Donnerstag, 31. Januar 2013

Der Geist der Rituale




Die  bewusste Wahrnehmung aus  Rhythmus, Bewegung , Energien  und der darauf folgende Wandel. Diese Veränderung, die dann geschieht, ist der Kern aller Rituale.

Es sind diese vielfältigen Wirklichkeiten, aus denen sich nicht nur für mich, sondern auch  für andere, neue Lebenswirklichkeiten ergeben. Plötzlich haben wir eine Antwort auf eine Lebensfrage erhalten ist uns ein Weg gezeigt worden, haben wir Kraft.....
Wir leben in einer Gesellschaf mit KEINER lebendigen schamanischen Tradition. Hier in Europa müssen wir uns mühsam erarbeiten, was andere Naturvölker  von Generation zu Generation weiter geben. Bei uns gibt es kaum Aufzeichnungen und Überlieferungen.Wir haben nur die Möglichkeit durch Forschung und Wissen, unsere eigenen Erfahrungen zu machen. Wenn wir  Rituale des Voodoo oder der Indianer nachahmen, ist das nicht mehr als ein gutes Schauspiel, es bleibt leer. 


Die Frage ist, wie spricht Mutter Erde, wie die Göttin und wie spreche ich mit ihnen und wie antworten sie?! Die Antwort darauf, kann nur aus einer Eigenen Erfahrung im Ritual entstehen.

Im freien Geist der  ausgeführte Rituale können wir geschützte Räume erschaffen, in denen das eigene „Ich “,sich auflöst und zum einfachen „ Sein“ wird, um  sich mit dem „All Eins“ den Tieren, Pflanzen und Ahnen Seelen zu verbinden oder in Verbindung zu treten.


Der absichtlich herbeigeführte Kontakt zum Geist von Menschen, Pflanzen, Tieren, Elementen und nicht sichtbaren Energien ist der Kern der Rituale im Schamanismus. Aber der „Schamanismus „ besteht aus mehr, als Trommeln oder Rasseln, Gesängen, Räucherungen und Spirits. Es ist ein Leben im ständigen Rhythmus der Natur, eine Beobachtung der Welten hinter der Welt, wie wir sie wahrnehmen. Ein Ritual ist ist Sprache der Mutter Erde, die Sprache der Natur. Durch ein Ritual nehmen wir Kontakt mit ihr auf.


Nana Nauwald schreibt dazu:

 „ …das Verstehen von Ritualen ist nur möglich durch das eigene, bewusste Erfahren - nicht durch Lesen, nicht durch Filme, nicht durch Erzählungen oder durch Beobachtung. Was immer wir auch erfahren – ob es uns geschieht oder wir es bewirken, verändert dann nur etwas in uns, wenn aus dieser Erfahrung ein bewusstes Erleben wird…“


Ich habe einmal einer Reporterin gesagt…“ Man kann ein Ritual nicht beschreiben und die Energien  die dabei entstehen, man muss es unmittelbar selbst erfahren, dabei sein, eine beobachtende Position reicht da nicht aus…“ 

Unsere ganz individuelle Erfahrung, das Gefühl  und die Energie, die  bei einem Ritual entstehen,  finden nicht nur über den Geist statt, sondern geschehen über unsere Sinne. Unser individuelles Bewusstsein, unser Geist, gibt dem gerade erfahrenen seine Bedeutung. So wie das „Verstehen“ von Ritualen nur möglich ist, durch das eigene Erfahren, ist das Durchführen von Ritualen für sich selbst oder andere nur wirksam in einem Zustand veränderter Wahrnehmung. Verändere ich meine Wahrnehmung, verändere ich meine Beziehung und somit meine eigene Wirklichkeit. Verändere ich mich, verändert sich auch alles um mich herum. Mein Blickwinkel wird ein anderer.

1 Kommentar:

  1. Aus dem Herz geschrieben, auf Papier gebracht und ein anderes Herz getroffen... Danke!

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