Samstag, 3. November 2012

Meine Magische Ethik


 
Momentan arbeite ich " in der Auftragsmagie" so intensiv, wie lange nicht mehr. Vieleicht macht es das Wetter, die Zeit oder die allgemeine Unzufriedenheit der Menschen. Vieleicht benötigen viele im Moment einen magischen Anschubser...wer weis. 

Umso mehr muss ich darüber aufklähren, was ich tue  und was ich einfach nicht tun will. Dabei geht es , wie sehr oft, vermehrt um  Partnerrückführung und den Liebeszauber. 
Seit ich vor mehr 12 Jahren angefangen habe, auch für andere Menschen als mich, magisch zu arbeiten , habe es in aller Regelmäßigkeit mit genau diesen Themen der "magischen Beeinflussungen" zu tun.

Leider beschleicht mich manchmal dabei das Gefühl, dass es wohl ein paar Leutchen gibt, die sämtliche Hexen und Magie -Kundige ab telefonieren, damit sie irgendwann einmal auch das hören , was sie  hören wollen, egal was es  kostet. 

Oder, bis der, von der Person, gewünschte  Zauber, von irgend jemandem auch „gemacht“ wird .Man muss nur mit Geld winken und Schwups, wir tun natürlich alles dafür. 
Die Dame am anderen Ende der Telefonleitung, war denkbar uneinsichtig. „Liebeszauber , um den Ex wieder zu bekommen." -"AHA.“ - ( ..ich werde dann immer so verdammt kurz-silbig..)

Als ich  sie fragte, wie sie es wohl finden würde, wenn es umgekehrt wäre, wich sie aus. Ich habe da mitlerweile ein ziemlich „dickes Fell“, ich kann aber immer noch von mir behaupten, das ich für Geld oder Profilneurose ,eben nicht alles tue. Da ist mir herzlich egal, was andere sagen. Und wenn das dann jemand anders „zaubert“ dann ist das halt so.

Ich möchte hier klarstellen, das jeder, der magisch arbeitet, seine ganz eigene Sichtweise von diesen Dingen hat und es sich hierbei nur um meine ganz persönliche handelt. Magie ist erst einmal neutral, sie wird zu dem, was wir daraus machen. Es obligt der Verantwortung eines jeden Einzelnen, so zu handeln, wie sie oder er es für richtig halten.

Ich habe meine Grundsätze, ich bin nicht käuflich und muss mich auch nicht profilieren. Auch bekomme ich diesen , zugegeben, sehr eigenartigen Spagat nicht hin, der da heißt, ich hole jemanden zurück, wenn da noch Gefühle beiderseits vorhanden sind. Aber wie soll ich das denn wissen, wenn ich nur eine Seite und zwar die des Auftraggebers/ geberin, höre?

Ich verlasse mich dabei weder auf die denkbar emotionale Aussage von Klienten, noch auf Pendel oder Karten.  Ich bin der Meinung, dass uns das einfach nicht zusteht, in Beziehungen einzugreifen. 

Auch trenne ich keine Menschen, aufgrund von Aussagen einer dritten Person. Ich hatte da so einige Schwiegermütter, die gerne ihren Sohn von der (verhassten) Schwiegertochter trennen wollten oder auch Exfreunde. Oder weil jemand der Meinung war, die Neue an der Seite des besten Freundes, sei nicht gut für ihn…u.s.w..
Ab und zu bekomme ich Anfragen von Frauen, die jemanden kennengelernt haben, sich in diesen Menschen verlieben und ihn unbedingt als Parnter haben wollen. Egal ob der verheiratet ist oder nicht. 

Erst kürzlich hatte sich eine Frau in den " netten Hausmeister", der Schule ihrer Tochter vergugt und wollte, das ich ihr unbedingt helfe. Bei ihm kontne sie sich ausheulen und meinte, er wäre der perfekte Mann für sie. Bei einem intensiveren Gespräch kam heraus, das derjenige in einer Beziehung lebt. Verheiratet ist.  Nein, ohne mich, sagte ich ihr. Das mache ich nicht und gebe auch keine Anleitung.
Sie war so blind vor " verliebt-sein" , weil auch sehr einsam, da war überhaupt keinerlei Einsicht da, das da noch jemand ( oder eine andere Familie) mit beeinflusst würde. Der eigenen Egoismus stand im Vordergrund.
Keine gute Vorraussetzung für magisches Handeln!

Verwerflicher ist dann nur  noch der Bindungszauber, wonach dann zwei Menschen energetisch aneinander gebunden werden, die  vielleicht jemand anderen gefunden hätten. Nein, ich stehe dem ganz und gar nicht positiv gegenüber. Selbst in den Handfasting Zeremonien ( Hochzeit) binde ich niemanden sein ganzes Leben aneinander. Nur „solange die Götter es für gut heißen“. 

Magie funktioniert sehr gut, aber nur, wenn ich mein Weltliches denken meiner magischen Handlung anpasse. Sinnvoller ist grundsätzlich dabei immer das eigene Tun, die Gefühle und Wünsche, das kann eine Auftragsmagie nicht abnehmen bzw. ersetzten. 

Schön ist, bei einer Bewerbung nachzuhelfen oder bei einer Prüfung, das lernen und arbeiten an der eigenen Person schließt Magie aber keinesfalls mit ein. Sich vom Rauchen zu befreien, abzunehmen oder eine ungesunde Gewohnheit aufzugeben, das ist mit Magie sehr wohl möglich, aber nicht alleine.

Sie ist eine unterstützende ,hilfreiche und kraftvolle  Energie. Und wenn man selbst noch das Vertrauen in seinen Glauben hat, das die Götter uns hilfreich beiseite stehen, dann wird aus dem Zauber eine Rituelle Handlung und eine Bitte.  

