Samstag, 28. September 2013

Arbeit mit dem Krieger…Männer Spiritualität






Zu fast 99 Prozent arbeite ich mit Frauen. Klar doch, ich bin ja auch eine, da fällt es leicht mit dieser weiblichen Energie zu arbeiten. Aber was ist mit den Männern? Sollen Frauen zu Frauen gehen und Männer zu Männern?! Ich denke nicht unbedingt, es kommt auf die Sympathie und das Vertrauen zueinander an. Manchmal eigenen sich gegensätzliche Pole sehr gut. Natürlich nicht immer.
Für mich ist es eine Herausforderung ab und zu  mit der anderen Energie zu arbeiten.

Die weibliche Seite empfinde ich wesentlich weicher, als die Männliche Energie. In meiner Arbeit ging es hauptsächlich um die „Findung des Weges“
.Fragen wie :
"Wo bin ich im Moment"
"Wo stehe ich"
"Wer bin ich"
"Wo will ich hin" 

standen im Vordergrund dabei. Außerdem der Kontakt zu den Schutzgeistern herzustellen.

An einer Lebenskreuzung zu stehen, ist weder für Männer, noch für uns Frauen einfach, die Spirits zu kontaktieren, damit sie uns beistehen, das war Hauptgrund dieser Ritualarbeit.

Während ich bei Frauen die Göttinnen zu Hilfe nehme, nach Tier und Pflanzenhelfern frage, muss ich beim Mann anders vorgehen. Helfertiere, Krafttiere, gut, damit kann er was anfangen, die kommen als Schutz und Leitwesen in den Außenkreis.

Welchen Traditionen oder Göttern fühlt er sich zugehörig? Er sah für sich die  Germanisch-Keltischen, die dann in den Innenkreis, als Leiter und Begleiter gelegt wurden. Außerdem wollter er  noch den Schamanisch-Kriegerische Aspekt der Natives hinzu, das aber nur am Rande. So wurden die Hüter und Krieger zwischen Schutztier und Götterwelten von ihm  ausgelegt. 

Von den Germanischen wie von den Indianischen, wurden die letzten drei Karten einbehalten, sie stellen die Botschafter da.
Seine Ansicht von Männlichen Attributen ?
Diese Überlegung war meine "Hausaufgabe"  bei unserer Termin Absprache und die Atribute sollten dann von ihm mitgebracht werden.
 
Das war nicht ganz so einfach: Federn, Kriegsbemalung. Das Geweih im Spirituellen.
Weltlich: eine Flasche Bier, die ja auch für Odin /Wodan steht und ein Schnitzmesser.
Für andere Männer kann das sein: Fußball, andere Waffen, Zigaretten, Tabak… oder auch Pfeil und Bogen. Je nach dem…

Dann werden die Spirits gerufen. Ich sitze  da und Trommel.  Er soll zu erst einmal, sich selbst spüren, die eigene Mitte fühlen. Räuchern soll er und sich mit den Trommelschlägen verbinden. Das kann dauern.
Er soll sich einlassen. Annehmen.
Der Rauch hängt wie Nebel im Raum. Dann bitte ich ihn, sich seine Männlichen Attribute anzusehen, sich mit den spirituellen zu verbinden. Kriegsbemalung findet statt und es wird ein Schluck Bier getrunken, für die Geister. 

Dann steht er auf, mein Trommelschlag wird lauter und stärker.
Er geht barfuß über die Karten hinweg, lässt sich treiben und inspiriert von den Eingebungen im Geiste. Hebt eine auf, nimmt sie mit zu sich. Setzt sich wieder, nimmt die Botschafter von der Erde und liest ihre Aussage. Trinkt noch ein Schluck Bier, räuchert, schweigt, schließt die Augen. Hört auf den Trommelschlag der jetzt auch in seinem  Inneren wiederhall findet.
Ich stehe auf, gehe um den Kreis aus Schutz und Helferwesen herum, dreimal. Spreche die Worte der Kraft und der Magie, er will nicht selbst sprechen, ich mache das für ihn. Er will nicht selbst bitten, ich tue das. Gehe immer wieder trommelnd im Kreis. 

Die Energien dichten sich dadurch nochmals. Jedes dieser Rituale, ob mit Frauen oder Männern läuft nicht nach Konzept oder Plan ab.  Bei mir gibt es kein Muster, ich reagiere auf das, was im Kreis passiert und im Körper, auf Energien und Botschaften der Geister. Immer unterschiedlich.
Wichtig ist, was danach passiert, das was geändert ist, wenn der  Kreis der Spirits, Ahnen und Helferwesen wieder entlassen wird. Dass der eigene Weg klarer vor einem ist, das wir das Gefühl haben, geführt zu werden, nicht alleine zu sein, in Kommunikation zu stehen.



Die Arbeit mit der Männlichen Seite, tut mir auch gut, ist aber für mich wesentlich anstrengender, weil nicht alltäglich. Immer wieder eine Herausforderung auch, weil es lange dauern kann, bis ein Mann sich wirklich öffnet. Frauen habe ich schon weinen, lachen, tanzen und singen erlebt, bei Männern bisher noch nie, es ist schwer für sie, mal richtig aus sich heraus zu finden.

Kommentare:

  1. Ein sehr spannender Beitrag, danke fürs Teilen. Ich muss zugeben, dass mir das eine ganz neue Sichtweise auf die magische Arbeit eröffnet. Für mich persönlich war das Arbeiten mit beiden Energien nie schwierig, sondern im Gegenteil immer ein sehr natürlicher Prozess, da ich diese Energien in mir schon immer als sehr ausgeglichen empfunden habe. Ich denke jeder geht auf seine ganz eigene Weise an diese Energien heran, das ist wirklich interessant. :)

    Liebe Grüsse
    Nicky
    .

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  2. Es war mir eine Ehre und ein Bedürfniss. Mich hat diese rituelle arbeit mit Minerva sehr unterstüzt in meinem Lebens uns Lernprozess. *DANKE*

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