Freitag, 28. Juni 2013

Rosengarten...Rosenmythologie

Die Rose  steht für Vollkommenheit, Schönheit, Anmut, Lebensfreude, die göttliche und die irdische Liebe, aber auch für Blut, Tod und Vergänglichkeit. Sie ist Sinnbild für die ewige Weisheit und das Geheimnis. Sie ist die Blume der Jungfrauen und Frauen, aber auch des Lasters und der Prostitution. 

Die Ambivalenz von Liebe und Leid, das Bild von Rose und Dornen macht die Faszination der Rose in der Mythologie und Symbolik im Laufe der Jahrhunderte aus. Sie scheint wie die Göttin selbst zu sein.....denn sie war auch lange Zeit im Christentum als Blume des Lasters verpöhnt.


Lange Zeit mochte auch ich keine Rosen, mir waren Margriten und Wiesenblumen die Liebsten.  

Erst jetzt, mit diesem faszinierenden Rosengarten den ich „geerbt“ habe, weiß ich wie traumhaft schön Rosen sind. Ich denke, es hat auch etwas mit meiner eigenen Reife zu tun, das ich diese Pflanze jetzt so sehr kennenlernen darf und schätze.

Ihr Duft ist magische und mystisch, sinnlich und verführerisch zugleich.  Nach einem Gewitter, wenn es richtig heiß war, dann schwebt der Duft über den Hof.   ...Und verzaubert hier alle.

Vorher kannte ich nur die Rosen aus den Blumenläden, die richen nicht, jetzt aber bin ich gefangen und weiß, nicht umsonst, nennt man die Rose, die Königin der Blumen….
In vielen Kulturen  ist die Rose ein wichtiges und vielschichtiges Symbol. Sie begleitet die Geschichte des Morgen- und des Abendlandes und ist stets mit Geheimnissen und Zweideutigkeiten umgeben , wir die Hexen und Priesterinnen dieser alten Völker.


Die älteste bekannte Abbildung einer Rose ist etwa 4.000 Jahre alt und auf einer sumerischen Tontafel zu finden. Persien galt als das Rosenland schlechthin. Das Wort für Rose bedeutet nichts anderes als „ Blume“ oder " schöne Blume".


Für den Islam stellt die Rose ein heiliges Symbol dar, da sie aus einem Schweißtropfen Mohammeds entsprossen sein soll.


In der griechischen Mythologie sind die Rosen aus dem Blut von Fruchtbarkeits- und Liebesgottheiten entstanden und waren diesen geweiht. 
Die Germanen verehrten  in ähnlicher Weise die Wildrose  (Hagebutte)und weihten sie der Göttin Freya zu, der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit.


Die Römer erblickten in der Rose eher den puren Luxus. (Typisch, oder?) Kaiser Nero soll einmal für ein Rosen-Bankett vier Millionen Sesterzen ausgegeben haben. Kleopatra soll Mark Anton in einem Raum, der angeblich mit Rosenblättern bedeckt war, verführt haben. 


Rosen standen für Lebensfreude, Luxus und Verschwendung sowie für körperliche Liebe und Fruchtbarkeit. 
Die Kirche verabscheute daher natürlich diesen Rosenkult. Es galt ihnen als Sünde, sich mit Rosen zu schmücken und die Gräber mit Rosen zu bedecken. Lange galt es als "nicht schicklich", Rosen auf Gräbern zu pflanzen ( sehen wir heute auch eher selten).

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, dass eine christliche UM-Deutung der Rose nicht ausbleiben konnte. Dabei tat man sich sehr schwer mit der Rose als Blume der  Freya oder  der Venus und  vieler andrer Erotischen Göttinnen. So eine Erotisierende Pflanze machte es den Christlichen Männern nicht leicht....



In Goethes Gedicht vom „Heidenröslein“ ( ..sah ein Knab ein Röslein stehn….)symbolisiert sie die Reinheit und Unschuld eines  jungen Mädchens. Diese bricht der wilde Knabe, auch wenn sich das Röslein wehrt und sticht. 
 Auf Grund der volkstümlichen Beliebtheit der Rose begann die christliche Theologie langsam, sich das Symbol der Rose umzudeuten. Etwa  im 11. Jahrhundert wird die Rose so zum Attribut Marias, der Mutter Jesu und zum Symbol der himmlischen (reinen) Liebe.
Die Rose setzte sich schnell als Sinnbild von Reinheit und Sittlichkeit durch und wurde zur ständigen Begleiterin der Gottesmutter. Also das Gegenteil von dem, was sie um Ursprung bedeutete.



Spätestens als die Christliche Gebetschnur des heiligen Dominikus den Namen Rosenkranz erhielt, war die Aufnahme der Rose in das Christentum perfekt.



Cupido, der Gott der Sinnlichkeit und Liebe, sandte an Hippokrates, den Gott der Verschwiegenheit, einige Rosen, um ihn zu Bitten, die Liebesaffäre der Venus  ( seiner Mutter) für sich zu behalten.   

Aus dieser Grichischen Mythologie lässt sich die Bedeutung der Rose als uraltes Symbol der Verschwiegenheiten zurückführen. So hängte man im alten Rom bei geheimen Besprechungen eine Rose an die Decke, um die Anwesenden zur Diskretion zu ermahnen.  Alles, was damals“ im Zeichen der Rose“ gesagt wurde , steht somit unter dem Siegel der Verschwiegenheit.

Und fasziniert bin ich momentan ,über all die zauberhaften Dinge, die man mit der Rose zu machen kann…sie hat mich verzaubert!
 

1 Kommentar:

  1. hallo Minerva......man kann es ja förmlich riechen...deine wunderschönen Rosen.....danke dafür das du es mit uns anderen teilst, auch ich habe zwar einen guten Rosenboden,man sagt ja Lehmreicher Boden ist gut für Rosen und ich sehe es an den Rosen meiner Nachbarin....aber mein Händchen muss wohl noch dafür geschult werden.....wie auch immer wenn ich die Bilder von deinen prachtvollen Rosenbüschen sehe,dann werde ich mir wohl nun auch Lektüre und Rosen aneignen......ich wünsche dir eine rosenreiche Woche und viele schöne Ideen weiterhin....den Segen der Göttin für dich und deine Lieben.....Lg von Steffi .......(mache gerade Facebook- pause,daher ist von mir gerade nix zu sehen und zu lesen,komme aber wieder, der Ausstausch mit euch lieben Hexen fehlt mir doch unheimlich)......

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