Samstag, 27. Juli 2013

Über Kultplätze und Kraftorte....

Steinkirche 2000
Erst einmal; es gibt einen Unterschied zwischen einen Kultplatz und einem Kraft Ort. Der Kraft Ort kann alles sein, ein Baum, dein Altar, einfach ein Ort, der dir Kraft und Energie gibt.  
Und den du, durch deine Rituale, beseelen kannst. Es ist ein Platz, der dir,  deinem Inneren Ausgleich verschafft, dir Kraft gibt, aber dem du auch Kraft verleihst, indem du deine Rituale und Feste immer wieder an diesem Ort begehst.
Hügelgräberfeld bei Borken 2002

Und vielleicht dann, wenn du deinen Kraftplatz weitergibst, vererbst und immer wieder  darauf die alten Rituale abgehalten werden, ja dann, mit den Jahrhunderten, wird so dein Kraft Ort zu einem Kult Ort.
 
Zu sehen bei all unseren Christlichen Urkirchen, denn zu 90% stehen sie auf alten Ritualplätzen. 

Druidenmauer in Niedersachsen/Harzrand 2000

Ein Kult oder Ritualplatz ist  ein Platz, an dem seit Urzeiten, Kultisch-religiöse  Handlungen vollzogen wurden und / oder noch werden. Auch dieser kann Kraft geben aber genauso Gegenteiliges, je nachdem. Nur weil so ein Kult- Ort einen „ gewissen Bekanntheitsgrad“ besitzt ( Stonehange beispielsweise) heißt das noch lange nicht, das du das auch so empfinden musst.

Denn nur weil „vermeintlich alle“ das so sehen, sollte man selbst diesen Platz hinterfragen oder besser gesagt, „hinter –spüren“ !

Iburg 2002
Es gibt riesengroße Unterschiede, manche dieser Kult-Plätze ziehen sogar Energie aus deinem Körper  oder sind so massiv zerstört worden, beispielsweise wurden Heidnische Leute dort massenweise getötet oder verbrannt, dass diese guten und kraftvollen Energien  für immer vernichtet wurden.

Die Iburg, bei Bad Dribung wäre so ein negativ  Beispiel  oder aber auch die Syburg in Dortmund. Beide Plätze sind für mich keine guten Orte für Rituale mehr, bei der Syburg kommt zusätzlich die schädliche Energie der Spielbank hinzu. Auf der Syburg habe ich vor Jahren eine Hochzeit zelebriert, weil das Paar es so wollte, es war massive Energie nötig, den Kreis „sauber“ zu halten.
1999 in Pesch



1999 Bruchhauser Steine

Außerdem sollte man sich wirklich gut mit der Geschichte eines solchen Ortes auseinandersetzen. Den Kult Platz schon vor dem persönlichen besuch ein wenig kennenzulernen empfinde ich als ein „muss“. 


Wie ist seine Geschichte, welcher Gott/Göttin wurde hier verehrt, welcher Stamm lebte hier…usw. Das schulden wir so einem Ort und den Geistern darauf. Umso mehr ich darüber weiß, umso sensibler kann ich darauf eingehen. Und – jeder ist anders, benötig andere Dinge! So ein Platz ist Heilig, das sollen wir nie vergessen




Elfenquelle bei Iserlohn 2008
Hexenbuchen 2006




Ich weiß noch, wie entsetzt wir waren, als wir eine Gruppe Bergsteiger an den Externsteinen sahen, die dort übten. Die vielen Haken in den Steinen kann man heute noch sehen! Mittlerweile ist es verboten. (Vielleicht sollte sie mal an einem Kirchturm üben, was da wohl los wäre?! )

Es gibt auch bei Kraft und Kultorten immer  negative Punkte oder Plätze an dem wir uns nicht lange aufhalten sollen. Das Steingrab an den Externsteinen ist so einer, ein gesunder Mensch kann ganz schnell krank werden, durch Energien, die er nicht zu unterscheiden weis. Ähnliches auf der Regenburg im Harz.


Sonnensteine in Niedersachsen 2000

Diese beiden Orte haben sowieso ganz viele Gemeinsamkeiten, genau wie die Sonnensteine und das Kamel  in Thüringen. Irgendwie sind sie Energetisch mit den Externsteinen verwand.


