Samstag, 14. Juli 2012

Abrakadabra.. oder die Magie des Wortes

 Wer hat das als Kind nicht gesagt, wenn er zaubern wollte?!  
Abrakadabra kommt vermutlich aus dem arabischen, was so viel wie; „ich erschaffe, während ich spreche“ bedeutet. Viele Schöpfungsmythen der Urkulturen wissen zu berichten, das die Welt aus Musik, Ton  und Wort entstanden ist. Worte sind Verkörperung der Kraft. 

Bei den Navajo Indianern verabschiedet man einander mit dem Satz: „..möge die Schönheit dich begleiten…“ In dieser Aussage liegt die Erkenntnis, dass man jemanden nichts anders wünschen sollte, als das die Schönheit erschafft.

Im jüdischen gibt es viele Überlieferungen, die von der Macht und der Magie des Wortes erzählen.  Kabbala lehrt, dass die Welt aus den Buchstaben des Alphabetes entstanden ist .
Das Wort hat die Macht zu erschaffen, aber auch zu zerstören. Die Genesis sagt, das Gott die Welt mit den Worten „ es werde Licht“ erschaffen hat und dann lesen wir…“ am Anfang war das Wort und das Wort war Gott und Gott war das Wort…“

Bei den Hopi Indianern singen  der Sonnengott und die Erdengöttin ihre Geschöpfe ins Leben.
Wenn ich mit Klienten arbeite oder Menschen begleite und ausbilde, achte ich sehr genau auf die Wahl meiner Worte. Das ist sehr wichtig. Auch die Worte meiner Schüler spielen eine wichtige Rolle, ganz oft kommt es vor, dass ich scheinbar provokante Thesen und Sätze sage, nur um ihre Reaktion darauf zu testen. Charakterstärke spielt unter anderem  eine wichtige Rolle. Positive Satzformulierungen sind äußerst wichtig für unsere Seele.

Überlege, welche Begriffe die Energien ausdrücken, die du in deinem Leben stärken willst. Mache diesen Begriff zu einem festen Bestandteil deines Wortschatzes. „ Die Träume herbei reden“ sagen die Indianer und das ist wirklich so. Wenn wir die Fähigkeit besitzen, unser Umfeld, wie wir es uns wünschen, klar im Geiste zu visualisieren, dann haben wir auch die Gabe zu heilen und die Welt positiv zu verändern! Alles ist möglich durch die Kraft der Worte.

Wenn ich ärgerlich bin, über einen Menschen oder eine Situation dann komme ich zur Ruhe. Ich schotte mich ab, räuchere und trommele. Dann rufe ich meine Geistigen Führer und Helfer herbei. Aber ich verwünsche nicht, hasse nicht und versuche überhaupt nicht meinen ärger auf die andere Person oder Situation zu produzieren. Nein, ich nehme all meine Emotionen und gebe sie in einen Rhythmus, den ich trommle, tanze, stapfe. Dabei entlasse ich alles Negative. Mit dem gesagten Wort, in meinem Fall einem gesungenen Chant gebe ich diese Emotion einfach ab oder zurück zum Absender. Danach fühle ich in mich hinein und kontrolliere, ob ich neutral bin. 

Gegenzauber von negativen Energien und den dazugehörenden Wörtern wie „du kannst nicht- das schaffst du nie- du bist zu dumm- du magst mich nicht- du bist negativ-du bist hässlich-….und so weiter.
Erschaffe Dir  Gegenbotschaften die du überall lesen kannst. Sei kreativ in dunklen Momenten und erschaffe aus dem negativen etwas neues!

                 Liebe,          Ehrfurcht, 
Kraft ,                               Magie,
 Göttin, Schönheit,                   Vollkommenheit
 Harmonie,

  Schaffenskraft, Kreativität,       Ideen, Freude,
                           Lachen….

Siehe das so, jede Situation und jeder Mensch, der dir negatives entgegenbringt, in Form von schlechten Energien, bösen Wünschen, Neid oder mit solchen Sätzen , wie  „ das schaffst du nie“, ist eine Herausforderung an Dich aus dieser starken Kraft etwas für dich zu gewinnen. Wenn die Menschen die dir schlechtes Wünschen, wüssten, dass du aus ihrer Energie etwas kraftvolles  für dich erschaffst, würden sie sich hüten, dir solche schlechten Dinge zu wünschen.

Wenn ich also Konflikten mit einer Haltung aus innerer Stärke, Frieden und Liebe begegne, dann fließen diese Energien in diese Situation ein und verändern diese ins positive für mich. Lasse ich mich aber auf Konflikte ein, lasse ich mich vorsätzlich dann auch noch provozieren, begebe ich mich auf die gleiche negative Ebene herab. Lasse ich dann noch Gefühle wir Zorn und Machtlosigkeit zu, dann wird diese Energie vorbestimmend sein und die ganze Situation einnehmen.

Ein Schamane beispielsweise erzählt mit seinem Wort magische Heilungsweisen, weckt das Gute und das Positive , lenkt den Blick seines Klienten immer nach vorn und auf das positive. Er weiß um die das negative seines Klienten, kann mitfühlend sein, sollte aber immer Heilende Worte wählen und nicht die schwächenden. Fehler aufzuzeigen ist nur bedingt hilfreich. Schamanen können Geschichten erzählen von Menschen die sich geheilt haben, aus der eigenen Kraft heraus, diese Geschichten, ob wahr oder falsch, geben Hoffnung und Stärken. Und sie heilen dann tatsächlich!

In unserer Kultur ist es nicht üblich, hinter die Energie unserer Worte zu spüren. Das sollten wir wieder erlernen. Auf die Reaktion unseres Körpers hören, wenn wir sagen: Ich liebe Dich oder aber ich hasse Dich.
Wir sollten uns bewusst machen, welche wahre Qualität hinter unseren Worten liegt und was diese mit uns machen. Wenn wir jemanden lieben mit ganzer Kraft, so lieben wir auch uns. Hassen wir jemanden, so geht diese negativ Energie komplett in unser Energiefeld über.

Böse Wünsche blockieren uns in erster Linie erst einmal selbst, weil man nicht mehr seine Konzentration auf sich selbst lenkt.
Es gibt einem keltischen Segensspruch der da lautet;
Der tiefe Frieden der wogenden Wellen sei mit Dir.
Der tiefe Frieden der strömenden Lüfte, sei mit Dir.
Der tiefe Frieden der stillen Mutter Erde sei mit Dir.
Der tiefe Frieden der hohen Sterne sei mit Dir.

(Wir können das „sei mit Dir“ auch jederzeit durch ein ..“ sei mit mir..“ austauschen, um uns selbst zu segnen.)
Oder:

Das Licht der Göttin umgibt mich
Die Liebe der Göttin umgibt mich
Die Kraft der Göttin umgibt mich
Die Macht der Göttin umgibt mich
Der Schutz der Göttin umfängt mich!

Kommentare:

  1. Liebe Elster!

    Mal wieder so Weise WORTE von Dir!
    Danke :)

    LG Wegwarte

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  2. Freud sagt auch ähnliches über die Negativ Formulierungen, er behauptete, dass Unbewusste könne Verneinungen nicht verstehen. So wird aus ein: "Ich bin Nicht dumm." Ein "Ich bin...dumm."

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