Montag, 30. Juli 2012

Let´s sing…singend schamanisieren

Singen ist ein Weg die Magie des Wortes und deines Atems zu verbinden. Besonders kraftvoll wird es, wenn zusätzlich der Rhythmus der Mutter Erde hinzu strömt, in Form des Trommelschlages. Seit Urzeiten singen Menschen um seelisches und körperliches Wohlbefinden zu erzeigen und sich in einen tranceähnlichen Zustand der Magie zu versetzen.

Wer mit Hingabe singt, wird feststellen, dass seine Energie vom Kopf zum Herzen fließt. Die verstärkte Sauerstoffzufuhr sorgt dafür dass unser ganzer Körper unter Spannung steht.

Ich hoffe es geht euch so wie mir, ich habe als Kind schon lauthals singen dürfen. Mir ist das nie aberzogen worden. Ich kann mich erinnern bei der Oma im Garten auf der Schaukel sämtliche Kinderlieder auf und ab gesungen zu haben. Und hatte immer das Gefühl für mehr, als nur für mich zu singen. Mir war egal, ob es für andere Ohren gut klang oder nicht. Muss es auch nicht. Auch heute nicht.

Ich habe mir diesen Teil meiner instinktiven Kräfte nie nehmen lassen und immer wenn es mir Gefühlsmäßig nicht gut geht, singe ich auch heute noch. Das Wort mit der Musik und dem darauf folgenden Gefühl zu verbinden ist eine Kraft, die viel in uns bewirkt.

Wir können unseren inneren Zustand ,jederzeit durch das Singen eines inspirierenden Liedes verändern, dabei spielt es keine Rolle ob wir das Lied unsere eigenes nennen oder es irgendwo gehört haben.

Gefühle lassen sich gut in Lieder umwandeln, wer kennt es nicht, das berühmte pfeifen im Keller bei Angst?! 

Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch sein eigenes Lied hat, ja sogar jedes Tier und jede Pflanze.Alles besteht aus einer Art von Klang, Rythmus und Melodie. Durch meine Arbeit mit der Trommel ist mir klar geworden, das jeder meiner Klienten einen eigenen Klang Rythmus zu besitzten scheint.

Ich habe ja schon einmal darüber geschrieben, dass ich ein Bussard Lied habe,  ( Artikel Indianische Pfade) welches ich für meinen Begleiter singe. Immer wenn ich ihn sehe. Manchmal singe ich ganz spontan bei Wanderungen leise vor mich hin, um mich mit all den Wesen um mich herum zu verbinden. Ich ehre sie damit. 

Ich kann mich daran erinnern, wie ich vor etwa neun Jahren einmal bei einem Gewitter auf meinem Platz überrascht wurde. Es ergab keinen Sinn zum Auto zu rennen und auch sonst war Panik nicht angebracht, obwohl ich im ersten Moment furchtbare Angst hatte. Zwei Jüngere  Frauen begleiteten mich, denen man schon ansehen konnte, wie sehr sie sich fürchteten. Ich wollte aber ihren ersten Eindruck von mir und ihrem ersten Ritual nicht in einem Gefühl von Angst und Panik enden lassen. So riss ich mich zusammen, stapfte kurzerhand im Kreis bei jedem Donnerschlag auf den Boden und fing an die Elemente zu besingen. 

Die Erde ist mein Köper
Wasser mein Blut
Luft mein Atem und Feuer die Gedanken…

Meine zwei Frauen stimmten und rasselten mit ein und wir liefen zusammen im Kreis und fingen an, förmlich mit dem Donner über uns zu spielen. Wir wurden Teil des Unwetters.  Für einen Außenstehenden muss es wirklich komisch und witzig gewirkt haben, denn wir wurden übermütiger und kraftvoller. Und wie von Geisterhand zog das Unwetter  weiter. Es hinterließ drei klitschnasse  aber sehr glückliche und stolze Frauen.
Ja, man kann Regen herbei tanzen, aber auch Unwetter weck singen! Das ist uns seit dem ganz klar!

1 Kommentar:

  1. Die Erde ist mein Köper
    Wasser mein Blut
    Luft mein Atem und Feuer meine Seele...

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