Sonntag, 9. Juni 2013

Lieblingsplätze…

Immer wieder ist das Grundstück, Garten ,wäre das falscheste Wort dafür, eine Herausforderung, ein Abenteuer. Im positivsten Sinne...
Zu jeder Tageszeit ist es hier anders, jeden Tag eindecke ich etwas Neues . Pflanzen-Tiere-Magisches...

Ich liebe die verschlungenen Wege, fast wie die Lebenswege und die vielen kleinen Türen und Öffnungen , die ganz plötzlich auftauchen und wenn wir uns trauen hindurchzugehen, dann kommt die weite der Wiese zum Vorschein und ich habe das Gefühl wieder ein neues Areal entdeckt zu haben… 


Es gibt wilde Flecken für die Wildtiere, am Rande wächst das Reid sehr hoch und raschelt ständig auch ohne Wind. Aber auch mittendrauf gibt es kleine Inseln, die Unterschlupf für so manches Tier bieten. Wunderbar alte Kastanien säumen den Rand, Buchen, Walnuss und Birke wechseln sich ab.
Jede Ecke hat eine ganz eigene Energie, das ist später einmal sehr gut für meine Seminare. 

Der Platz rund um das alte Seminarhaus ist sehr erdig und urtümlich, bietet Schutz und ein Heimatliches Gefühl, während vorne der Wind dir die Haare verweht und die Seele auf Reisen gehen kann…

Mein aller Lieblingsplatz ist definitiv der Ort unter der alten Linde, der älteste Baum auf diesem Platz, er hat das alte Haus schon erlebt und erlebt auch das neue, hat viele Menschen kommen und gehen sehen und auch eine Zeit, als das Haus leer stand. Hier ist das Wasser ganz nahe und immer präsent.
Immer noch weiß ich nicht sonderlich viel über unser Gulfhaus, aber manchmal, wenn ich im Atelier bin und es ganz leise im Haus ist, habe ich das Gefühl Musik zu hören, Musik von weither aus einer anderen Ebene, es klingt wie eine Ziehorgel, oder wie sagt man doch gleichdazu , ein „Schifferklavier“. 

Einmal erkannte ich, als ich draußen kurz eindöste das etwas neben mir stand, es war ein Mann mit einem Breitkrempigen Hut.  Ich bin sicher, dass ich mit den Jahren noch mehr herausfinden werde. 
Mein Lieblingsplatz unter der Linde, nahe am Wasser das unseren Gulfhof komplett umschließt und man kann hier so weit sehen, ohne das der Blick verbaut ist. Hier an der Linde scheint das Wasser recht tief und während es an manchen Stellen im Sommer fast ganz versiegt ist es hier immer da.  Dunkel ist es dennoch kann man auf den Grund sehen, ideal für Meditationen.  Ein magischer Platz.
Und der Baum bietet Schutz sich anzulehnen, um sich fallen zu lassen in die tiefe seiner Wurzeln. 

Der Ort wo einmal das Tipi stehen wird, ist wiederrum ganz anders, ganz geschützt und rund herum gesäumt von Kastanien, Kirschen und Holunder Bäumen gänzlich hinter dem Kräutergarten. Hier hat man auch direkten Blick unter den Bäumen hindurch zur Weite der Ebene aber dennoch ist der Platz recht geschützt vor dem Wind, der hier immer da ist.

Hier war es nicht schwer sich das Tipi vorzustellen. Aber es gibt auch Stellen auf dem Areal, die man nicht einsehen kann, wo selbst der Mensch sich zurückzieht, nicht gesehen werden kann. 

Am Gartenteich gibt es immer etwas zu beobachten, dort zu sitzen, macht eine menge Spaß, auch den Katzen, die immer wieder versuchen, die Laubfrösche zu fangen, die sich dort herum tummeln. Fische gibt es nicht, aber eine Menge Lurche. Und, traumhaft schöne Seerosen!

Vieles wird so bleiben, einiges mit den nächsten Jahren anders werden, aber mit jedem Tag ist es momentan ein Abendteuer den „Garten“ mit seinen Bewohnern, den weltlichen, wie den nichtweltlichen zu erkunden und kennenzulernen….. 

Und für die Menschen, mit denen ich intensiv arbeiten werde, ein Rückzugsort von dem Alltäglichem....

Kommentare:

  1. So wunderschön hast Du es in Deinem neuen Zuhause! Ich wünsche Dir ganz viele schöne Momente und Jahre. Vielleicht wissen die alten Leute im Dorf ja mehr über Euer Gulfhaus? Wäre sicher interessant wenn sie ein paar Anektoden zu erzählen hätten.

    Alles Liebe
    Morgaine

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  2. So wunderschön ❤
    Das hier mit zu lesen und die Bilder anzuschauen fühlt sich schon beinahe an, wie in einen Roman einzutauchen...

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