Montag, 2. Juni 2014

Die alten Götter...




Unsere Überlieferungen berichten, das der erste Mann aus einer Esche  und die erste Frau aus einer Ulme entstanden. Da diese Mythen hoch oben aus dem Norden kommen, könnte man in unseren Breitengraden vermuten, der erste Mann sei eine Eiche gewesen und die erste Frau die Buche.

Ich weiß nicht, wie ich darauf komme, es war nur eine Idee.... Aber eigentlich ist das nicht so wichtig, welche Bäume es waren, denn die Botschaft dahinter zählt. In den Schöpfungsgeschichten unsere Alten Stämme, wird immer wieder betont, das der Mensch aus den bereits vorhandenen Material entstanden ist und nicht aus etwas leblosen. Er ist Teil von allem und alles ist Teil von ihm.

Dies zeugt von der innigen Verbindung, die unsere Vorfahren mit der Natur besaßen. In vielen Kulturen gibt es diese Schöpfergeschichten, bei den Inuit beispielsweise, stammt der Mensch vom Wal ab. Da gibt es kein " über allem stehendes/ übergeordnetes Wesen",  das uns aus etwas leblosen formt, sondern wir bestehen aus dem Zusammenspiel von vielen Essenzen und Seelen. Aus der Natur selbst.

Hier zeigt sich die Botschaft, dass wir Menschen, wenn wir es zulassen, verbunden sind mit Allem. Und auch mit Allem in Kontakt treten können. Wir sind weit mehr, als das was wir wahrnehmen. Denn auch unsere Vorfahren besaßen viele Wörter für die unterschiedlichsten Aspekte unsere Seele. 

Die Inuit haben unglaubliche fünfzehn! Wörter für weiß, weil sie diese Abstufungen sehen und wahrnehmen. Sie erkennen die kleinsten Farbunterschiede, weil sie in dieser Umgebung leben und damit vertraut sind. So etwas finden wir bei vielen Urvölkern wieder.


Das gilt auch für unser Vorfahren, die in einer sehr naturreligiösen spirituellen Welt lebten, das zeigt sich an den vielen spirituellen Begriffen, die unsere Vorfahren für die Seele kannten. Sie wussten, dass das „ahnen“ von den wirklichen Ahnen kam und verbanden ihre Spirituelle Seele mit dem weltlichen zu einer Einheit. 

Unsere Vorfahren hatten eine eigene religiöse und mythologische Überlieferung, die sich sehr ähnelte mit den anderen Europäischen Stämmen, wie Kelten, Slawen, Römern oder auch den Römern.
Sie hatten ein großes Wissen an rituellen magischen Praktiken und Gottesverehrung.

Bis in das Mittelalter blieb davon noch einiges erhalten, das dann aber von den Mönchen vernichtet wurde. Der Hass der christlichen Missionare bezog sich hauptsächlich auf die Göttin Freya, denn sie ist nicht nur weiblich, sondern war auch erotisch und für die freien Frauen zuständig. Dementgegen wurden Rituale rund um Wodan und Odin nicht so verfolgt und vernichtet, handelte es sich doch eher um die Männliche Seite. Somit entstand später das Bild, unsere Vorfahren wären  stark patriarchalisch gewesen, was nicht stimmt.


Wer denkt die alten Götter sind aus der Welt verschwunden, der irrt. Denn wir finden ihre Orte genau dort, wo sie hingehören; an Plätzen und Wäldern in der Natur. Der Odenwald war einst Odins Wald, Bad Godesberg heißt ehemals Wodans Berg und so finden wir ihre Namen überall um uns herum. Ja selbst in den wichtigsten Bereichen begleiten sie uns immer noch: Freitag: Freya-Tag, Donar-Tag. Der Begriff unsere Tür, stammt von der Eichen Rune Tyr ab. Türen gibt es heute immer noch in Eiche. 

Oder der Spruch: „Alle guten Dinge sind drei“ ...Uralt und kommt von den Schicksalsgöttinnen, den Germanischen Nornen...ja, auch im modernen und christlichen Deutschland finden wir die alten Götter. Sie sind nicht tot, waren es nie!

Es gab auch viele regionale Gottheiten, deren Namen mittlerweile verschwunden sind. Aber vielleicht sind sie als Name eines Flusses oder eines Berges, deren Herkunft kaum jemand noch weiß, dann doch noch vorhanden.....

und wenn wir die alten Götter bewusst suchen, zuerst tief in unserer Seele ,dann werden wir sie auch im aussen wiederfinden, dann Offenbaren sie uns ihre Plätze , ihre Magie und ihre Weisheit..

1 Kommentar:

  1. Danke Minerva - und wie es sie gibt, die alten Göttinnen und Götter )O( Die einfachsten Quellen sind immer noch Märchen und Sagen - und dann halt die alten Ortsnamen - die Steine - die Flüsse und Seen. Es ist immer wieder wunderschön für mich, wenn ich erkenn, woher die Namen (oder sonstiges) kommen
    LG Rosi

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