Mittwoch, 3. Juli 2013

Freud und Leid...




Liegen manchmal nur einem Atemzug voneinander entfernt. Unser jüngsten Kater ist erkrankt und das schwer. Aufgefallen ist mir sein rapider Gewichtsrückgang in den letzten Wochen, er war immer ziemlich stabil. Wir dachten uns nichts dabei, schließlich gehen unsere Katzen nun endlich raus, so wie es sein soll, da kann es vorkommen, dass eine bis dato dicke Katze durch den neuen Bewegungsdrang abnimmt. Aber es wurde mir dann doch unheimlich, er wurde Zunehmend  knochiger und als wir beschlossen, den Tierarzt aufzusuchen, da waren seine Ohren innen gelb und das Zahnfleisch auch.

Die Tierärztin, die ich vorher leider nicht kannte, setzte umgehend Infusionen und er musste für  zwei Tage dort bleiben. Wir waren am Boden zerstört und tief traurig, es sah nicht so gut aus.  Die Leber ist geschädigt und er Frist noch immer viel zu wenig.  Die Tierärztin vermutete zuerst eine Vergiftung, der Bluttest ergab dann  aber einen Virus.  

Umgehend wurde dann ein Leukose Test gemacht, der glücklicherweise negativ verlief. Nicht auszudenken, Leukose ist sehr ansteckend.  

Mittlerweile muss ich ihn nicht mehr jeden Tag spritzen. Mit Tabletten eingeben und der täglichen Spritze, habe ich bei ihm momentan eh verschissen. Katzen können echt gemein sein, dabei meint man es ja nur gut. 

Langsam geht er wieder raus, ist interessiert und Frist ein wenig sein neues Futter.
Ich arbeite täglich 2 mal mit Morganas Stern, eine Heilungsmethode die ich vor einigen Jahren erlernen durfte.  Ich nutze diese Art des Keltischen Schamanismus auch für meine Energetische arbeite immer wieder. Aber die Sorge um ihn bleibt, die aber leider momentan nicht die einzigste ist.


Jetzt muss die Zeit zeigen wie es weitergeht und die Leber sich regenerieren.  Die Tierarzt Kosten die urplötzlich da waren, damit hatten wir nicht gerechnet.  Versteht mich nicht falsch, das Katerchen ist mir alles im Leben wert, aber es war für uns schon viel Geld, mit dem wir nicht rechneten.

Momentan läuft alles hier sehr, sehr langsam, wir müssen Geduldig sein, sagt man uns immer wieder. Da wir kein Geld haben, um eine Arbeitskraft oder Hilfskraft  zu bezahlen, dauert es mit dem Seminarraum sehr lange und ab und an ist auch mein so ruhiger Partner absolut überarbeitet und überfordert. 

Und langsam kommt natürlich schon die Angst dazu, was passiert, wenn das Geld nicht reicht und weiterhin viel zu wenig verkauft wird.  Und die Zeit läuft uns zusätzlich davon, so ohne Hilfe.

Meine Freundin tröstet mich immer wieder und sagt, dass es Bestimmung war, dass wir hierher sollten. Natürlich, ich habe Vertrauen  in die Göttin, aber dennoch kommt manchmal die Existenzangst hoch, nur kurz zwar aber sie ist eben da. Blindlings in etwas hineinzulaufen, das würde uns wiederstreben. 

Wir wissen, wenn alles nicht funktioniert, dann wird aus dem Anbau eben eine Ferienwohnung, keine Frage. Es gibt immer eine Lösung.

Aber momentan haben wir  eben einen Tiefpunkt.  Ich weiß auch, dass so etwas dazu gehört, was haben wir vor der Eröffnung in Dortmund damals nicht alles durchgemacht, wie die Behörden uns traktieren mit Auflagen und der Bürokratie. Das letzte Jahr habe ich in Berghofen gerade noch so überleben können, hätte ich noch Miete zahlen müssen, wäre damals der Hexenladen schon längst geschlossen gewesen.  

Im Moment leben wir am Minimum, stecken alles in den Anbau und da kommt natürlich noch der Innenausbau dazu. Jede kleine Arbeit für Klienten kommt  mir da gelegen.

Gerne hätte ich meinen Mann entlastet aber einer Helferkraft muss bezahlt werden und das Geld ist jetzt schon gar nicht mehr drin. Ja, es ist nicht immer alles nur Toll und Gut. Unseren  Lebenstraum zu verwirklichen kostet  und momentan viel Schweiß und Tränen aber wenn ich hinausschaue, weiß ich wofür.  Die Zeiten werden sicherlich wieder besser, wir haben viele Pläne. 
Heute habe ich einen kleinen Geldzauber gemacht, weil ich ein wenig nachhelfen „muss“…
Wofür ist man Hexe, wenn man sich nicht selbst helfen kann..
Es erinnert mich an unsere Anfänge in Dortmund. 

Heute ist ein Tag, da geht es uns wieder ganz gut, aber die letzten Tage waren hart.Und wir hatten beide ein echtes Tief. Aber bisher haben wir noch alles irgendwie geschafft...