Freitag, 7. September 2012

Der Duft von Vanille...



Ich liebe Vanille, der Duft erinnert mich an meine Kindheit, gemischt mit Vanillezucker und diversen Backtriebmitteln , duftete die Küche meiner Oma oft danach. Auch nutze sie es beim Marmelade einkochen. Manchmal roch es schon sehr früh am Morgen bei ihr nach Weihnachten. Ja, das ist für mich auch der Duft von Vanille…“Weihnachten“. Wohlig warm schmiegt er sich an. 


Lange wusste ich nicht, das es sich bei Vanille um eine Orchidee handelt, bis ich einmal selbst eine geschenkt bekam, die leider nicht lange überlebte. Sie ist eine , mehrere Meter lang werdende Staude, aus der Familie der Orchideen, ihre Heimat liegt auf den Bäumen des tropischen Mittelamerikas. Ihre Früchte, die Vanilleschoten werden gesammelt und getrocknet. Um das Vanillearoma zu konservieren, werden die Früchte /Schoten mit heißem Wasser behandelt und in luftdichte Behälter verschlossen.

Den Duft der Vanille deuten die Ureinwohner als ein gutes Zeichen der Götter, die das Leben bringen. Ob bei den  Mayas, Azteken oder Inkas, alle lieben diesen Duft und verzierten ihre Tempel mit den Ornamenten und Reliefs aus Orchideenblüten.

Es gibt eine alte Legende, die berichtet, warum Vanille in die Schokolade kommt.  Es liebte einst die wunderschöne Vanilla, einen Jüngling namens Chocolati so inniglich, das es einen alten bösen Zauberer, der im Nachbardorf wohnte, vor Neid zerfraß.

Er konnte es nicht ertragen und trachtete danach das junge Glück zu zerstören. Er sprach seinen Zauber und verwandelte die beiden in Pflanzen. Vanilla in eine Blume, Chocolati in einen Baum. Aber die Liebe der beiden war so stark, das die Blume den Baum umschlang und als Liane an ihm herauf kroch. Als sie dann noch wunderschöne Blüten hervorbrachte und begann den Duft der Liebe auszuströmen, kamen die Menschen von weit her, um daraus einen Trunk der Liebe zu bereiten.
Nach der Einnahme des Getränkes war aller Neid und aller Haß aus ihren Herzen gewichen und die reine Liebe einkehrte.

Für die Stämme des mittelamerikanischen Regenwaldes, spielte auch die Befruchtung der Vanillepflanze eine entscheidende Rolle. Die Blüte öffnet sich nur alle 24 Stunden und kann ausschließlich von Bienen und Kolibris befruchtet werden. Das Nektasaugen und die gleichzeitige Befruchtung ist für die Ureinwohner ein Zeichen, das diese Pflanze als Liebespflanze zu verwenden ist.
Vanille wurde sogar als Tribut von unterworfenen Stämmen gefordert und galt auch als Zahlungs- und Tauschmittel. Die Azteken tranken einen gehaltvollen Trunk aus eingedickter Schokolade, gemischt mit Vanille. Nicht das Milch Mix Getränk, welches wir heute kennen.
 

Seither hat sich Vanille einen Ruf als Aphrodisiakum, was sich wissenschaftlich wohl nicht ganz beweisen lässt. (Aber wer will das schon wissen?!) .

Vanille -artige Düfte wurden auch bei uns schon früh für Erotische Begegnungen oder Liebeszauber verwendet, wie das Mädesüßkraut, das ja bekanntlich, die Mädchen "Süß" werden lässt.  Auch heute noch wird es gerne in Liebsräucherungen eingesetzt, genau wie die tatsächliche Vanille, die wir aber so lange ja noch nicht kennen. Erst im Mittelalter kam die Schoten ,zusammen mit  anderen Gewürzen ,zu uns nach Europa.

Das Vanille Duft eine angenehme, harmonische und erotische Stimmung erzeugt, ist aber wohl unbestreitbar.  



Also, ich umgeb mich gern mit diesem magischen Duft....

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