Mittwoch, 13. Februar 2013

Veränderungen



Seit fast 14 Tagen lebe ich die Veränderung. Das heißt, dass ich  erst am Nachmittag das Lädchen öffne, um vormittags meinem Mann helfen zu können. Mit helfen sind eigentlich die Traditionellen Frauendinge gemeint, wie Essen kochen, einkaufen und den Haushalt, was man bei uns jetzt noch Haushalt nennen kann.  Kisten packen und meinem Mann behilflich sein, damit die Modernisierung unseres alten  Hauses im Zeitrahmen bleibt.

Jeden Morgen gegen zehn, gehe  ich  mit Rucksack auf dem Rücken  einkaufen. Zu Fuß versteht sich.  Ich könnte auch mit dem Auto fahren, mach ich aber nicht, da es nur zehn Gehminuten sind und mir die frische Luft und die Bewegung an den Wochenenden momentan fehlen. 

Da nicht Unmengen in den Rucksack hineinpassen, wandere ich also fast jeden Morgen einkaufen. Ich erinnere mich, als meine Kinder klein waren, bin ich auch mit Sack und Pack sehr häufig zu Fuß unterwegs gewesen. Und unser REWE ist ja auch nicht weit. Andere Erledigungen, wie Post und Bank kann ich auf einem Weg mitmachen.

Jedes Mal muss ich mich überwinden, ich fühle, wie schwer mir der Trubel fällt und wie erleichtert ich bin, wenn es einmal nicht so voll ist. Meist , nach meinem Feierabend , springe noch mal in den Supermarkt, dann ist alles wesentlich leerer und entspannter.

Ich spühre, wie die vielen Menschen, in mir ein unangenehmes und unsicheres Gefühl auslösen. Aber vielleicht habe ich mich bis zum Umzug wieder daran gewöhnt, der Mensch ist ja flexibel. Dennoch bemerke ich an mir selbst, wie schwer es mir fäll, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die ich einkaufen will. 

Wo stand nochmal was und welche Sorte…?! Manchmal bin ich aufgrund der Auswahl überfordert, das passiert mir weniger im kleinen hiesigen REWE, eher in den großen Kaufhäusern wie Real oder Metro. 

Es ist mir am Morgen ein Graus einzukaufen, wenn man aufpassen muss, das einem nicht von hinten der Einkaufswagen in die Hacken gefahren wird. Hausfrauen und Omis haben halt keine Zeit und die wissen eben , wie es geht...


Ich bemerke an mir, mit wachsendem Alter und Desinteresse an der schönen bunten Kaufhauswelt, wie „Welt-fremd“ ich doch geworden bin. Hey, wer weiß, vielleicht werde ich mal so richtig schrullig…oder bin es schon?!   
Tja, was soll ich sagen, in jedem Fall genieße ich, Essen kochen, bei lauter Musik und den Tanz mit dem Besen.

Im Moment fehlt mir aber  „ganz dolle „ ,meine Rituelle Arbeit. Der größte Teil des Altares ist auch verpackt. Einige Dinge wie Räucherwerk, Trommel und Federn dann aber so, dass ich doch noch mal daran komme, wenn es nötig ist. Schließlich möchte ich noch mal im März einen Tag auf meinem Platz im Wald verbringen.
Eine neue Übergangszeit bis zum Umzug ist angebrochen.

Noch 6 Wochen bis zum Umzug!

1 Kommentar:

  1. Finde ich toll,dass Du zu Fuß einkaufen gehst! Bei mir wäre das doch ein bisschen weit, ich hätte einen Fußmarsch von 1Std.30 Minuten nur um zum Geschäft zu kommen. Also hin und retour würden 3 Stunden in Anspruch nehmen. Da bin ich dann doch froh mein Auto zu haben.
    Ansonsten bin ich sehr viel mit meiner Hündin unterwegs,entweder Wiese, Wald, oder auf einer Alm. Ich liebe es zu wandern und die Natur zu genießen.

    Viele liebe Grüße
    sendet Dir
    Morgaine

    AntwortenLöschen