Dienstag, 18. Dezember 2012

In Erwartung auf Weihnachten...




Ich bin ein Weihnachtsfreak, das war ich schon immer. Obwohl ich eine Kritikerin der Christlichen Kirchen und deren leere Rituale und des Weihnachtlichen  Konsums bin, der in den letzten Tagen rund um das Fest  vorherrscht, so bin ich doch ein absoluter Weihnachts-Fan! 


Ich liebe die immer gleichen Rituale an Weihnachten.  Den Glitzerkram und die Lichter. Ich muss dazu sagen, ich habe keine schlechten Erfahrungen mit diesem Feiertagen gemacht. 
Als Kind gab es das bei uns schon bestimmte Rituale an diesem Tag und den weiteren.
Da wurde ich am frühen Mittag des 24. ten Dezembers  von der Oma und dem Opa abgeholt und solange „ bespaßt“ bis wir am Spät Nachmittag wieder nach Hause zur Bescherung durften.   

Mal ging es in den Zoo, mal nur spazieren, mal dort hin mal da….aber nur einmal war ich in einer Kirche. Weihnachtbaum zählen, war ein beliebtes Spiel von uns, wer die meisten gesehen hatte, der gewann.

Am Heiligabend waren wir zu Hause, am ersten Weihnachtstag bei den einen Großeltern, am nächsten Tag bei den anderen Großeltern. Es war wohl nie anders. In meiner Familie wurde es dann ähnlich.


Als junge Frau und später dann als Junge Mama machte es mir unglaublichen Spaß alles zu beleuchteten und unsere Haus schillerte im Weihnachtfieber. Das wurde für ein paar Jahre  ein richtiges Hobby, endete etwa Mitte –Ende Zwanzig. 

(Ja, das Pentagramm am Haus war damals schon so beabsichtigt, das Bild entstand etwa 1997)

Ich glaube auch, dass sich damals meine Sichtweise auch sehr änderte. Ich bemerkte wie blöd und Sinn entleert ich eine Bescherung fand, bei dem die Kinder lediglich vor der Tür warten mussten, bis dann alle mit Geschenken bombardiert wurden.  So was wollte ich für meine Kinder nicht haben. Und Geschenke, nur um der Geschenke wegen, das wollte ich schon überhaupt nicht.

Noch immer schmücke ich gerne, beschäftige mich aber auch mit der Symbolik dahinter. Ich schenke auch gerne,keine Frage.



Seit ich selbst Kinder habe und wir im Heidentum bewusst leben, gibt es bei uns schon am 21. den Tannenbaum. Meist eine Blaufichte, schön Ursprünglich stachlig.

Diese Nordmann Tannen haben keine Seele mehr, riechen und stechen nicht…nein, nichts für mich. Ecken und Kanten sind wichtig, auch beim Baum. Schließlich ist das Natur..


Einen Baum im Haus zu haben, ist etwas, was ich für diese Zeit sehr genieße. Der Geruch , wenn man in das Zimmer kommt, die Kerzen und überhaupt diese Ausstrahlung. Seit tausenden von Jahren machen Menschen das so. Da kann man ganz ehrfürchtig werden, davor. Wird wieder zum Kind.

Unser Baum wird an diesem Datum zur Wintersonnenwende, am 21.12 aufgestellt und geschmückt. Aber die Lichter werden erst am 24. Entzündet. 

Warum wir erst am 24 feiern? Nun zum einen hat es einen Organisatorischen Grund, ich habe meist zu diesem Datum selbst ein Ritual zu leiten oder im Hexenladen ist der Yuleverkauf. Um diese Zeit muss ich mich vorbereiten und auch Plätzchen backen, den Yulepunsch herstellen. Die Kinder haben noch keine Ferien, meist jedenfalls nicht. Am Heiligabend ist alles für uns viel entspannter...


An diesem 24. ten , am frühen Abend ,bauen wir seit über einem Jahrzehnt unsere kleine Lichterspirale auf.
Selbst als unsere Kinder älter wurden und jetzt im Teenager Alter bestehen sie auf das immer gleiche Ritual.
Wir stellen und schmücken zusammen die kleine Spirale dann entzünden wir die vielen Kerzen. Wir setzen uns drum herum und hören, warum wir die Winterwende feiern und was unsere Ahnen darin gesehen haben.

Dann lese ich die Heidnische Weihnachtgeschichte vor. Jeder geht dann mit einer Kerze vom Gesang der anderen begleitet, in die Spirale hinein. Erneuert das Versprechen an das  Licht, in dem wir die Kerze an der großen Göttinnen Kerze, in der Mitte der Spirale, entzünden und bringt es hinaus zu den anderen aus der Familie.

Der nächste geht in die Spirale hinein, begleitet mit dem immer selben Lied:


Wir haben in der Dunkelsten Nach,

das neue Licht in die Welt gebracht,

wir haben in der dunkelsten Nacht,

das neue Licht gebracht!


Wenn alle durch gegangen sind und die Kerzen brennen, wird ein Abschluss „Gebet „ gesprochen. Dann erst wartet der erleuchtete Baum mit den Geschenken darunter, wobei es bei uns nie eine Geschenkeflut gab und gibt.   

Es wird schön miteinander gegessen, bei Kerzenschein dem Abend gedacht und meist danach noch zusammen ein Brett Spiel gespielt.
Der Heilige Abend gehörte immer uns alleine, als heidnische Familie. 

Wir stressen und nicht mit einem drei Gänge Menü oder sonst etwas. Bei uns gibt es am Abend viele tolle kalte Sachen, Wurst, Brötchen, viel Gemüse, Eier, Salate und heißen Kakao mit Gewürzen. Wir haben somit viel mehr Zeit füreinander und einen anderen Schwerpunkt, üppig  gegessen wird dann erst am nächsten Tag.



Am ersten Weihnachts Tag, gibt es dann ein etwas größeres Familien Fest. Nun kommen die Omas, Opas und Uromas und Enkel zu uns. Es wird zusammen gegessen und die Kinder werden beschenkt.  Es wird voll bei uns. Früher waren wir noch bei meinen Eltern, später im Hochsauerland. 


Seit ein paar Jahren sind wir auch mal bei uns und da unser Enkel jetzt da ist, wird ganz bei uns gefeiert. Ich freue mich so, es ist so schön, wenn die kleinen  Kinderaugen wieder leuchten. Unsere Kids sind da jetzt schon sehr "unüberrascht...."

Ja, ich bin ein bekennender Weihnachts Fan!

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