Um meinen persönlichen Weg zu gehen, habe ich Magie angewendet, aber keine Zauber. Habe Rituelle Opfergaben und das Zwiegespräch mit meinen Göttern gesucht und Antworten erhalten. Als ich die Antworten bekam, habe ich sie als solche erkannt und zugegriffen. Ich benötigte keine hochtrabenden Zauberhandlungen, meine Verbindung mit den Göttern und Schutzwesen reichte und die weltliche Handlung. Glauben an eine Höhere Macht hilft und unterstützt, nimmt aber nicht die Verantwortung für sein eigenes tun oder nicht tun, ab. 

Bei wichtigen Lebensphasen verlasse ich mich auf meine Kommunikation mit den Spirits und Göttern. Mein Vertrauen in sie, spielt dabei eine gewichtige Rolle.  Das hat mit dem Hexenladen funktioniert und jetzt mit dem neuen Hof. Ich bin ein praktischer Mensch und meine Rituale sind so wie ich.

Aber ich „zaubere „ nicht, um mich nicht selbst einzuschränken. Ich bitte darum, in einer oder mehrerer rituellen Handlung/en.  Ich lasse den Spirits die Entscheidung, was gut für mich ist. Lange schon, habe ich aufgehört „zaubernd“ zu fordern. Ich finde, es schränkt eher ein. Ich habe gelernt, dass es sich besser anfühlt und wirkt, wenn ich in Kommunikation gehe, mit räuchern, trommeln, rufen, singen, tanzen und opfern. Ganz spontan einfach mitteile und zuhöre.

Klar könnte ich bei einer Auftragsvergabe, wie eine Seminaranfrage mit einem Zauber nachhelfen, mir könnte aber dann passieren, dass ich das Seminar bekomme und die Leute da ganz furchtbar sind. Gut, wenn mir ein Auftrag wichtig wäre, würde ich demnach helfen, muss mir aber die Konsequenz daraus überlegen. Bisher lebe ich aber mit oben erwähnten sehr gut und kann nicht klagen, warum also „zaubern?“

Für meine Kunden arbeite ich im Rahmen meiner Ethischen Grundsätze sehr gerne. Für Prüfungen, Bewerbungen und weiteres. Ich freue mich riesig, wenn ich Resonanz erhalte und alles hat nach Wunsch funktioniert. Aber für Magie gibt es eben keine Garantie und wie gesagt, es gibt ganz oft Lebenssituationen, da nimmt uns ein Zauber nichts ab, wenn wir nicht selbst den Hintern hoch bekommen. 

Wenn eine Klientin mit Kinderwunsch zu mir kommt, ist es wichtig ihr zu sagen, das alles Ärztlich abgeklärt werden sollte und  auch ob der Mann an ihrer Seite auch wirklich Kinder will und einverstanden ist, mit dieser Art von Vorgehen ( Magie)  dabei.  Die Konsequenz aus diese " erzwungenen" Magie kann sein, das sie zwar schwanger wird aber das Kind alleine erziehen muss.

Magie heißt für mich, Verantwortungsvoll zu handeln und alle Seite der Medaille zu betrachten, auch die wir vielleicht nicht sehen mögen. (Bedenke, was du dir wünschst... Nicht wahr?!)

Und manchmal übersieht man auch mal etwas. Das soll vorkommen...
 
Allerdings würde ich bei solchen Dingen wie, beispielsweise, bei schriftlichen Bewerbungen  oder  Anträgen bei Behörden  zauberkundig nachhelfen um etwas auf einen guten Weg zu bringen. 


Ich glaube sowieso, die beste Referenz für eine gute Zauberkundige , ist ihr eigenes Leben....

Das ist meine Magische Ethik. - Welche ist Eure?

Kommentare:

  1. Hallo :)

    Bei den Liebeszaubern und den Partnerrückführungen stimme ich dir vollkommen zu. Ich meine, wenn sie sich schon getrennt hatten, dann hatte das auch einen Grund oder sollte ganz einfach nicht sein, damit etwas anderes an die Stelle treten kann, vielleicht sogar etwas besseres. Und Magie als Wunderlösung zu sehen, empfinde ich auch als nicht geeignet, weil das Leben (sowie die Magie) besteht ja daraus, dass man sich weiterentwickeln soll, lernen und hart an sich zu arbeiten, und nicht daran, dass einem alles zugeflogen kommt, denn das tun die Dinge eher selten ;D
    Magie ist für mich eher ein Gewürz, dass ein Gericht besser schmeckt oder gar erst seinen eigentlichen Geschmack bekommt, oder dass man ein misslungenes Gericht dadurch wieder retten kann. Aber in dem ganzen anderen kommen noch eigene Gewürze hinzu, die man selbst einbringen muss. So im übertragenen Sinne würd ich das beschreiben :)
    Auch wenn ich, denk ich noch nicht so mitreden kann, schließlich ist meine "Referenz" noch ziemlich kurz, bin ja auch noch sehr jung, aber ich denke, dass ich zu dieser noch vieles hinzufügen kann im Laufe der Jahre :)

    Liebe Grüße
    Montuna

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  2. Liebe Montuna,
    das ist eine gute beschreibung, danke für deine meinung dazu. da wird sicher noch vieles dazukommen....und das wünsche ich dir auch. wir sind die summe unsere erfahrungen, auch in der magie;)
    liebe elstern grüße!

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  3. Ich habe mich sehr in deinen Worten wiedergefunden und ich bin nunfroh nicht mit dieser Meinung allein zu sein.

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