Mittwoch, 17. April 2013

Mich beheimaten…



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Langsam wird es Zeit anzukommen, durchzuatmen und sich mit meiner spirituellen Umgebung vertraut zu machen. Ich muss eigentlich nicht viel dazu tun und doch ist es schwer, einmal wirklich „nichts“ zu tun. 

Für das Ritual „des beheimaten“, ist es aber wichtig dem NICHTs ins Auge zu sehen.
Ich habe das Essen fertig, die Wäsche ist gemacht ..bla..bla. Ich nehme mir einfach diese  kleine Auszeit!

Eigentlich muss ich nun am den Online Shop arbeiten, aber die Sonne schreit gerate zu, in den Garten zu gehen. Nein, diesmal wird kein Laub gekehrt  und nichts geschnitten. Natürlich gibt es noch viel zu tun.
Der Garten ist einigermassen erkundet, ich habe Bärlauch entdeckt,  gerochen habe ich ihn schon, als ich auf der Terrasse stand. Und frischen Lauch , der schon im Saft steht.  Daraus und aus dem Salbei an der Ecke, wurden schon Küchengerichte gezaubert, das hat fabelhaft geschmeckt, so haben wir uns innerlich verbunden. 

Habichts -und Skorbut Kraut , Fetthenne, Melisse und Minze habe ich gefunden und bin auf die vielen Beeren gespannt, die da kommen werden. Und ich meine wilden Dill endeckt zu haben.

Jetzt ist das Spirituelle dran, meine Erden Seele. Vor ein paar Tagen haben wir  zwei Hängesessel gekauft. Einer wird nun in dem alten Baum am Rande des Grundstückes aufgehängt, nahe dem Reid (Schilfgras) das ich so gerne mag. Hängematten und weitere Ruhepunkte werden folgen. Aber der erste, ist ganz meiner.  

Ich danke dem alten Obst Baum, dass sein Ast mich hält und dass ich unter seinen Zweigen willkommen bin.
Der Hängesessel empfängt mich, wie eine Umarmung der Göttin, ich fühle mich dort, das Kissen in meinem Rücken, sehr geborgen. Meine Füße lege ich entspannt in den Schneidersitz und lehne mich zurück.  

Langsam fängt die Windin an, mich zu schaukeln, während der Schwaden des Räucherwerks zu mir rüber zieht, mich einhüllt.  Ich genieße das Nichts-tun  und schaue wohin der Sessel sich gerade dreht. Schaue über das Reidgras , über die weite Marschlandschaft, dann wieder dreht der Sessel sich zum Garten hin. Ganz sanft gehen meine Gedanken mit der Landschaft auf Reisen.

Das Reidgras fängt an zu singen und die Sonne schaut durch die Äste, die mit kleinen Blüten bestückt sind, die sich zu öffnen anfangen. Das Summen der Bienen ist leise aber klingt wie eine Harmonie, zusammen mit dem Wind und dem Gesang des Schilfes.  

Ich schließe die Augen. Was nehme ich nun wahr? Vogelgezwitscher und in der Ferne ein Schrei der Möwen.  Das Summen der Hummeln und das rascheln des Reids. Ich meine das Wasser zu riechen und dann wieder das Fichtenharz des Räucherwerks und der leichte Duft des Bärlauchs streichelt meine Nase. Sanft werde ich in meinem Sessel hin und her geschaukelt und ich fühle mich von allem umarmt und zuhause.  

Ich bin angekommen, in meinem Körper und in meiner Seele. Ich tausche mich aus, mit dem Wind, der See und den Gezeiten.  Bin verbunden mit allem. Der Sinn des Lebens ist mir egal- ich will die Erfahrung des lebendig seins! 

Es ist ein guter Wind, der mich trägt, der Ast der mich hält und das Land was mich empfangen hat. Das Haus, was meine Seele Kraft und Inspiration bietet. Ein gutes Haus, ein gutes Land, ein guter Geist!

Ich weiß, dass ich das alles teilen muss, das ist die Option der Götter. Ich will dass es anderen auch gut geht, das sie sich genauso fühlen, wie ich in diesem Moment, hier in dem Hängesack unter dem Baum!

Es ist doch so einfach!


Kommentare:

  1. Wie schön sich das liest, meine Liebe, Deine Zeilen gehen direkt ins Herz.
    Die Photos sind toll und Du klingst, trotz aller Arbeit sehr entschleunigt
    und zufrieden.....wie schön für Dich, Du bist wirklich angekommen.....

    Ganz herzliche Grüsse
    Silberweide

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  2. Schön wieder von Dir zu lesen. Ich freu mich,daß es Dir gut geht und Du Dich auch schon so wohl fühlst.

    Alles Liebe
    Morgaine

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  3. Schön... willkommen zuhause.
    bb Isabeau

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