Donnerstag, 24. Juli 2014

Bescheidenheit oder Demut ?!





Bescheidenheit und Demut werden vielfach als Synonyme verwendet. Bei einem bewussteren Sprachgebrauch werden beide Ausdrücke unterschieden. Unstreitig Nachbarbegriffe, ist das genaue Verhältnis umstritten. Zum Teil werden sie als zwei Aspekte derselben Tugend angesehen. Nach anderer Auffassung sind sie "im Grunde unvergleichbar", weil die Bescheidenheit nur den zwischenmenschlichen Umgang und die Demut nur das Verhältnis des Menschen zu Gott betreffe.

Der mittelhochdeutsche Ausdruck „Bescheidenheit“ ist zunächst Entsprechung für lateinisch „prudentia, sapientia, scientia, discretio“.

 So etwa bei Freidank, der um 1230 eine Sammlung von Epigrammen mit dem Titel "Bescheidenheit" verfasste. Das Wort wird hier im Sinne des Unterscheidungsvermögens (lat. discretio) von Gut und Böse gebraucht. In anderen Kontexten ist eine Übersetzung etwa mit „Verständigkeit“ oder „Verstand“ möglich.

Erst seit Martin Luther wird im Deutschen „Bescheidenheit“ auch gebraucht als Entsprechung zu lateinisch moderatio, modestia, also im Sinne von „Zurückhaltung“ wie im heutigen Alltagssprachgebrauch. 

Dem liegt vermutlich juristischer Wortgebrauch zugrunde: althochdeutsch bisceidan, mittelhochdeutsch bescheiden für (gerichtlich) „den (ggf. ‚bescheidenen’ im heutigen Wortsinne) Anteil zuweisen "Bescheidenheit" wird auch unter die "Zwölf Früchte des Heiligen Geistes" eingeordnet, wie etwa im Katechismus der Katholischen Kirche. “….(Wikipedia)

Warum ich dies schreibe?! Nun ja, ein recht „sinn entehrter“ Kommentar auf diesem Blog ( habe ich nicht veröffentlicht) brachte mich darauf. Die Dame oder der Herr, solche Menschen neigen ja bekanntlich zur Feigheit, meinte auf Grund meines Eintrages zur Sonnenwende, ich wäre ja nicht die einzige Nordseehexe. Welches mir doch sehr bewusst ist und ich auch nie im Entferntesten geschrieben habe. 

Da hat wohl jemand zu viel hineininterpretiert oder was auch immer. Aber da ich nun direkt an der Küste lebe, bin ich jetzt auch eine Hexe der Nordsee.  Es wird sicherlich einge geben, genau wie dort, wo ich her komme. Also, wem das nicht klar ist…da weiß ich auch nicht. Über den Satz sollte es auch nicht gehen.
 

Aber es folgte weiter im Kommentar von Anonym…: 
„...ein wenig „Bescheidenheit täte dir ganz gut...“ .

AHA…da haben wir´s!


Und da ich nach Luisa Francias Rat gehe, die besten Kritiker sind deine Feinde, allerdings achte darauf, dass du es auch filtern kannst, denn die finden grundsätzlich alles scheiße was du tust, halte ich es mal so und habe mir gedacht, ich überlege mal, ob ich auch „Bescheiden“ genug bin…


Tick Tack…Tick tack…nein. Bin ich nicht. 
(Nicht so wie Dr. Anonym es wohl meinte.)


ABER: 
Will ich auch gar nicht. Geht auch nicht! 
Etwas in mir, schüttelt gerade auf das heftigste mit dem Kopf.


Wer kann denn in der magischen Arbeit bitte sehr bescheiden sein?! Liebe Göttin ich hätte bitte bitte…???! 
Wer sein magisches Licht nicht leuchten lässt, der kreucht ewig unerhört rum. Bescheidenheit und Magie, das passt nicht! Das hat was mit dem Gesprochenen Wort im Zauber zu tun, das kennt nämlich keine Bescheidenheit und kein: “Bitte ich hätte gerne…“ 


Wenn ich Bescheiden um etwas bitte, nehme ich mir selbst die meiste Kraft, nehme mir meine eigene Zaubernde Bewegung. Natur ist nicht bescheiden. Wenn die Flut kommt, dann kommt sie. Wenn ich mir etwas vornehme, dann tue ich das, lalle nicht immer was ich will, sondern mache! Ich übe Magie aus und fordere /formuliere gleichzeitig  mit dem gesprochenen Wort , wobei ich genau überlegen muss, was ich mir da wünsche...( kenne wir alle). 

