Donnerstag, 6. September 2012

Besessen sein…

Schon im Neuen Testament finden sich Fälle von Besessenheit. Die Evangelien berichten von zahlreichen Heilungen Besessener durch Jesus im Sinne einer „Austreibung” (Exorzismus) in der geistigen Tradition des Judentums. Ursachen der Besessenheit sollen Verfluchungen sein, okkulte Praktiken und Teufelspakte.
Von Seiten der modernen Christen  wird die Existenz von Dämonen und damit die diesbezüglichen neutestamentlichen Zeugnisse abgelehnt mit der Erklärung, dass der damaligen Zeit heutige Kenntnisse über psychische Krankheiten fehlten und solche somit irrigerweise als dämonische Besessenheit bezeichnet worden seien .

In afrikanischen Kulturen gibt es Besessenheitskulte sowohl innerhalb von traditionellen Religionen und im christlichen Umfeld, als auch innerhalb des Volksislam .In den sich aus der afrikanischen Tradition ableitenden synkretistischen Religionen (Voodoo, Santería, Candomblé) gibt es einen Zustand der Trance oder künstlich herbeigeführten temporären Besessenheit, der sogar erwünscht ist.

Als Trance- und Besessenheitszustände  werden aber auch  psychische Störungen bezeichnet, bei denen ein „zeitweiliger Verlust der persönlichen Identität und der vollständigen Wahrnehmung der Umgebung auftritt“. In einigen Fällen verhält sich ein Mensch so, als ob er von einer anderen Persönlichkeit, einem Geist, einer Gottheit oder einer Kraft beherrscht wird. Infolge von Besessenheitszuständen kann es zu unwillkürlichen Reaktionen wie etwa Erstarrung, „Weglaufen“, Gedächtnisstörungen etc. kommen.
Es gibt diese negativ Energien die sich festsetzten können. Auch gibt es Verstobene Seelen, die nicht gehen und derjenige, bei denen sie sich festsetzten, deren Verhaltensweise annimmt.

Wenn eine solch schwarze Energie sich an uns festsaugt, werden wir langsam krank. Sie zieht Energie und Kraft aus dem lebendigen Wirtskörper. Wir können von solchen negativ Energien aber nur „ angesprungen“ werden, in einer Phase, wo wir angreifbar sind. Bei Emotionaler Belastung, Stress oder Krankheit beispielsweise. Unsere Energiekörper (Aura) ist dann angeschlagen und offen für Eindringlinge. 

Vorbeugen kann man, wenn man sich regelmäßig durch verschiedenste Maßnahmen schützt, durch ab räuchern oder das Baden in Salzwasser. Unsere Vorfahren bannten solche „Dämonen“ in Bäume oder in Steine. Solch eine negative Besetzung kann dann zu einer psychischen Krankheit werden. Und muss auf zweierlei Art bekämpft werden. Heute werden bei vielen Naturvölkern diese Krankmachenden Energien durch aussaugen vom Körper vertrieben. Durch bestimmte Trance Rituale hat man eine heilende und reinigende Wirkung feststellen können.

Besessen von einem Mensch sein…
Die Motive für diese Form sind facettenreich. Viele Teenager sind "besessen", von ihrem Idol, es gibt Erwachsene die sind „besessen“ von einer Idee, einem Glauben oder einem Thema. Was in eine Art Fanatismus übergeht.  Das sind Lebensbegleitende Phasen und sollten aber im Laufe der   Zeit wieder abebben.

Ist dies nicht der Fall, sprechen wir auch davon.“ Er/Sie ist besessen von dem Glauben das..." ...Er/Sie ist besessen von Frau XX..." usw ..Sie ist besessen von "Ihm"...usw.
Dann wird eine " fixe Idee“, ein Gedanke oder ein Mensch zur Besessenheit. Der" Besessene" ist erkrankt und kann nicht vom anderen ab oder loslassen.

Menschen, die dieser Art von Besessenheit verfallen, können nicht mit dem Gefühl umgehen, zurückgewiesen worden zu sein. Der Grund kann unerwiderte Liebe sein, aber auch Rache, verletzte Ehre und blanker Hass sind mögliche Auslöser. Ein Idol macht nicht, was der Fan will, oder ist in der Realen Wahrnehmung plötzlich anders...usw.

In den meisten Fällen kennen sich Täter und Opfer vor Beginn der psychischen Störung. 
Stalking ist auch die Folge  Menschlichen Besessenheit. 
Durch die ständige Verfolgung ihres Opfers hofft man, verlorene Zuneigung zurückzugewinnen. Manchmal soll  aber auch ihr Opfer bewusst für die Zurückweisung bestraft werden.

Während jeder von uns ,zum Beispiel, nach dem Ende einer Beziehung/Partner oder Freundschaft eine Phase der Trauer durchlebt, geht die Phase bei diesen Menschen, eben nicht vorüber. Sie bleibt. Die meisten haben psychische Probleme oder Störungen – ein anerkanntes Krankheitsbild gibt es bisher allerdings nicht. 

Wie verhalte ich mich wenn jemand von mir besessen ist und er oder sie mich nicht in Ruhe lässt?
Gute Frage ..das ist nicht immer einfach. Leider sagte man mir, dass es eine "100 % richtige Reaktion" leider nicht gibt.

Die natürliche Reaktion, die ein Betroffener hat, mit Aggression auf das Stalking zu reagieren, wirkt leider oft kontraproduktiv.  Jede Art von Reaktion und Kenntnisnahme stachelt  diese Menschen nur noch mehr an. Daher sollte ihm zwar einmal deutlich mitgeteilt werden, dass man den Kontakt mit nicht möchte, danach aber jegliche Art von Kommunikation und Reaktion vermieden werden.

Für den Bereich Cyber-Stalking heißt das aber nicht, den Stalker in sozialen Netzwerken wie Facebook  komplett zu blockieren. Auch das ist eine Art von Reaktion, die den Täter in der Regel motiviert, weiterzumachen. Ignorieren, auf  Mails und evtl. böswillige Einträge in Gästebüchern/Foren oder Netzwerken nicht zu reagieren. Mails ungeachtet im Spam ausfiltern und nicht antworten.




Kommentare:

  1. ich denke, das beste ist, ganz klar seine grenzen zu setzen bevor es unerträglich wird. besonders dann, wenn kontakt nicht vermieden werden kann wie z.Bsp. gemeinsamer Arbeitsplatz oder gemeinsame Kinder. wenn er allerdings vermieden werden kann, dann bin ich ganz bei dir. lg, ulrike

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  2. Interessant und mal ganz was anderes...
    Und wenn wir schon vom Neuen Testament sprechen:
    Wer sagt dass sie nicht noch mehr Punkte demnächst als überholt betiteln und einfach durch andere "Diagnosen" ersetzen werden?

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