Sonntag, 23. März 2014

Kunst und Magie - Die Magie der Kunst....

Göttinnen Rassel

Wenn ich male, dann erst einmal für mich.
Wenn ich einen Stab finde und gestalte, dann erst immer für mich.

Malen ist der Ausdruck meiner Seele. 
Wenn ich Formen, Farben und Muster auf einen Gegenstand bringe, dann denke ich nicht daran, dass ich ihn verkaufe, sondern tauche ein in meine eigene Mitte, in meine Kraft und daraus entwickelt sich etwas, wird etwas geboren…



Geisterrasseln
Auftragsmalereien habe ich versucht und  versagt, ich male für mich. Nach einer Weile ist dann das Bild soweit es verkaufen zu können/wollen oder zu dürfen. Das gilt auch für einige andere Kunsthandwerkliche Objekte. Bei  einigen meiner Werken war der Auftrag als erstes da, spielt eine andere Person, deren Energie, eine Rolle wie bei den Ahnenhäusern, Kraft und Redestäben, beispielsweise.


Ich arbeite autodidaktisch und habe mit den Jahren festgestellt, dass ich mit Methoden des Schamanismus arbeite. Auch die meisten Symbole meiner Bilder sind schamanisch. Wärent ich ein Objekt betrachte, gehe ich in seine Tiefe, streift meine Seele die seine.



Ich denke, dass meine Bilder, Stäbe, Rasseln und diverses, das ich das  asl Gesamtbegriff "schamanische Kunst"  nennen kann. Ich lebe nun seit fast einem Jahr  auf einem Künstlerhof. Den habe ich mir nicht ausgesucht, es war Fügung der Geister (hier im Blog festgehalten)

Dieser Hof und seine Umgebung haben eine besonders kreative Energie um sich, von der ich profitiere. Und andere hoffentlich auch! 

Von der Künstlerin durfte ich einige Bilder behalten, die mir besonders gefielen. Sie ist keine Schamanin aber studierte Künstlerin. Die Werke die ich behalten durfte, erinnern mich aber stark  an Kunst aus dem Schamanismus. 
 
Ist es deswegen keine schamanische Kunst, nur weil sie keine Schamanisch arbeitende ist?

Ich habe Kunst nicht studiert, bin ich deswegen keine Künstlerin, weil ich das nicht studiert habe?

Wer legt das fest?

Wie wird das festgelegt?

An was orientieren wir uns dabei?




Ich glaube, wenn uns bestimmte Kunstwerke, an unsere Urkräfte erinnern, in uns etwas wach rufen, mit den Symbolen der Seele und Geister arbeiten, dann dürften wir diese Objekte wohl schamanische Kunst nennen, oder?



Ist jede Hexe oder jede Schamanin gleichsam eine Künstlerin?

Genauso schwer sich das definieren lässt, genauso schwer lässt sich sagen, wer eine Hexe ist und wer nicht.
Ahnenhaus

 Bin ich eine schamanisch praktizierende oder Schamanin?
Eine Hexe oder nur Eine die Magie betreibt?

Zu wieviel Prozent ist Eine eine Hexe, die in der Stadt lebt?



Schamanismus lässt sich eben genauso wenig messen wie Kunst. Es liegt  immer im Auge der Betrachterin. Oft sind Schamaninnen künstlerisch tätig und Künstlerinnen schamanisch.

Beide sind aber Grenzgänger, Schwellentänzerinnen, Tabu Brecher-innen. 
Bei der schamanischen Kunst steht ein Spirit Pate, er ist der Geist des Gedanken, der Führer des Pinsels. Schamanen verleihen ihren Kunstwerken ein unsichtbares magisches Energiefeld, ein Objekt wird damit auch zum rituellen Gegenstand. 

Das Material beginnt zu kommunizieren und erhält in dieser magischen Symbiose sein Muster, seine Farben und seine Form. Damit erhält das Objekt eine magische Signatur oder wenn man will, seine Aufgabe. Wie meine Rasseln und das Ahnenhaus beispielsweise.
Kraftstäbe aus Hollaholz
Somit wird jeder dieser Kunstgegenstände ein Gefäß der Spirits. Es ist beseelt und nicht einfach ein Objekt.
Wenn ich ein Bild male, eine Rassel gestalte oder ein Ahnenhaus fertige, dann bin ich eins mit mir und dem Universum. Ich erhalte Zugang zu vielen Botschaften, Formen, Farben, Möglichkeiten.



Und was ist mit der Lebens-Kunst? 
Die dürfen wir dabei auch nicht vergessen.



Die Kunst sich sein Leben so zu gestalten, wie man es will, frei im Handeln, frei im Geiste?!

Lebenskünstlerinnen überleben, leben ihre Berufung, egal was es kostet.Lebenskünstler -innen sind selbstverantwortlich. Sie kreieren ihren Lebens-Raum. Immer an der Grenze des Machbaren, des Sichtbaren, des Überlebens.
 

Ja, da kann ich mitreden, wenn ich eines bin, dann das! Um unsere Freiheit zu bewahren, verzichten wir auf einiges und erhalten viel. Sorgen eingeschlossen aber dafür gibt es das Naturnahe Leben.



Eine Schamanin sagte einmal:

Kunst entsteht aus Freiheit. (Nana Nauwald oder Cambra war´s, ich weiß nicht mehr)

Jawohl! Kann ich unterschreiben!
Hier in diesem Haus, an diesem Ort webe ich mein ganz eigenes Lebensmuster. Dieses Muster kann manchmal grau sein oder schwarz, überwiegend besteht es aber aus der wundervollen Farbenvielfalt der Natur um mich herum, aus dem Lachen der Frauen im Ritual, dem Gesang des Windes und des Meeres, sowie dem Rhythmus der Erdenmutter, dem Grün der Heilkräuter.

Immer wieder lasse ich mich davon be-geistern, finden Geister also einen Zugang sich darin auszudrücken. Im Gesang, im Klang meiner Trommel oder eben in den Mustern meiner Objekte.
Ich habe gelernt und verstanden, dass meine Rituale wirksamer sind, wenn ich meiner Bitte ein Lied gebe, wenn ich die Götter mit Tanz und Gesang rufe. 

Wenn ich etwas im Bild banne oder binde, im Stab etwas heraufbeschwöre oder im Ahnenhaus etwas einlade. Das ist (M) eine Art von Kunst.




Kommentare:

  1. Hallo Minerva, ich habe viele Jahre selber gemalt und finde deine Bilder sehr schön und kraftvoll. Liebe Grüße Marthe.

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  2. Aus Dir entstehen wunderbare Kraftvolle Kunstwerke. Ich bin jedesmal begeistert, wenn ich Deine Bilder sehe und spüre die Kraft, die in Deinen Werken lebt. Danke, dass Du uns an Deiner Arbeit teilhaben lässt.
    Christine Schmidt

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