Samstag, 30. Juni 2012

Sehnsucht nach dem Ur-sprung

 Der UR-Sprung, ist der erste bewusste Schritt im Leben.
Nein, es ist der erste Hüpfer, ein Sprung, der Erst-sprung.
Der Ur-sprung ist also ein wirklich großer Schritt für jemanden,
 der  noch nie gesprungen ist! 
 Ursprung kann auch  Urtümlichkeit bedeuten,
Ursprünglichkeit, ganz nah an der Eigenen Wurzel sein.
Ursprung heißt, zurückgehen, dorthin, wo die Seele einst herkam,
wo sie sich ganz entwickeln kann oder erneuern, je nach dem.

Ursprung heißt auch, nach Hause zu kommen, 
dafür muss man aber bereit sein.
Rückwärts zu gehen ,
um sich selbst zu erkennen,
um handeln zu können,
um ganz bei sich anzukommen.
Ohne Ablenkung von außen zu sein,
einsam, glücklich und ursprünglich

Ich erinnere mich sehr gut, als ich bewusst begonnen  habe, den Weg der Hexe zu gehen.  Eine Entscheidung in Gang setzte, zu lernen und mich weiter zu entwickeln. Mit einem kleinen Ritual habe  ich meinen Weg damals selbst geweiht. Ich hätte nie gedacht, dass das mein ganzes Leben verändern sollte. Das war in den  1990 ger Jahren....

Ich habe damals  nicht vermutet, dass ich einmal meine Rituale, meine Magie, ja mein Kontakt mit meinen Göttern, so ausübe, wie ich es in der Gegenwart tue.  Naja…eigentlich hätte ich es wissen müssen, ich war nie eine Frau die sagte; „so, ich hab ausgelernt und nun ruhe ich mich aus..."

Angefangen habe ich mit  Anrufungen und Formeln, die später nichtig für mich wurden. Meine Götter/Göttinnen Verehrung, damals hochtrabend  mit Anrufungen und Kreisen ziehen, äußert sich heute vielmehr in meiner "ganzheidnischen" Lebensweise wieder. Ich ehre das Weibliche, wie den Männlichen Teil in mir und um mich herum. Beides ist für mich ein Teil vom Ganzen.

Auch gegenwärtig  gehe ich regelmäßig zu meinen Göttern in die Wälder, bete und räuchere. Aber  ich ziehe kaum mehr einen Kreis mit großer Anrufung. Meine Magie ist heute ein  Lied, der gereimte Text, der Trommelschlag, die Melodie des Gesanges, der Rhytmus der Rassel,  das magische Wort der erlernten oder selbst ausgedachten Chants.

Gesungene Gebete , intonierte Zaubersprüche…Begegnungen in der Zwischenwelt der Naturgeister

Weder trage ich die schwarze Kleidung noch die wallenden Roben von damals oder  die viele Ritualgegenstände mit mir. Auch benötige ich kein dickes Pentagramm um den Hals, meine Verbundenheit habe ich in zwei Initiationen in Blut getauft und in die Haut gestochen. Beide Tätowierungen sind einzigartig, da aus einer Verbindung mit den Spirits entstanden und Bildlich umgesetzt. Es war mein Entwicklung; die langen Ritualgewänder, Silberschälchen, Kristallkugel  und Zauberstab. Lange ist das her, sehr lange. Aber auch das gehörte zu meinem Weg und gehört in meinen Erfahrungsschatz hinein.
 
Ich beschäftige mich  sehr  intensiv mit meinen Wurzeln und im Sitzen an einem Baum, erfahre ich mehr über mich oder die Welt, als in sämtlichen Zaubern und  hochtrabenden Ritualen. Eins sein, mit Allem, das habe ich auf meinem Weg relativ schnell gelernt, von Menschen, Orten und Spirits. Wanderungen durch die Natur geben mir heut mehr Impulse und Wissen, als alle Zaubersprüche der Welt.

Lange Zeit konzentrierte ich mich ausschließlich  auf meine Umgebung, ganz langsam, mit den Jahren entwickelte ich mich weiter und mit der Zeit wollte ich mehr Wildheit, mehr Natur und noch viel mehr Ursprünglichkeit.  Ich zog immer größere Kreise, suchte immer mehr die Ursprünglichkeit,  wie auch nach einer unweigerlichen Freiheit.

Als ich Begriff, ( was noch nicht allzulange her ist), das ich in dem Bereich, in dem ich lebe und arbeite , nichts mehr bewegen kann, das ich hier alles gelernt habe, was die Geister  mit mitgeteilt haben, dauerte es .  Drei Jahre benötigte ich, für die Gewissheit, diese Landschaft, den Ballungsraum (obwohl ich es hier eigentlich recht ländlich finde) verlassen zu müssen.

