Freitag, 19. Oktober 2012

Der Brief an einen Freund....


Die Zeiten sind unruhig...das haben wir schon vor einer ganzen Weile erfahren. Sie werden auch noch eine Weile so bleiben, bis wir das Jahr 2013 erreicht haben oder vieleicht noch darüber hinaus. Es sind Monate und Jahre, die das Zwischenmenschliche sehr schwer machen und emotional nicht einfach sind...viele von Euch haben das Erfahren und ich lese das immer wieder in spirituellen Einträgen.

Ein Besuch im Hexenladen heute ,wühlte meine Gedanken zu  diesen Post wieder auf, der hier als Entwurf schon einge Zeit im Bloggerraum schlummerte...ich glaube es ist ein Zeichen, diesen jetzt hier und  nach langem zögern zu veröffentlichen...

 Als schon alles schlief,
vertrau ich diesem Brief an, 
was ich sonst nicht sag,
ich in mir vergraben hab.


Durch die Feder fließt,
das was man sonst nicht sieht,
was in mir geschieht.


Tief und voller Bedaunern
teile ich Dir mit
dies ist mein letzter Schritt.
 Denn ich hab's dir nie gesagt,
hab die Worte längst gefunden,


Hab's einfach nie gewagt,
denn meine Worte schlagen Wunden,
wir wär'n für alle Zeiten
auf verschied'nen Seiten.

Auch wenn die Tür sich nun schließt
bin ich nicht so ,
wie du mich siehst,
entspringe keiner Phantasie,
das verstehst du vieleicht nie.


Ich schreib' nur auf, was im Moment,
mit aller Macht nach draußen drängt,
für den Augenblick bestimmt.

Und ich hab Angst vor diesem Schritt,
weil’s danach keinen mehr gibt.
Endgültigkeit sich in meine Gedanken schiebt.


Wir stürzen aus der nächsten Welt
dahin, wo all das nicht mehr zählt.
Ich hab's dir nie gesagt.
Ich war viel zu lange still,
war  nicht bereit,
und weil ich einfach nicht mehr will.

Denn Deine Worte schlugen
 tiefe Wunden,
wir sind vieleicht für alle Zeiten
 auf verschied'nen Seiten. 
(L.All-Dean)

Manchmal begegnet er mir oder ich sehe ihn von weitem. Selten ein mündlicher Gruß eher ein höfliches nicken, ein lächeln...von weitem. Er soll nicht sehen, wie sehr verletzt er mich zurück gelassen hat...ich habe daran gearbeitet. Und falls er dennoch mitlesen sollte, ich habe kein Problem damit und es wohl einkalkuliert.

Um mit ihm abzuschließen , dazu  fehlt nur noch dieser kleine Teil in Form diese Stückchen Papieres, das da immer noch auf meinem Schreibtisch liegt...immer noch fehlt er mir manchmal, als "vermeintlich" Verbündeter, auf meinem Weg...und ich ärgere mich über mich selbst dabei.
(siehe Eintrag kein einfacher Mensch) 

Tja...dieser Brief.
Was darf ich schreiben, ohne zu verletzten, was sollte geschrieben werden, ohne zu schwere Vorwürfe zu erheben , ohne  Ungerecht zu werden. Aber vor allem: was MUSS ich schreiben, um für mich abzuschließen - ?! 
Ich schwanke dabei zwischen Eingeständnisse, Vorwürfen, Entschuldigungen und Fragen…?! Eigentlich ist dieser Brief für mich, für mein „Heil-werden“, gegen eine Enttäuschung, ein tiefes "verletzt sein". Der Brief  geht an jemanden, dem ich einmal vertraut habe und der letztendlich mehr in meinem inneren gerührt hat, als ich zulassen wollte.


(M)ein Vertrauen zu verletzen, wiegt schwer.  Denn "Freundschaft " ist   kein geflügeltes Wort, was ich so einfach austausche. Nicht jeden nenne ich "Freund"oder "Freundin". Aber jetzt spüre ich, es wird  wichtig, einen Schluss-Strich unter dieses Wörtchen und "seinem" Namen darunter zu ziehen, dazu soll der Brief , der vor mir liegt, gut sein.

Immer wieder behandle ich Menschen, um sie von Energetischen Bändern zu lösen, alte Versprechungen aufzuheben, Verbindungen zu kappen.  Immer wieder…und immer wieder begegnet mir dabei meine eigene Karmisches Verknüpfung, an diesen Menschen. Die tiefe Verbindung die ich zu glauben fühlte.


Heute weis ich darüber mehr, auch durch meine Rückführung. Ein Leben von vielen....
Ab und an erwische ich mich immer noch bei der Frage und dem Gedanken : 
Ob es ihm genauso geht?!


Mir sollte es nach all der Zeit egal sein, ist es aber nicht. Mehr als ein Jahr herrscht nun Schweigen und Stille zwischen uns...eine Stille, die ich angefangen habe, weil ich einfach nicht mehr bereit dazu war, weiter diesen Weg mit ihm zu gehen. Mein Vertrauen ist in sich zusammengefallen, wie ein Kartenhaus. Vieles bleibt unverständlich. 