Regenstein im Harz 2000




Ruhmequelle 2000


Es gibt Menschen, die haben die Aufgabe, solche alten Plätze unsere Ahnen wieder zu beleben, zu reinigen oder gar zu schützen. Ich bin der Überzeugung, das alte Orte selbst gefunden werden müssen, nicht aus Büchern oder aus dem Internet, sondern entweder es gibt Menschen, die zeigen uns solche Plätze, oder wir finden sie von alleine, weil dieser Ort von uns Hilfe erhofft. 

Wir hören von ihnen, es wird uns „zugetragen“ , wir recherchieren, werden neugierig und sensibel für solch einen Platz, wollen ihn dann auch finden…


Germanischer Kultplatz /Thingstätte Thüringen



Die stärksten Plätze sind die, die nicht bekannt sind, wo nicht der Esoterik Tourist Rituale Abhält und all seine Teelichtreste und Müll hinterlässt (siehe Extern Steine). 
Ich habe schon echt viel Eso Müll weckräumen müssen, in den vielen Jahren! 




Unmengen von Teelichtern in Höhlen, alte Fackeln rund um die Steinsetzung am Bräutigam, was mich besonders geärgert hat, da diese schon mehre Tage, wenn nicht Wochen standen und es ganz nach einer Heidnischen Zeremonie aussah. Für solch einen zurück gelassenen Müll, fehlt mir jedes Verständnis.



Felsenmeer bei Hemer 1998



Grandios, waren auch einige Frauen, kurz nach einem Ritual an den Matronen Tempeln, denen ich höflich ein gesegnetes Mabon wünschte und sie damit nichts anzufangen wussten…(kurz nach Kreisauflösung mussten sich einige sofort, noch im heiligen Bezirk, eine Kippe anzünden, widerlich. )


Kulthöhle Thürigen/Grenze Niedersachsen 2009




Ich finde es  vermessen zu denken, ich komme an einen alten Ort und ziehe mir diese Kraft für mich! Es ist doch einfach unverschämt und unhöflich! Denn wir sollten mit solchen Kräften genauso  wie mit  Menschen umgehen und  sollten wir uns solchen Uralten Orten erst einmal behutsam vorstellen.



Thingstätte nähe Dortmund 2005




Wir gehen Barfuß, damit ein Energetischer Austausch stattfinden kann, setzen uns auf einen Stein, räuchern. Das war’s. Nicht mehr, nicht weniger. Vielleicht lassen wir ein paar Opfergaben da. Blumen, Äpfel, eine Göttin…Je stärker ein Ort, je mehr Ehrerbietung sollte er bekommen. 



ehemalige Frauenkultstätte in Schwerte 2008


Seit etwa achtzehn  Jahren finde ich diese Plätze, angefangen hat es damals in meiner unmittelbaren Umgebung (siehe Buch, die Göttin und ich). Ich weiß noch, dass ich das Gefühl hatte, ich müsste unbedingt  mal zu den berühmten Extern Steinen und wie enttäuscht ich von ihren Schwingungen war und dem riesen Parkplatz.


Seit her nenne ich sie nur noch das Esoterische Disney Land, weil alle meinen, sie müssten unbedingt dort hin. Natürlich ist das ein wenig Ungerecht, aber so sehe ich das eben….



Opferhöhle in der Eifel 2009

Später dann, zeigte mir meine Freundin, die dort zur Hexe imitiert wurde, andere  Wege und Plätze rund um diese Steine, die weniger bekannt waren, dort konnte ich mir ein entferntes Bild davon machen, was diese Steine einmal bedeutet haben mochten.. Dennoch zieht mich seit her nichts mehr dort hin. Diese braune Energie hängt leider immer noch an den Steinen, klebt dort, wie die Nazi Runen, die dort eingeritzt worden sind






Thingstätte und Götterplatz in der Soester Börde



Seither habe ich alte Orte gefunden oder sie mich, die so Kraftvoll und stark sind, das es meinen Mann und mich in regelmäßigen Abständen immer wieder dorthin zog.  Einige diese Plätze habe ich an meine Clanschwestern weitergegeben.

Ich habe die Matronen Tempel in der Eifel besucht, vor fünfzehn Jahren das erste Mal, habe die Muttersteine gefunden, Rot und erdig, viel älter als die Römischen Tempel ( die Römer mochte ich noch nie).


Thingplatz Teuteburgerwald 2006


Opfer und Kulthöhlen erklommen und alleine in der Steinkirche ein Lughnasadh Dank abgehalten, da gab es noch kein „Kultplatz Führer“. Vielleicht ist es ein Talent, eine Gabe, vielleicht aber einfach nur das Wissen, da ich mich seit meiner Jungend für Archäologie interessiert habe. Meine Freundin sagt dann immer „ Trüffelschwein“ zu mir, wenn ich ihr von einem neu endeckten Ort erzählte.