Ich muss gehen, es gibt dafür  Faktoren, die mich treiben, mein Seelen-zu-Hause zu finden. Ich habe es gefunden und bin auf dem neuen Wegen dorthin. Meine Ausbildung in *Morganas Stern* und die Begegnung unter anderem, mit Jörg , bestärkten und bekräftigten mich in meinem"Tun".

Kurze intensive Menschliche Begegnungen, wie auch Spirituelle  Lehrer und lange Freundschaften haben das ausgemacht, was nun mein neuer Lebensweg wird. All diese Einflüsse haben dazu beigetragen, was meine Zukünftige Aufgabe und arbeit sein wird.

Manchmal muss man zurück
zum Anfang.
Um etwas Neues zu erschaffen
Jedes Kind muss neu wachsen
und laufen lernen.
Es sind neun Monate
im Bauch der Mutter
geschützt und gehütet
bis es geboren wird...

Ich bin an einem Punkt im Leben angelangt, an dem ich viel erreicht habe. Und ich bin darauf sehr stolz.
Im Moment kommen einige Menschen auf mich zu, die ich mit den vielen Jahren schon vergessen habe, sie mich aber nicht. Ich habe sie geleitet, ihnen geholfen oder einfach nur einen Rat gegeben, versucht ihre Lebensfragen zu beantworten oder sie ein kleines Stück begleitet. Ich bin immer sehr gerührt, wenn sie mir erzählen welchen Weg sie eingeschlagen haben und wenn sie sich bedanken bei mir....es tut gut.
Ich schaue auf die letzten zehn Jahre und freue mich darüber wie ein Kind. Ich schaue auf die nächsten  Jahre und mein Herz klopft, weil ich es kaum erwarten kann, die neuen Herausvorderungen zu bestehen. Ich weis genau wo es hingehen wird, mein Kontakt mit den Spirits ist ein Segen, für den ich sehr dankbar bin!

Gekostet hat mich der Gang zur Hexe und Schamanin, meinen neutralen und auch gleichgültigen Blickwinkel auf Menschen und ihre Handlungen. Dennoch liebe ich die Menschen und verachte sie nicht. Ich bin immer noch gerne mit Menschen zusammen. Zwischen Menschliche Ärgernisse waren für mich  keine Rückschläge, sondern eher etwas woraus ich lernen konnte.

Ich bin an einem Punkt angelangt, wo ich mich, für den Bereich des Lehrers/ Lehrerin entschieden habe. Ich möchte ganz praktisch lehren, inmitten von Mutter Natur,  singen, Trommeln und Geschichten erzählend, um ein Feuer sitzen. Rituale erarbeiten, Geistertänze veranstalten, barfuß durchs Moor wandern.
Kindern die Freude der Wildkräuter zu vermitteln und Frauen eine Auszeit zu bieten. Viele andere Menschen einladen, mit mir ihren ganz eigenen Weg zu beschreiten oder anderen einfach nur eine Auszeit zu bereiten...

Den  Menschen die Natur und deren Geist bewusst machen , nicht nur davon reden! Auge in Auge, Herz an Herz. Nicht in den Netzwerken, Blogs oder Homepages darüber "schwafeln" sondern ganz real.

…wie es schon immer war, intensiv und menschlich.  

Alle Weichen sind gestellt.
Dank der Götter und unses Fleißes, sind wir auf einem guten Weg dorthin!


*Es dauert nun noch ein paar Tage, dann werde ich Euch von meinen/unseren neuen Aufgaben berichten können!*


 

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe mit Freuden und zum Teil mit Rührung deinen Blogbeitrag gelesen. Du beschreibst wunderschön deinen Werdegang und bist voller Zuversicht. Wir lernen niemals aus. Das liegt nicht in der Natur der Hexen. Vorgeschrieben, steife Rituale mögen am Anfang helfen, aber richtige Hexen lassen sich auch da nichts vorschreiben und sind niemals steif. Ich gratuliere dir herzlich und wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Weg.
    Das niemals ausgelernt zu haben ist auch im Moment mein Thema und ich gehe wieder zum Anfang zurück, vielleicht um von dort einen etwas anderen, neueren Pfad einzuschlagen.
    Sei gesegnet
    Elsbeth

    AntwortenLöschen
  3. Vielen dank für eure kommentare. bald...bald wird es soweit sein, dann kann ich öffentlich machen, welcher weg der nächste und neue sein wird...und ich freue mich, das so viele ähnlich denken und fühlen, das viele in diesem jahr ihre weichen setzten für einen neuen kreislauf im leben....es bleibt spannend!

    AntwortenLöschen