Er hatte vieleicht, genauso wenig wie ich, die Kraft oder auch den Mut, sich mit dem anderen auseinanderzustzten. Stattdessen wähle man den einfachsten Weg...*schweigen*. Ich bin ja nicht besser.


Es bleibt nur eine enorme Flut von Wehmut und Traurigkeit. Der vermeintliche Freundschafts Verlust wiegt schwer. Und das "nicht verstehen". Vieleicht kann der ein oder andere von Euch das nachvollziehen, hat soetwas auch erlebt. Natürlich, ich bin da kein Sonderfall, das zeigt ja auch meine arbeit.


Ich ahne schon, dass ich meine Fragen nach dem "warum",nie ganz beantwortet bekomme, aber zumindest möchte ich mit diesem Schriftstück dem Empfänger mitteilen, wie tief verletzt er mich zurück gelassen hat, wie verwirrt über viele seiner Handlungen , Bekundungen und Reden. Und warum diese "Stille" zwischen uns da ist; Für mich gibt es nichts mehr zu sagen. Ich hatte ihn damals diesbezüglich vorgewahnt. Es hat nicht funktioniert ....wenn mich jemand nicht braucht, nicht will oder gar hinter geht, dann gehe ich in die Stille....
Ich bin ein Mensch, der Konflikte eigentlich nicht scheut . Hierbei aber fehlt mir immer noch die Kraft dazu. Trotz des Jahres dazwischen. Ein Jahr des Gegenseitigen Schweigens.Das Vertrauen, noch einmal  die Seele  zu öffnen ist nicht mehr da.  Zuviel vermeintliche Wahrheiten sind gesprochen und zuviel Wiedersprüchliches...

Jetzt ,weis ich mehr, täuschung, bin getäuscht worden.
Wie konnte ich mich soooo in einem Menschen täuschen?  
Für mich kaum fassbar und ent-täuschend....immernoch!
Mein  Brief an ihn, der  liegt schon so lange hier. Letztes Jahr im Juni  schrieb ich ihn…so lange ist das schon her.


Bisher habe ich ihn nicht abgeschickt. 
Aber ich weis genau , wann das geschieht. 
Nein, nicht jetzt ...irgendwann. 
Ich kann warten.


Auf den richtigen Zeitpunkt zu warten, kann  lange dauern. Mein warten war bisher immer richtig. Ich habe Zeit, ob er sie  hat oder nicht, das ist mir egal. Nach meiner eigenen Schamanischen Heil Wanderung und der Rückführungstherapie habe ich diesen Brief jedes Mal wieder neu überarbeitet. 


Jetzt ist Schluss! 

So wie das Papier nun vor mir liegt  ,geht es auf die Reise.Ich überarbeite nicht mehr, jetzt ist der Brief richtig.Ausgedruckt und ab zu den restlichen Dingen. Das Päckchen schnüren....


Unsicherheit hat sich breit gemacht, wo vor noch nicht allzulanger Zeit, soetwas wie eine tiefe Zuneingung  herrschte. Heute weiß ich nicht mal mehr, ob diese starke Verbindung nicht nur eine einseitige war. Eine Täuschung. Ich weiß nicht, was echt war, soweit hat der Zweifel sich in dem Jahr des Schweigens schon gefressen.


Die Ent-täuschung hat ihr übriges gegeben. Eine Täuschung eben. Genauso ist es. Ich weis nur, das ich zu lange, viel zu lange gewartet habe um mich emotional zu verabschieden. Meine Spirits hatten mich gewarnt!

Ich habe erfahren, das er bei einigen ähnliches tat und tut , sagt und handelt. Ich habe vertraut und helfen wollen, das ist meine Entschuligung und seine?!


Ich hab Fehler gemacht, sicherlich. Ich bin ein Mensch.

Letztendlich gab es viel zu lernen und das kann sehr wehtun. Ich habe allen Anschein nach auch in diesem Leben nicht die Möglichkeit aus diesem Gefühl herauszukommen...


Manches ist klarer geworden in den letzten Monaten, aber der Brief ist immer noch da! 
Noch liegt er vor mir und die Zweifel nähren sich wie von selbst; 
ob ich ihn wirklich abschicken sollte?!



Ich schreibe weder von Schuld noch von Vergebung, weil mich ein Mensch zwar ent-und ge-täuscht hat, aber tief in seinem Innern keinen schlechte Seele  ist. Nein, wenn es so wäre, wäre er mir egal, ist er aber nicht. 

Das macht es ja so  schwer. Schlechte und bösartige Menschen, um die kümmert´s mich nicht, die wären mir egal. Abgeben und loslassen zum eigenen Heil-werden, das hat Priorität. Damals habe ich mir eher über sein Heil-werden den Kopf zerbrochen und habe nur Verachtung erhalten.


Diesmal, in diesem Leben, landet mein Päckchen, nicht auf dem Grund der Schottischen See, sondern bei dem, der es zuerst ausgepackt hat!
Aber später...später...