Mutter Erden Opferplatz in der Eifel

In Niedersachsen fing alles an, als wir damals in Duderstadt Urlaub machten, fanden wir einen alten Kultplatz nach dem anderen. Quellen, Opfersteine, Höhlen, Hügel…ich notierte alles und siehe da, Jahre später, beim zweiten Urlaub stand an manch einem Ort ein erklärendes Schild, was mich bestätigte. Seitdem vertraue ich meinem Gespür und dem Wissen. Und selbst eine Archäologin bat mich um meine Meinung und war ganz verwundert, woher ich das wisse…
Kultstätte im Allgäu 2007


Ahnenplatz in Niedersaschsen/Küste 2005


Ja, es scheint eine Gabe zu sein, meine Gabe. Danach fand ich viele Orte in meine Nähe, war verwundert, wie viele Urtümliche Opferstätten und Anbetungsplätzte der Alten Götter es noch in der Soester Börde gibt. Irgendwann vor Jahren fand ich dann auf dem Weg zur Küste eine ganze Reihe von alten Stätten, Hügel und Hünengräbern, Stein Setzungen in der Heide und Geest. Wo ich später auch das Ritual für den Hof hier abhielt. Fand hier oben wie von alleine den alten Friesenhügel und den Kult Ort der Göttin Jedute, ohne dass ich vorher davon gewusst hätte.


Opferbrunnen nahe Iserlohn 2002



Für mich sollte ein alter Kultplatz etwas Wildes haben, so wild und frei sein, wir die Götter, die dort verehrt wurden. Er muss nicht aufgeräumt sein und vor allem, man muss Mühe haben, dorthin zu gelangen.  Umso weniger Menschen davon wissen, umso kraftvoller ist so ein Ort. Oder es gibt wenige, die es ernst meinen und ihre Rituale dort abhalten, dann ist er beseelt dieser Platz und geschützt von dieser Energie.





An einem Heidnischen Altar fand ich einmal Kerzen und einen Kreis, verspürte sofort die fremde Energie dort. Ich legte nur etwas dort hin und verabschiedete mich, wollte von mir nichts dalassen, denn ich wusste sofort, das dieser Ort schon gut behütet in kompetenten Händen ist. 

Dem war auch so, wie der ( nicht vorhandene ) Zufall es wollte, traf ich Jahre später auf genau die Menschen, die dort arbeiteten und ihre Feste dort feierten. So ein Platz besuche ich dann nicht wieder, denn er braucht „Mich“ nicht.

Einmal während eines Räucherrituals in einem Steinkreis tauchte eine große sehr hagere Energetische Frauengestalt zwischen den Steinen auf, sie war eine Wächter Energie.  Der Geist dieses Ortes. Es war ein sehr kraftvolles Erlebnis, ich erschrak. Genau als ich zwischen den Steinen hindurchgehen wollte, stand sie vor mir.

An manchen Orten hatte ich bzw. mein Mann und ich, die schrillsten Begegnungen mit Lebenden. Wie das so ist. Habe durch die Matronen Tempel, eine  Eifelautorin kennengelernt, durch den Besuch der Hexenbuchen eine andere Heimatkundlerin, die mir die Türen zum WDR öffnete.  


Oder der Höhlenforscher, der seinem Sohn ausgerechnet die Kult Höhle im Harz zeigen wollte, in die wir uns alleine nicht trauten (aus gutem Grund) und wir durften mit hinein. Ein Erlebnis an das mein Mann , nebst Tochter und Sohn noch sehr lange denken werden. Solche Begegnungen sind etwas  ganz besonderes!

Es gibt Menschen, die meinen, diese Plätze gehörten allen. Das ist ganz und gar nicht meine Ansicht dazu. Ich glaube dass bestimmte Plätze auch nur von bestimmten Menschen gefunden werden wollen und dass es Orte gibt, die eben auch für viele Leute bestimmt sind. Wenn man sich Kult Orten aufdrängt, dann kann es schief gehen und schmerzhaft werden!



Steinkreis Niedersachsen 2009



Hühnengräber NRW 2004



Aber auch hinter / bei oder neben manch einem „offiziellem“ Kultplatz, der Touristisch erschlossen wurde, liegt in nicht weiter Ferne ein wahrer Schatz. Siehe im Harz. Der Brocken ist nicht der wahre Hexenberg und wer will schon ein Ritual auf der Rosstrappe in Thale heute noch machen?! 

