser Weg dann wirklich das einzige sein kann, was einem vermeintlich ausfüllt.

Ab und an gibt es Menschen die müssen erst lernen Grenzen zu ziehen, sich zu trennen oder ihre  Familienstruktur verlassen. Wenn du nicht glücklich bist, dann tu was dagegen! 

Und möglichst nicht auf kosten von anderen, sondern geh dein eigenes Risiko ein.

Genauso lebe ich das vor und begleite seit Jahren andere Menschen auf diesem Weg. Manchmal habe ich provoziert, um etwas aus jemanden heraus zu locken. Habe den Spiegel ganz offen , mal versteckt vorgehalten und viel zum Nachdenken mit auf den Weg gegeben. In meinen Worten , in meinen Handlungen und meinen Reaktionen. 


Viele der Menschen haben ein wenig durch mich, aber mehr durch ihre eigenen Kräfte ihren Herzweg gefunden. Manchmal hat es ihnen wehgetan und sie gaben mir die Schuld. Das war dann eben so, aber die dann tatsächlich gewachsen sind, die kamen zurück um sich mir mitzuteilen. 


Ab und an hat es Jahre gedauert, bis sich jemand überwunden hat, sich zu entschuldigen oder etwas aufzuklären. Das nehme ich aber gerne in Kauf, weil ich aus meinem ganz eigenen Weg schöpfen kann und wie schwer es ist, sich zu häuten und das schöne und so gewohnte Umfeld zu verlassen oder ganz aufzugeben.


Sehr häufig muss verzichtet werden, Verzicht auf Sicherheit, auf Luxus oder sogar auf Alltägliches. Dann frage ich; Willst du das wirklich?! Um sich weiter zu entwickeln müssen wir lernen, den Göttern etwas von uns geben, ihnen zeigen, wie ernst wir das mit dem Lebenstraum meinen. Stück für Stück und Stein für Stein geht man dann seinen Weg. Es funktioniert aber nur wenn man ehrlich ist, zu sich selbst und mit anderen. 


Das ist alles viel einfacher geschrieben als getan und auch jeder der schon seinen eigenen Herzweg gefunden hat, sollte sich immer wieder hinterfragen. 


Ist das noch der Weg den ich gehen wollte?!

Was oder Wer beeinflusst mich? Mein Denken, mein Verhalten, meine Meinung?

Ich bin im Laufe meiner Praxis als Hexe und Verkäuferin im Hexenladen von meinem eigentlichen Weg abgekommen. Weil mir die Sicherheit meiner Familie wichtig war, der Umsatz, die Zahlungen an die Ämter und so weiter. 


Dabei verlor ich mich selbst, weil ich viele Massenprodukte verkaufte, für Menschen die eine schnelle „Self Made Magie „ haben wollten. Glaskerzen aus den USA , Ouja Bretter und Ritualpacks…meine selbstgemachten Dinge, die rückten in den Hintergrund. Ich wollte den Menschen die eigentliche Aufgabe einer Hexe näherbringen, nämlich das eins sein mit der Natur, das Göttliche der Mutter Erde…und verkaufte statt dessen Magie in Tüten…sozusagen.


Heute weiß ich, wie wichtig dieser Bruch war, dieser große Schritt aus NRW heraus an die Küste. Die Spirits wollten es so, zwangen uns ja dazu. Wir haben gehört und sind gefolgt, wie wir es schon damals taten. 


Und jetzt? 
Bin ich bei mir. 
Wieder auf dem Herzweg. Meinem Weg.


Ich sehe mehr, ich höre mehr, ich entdecke mehr und bekomme wundervolle Geschenke in Form von Begegnungen und Arbeiten, Aufträgen und Menschen…


Ich lerne stetig, habe mich gehäutet, war immer dieselbe und dennoch nicht. Denn nicht nur den Menschen, die ich begleitet habe und noch begleiten werde, passiert das, sondern auch mir.

Aber wer den eigenen Herzweg gefunden hat, der wird in seiner Mitte sein , glücklich, zufrieden und zuversichtlich….