Das reicht aber nicht, denn gleichzeitig muss ich immer im Weltlichen die Bereitschaft dazu vorantreiben und etwas wagen...! Bescheidenheit?! Eher unangebracht, wenn ich was in meinem Leben verändern will.
Was ich rufe kommt. Der wichtigste Satz im Magischen Denken. 
Es heist nicht, " wenn ich bescheiden rufe...".


Eine Hexe TUT was, ist eine Wilde und FREIE Frau  und ehrt das Leben. Wer diesen Vorwurf schrieb, der hat erst einmal eines NICHT: Eine Ahnung, was Magie eigentlich ist. Und was Hexe sein, für eine Bedeutung hat.

Aber vielleicht war es ja nicht darauf bezogen, also weiter in meinen Überlegungen:



Ich denke es ist im Leben ziemlich bescheiden, jeden Tag zu arbeiten, seine Kinder zu ernähren und gute , hilfbereite Menschen aus ihnen zu machen.
Gut ,ich habe den einzigartigen Vorteil meinen Beruf zu leben, der mich ausfüllt,  erfüllt, aber das ist meine Aufgabe und auch eine Arbeit!. 7 Tage die Woche! Und jeder der ein Geschäft hat, weis, welch Bürokratie dahinter steckt, die auch eine Menge Zeit in Anspruch nimmt..

Es ist unglaublich schön meine arbeit mit Menschen, aber auch sehr sehr anstrengend. Wer da also erzählt, ich benötige Bescheidenheit, hat noch etwas nicht: 
Eine Ahnung, wie es ist seine Berufung zu leben! 
Autentisch zu sein.



Jeder Tag ist eine Bereicherung für mich, aber auch eine Herausforderung. Ich sehe es als mein Recht an, Glück zu haben, den richtigen Menschen zu begegnen oder Sednas Tochter zu sein,  ,weil ich für diese Weltanschaung seit über 10 Jahren arbeite, diese seit 20 Jahren lebe und ihre Botschaft in die Welt sende, in dem ich es vorlebe

Naturreligion vorlebe, das man nämlich mit Durchhaltekraft, Wille, eine starken Familie an seiner Seite und ganz viel Fleiß etwas erreichen kann, was man den Herzweg nennt. 
Den eigenen Weg, nichts abgeschautes, nichts nachgemachtes.

Der eigenen Berufung zu folgen, egal wohin…das ist wahrlich nicht immer leicht und Freunde wissen das.

Wenn es angebracht ist, bin ich Ehrfürchtig, meinetwegen auch Demütig. Ich gehe den Weg den die Götter und meine Spirits mir vorbestimmt haben und den ich / wir mit unseren eigenen Händen seit 1998 erschaffen haben…

Bescheidenheit?? Bitte! Haben wir nicht alle ein Recht auf Gutes Gelingen und die Frucht unserer Arbeit zu ernten??!
 
Wenn man fleißig ist, seine Überzeugung lebt, steht einem da nicht ein Quäntchen Glück zu?! 
Und ist es nicht ein Teufelskreis, denn wenn ich selbst nicht glücklich bin, kann ich auch niemanden anderen dazu verhelfen?! 
Wenn ich nicht mein persönliches Etappen Ziel erreicht habe, kann ich dann andere dazu bewegen?!


Also…woher nimmt jemand der zu Feige ist, mir persönlich zu begegnen das Recht, zu meinen, ich sei nicht bescheiden genug? Kennst du mein persönliches Leben? Mich privat? Meine Kinder? Meinen Weg mit all seinen Höhen und Tiefen ? 
Nein, sicher nicht!


Alles in allem, ist der Kommentar aus einem  reinem  „Schubladen-Vorurteilsdenken“ entstanden, nicht mehr und nicht weniger. Brauch ich nicht, brauch niemand.


Demütig sein, Ehrfurcht haben, vor der Macht der Natur, der Schönheit und der Kraft der Göttin. Und manchmal werde ich ganz still und klein. Weil ich weiß, dass ich nur kleiner Teil von Allem bin . Aber auch ein kleiner Stein kann eine Welle auslösen....
Also, scheiss was auf „ Deine  Art von Bescheidenheit!“ 
Aber danke, dass ich dadurch wieder einmal ein Thema für einen Post hatte!

Frei zu handeln
Frei zu vordern
Frei zu zaubern
Frei zu lachen
Frei zu schreien
Frei zu leben! 
Frei wild zu sein!