Aber verbindet man sich mit dem Land, lernen wir seine Sagen und Mythen kennen, dann findet man die alten Plätze wieder, die nicht weit entfernt sind. Genauso auf dem Weg zu den Extern Steinen, dort liegen viele versteckte Orte.





Ich habe es immer vermieden zu Zeitpunkten Orte zu besuchen, die sehr viel mit Besuchern zu kämpfen haben aber dennoch habe ich es bemerkt, wie viel von diesem Zauber verloren gegangen ist. Auch wo Menschen umgekommen sind, Hexenproben gemacht wurden oder gefoltert, diese Plätze sind einfach nicht mehr „schön“.



Keltischer Kultberg im Hochsauerland 1999
Wo die armen Frauen zum Schafott oder zur Wasserprobe geführt wurden haben sehr häufig ihre Namen behalten wie die Hexentreppe bei Castrop oder die Hexenteiche bei Menden

Frauenkultstätte im Allgäu 2007



Auch aus einer Höhle in der Eifel bin ich, zusammen mit meiner Hexenschwester, so quasi mit wehenden Hexenhaaren geflohen, wir haben beide gleichzeitig die Negativität fast körperlich war genommen.

Natürlich ist ein Touristisch erkundeter Ort leichter zu finden, weil ausgeschildert und auf einer Karte, in einem Buch oder Forum zu finden  und vielleicht für den Anfang ganz nett, aber sehr oft Energetisch auch ziemlich arm.

Kultstätte nähe Münster 2002



Ich  bin der Meinung, dass alte Orte geschützt werden sollten, geschützt vor zu vielen, die es „ gut „ meinen. Vor Menschen, die nur Energie und Kraft von so einem Platz ziehen, ohne diese wirklich zu ehren.  Sich profilieren wollen.

Seit jeher werden diese alten Plätze nur an Eingeweihte weitergereicht, in der Stille.  Das muss man sich erarbeiten und verdienen. Einfach nachlesen oder etwas nachmachen kann ja jeder, da ist dann wenig Herz mit dabei.




So habe ich es mit meinen Plätzen in NRW auch gehalten und werde es auch weiterhin tun.  Es ist ein Geschenk zu einen alten Götterplatz zu finden und es ist keine Kraftplatz Tauschbörse
bei Facebook!














Kommentare:

  1. du hast absolut recht...ich wohne schon mindestens 10 Jahre in Niedersachsen und wohne ca. eine habe Stunde fahrt vom Harz und seinen "Hexentreppen und pipapo"....aber ich muss sagen...ich hatte noch nicht einmal den Wunsch dort hin zugehen,bzw. mich auf diese Orte ein zu lassen....es gibt wirklich viel schönere Ecken im Harz, jenseitz der Wege.....wo ich schon allein und nur da saß und mich die Energien fast umgeschmissen haben, weil sie so stark waren.... Die Geister und UrAhnen dort und es gibt reichlich davon...sind einem schon richtig dankbar, wenn man seinem Gespühr folgt und diese Wesen auf eine ganz eigene Weise ehrt...und nicht nach Schema F........LG STeffi..

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  2. Wunderschöne Bilder - danke.
    Zum Bericht: Jein ... Mein Traum: Es gibt eine Menge an Kultplätzen, die von Frauen (die davon leben können) beschützt werden - und von allen anderen genauso behandelt werden, wie andere Heiligtümer - mit ehrfurchtsvoller Achtsamkeit. Ich hätte gerne, dass es ein Projekt gibt, das Menschen ermöglicht, einen Pilgerweg zu gehen, der von einem Göttinnen-Kultplatz zum nächsten geht. Aber dazu müsste unser Netzwerk noch viel besser ausgebaut werden. Allerdings sehe ich die Anfänge bereits ... Und meine Tochter oder Tochter-Tochter kann diesen Weg dann mal gehen
    Fühl dich lieb gedrückt
    LG Rosi

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  3. In meinem Dorf/meiner Stadt gibt es zwei Orte die ziehen mich so magisch an. Sie sind total stark besucht und trotzdem fühle ich ihre Kraft, die die anderen nicht wahrnehmen. Manchmal denke ich, ich muss da irgendwas tun ... doch eine Antwort auf das "Was" habe ich noch nicht erhalten. Während ich deinen tollen Bericht las, drängten sie sich in meine Gedanken.

    Wiedereinmal möchte ich dir für dein Mit-Uns-Teilen danken.

    die Sammlerin

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