Donnerstag, 1. August 2013

gesegnete Erntezeit!


Was schon August?!

Hochsommer, überall hängen nun die Spinnerinnen in ihren Netzen und warten auf ihre Beute,kümmern sich um ihren Nachwuchs ,der später  an selbiger Stelle das neue Netz im nächsten Jahr weben wird…Kreisläufe und Kreisläufen, nie sind wir dieser Erkenntnis so nahe, wie jetzt!

Kleine Erntezeit, die Bauern hier fahren langsam das Korn ein, der Mais bleibt bis kurz vor Mabon auf den Feldern. Üppigkeit macht sich überall breit, rot hängen die Johannisbeeren an ihren Reben, die Himbeeren und die Stachelbeeren wollen geerntet werden. 


Der alte Birnenbaum trägt auch ein paar Früchte, aber die sind erst im Herbst reif. Diese Birnensorte ist so alt, das man sie roh nicht essen kann, nur gekocht. Das war früher so.


In Erwartung auf die Früchte des Holunders sind wir nun, wenn Frau Holle mit ihrer Dunkelheit naht, dann werden sie reif. Der Sommer steht in den letzten Zügen, auch wenn wir es nicht wahr haben wollen. 


Botschaft der  Göttin:

"Ich gehe schwanger! Ich bin so überladen und üppig bestückt mit Früchten, Blumen und Kräutern, das ich mich kaum bewegen kann. Wo mein Auge hinblickt, wächst und gedeiht es.

Trächtig und träge sind die Waldtiere und nur die Nächte versprechen ein wenig Abkühlung von der Hitze des Tages. Aber ihr seid ja selber schuld! Ich ziehe mich in die Wälder zurück, in die Quellen oder Flüsse. Ihr versteckt Euch in stickigen Wohnungen und bewegt Euch auf nicht atmender Erde, die ihr Asphalt nennt. Kein Wunder das ihr nicht Atmen könnt. Ihr verbaut Euch Eure Vorgärten, so dass kein Windzug mehr in Eure Zimmer hineinkommt und lasst mich nicht mehr zu Atem kommen!

Aber Du weißt es besser, nicht war, meine Tochter?! Du kommst zu mir, redest und betest. Du sollst an meiner Üppigkeit teilhaben! Ich lasse meine Kinder nicht alleine, wenn sie in Dankbarkeit für ihre Ernte ein Fest für mich geben!


Schau zu Deinen Füßen auf dem Waldboden, siehst Du es? Ich habe es versteckt, aus Dankbarkeit, das Du immer wieder hierher kommst zu mir, um mit mir zu reden, habe ich extra für Dich ein Kraut wachsen lassen! Nimm es mit, Du kannst es gebrauchen.."


Lug ist der keltische Sonnengott und das Schnitterfest hieß es, weil das reife Korn geschnitten wurde, es war das keltische "Vor- Ernte Fest". 

Das Fest wurde damals 2 Wochen hindurch gefeiert. Aus dem gesamten Landesgebiet kamen Menschen zusammen. Die große Mutter-Göttin wird zur Schnitterin, die sich vom Leben ernährt, damit neues Leben wächst. Mit dem Schnitt der Sense stirbt der Kornkönig und kehrt in den Leib der Mutter / der Erde zurück.


Hier kommt  deutlich die heidnische Weltsicht über den Tod zum tragen:


Sterben um Leben zu geben, es ist kein endgültiger Tod, kein brutales Ende, sondern es geht darum die sterbend Energie umzuwandeln, damit sie zu einem neuen Leben wird. So wird aus jedem Korn neues wachsen, ein ewiger Kreislauf des Lebens.



Mit dem Ende des Lugnasad Festes ist auch die "Hohe Zeit "im Jahr vorüber. Dieses Fest konnte auf einem Hügel über den  Feldern gefeiert werden, damit man einen guten Ausblick auf die Felder mit der Ernte hatte.  Aber auch am Wasser, weil es der Lebensspender ist und in der Hochsommerzeit nicht selbstverständlich war. In die Rituale wurden auch die Quellheiligtümer mit einbezogen oder an Ufer von Seen oder Meeren gefeiert. Es war nicht nur ein "Brotfest" sondern auch ein "Wasserfest".




Inhalt dieses Festes ist es u.a., um den Schutz der Ernte vor Unwettern zu bitten, d.h. allgemein um eine gute  Ernte beten. 

Am Meer ging es um beides, Schutz der Seeleute und einen reichen Fang, wie auch Schutz der Felder vor den Stürmen und dem Wasser. Die Wassergöttinnen milde zu stimmen.



Lamas ist ein Fest des Wachstums und der Reife. Wir gedenken des wachsen des Getreides und wir erwarten die Ernte von allem was die Göttin für uns bereithält. 


Wir bedanken uns und  lassen die letzten Monate Revue passieren.

Das werde ich heute Abend auch tun….

*Ich wünsche Euch eine reiche Ernte und ein schönes Fest*.



Kommentare:

  1. ...so soll es sein, möge auch Dir ein wunderbares Fest beschert♥

    Herzliche Grüße aus der alten Heimat
    Silberweide

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  2. Vielen Dank dafür, dass du dein Wissen teilst
    alles Gute!

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  3. ...ja, ein wunderbares Fest scheint es zu werden.
    Obwohl ich schier erschrocken war...was schon Anfang August?
    Huch, schon so spät im Jahr?
    Scheint wohl eine persönliche Empfindung zu sein
    das das Jahr sehr schnell an mir vorrüber zieht?

    Herzlichst Faraday

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