Donnerstag, 29. August 2013

Das heilige Gastgeschenk...

Schwiegermutter war  zu Besuch. Als Gastgeschenk brachte sie uns eine riesengroße Holzstatue eines Katholischen Heiligen ,den St. Christopher mit…

da fragt man sich schon, wo war sie nur die letzten 15 Jahre??? Ist  das  einfach Ignoranz oder Alters Senilität oder einfach nur Unachtsamkeit???? 



Mein Mann und ich haben nichts sagen können , eigentlich waren wir erst einmal sprachlos und ich musste mir das laute Lachen dann verkneifen, als sie den Kerl auspackte und das Kreuz oben abbrach…

Was zu Göttin sollen wir Heiden mit so etwas?????????!



Momentan steht er oben auf der Deele an der Kirchenbank, weil ich es passend fand. Wenn das so weiter geht , kann ich da oben eine Kapelle eröffnen (Scherz).

Ich habe dann  , nach meiner sprachlosigkeit, überlegt, was er vielleicht bedeuten soll und nachgeforscht. Denn ich finde "nur reine Abneigung " zu emfinden, wäre wirklich zu engstirnig.
Ich meine, er ist ein KATHOLISCH HEILIGER, was ihn sowieso unsympathisch macht, aber warum gleich so abweisend, habe ich mir gedacht und dann einmal gegoogelt: 
Und erstaunliches entdecken können:
 


Der Heilige Christophorus stellt die Christianisierung heidnischer Vegetations- und Todesgottheiten dar ,wie die des griechischen Hermes oder des ägyptischen Anubis. 

Von Anubis, der den Horusknaben über den Nil trägt, erbte Christophorus die Hundsköpfigkeit, wie ihn russisch-orthodoxe Ikonen noch bis ins l8. Jahrhundert darstellen. Die Legende schildert Christophorus als Riesen mit ungeheuerlichem Aussehen, der nur dem stärksten Herrn dienen wollte und aus einem „mystischen und uralten Volke stammte“.

Von einem alten Mönch in die christliche Religion eingeweiht, diente er diesem als Fährmann. Eines Tages trägt er einen Knaben über den Fluss, der so schwer wird, dass der Riese fast untergeht. In der christlichen Interpretation trägt der Christusknabe die Weltkugel mit ihrem ganzen Gewicht.
Hingegen spiegeln das Überqueren des Todesflusses und das Wunder des grünenden Stabes den Leben-, Tod- und Wiederauferstehungsglauben des alten Orients. Aber auch Odin besaß so einen Stab, wie viele andere Götter, dieser sollte die Fruchtbarkeit ausdrücken.

Das äußere Bild des Heiligen wandelt sich mit seiner Verbreitung: In Byzanz erscheint er als vornehm gekleideter Mann, im Mittelmeerraum mit adonishaften Zügen und in den Alpen verschmilzt er mit dem "Wilden Mann". 

Den Höhepunkt erreichte seine Verehrung während der Pestzeiten, wo er bis weit hinauf ins Rheinland als einer der 14 Nothelfer angerufen wurde. Als solcher soll er vor plötzlichem Tod und vor Gefahren auf Reisen bewahren, was sein weithin sichtbares Schutzbild auf Kirchenfassaden erklärt. 


Als christliche Version des Wilden Mannes beschützt er auch die Fruchtbarkeit der Felder und die Ernte der Bauern. Im Alpengebiet erscheint im Wasser zu Füssen des Heiligen oft eine Nixe vermutlich als Fruchtbarkeitssymbol. Im 20. Jahrhundert erlebte St. Christophorus noch einmal eine kurze Blüte als Patron der Autofahrer.. 

Deren Deutung blieb ungeklärt, doch ist ihre Haltung mit den seitlich hochgezogenen Schwänzen in anderen Zusammenhängen als Geburtshaltung interpretierbar und hier als Zeichen des wiedergeborenen Lebens. 


Viele „seltsame „ Merkwürdigkeiten" kommen dabei zusammen. Er scheint eine eher Mystische Figur zu sein, nicht wie bei anderen Heiligen, jemand der als Kreuzritter auszog,  Ungläubige tötete oder vertrieb. Auch die Verbindung mit dem Meer, also der Nixe, dem weiblichen scheint mir kaum mehr Zufall zu sein. 

Was meint Ihr dazu? Was sollen wir mit ihm anstellen?
Bitte um Vorschläge!!!!!


Kommentare:

  1. Seltsam, mich würde da vorerst interessieren, welcher Bestimmung die Kirchenbank übergeben werden soll?

    Vielleicht kann dann die Figur ihr folgen?

    Du hast doch jetzt so viel Grund, vielleicht lässt sich auch in einem abgeschiedenen Winkel ein Ruheplätzchen für Beide finden, der auch zum verweilen einladen könnte.....

    Dann könntest Du auch SchwieMu immer sagen "da steht er doch" ohne ihn verstecken oder rauskramen zu müssen.....

    Herzliche♥Grüße an die Küste
    Silberweide

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  2. Liebe Minerva, ich musste über das eigentümliche Gastgeschenk doch sehr schmunzeln.
    Deine Schwiegermutter ist eine alte Frau und bestimmt ist ihr gar nicht bewusst gewesen, wie unpassend ihr "Mitbringsel" für einen Heidenhaushalt ist. Sie hat es sicher gut mit dem Schutzpatron gemeint.
    Aber wir wissen ja, dass nichts ohne Grund zu uns findet. Deine Überlegungen gehen in die richtige Richtung.
    Ich würde ihn auch erst mal auf die Kirchenbank stellen und abwarten was passiert.
    Manchmal ergeben sich Antworten zu einem späteren Zeitpunkt wie von selbst.
    Es grüßt euch ganz lieb Kerstin

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  3. :) gewähre ihm Asyl ..
    vielleicht zeigt er dir auch wo er sein möchte?
    Es hat alles einen Sinn, aber das weißt du auch.

