Donnerstag, 7. März 2013

Auf dem Weg...


Wir sind nun in Aufbruchstimmung...
Für mich sind es nicht mehr ganz 20 Tage bis zum Umzug, für meinen Mann noch eine Woche mehr.

Im Wohnbereich ist mein Altar nun verpackt und alle anderen Utensilien. Meine Trommel und ein paar Ritualgegenstände stehen griffbereit für meinen letzten Akt, den Gang zu meinem Platz bereit. Dennoch ist all das an Gegenständliches, momentan nicht mehr sichtbar.
Ein komisches Gefühl. Packt einmal all Eure Rituellen Gegenstände und all das andere, was Euch Kraft gibt einfach mal weg. Was bleibt?! 

Meine Rituellen Gegenstände machen mich nicht aus, oder etwa doch?!  Nicht alle, aber die mit denen ich immer wieder arbeite, sind ein  Teil von mir, wie ein Stück Familie. Meine Trommel , ihr Rhythmus, meine Räucherfedern , das fehlt mir momentan doch sehr.
Ich bin der Göttin treu verpflichtet auch ohne Altar und andere Utensilien, keine Frage. Aber es ist ein Gefühl als wäre ich nackt. Für den Moment fühle ich mich in der Schwebe, nicht hier, nicht da. So ohne Arbeit und Aufgaben, die mich ausgemacht haben.  Irgendwie ist es auch wie Urlaub, scheint mir, schließlich habe ich jetzt mehr als zehn Jahre fast täglich mit und für die Göttin gearbeitet. 

Jetzt ist die Zeit, in der ich zwar keine Zeit habe, dafür ganz und gar Weltliches tun muss. Meine Arbeite ist und war auch mein Hobby wird es auch bleiben. Ich vermisse sie jetzt schon.
Der Hexenladen wartet jetzt nur noch auf das Team der Umzugsfirma das am Montag kommt. Witzig war eine alte Dame,  die ich vorher noch nie gesehen habe, die stehen blieb als wir ausräumten und laut verkündete: 

„Ich habe gehört, sie ziehen zur Küste, aber da wird das Geschäft auch nicht laufen.“ Nee…ist schon klar, Omi, deswegen gab es uns ja auch nur zehn Jahre…ich musste nur grinsen.  ..
Aber heute  bin ich aber ziemlich fix und alle. Mein Körper zeigt mir gerade, wie wenig er von körperlicher Arbeit hält und wie untrainiert ich eigentlich bin.  Die letzten langen Wanderungen sind schon wieder zu lagen her. Ich kann lange trommeln oder tanzen, auf der Erde im Wald sitzen, lange Wanderungen machen. Aber die letzten Tage renovierungsarbeiten, puhhh….das ist was anderes.
Die letzten Tage haben wir sowohl im Geschäft wie auch zu Hause ausgeräumt und mittlerweile sind zwei volle Anhänger bei der EDG – Entsorgung Dortmund gelandet.  Das ist eine günstige Alternative, heißt aber auch, die Sachen selbst sortieren  und in den passenden Containern zu entsorgen. 


Da war ich schon das erste Mal ziemlich schlapp. Nun steht ein dritter voller Hänger vor der Tür, der wieder ausgeladen werden will. Heute habe ich Laminat mit meinem Mann verlegt und bemerkt, das ich nach einer Weile kaum  noch vom Erdboden hoch kam, meine Knie taten ganz schön weh. Naja, dafür ist das alte Haus jetzt für die neuen Mieter schon ganz gut vorbereitet. 

Zwischendurch noch Kisten gepackt…ich bin zwar momentan Arbeitslos, so ohne Hexenladen, aber arbeits-los sicher nicht. Die nächsten Tage werden sicherlich nochmals ganz schön anstrengend.
Ab und an schaue ich bei Facebook rein und überfliege den einen oder anderen Blog. Mehr ist nicht drin. Auch jetzt bin ich schon wieder tot müde und die Beine schmerzen.  Ich weiß, bald ist es geschafft, hier zumindest. Dann geht es auf dem Hof weiter, darauf freue ich mich und hoffe, dann etwas fitter zu sein. 

Die Nordseeluft wird es schon richten.



Kommentare:

  1. Hallo liebe Elster!

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen(euren)
    neuen Weg!!!
    Ich möchte auf diesem wege noch mal "Tschüss" sagen
    und bin sehr erscrocken wie nahe es mir geht. :(
    Nun ist mir doch klar warum ich es nicht so eilig hatte
    zu deinem Abschiedsfest zu kommen.
    Wir kennen uns ja eher flüchtig aber Du hast ohne es zu wissen
    eine (für mich)wichtige Rolle gespielt!
    Die ersten Schritte auf meinem Weg zur,sagen wir mal,"Naturreligion"
    hast du begleitet!!!
    Mit deinem Buch,den guten Gesprächen im Laden und natürlich der Blog!
    Den Göttern sei dank der bleibt mir erhalten!;)
    Grade am Anfang eines neuen Weges gibt es doch viel Kraft zu wissen"ich bin nicht alleine"!! Danke für dein Vorbild!!!
    Du sprichst mir so oft aus der Seele,schön das ich dich auf meinem Weg
    getroffen habe! (tränengekuller)

    Ich hoffe das sich usere Wege noch mal Kreuzen
    alles liebe, kraft und ein erfülltes Leben
    wünscht dir " Wegwarte "

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  2. Hallo liebe Wegwarte,
    danke für die lieben Worte! Ich glaube schon, das wir uns wiedersehen werden, denn viele Menschen zieht es ja immer wieder ans Wasser und in das schöne Butjadingen.
    Es ist schön Vorbild zu sein, aber auch gleichzeitig beängstigend, weil man damit eine gewissen Verantwortung trägt. Ansonsten, wie schon gesagt, ich werde sicherlich nicht still werden, sondern nur einen lang vorbereiteten Lebenstraum leben.
    Auch Dir danke ich für die netten Gespäche und hoffe, das ihr uns einmal besuchen werdet. Eröffnung ist Pfingstsonntag und alle sind herzlichst ans Wasser eingeladen!

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