Dienstag, 23. Oktober 2012

Das letzte Mal - Samhain Gedanken

 Wieder nähert sich Samhain.  Mit großen Schritten!  
Die Tore der Anderswelten, die Bereiche der Geister und Ahnen, sie stehen bereits einen Spalt breit offen....

Dieses Jahr, das letzte Mal hier ,meinen Geburtstag feiern,
das letzte Mal meinen Ahnen, in der Samhain Nacht, auf dem Hügel begegnen und sie um Rat und Geleit bitten…Die letzten Gelegenheiten nutzen. 
Beltain wird es schon an diesen Ort nicht mehr für mich geben....


Samhain bedeutete bisher für mich Stillstand, Dunkelheit, innere Einkehr und Beendigung.  In diesem Jahr ist es das erste Mal anders.  Ob das nur an mir liegt und an dem, was so alles auf mich zukommt, kann ich nicht sagen. Ich wüsste nicht, womit ich nun noch abschließen sollte, ich habe vieles hinter mir gelassen, was nicht gut für mich war oder  was sich trennen sollte. Diese Entwicklung vollzog sich seit einiger Zeit schon.

In diesem Jahr bedeutet für mich Samhain, Ehrerbietung an meine Ahnen, die mich so sehr leiten und begleiten. Danke zu sagen, für neue Ausblicke und Ideen, die mich und meine Familie beflügelt haben, diesen einschneidenden Schritt in ein neues Leben zu wagen… Das neue Jahr auf einen guten Weg bringen und Zukunftspläne aktiv schmieden.

Ich habe viele kleine Abschiede hinter mir, es wird jetzt Zeit, die Dunkelheit zu nutzen, die Ahnen zu befragen und aufzutanken.  Nach dieser Phase wird es Zeit nach vorne zu schauen und dem Vergangenen hinter her zu winken.  Ab jetzt wird keine Rückschau mehr gehalten.

Ich erfreue mich an den vielen Erinnerungen von Menschen die mir Freude brachten, genannte oder namenlose. Gesichter voller Zuversicht und Spiritualität.  Nur das ist es, was letztendlich  zählt.

Nach Samhain wird es  Zeit, den Blick gänzlich nach vorne zu wenden. Ich habe den Menschen, die gewillt und dankbar waren, meine Plätze gezeigt, damit diese weiterhin geehrt werden.  Das schöne Wochenende noch einmal genutzt um Wissen zu teilen und Kraft zu tanken.  Ich weis die Weisheit und die Kraft dieser Orte in guten Händen.

Ich habe weitergegeben und weitergereicht, wie es sein soll. Habe nun Platz gemacht für neues, denn mein Weg wird ein anderer, aber immer der Weg der Göttin sein.
Menschen, die mich auch weiterhin begleiten, die werden bleiben, auch wenn die Entfernungen wachsen. Neue werden dazu kommen, Alte wiederkommen. Kreisläufe die ich selbst immer wieder erlebe. Wenn jemand etwas von mir will, versteckt lebe ich ja nun wirklich  nicht.

In den Tagen an der Küste ist mir klar geworden, das ich Wertvolles zurück lasse. Meine Tochter, meinen Enkel und den Sohn. Darüber habe ich geweint, weil es verdammt schwer ist. Wir wussten es vorher. Eltern sein, ist etwas sehr intensives und von der Göttin gesegnetes. 

Das Gefühl der Verantwortung kann man nie wieder abgeben, nur verdrängen und beiseite schieben, wenn die Kinder erwachsen werden.Auch das gehört für mich dazu, ein  wohl kalkulierter Abschied von den Lieben meines Blutes. Nicht mehr ganz so nahe zu sein, aber dennoch erreichbar. Wir sind ja nur etwa 300 km auseinander, so ist das ja nicht. Dennoch versteht das Herz den Vestand da nicht...

Aber nach Samhain da  habe nichts mehr zu bedauern, nur noch freudig dem Neuen entgegen zu gehen, um zu Ostara, genau wie die Natur selbst, zu wachsen...

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