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  4. Liebe Minerva,
    ich musste zu Beginn erstmal laut loslachen. Auch meine Schwestern amüsieren sich köstlich darüber :) Die Nachforschung war eine gute Idee. Aber ich glaube du solltest vielleicht mal die Karten/ oder andere Orakel dazu befragen. Ich habe das Gefühl dass du dort evtl. noch weitere Hinweise finden könntest. Dieses Geheimnis will ergründet werden glaub ich ;)

    Liebe Grüße, Jessica

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  5. Hallo liebe Elster!

    Ich musste soo Lachen....
    Mir ist auch um Ostara herum ähnliches wiederfahren.
    Als Anhängsel einer ebay Ersteigerung estand ich nicht nur eine
    Afrikanische Figur sondern auch eine Interessante holzschnitzerei von Adam,Eva
    und dem Apfel! In den nächsten Wochen vielen mir Geschichten ,Symbohle ja selbst Musik in die Hände die diese Figur,für mich,"Heidnisch" werden ließ,(eben auf meine ART und weise)
    Immer wieder bring sie mich zum grinsen denn aus einem bestimmten Winkel betrachtet hält Eva nicht einen Apfel zwischen sich und Adam sondern es macht doch eher den eindruck als kümmere sie sich um Adams "bestes Stück"!

    Warte einfach noch ein bisschen ab vieleicht Verwandelt sich Christophorus ja noch in "deinen" Wilden Mann! hihi

    Ach ist das schön, sich selbst nicht so ernst zu nehmen!

    LG Wegwarte

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  6. Hallo Ihr Lieben,
    danke für die kommentare, die mich eigentlich in meinem denken bestätigen. ich denke auch, das es einfach zeit braucht und das was ich bisher herausgefunden habe, damit kann ich ganz gut leben, er darf bleiben und mal sehen...vieleicht kommt er dann doch in meinen "Raum der Spirits" , ( Kerstin weis, um welchen Raum es sich dabei handelt) ) und vieleicht ändere ich sein äußeres ein wenig...mal sehen.

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  7. Ich persönlich finde die Geste hinreissend,
    Schutzpatronat für Eure Familie, Eure Lebensgemeinschaft...
    erist auch der Patron für die Autofahrerin,,,KEINE UNFÄLLE!!!
    Ich bin gar nicht katholisch sozialisiert und finde das einfach spirituell andaers...habt Ihr keinen Garten?rein damit...sonst einfach als GESTE fühlen und fragen, warum SIE IHN EUCH geschenkt hat...fragen...das ist das Rezept für mißverständnisse...ich bin direkt erstaunt, dass Du spirituelle Weise da so rigide reagiert hast...sind wir nichtalle auf einem spirituellen Weg, Du mit Deinem Blog und sie mit ihrem Glauben...bitte Toleranz...das wäre toll.................

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  8. Liebe Magierin,

    also ich finde meine reaktion schon sehr tolerant, außerdem weis ich schon, warum sie ihn mitgebracht hat, hat sie vor jahren immer schon erzählt, das wir ihn bekommen weil er der namensgeber meines mannes ist ( heiliger christoph).

    sie wusste eigentlich, um unsere reaktion. intolerant wäre gewesen, ihn in den kamin zu schmeissen und erst gar nicht um seine bedeutung zu googeln. in den garten kann er nicht, er würde kaputt gehen und verwittern, aber ich schrieb ja, das ich nach der recherche denke, er gehört später in unseren spirituellen raum der schutzwesen. ich denke, toleranter kann man schon gar nicht sein.
    und: du kennst meine schwiegermutter nicht *lach*...die lässt nämlich NICHTs anderes, als ihren glauben gelten....

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  9. Hallo,
    ist schon lustig, ich müsste über ein solches Geschenk auch erstmal nachdenken.
    Da ich immer zuerst das Gute im Menschen sehe, vermute ich, sie hat es nur gut gemeint. Sicherlich kommt auch Unwissenheit und Ignoranz bezüglich eurer heidnischen Lebensweise dazu...
    Das mit dem Garten und dem *vorsichhinverwittern* finde ich persönlich am besten!
    Da erledigt sich die Sache auf kurz oder lang quasi von alleine... *grins*
    Liebe Grüsse
    Petra

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  10. Liebe Minerva, hier ist alles möglich, was man selbst will! Ich habe volles Verständnis dafür, daß dieses "Geschenk" Irritationen auslöst. Wenn man davon ausgeht, daß Schwiegermutter sich nur ein klein wenig Gedanken gemacht hätte, womit man sich die letzten (vielen) Jahre beschäftigt hat, kommt mir das so vor, als hätte eine Vegetarierin einen dicken fetten Fleischbraten geschenkt bekommen, den sie nun essen soll. - Also - die Recherchen waren doch schon hilfreich - und über die Toleranz braucht man sich wohl keine Gedanken zu machen!
    Magdalena

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  11. Ich muss ehrlich gesagt dass ich mancherlei "christlichem" Heiligen / christlicher Heiligen, gar nicht so abgeneigt bin. Zwar bin ich alles andere als katholisch :D aber doch sehr offen, für alles was da meinen Weg kreuzen mag und zu dem ein oder anderen kriegt man in der Tat seinen Draht. Ich persönlich würde empfehlen ihn erstmal zu behalten und an eine Stelle im Garten zu stellen oder so, wo er zwischen Eurem Hof und dem Meer hin und her schauen kann. Womöglich führt er den ein oder anderen Reisenden zu Euch...? ;-)

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