Freitag, 8. Februar 2013

Die Windfrau...


Ich rede  mit der Windfrau, mein Atem ist selbst ein kleiner Wind, mit ihm vertreibe ich die schlechten Kräfte, alles negative in mir.
  
Ausatmen heißt los-lassen,
einatmen heißt an-nehmen.
Ausatmen heißt negatives aus dem Körper treiben, mit aller Kraft!
einatmen heißt Lebenskraft einsaugen!

Die Pflanzengeister atme ich ,bei meinen Räucher-Ritualen ein. Sie wirken in mir und durch mich. Ich liebe die Mugwurz ( Beifuß) das Fichtenharz und den weißen Salbei. Sie stehen im genauen Einklang mit meiner Seele. 

Bei Fliegenpilz oder Stechapfel muss ich aufpassen, diese Pflanzengeister können einen wahrlich das fliegen und füchten lehren! Die Windfrau ist sehr mächtig. Wenn sie um das Haus weht, mal heult, mal jault oder lacht, dann werde ich wie sie: unruhig! 

Genau wie sie, streife ich des Nachts umher, wie ein Tier. Bis ich mich endlich in meine warme Kuschelhöhle zurückziehen kann.  Wenn sie mir ihre Botschaft vermittelt hat, kann ich schlafen gehen.
Dennoch mag ich sie sehr. 

Sich einmal in die Windin stellen, sich "durch pusten" lassen, alles belastende an sie abgeben! Reinigen geht wunderbar im Wind und die Windgeister durch den heiligen Rauch ehren, ist Elementar!

Die Windfrau ist verspielt und tanzt gerne mit Dir, sie durchwühlt Dein Haar und liebkost Deinen Körper! Mit Mehl kann man wünsche in den Wind schreiben.
Wie das geht?

Stell Dich auf einen Hügel bei Wind. Nimm Mehl in die Hand, viel Mehl. Schrei laut Deinen Wunsch in den Wind , gleichzeitig wirfst Du das Mehl in deiner Hand in den Wind.  Sieh es als Spiel an.
Du erhälst unmittelbar eine Antwort von ihr! 
  

Aber sie kann auch anders, kann  Menschen krank machen aber auch  gesund. Sie kann dich reinigen oder deine Sehnsucht schüren, den Anteil in Dir, der nicht mit sich im reinen ist, kann sie hervorheben und die innere Unruhe in Dir frist dich. Sie kann Deine innere Unzufriedenheit wachsen lassen, Deine Sehnsüchte...

Die Windin  ist ein mächtige Meisterin der Wandlung! So schnell wie sie sich dreht, ändern sich auch die Energien in dir! Wehe du bist nicht schnell genug!

Einatmen-ausatmen…
loslassen, annehmen, abgeben, verändern…

In  fast aller Kulturen wird der Wind als Ausdrucksform des Schöpfergeistes angesehen. Der Hauch des Lebens. Der Atem der Götter.

Bei den Navajos ist der „heilige Wind“ ein Teil ihrer Weltsicht: der den ersten Menschen Stärke verlieh und allem Sein, allen Wesen, Leben einhauchte. Der Wind brachte Bewegung und Veränderung in die Welt, über sein Tönen brachte er auch die Sprache zu den Menschen. Es ist der „heilige Wind“, der dem Kind im Leib der Mutter den Atem des Lebens schenkt.
 (Nana Nauwald/Feuerfrau und Windgesang)

Neugeborene werden bei den Navajos  den vier Winden vorgestellt. Das Baby erhält „Wind Eltern“, diese schenken ihm  einen „Kleinen Wind“, der in seinem Ohr versteckt, das Kind in seinem Leben leiten wird, damit es den Weg der Liebe und Harmonie gehen kann. Ein Navajo Kind weiß somit von Geburt an, dass der kleine Wind, der in ihm wohnt, untrennbar ist mit dem „Heiligen Wind“, der in allem Leben wohnt. 


Die Windfrau  ist in vielen schamanischen Traditionen verbunden mit der universellen Lebensenergie. Sie ist der kreative Atem der Welten und auf ihr reiten die Geister umher.  Die  noch bestehenden Schamanischen Kulturen wissen das. Wir Modernen Europäer haben nur noch die Mythen der Rau(h)nächte, die uns an die Kraft der Windgeister dunkel erinnert.


Der Wind vervielfacht durch sein Wehen die Wünsche und trägt sie so vervielfacht in die Welt. Auch an Quellen finden wir diese Wunschbänder. Einige der alten Geschichten erzählen von Bäumen und Sträuchern als rituelle Orte der Wandlung, an denen Wünsche als Gaben für Wandlung dem Wind überlassen wurden.

Heilige Orte werden damit gekennzeichnet. Wir finden bunte Bänder an den heiligen Stätten in der Eifel ,wie auch versteckt überall dort wo Hexen und Schamanen arbeiten.

Die Erde selbst atmet ein und aus. Mit ihr alle Lebenwesen. 

Der Wind ist der Atem von All dem was Lebt! Der Wind ist der Atem der Göttin....

Kommentare:

  1. Das hast du sehr schön beschrieben und genau so verfahre bzw. fühle ich auch ich liebe den Wind/ Sturm und nicht nur weil ein Geburtsname Wind ist,sondern weil auch ich es liebe mich durch die Kraft des Windes zu kämpfen oder mit ihr zu fliegen. Auch ich gehe gerne im dollsten Sturm auf meine Lieblings Wiesen und Felder und stelle mich in den Wind und schreie mit ihr um die Wette,schreie mir quasi die Seele aus dem Hals und fliege dann mit ihr davon,für eine Weile...Manchmal kommen ein paar Rehe vorbei und wollen wohl schauen welches irre Geschöpf da so ein Geschrei macht und oft zum Schluss, wenn ich dann etwas geplättet auf dem Boden liege und mich sammle,dann kreist immer mein kleiner Freund der Falke über mir und auch er schreit.. Du kannst so schön schreiben das macht echt Spass hier zu lesen.Danke dir dafür liebe Minerva und möge die Göttin dich und deine Lieben schützen. LG Steffi

    AntwortenLöschen
  2. ich vergaß zu erwähnen das der Beifuss( oder englisch Mugwort) mein absolutes geliebtes Lieblingskraut ist...überall im Garten wächst er zum Ärger meiner Nachbarn,die schimpfen natürlich über das olle "Fliegenkraut" und auch im Haus habe ich überall Beifussbüschel aufgehängt. Ich weis auch nicht aber ich liebe den Geruch,die Vielseitigkeit und magische Wirkung dieser Pflanze. Außerdem habt man bei den Menschen im Neolithikum,an ihren Höhlenplätzen, Samen von Beifusspflanzen gefunden, ist das nicht toll? eine Pflanze zu nutzen die schon unsere Ur-Ur-ur-usw. Ahnin genutzt haben?......... So das wollte ich nur nochmal gesagt haben...... Steffi <3

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Steffi, danke fürs mitlesen und kommentieren. wolf dieter storl hat auch viel über den beifuß geschrieben, selbst bei den indianern ist er bekannt als frauenkraut und darf nur von frauen gepflückt werden. auch ist ein ein teil des frauen bett strohes und soll eine gute geburt begünstigen...und und und...ja alles in allem ein machtvolles kraut!

    AntwortenLöschen